DE910983C - Verfahren zur Herstellung von Druckformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckformen

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DE910983C
DE910983C DEF7567D DEF0007567D DE910983C DE 910983 C DE910983 C DE 910983C DE F7567 D DEF7567 D DE F7567D DE F0007567 D DEF0007567 D DE F0007567D DE 910983 C DE910983 C DE 910983C
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DE
Germany
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silver
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colloid layer
halogen
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Expired
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DEF7567D
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English (en)
Inventor
Dr Edith Weyde
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Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts
    • G03F7/07Silver salts used for diffusion transfer

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 10. MAI 1954
F 7507 IVa/57 d
(Ges. v. 15. 7. 51)
Es ist bekannt, Silberbilder auf ungehärteten Gelatineschichten durch bichrornathaltige Bäder bzw. durch härtende Entwickler in ein Gerbrelief zu verwandeln^, das für verschiedene Druckverfahren verwendbar ist. Entsprechende Gerbreliefs erhält man auch durch Tränken von Gelatine- oder Eiweißschichten mit Bichromatlösutigen, nachheriges Belichten und Auswaschen des unbelichteten Bichromats. Es sind auch Verfahren bekannt (Ozobrom verfahren, Carbradruck), nach denen man durch Aneinanderpressen von einem Gelatinepigmentpapier mit einem Silberbild bei Gegenwart geeigneter Chrombäder auf dem Gelatinepigmentpapier ein Gerbrelief erhält.
Erfindungsgemäß kann man alle diese Prozesse dadurch wesentlich verkürzen, wenn man dem Gelatine- bzw. Eiweißpigmentpapier z. B. Spuren kolloidalen Silbers zusetzt und auf diese Schicht eine belichtete Negativsohicht in Gegenwart eines fixiernatronhaltigen Entwicklers anpreßt. Das unr ao belichtete, daher im Entwickler nicht reduzierbare Halogensilber der Negativschicht wandert dann in die Gelatineschicht, wird dort durch das kolloide Silber ausgefällt, und man erhält ein positives Silberbild. Nach kurzem Auswaschen kann man dieses z. B. mittels eines an sich bekannten Bichromatbades in ein Gerbrelief umwandeln. Es ist aber auch möglich, durch Verwendung eines härtenden, z. B. sulfitfreien, Brenzkatechiinentwicklers an den dem positiven Silberbild entsprechenden Stellen eine Kolloidgerbung hervorzurufen. .Zur Beschleunigung des Arbeitsprozesses ist es günstig, die Entwicklersubstanzen in bekannter Weise der Negativschicht direkt zuzusetzen. Die Gelatine- bzw. Ei-
weißschicht versetzt man, wie bereits oben erwähnt, entweder mit geringen Mangen kolloidalen Silbers oder mit Stoffen, die, wie z. B. Hydrazin, Silbersalze reduzieren. Zweckmäßig ist ferner der Zusatz von Stoffen, wie z. B-. Merkaptobenzthiazol, die im Fixierbad schwerlösliches Silbersalz ergeben, wodurch die Reinheit der Weißen gewährleistet wird. Gegenüber den obenerwähnten bekannten Verfahren hat das hier beschriebene außerdem den
xo Vorteil, die zeitraubende Herstellung eines Zwischennegativs zu vermeiden. Man erhält vielmehr in einem einzigen Arbeitsprozeß auf der Gelatineschicht vom Originalnegativ direkt ein positives Silberbild, das auf verschiedenstem Wege in ein Gerbrelief umgewandelt werden kann, das als Druckform verwendbar ist.
Beispiel 1
Man setzt einer 5°/oiigen Gelatinelösung auf 11 0,1 g gelbes kolloidales Silber zu sowie 0,02 g Merkaptobenzthdazol und vergießt diese Lösung in üblicher Weise. Als Negativschicht verwendet man ein übliches Chlor- bzw. Chlorbromsilberpapier. Zur Übertragung des unbelichteten Negativsilbers auf das Gelatinepapier wird folgender Entwickler angewandt: 1000 ecm Wasser, 2g Methyl-p-amidophenolsulfat, 6 g Hydrochinon, 60 g Natriumsulfit sicc, 50 g Soda, 20 g Fixiernatron, 0,5 g Baromkalium.
Die beiden Papiere werden während der Entwicklung in engen Kontakt gebracht, wobei das. unbelichtete Halogensilber aus der. Negativschicht in die Kolloidschicht hinüberwandert Nach Trennung der beiden Schichten zeigt das Gelatinepapier ein positives Silberbild, das nach kurzem Auswaschen mit folgender Lösung behandelt wird: 500 ecm Wasser, Jg Kupfervitriol, 2 g Kaliumbichromat, 4 g Bromkalium, 0,5 ecm konzentrierte Salzsäure.
In diesem Bad wird das Silber oxydiert und an diesen Stellen die Gelatine gegerbt. Nach Auswaschen der Bleichlösung und gegebenenfalls nach kurzem Klären mit verdünnten Säuren kann das Gerbrelief für Druckzwecke verwendet werden.
Beispiel 2
Man versetzt eine 5°/oige Gelatinelösung mit 0,3 g Hydrazinhydrat auf 1 1 sowie 0,05 g Merkaptobenzthiazol. Die Weiterbehandlung erfolgt in der gleichen Weise wie bei Beispiel 1 unter Anwendung des nachstehenden Entwicklers: 1000 ecm Wasser, 5 g Brenzkatechin, 40 g Pottasche, 0,5 g Natriumsulfit sicc, 1 g Bromkalium.
Die Gelatinestellen, welche dem positiven Silberbild, das auf der Kolloidschicht entstanden ist, entsprechen, zeigen eine starke Gerbung. Gegebenenfalls kann die ungehärtete Gelatine des Positivbildes mit warmem Wasser ausgewaschen werden, wobei das Positivbild als Relief stehenbleibt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Umwandlung eines in einer gerbfähigen Kolloidschicht erzeugten Silberbildes in ein für Druckzwecke verwendbares Gerbrelief, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer exponierten Halogensilberschicht ein Silberbild entwickelt, unbelichtetes Halogensilber dieser Schicht in Lösung bringt, das gelöste Halogensilber in eine mit der Halogensilberschicht im engen Kontakt befindlichen gerbfähigen KoMoidschieht diffundieren läßt und in dieser zu Silber reduziert, worauf an den silberhaltigen Stellen dieser Kolloidschicht nach bekannten Verfahren ein gegerbtes druckfähiges Bild erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfällung des gelösten Halogensilbers in der mit dem Negativ in Kontakt gebrachten Kolloidschicht durch Reduktionsmittel, wiie z. B. Hydrazinderivate, oder durch andere, als Keime wirkende Zusätze, wie
    z. B. kolloidales Silber, die in der Kolloidschicht enthalten sind, in Form reduzierten Silbers ausgeführt wird.
  3. 3. Verfahren mach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhaltung der Reinheit der Weißen die Ausfällung des Halogensilbers in der mit dem Negativ in Kontakt gebrachten Kolloidschicht in Gegenwart solcher Substanzen durchgeführt wird, die, wie z. B. Merkaptobenzthiazol, ein in Fixiernatron schwerlösliches Silbersalz ergeben.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in der mit dem Negativ in Kontakt gebrachten Kolloidschicht entstand dene positive Silberbild mit einem bichromathaltigen Bleichbad behandelt wird, welches in bekannter Weise an Stelle des Silberbildes ein, als Druckform verwendbares Gerbrelief erzeugt.
    Ö 9517 4.54
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