DE356380C - Tonungsverfahren fuer photographische Silberauskopierbilder - Google Patents

Tonungsverfahren fuer photographische Silberauskopierbilder

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DE356380C
DE356380C DEG48366D DEG0048366D DE356380C DE 356380 C DE356380 C DE 356380C DE G48366 D DEG48366 D DE G48366D DE G0048366 D DEG0048366 D DE G0048366D DE 356380 C DE356380 C DE 356380C
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DEG48366D
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/40Chemically transforming developed images
    • G03C5/46Toning

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

  • Tonungsverfahren für. photographische Silberauskopierbilder. Gegenstand der Erfindung ist ein Schwefeltonungsverfahren für photographische Silberauskopierpapiere, bei dem zur Erzielung von Platintönen noch ein Selentonbad in Anwendung kommt. Es findet dabei in dem zuerst anzuwendenden Schwefeltonbad nur insoweit die Ersetzung des metallischen Silbers im Bilde durch Silbersulfid statt, daß die Halbtöne und Lichter des Bildes noch nicht in die gelbbraune, später ein Ausbleichen und Gelbwerden verursachende Modifikation des kolloiden Schwefelsilbers übergegangen sind, indem die Einwirkung des Sulfidtonbades auf das Silber des Bildes unterbrochen wird, sobald: die helleren Bildpartien in die braunschwarze Form des kolloiden Silbersulfides übergeführt sind.
  • In dem zweiten danach anzuwendenden Selentonbad findet eine j e nach der Tonungsdauer niehr oder weniger weitgehende Umwandlung der Bildsubstanz aus noch vorhandenem Silber in Silberselenid statt, wobei fast reinschwarzes Silberselenid gebildet wird. Dabei wird ein Gelbwerden oder Ausfressen der Lichter oder Halbtöne, das bei längerer Tonungsdauer nach bisher bekannten Selentonungsverfahren nicht vermieden werden kann, insbesondere dadurch ausgeschaltet, daß nach der vorher angewandten Sulfidtonung die Bildsubstanz der bezeichneten Bildpartien vorwiegend aus Silbersulfid besteht, welches weniger der Einwirkung der Selentonungslösungen zugänglich ist- als metallisches Silber. Durch das Zusammenwirken des .schwarzen Silberselenids und des.braunschwarzen Silbersulfids als vorwiegende Bildsubstanz entsteht ein Platinton. Die Haltbarkeit der nach vorliegendem Verfahren getonten Bilder ist der der edelmetallgetonten gleichwertig, sofern, was Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, vor Anwendung des Sülfidtonbades durch Einschaltung eines zweiten Fixierbades mit nachfolgender gründlichster Wässerung dafür Sorge getragen wurde, daB in den mittels Sulfid zu tonenden Bildern weder unterschwefligsaure Silberverbindungen noch Reste der Natriumthiosulfatlösung vorhanden sind. Zugleich wird dadurch die bei den bisher bekannten Schwefeltonungsverfahren für Silberauskopierpapiere meist unvermeidliche Gelbfärbung in Halbtönen und Lichtern vermieden.
  • Als Beispiel der Arbeitsweise, deren es verschiedene gibt, diene folgende: Die aus dem Kopierrahmen entnommenen, ziemlich kräftig kopierten Silberbilder auf Auskopierpapieren werden fixiert in z ooo ccm Wasser, 5 gKaliummetabisulfit, 8o g Natriumthiosulfat. Dauer der Einwirkung dieses Bades ist sechs bis acht Minuten; aus diesem Fixierbade saurer Reaktion gelangen die Bilder sofort; ohne Zwischenwässerung, in ein frisches Fixierbad aus z ooo ccm Wasser, 8o g Natriumthiosulfat, worin sie ebenfalls für 6 bis 8 Minuten verbleiben. Nach dem zweiten Fixierbad wird in bekannter Weise mit mindestens achtmaligem Wasserwechsel gewässert. Sorgfältiges Fixieren in den beiden Fixierbädern und sorgfältiges Auswässern ist erforderlich.
  • Zur Bereitung des nun anzuwendenden Sulfidtonbades stellt man sich als Vorratslösung eine Auflösung von 2o g Bariumsulfid in i ooo ccm Wasser her. Man schüttelt diese Vorratslösung alsbald nach dem Ansetzen derselben mehrmals auf und läßt dann absetzen, ; wobei sich über einem unlöslichen Bodensatz eine klare, hellgelbe Flüssigkeit ergibt. Unter Benutzung dieser klaren überstehenden Flüssigkeit, die vor Licht geschützt in verschlossener Flasche gut haltbar ist, stellt man sich das Gebrauchssulfidtonbad nach folgender Vorschrift her: - i ooo ccm Wasser, 30 ccin i der klaren Schwefelbariumlösung, io ccm Ammoniak. In diesem Sulfidtonbade verbleiben die Bilder, bis dieselben eine etwa dem normalen Photographiegoldton entsprechende Farbe angenommen haben. Es sind dazu ungefähr zwei Minuten erforderlich. Unmittelbar aus dem Sulfidtonbade werden die Bilder in eine Schale mit reichlich Wasser übertragen, das man durch einige Tropfen starker Kaliumpermanganatlösung auf hellrose Farbe gebracht hat. Diese stark verdünnte Kaliumpermanganatlösung wirkt als Unterbrecherbad, indem sie die letzten Reste des in der Bildschicht und im Papierfilz enthaltenen Sulfids zerstört. Man läßt noch ein zweites, evt. bei vielen Bildern auch noch ein drittes, mit wenigen Tropfen starker Kaliutnpermanganatlösung versetztes Wasserbad folgen und wässert zwei oder drei Mal in klarem Wasser.
  • Darauf wird sofort die zweite Tonung mittels Selen vorgenommen. Als Tonbad dient folgendes Bad: i ooo ccm Wasser, 20 bis 3o ccm der im Händel unter dem Namen »Senol« erhältlichen Selentonungslösung (nach Patentschrift 28067g und 296oog bestehend aus 35 g Ammoniumthiosulfat, 0,32 g N atritunselenosulfat, 15 g Natritunsulfit, gelöst in i 1 Wasser), io ccm Ammoniak. Es können jedoch auch andere geeignete Selentonungslösungen verwendet werden. In dein Selentonungsbad nehmen die Bilder nach etwa 2 his 3 Minuten den gewünschten schwarzen bis schwarzbraunen, bei längerem Verweilen auch schwärzlichgrünen, Platinton an. Sofort nach Erreichung des gewünschten Bildtones werden die Bilder wiederum in mit wenigen Tropfen starker Kaliumpermanganatlösung versetztes Waschwasser übertragen. Ebenso findet als zweites Wasserbad eine solche sehr stark verdünnte Kaliumpermanganatlösung Verwendung. Zuletzt wird bei zwei- bis dreimaligem Wasserwechsel in klarem Wasser gewässert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tonungsverfahren für photographische Silberauskopierpapierbilder, gekennzeichnet durch Anwendung von Sulfidtonbädern nach voraufgegangener Verwendung von zwei Fixierbädern.
  2. 2. Tonungsverfahren für photographische Silberauskopierpapierbilder nach Anspruch i, gekennzeichnet durch auf die Sulfidtonbäder folgende Anwendung von Selentonbädern.
  3. 3. Tonungsverfahren für photographische Silberauskopierpapierbilder nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch Verwendung eines Unterbrecherbades nach Behandlung der Bilder- in den Tonbädern.
DEG48366D 1919-05-28 1919-05-29 Tonungsverfahren fuer photographische Silberauskopierbilder Expired DE356380C (de)

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