DE356344C - Eisenbahnkupplung, die mit einer Dampfschlauchverbindung versehen ist - Google Patents
Eisenbahnkupplung, die mit einer Dampfschlauchverbindung versehen istInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G5/00—Couplings for special purposes not otherwise provided for
- B61G5/06—Couplings for special purposes not otherwise provided for for, or combined with, couplings or connectors for fluid conduits or electric cables
- B61G5/08—Couplings for special purposes not otherwise provided for for, or combined with, couplings or connectors for fluid conduits or electric cables for fluid conduits
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Eisenbahnkupplung, die, mit einer Dampfschlauchverbindung
versehen, von der Maschine aus zu bedienen ist, und bei der die Kuppelöse aus zwei federnd gegeneinander abgestützten Bügeln
besteht.
Die Erfindung besteht darin, daß die Bügel der Kuppelöse in der Kuppellage durch
zwei die Zuglast aufnehmende Zugorgane zusammengezogen werden, die ihrerseits von
der Maschine aus durch ein unter den Wagen liegendes Gestänge und eine am Ende Zähne
tragende Stange in Verbindung mit einem Zahnrad der Wicklungswelle auf- und abgerollt
werden. ·
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht in der besonderen Ausbildung des Gestänges
sowie in der durch das Gestänge beeinflußten Vorrichtung· zum Ausheben der
Kuppelbügel aus dem Zughaken.
Die Kupplung mit der Dampfschlauchverbindung ist auf den Zeichnungen in einer teil-
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weise schematischen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. ι eine Seitenansicht der Kupplung in der Kuppellage;
Abb. 2 ist eine Draufsicht, wobei der niederhängende Kupplungsteil der Übersichtlichkeit
halber weggelassen ist,
Abb. 3 eine Seitenansicht des Gestänges mit der Kupplung,
ίο Abb. 4 eine Draufsicht nach Abb. 3,
Abb. 5 einen Querschnitt nach der Linie A-A der Abb. 1 und
tAbb. 6 eine unmaßstäbliche Seitenansicht des Gestänges und der davon beeinflußten
Zahnstange im Anfangszustand des Entkupplungsvorganges.
An jedem Zughaken 5 befindet sich eine vollständige Kupplung. Die Kuppelöse wird
aus zwei hintereinanderliegenden Bügeln 1
ao und 2 gebildet, die durch zwei Bolzen 3 und 4 längsverschiebbar miteinander verbunden sind.
Um die Bolzen 3, 4 ist zwischen den Bügeln 1 und 2 je eine Schraubenfeder 7 bziw. 8 angeordnet,
durch die die Bügel 1 und 2 auseinandergadrückt werden. Eine Grenze findet
dieser Vorgang durch in den Bolzen 3 und 4 angeordnete Vorstecker 9, 10, Durch die
A^orderenden der Bolzen 3,4 ist eine Querstange
11 hindurchgeführt. An die Enden dieser Stange fassen zwei Drahtseile 12, 13
und führen über den beiderseitig verlängerten Gelenkbolzen 14 des Kuppelhakenkopfes 6
über unterhalb des Wagens angeordnete Leitrollen 15, 16 zu Aufwickelrollen 17, 18 einer
Achse 19, auf deren Mitte ein Zahnrad 20 sitzt. Dieses Zahnrad, das von unten her
durch einen Sperrkeil 21 gesichert wenden kann, steht oben mit eine Zahnstange 22 in
Eingriff. Die Zahnstange ist nur an ihrem vorderen Ende mit Zähnen versehen und ist
derartig gekröpft, daß der hintere Teil unter dem Boden des Fahrzeuges zu liegen kommt
(Abb. 3). Das hintere Ende besitzt eine Aussparung 28 und steht in Verbindung mit den
+5 Enden zweier von den Seiten des Wagens zu
bedienender Handhebel 30 bzw. 31. Zur Beeinflussung der Zahnstange 22 ist ein von der
Lokomotive aus durch Handhebel 29 zu bedienendes Gestänge vorgesehen. Dieses Gestange
besteht aus zwei zu beiden Seiten der Zahnstange liegenden Strängen 25, 32 bzw. 26, 32. Die Stangen 32 liegen in der Mitte
und sind gelenkig mit den Stangen 25, 26 (lAibb. 3, 6) verbunden. Die letzteren sind an
den den Gliedern 32 zugekehrten Enden je in einem Gleitstück 33 gelagert, das in einem
Bock 34 drehbar ist. Die der Kupplung zugekehrten Enden gleiten in einem hoch- und
niederstellbaren Bügel 35, der mit dem schon
Go vorher erwähnten Sperrkeil 21 verbunden ist.
Die Stangen 25, 26 und die zugehörigen ι Glieder 32 sind an ihren Gelenken 36
bzw. 37 mit je einer Platte 38, 39 beklei- " det, wobei die Platten 38 mit Bolzen und
! Schlitzführung 40 lose auf den Stangen : 25, 26 beweglich sind und gegen das ! Gleitstück 33 durch um die Stangen 25,
; 26 gelegte Schraubenfedern 41 abgestützt sind. Die Stangen 25, 26 sind an ihren
freien Enden mit je einem Ansatz 42 und einer Bohrung 43 versehen, derart, daß der Ansatz
,42 der Stangen des einen Wagens in die Bohrung 43 der Stangen des anderen Wagens einfaßt
und umgekehrt, .wodurch die 'Gestänge zweier Wagen verbunden werden. Hierbei
wird durch Aneinanderstoßen der Platten 38 und 39 infolge des Druckes der .Feder 41
eine gerade Haltung der Stangen 25 und 26 erzielt und das Ineinandergreifen zweier (Gestänge
mittels der Ansätze 42 und der Bohrungen 43 erleichtert.
Die Mittelstücke 32 sind an ihren Enden durch je einen Steg miteinander verbunden.
In der Mitte eines jaden Steges sitzt ein Ansatz 27 (Abb. 6), der in die bereits enwähnte
Aussparung 28 der Zahnstange 22 hineinpaßt. Das Heben und Senken des Bügels 35 mit
dem Sperrkeil 21 geschieht von Hand mittels zweier Hebel 23, 24, die zu beiden Seiten des
Wagens an dem Bügel angelenkt sind.
Unterhalb der Bügel 1 und 2 der Kuppelöse ist ein Gestell 45,46 angeordnet, das an seinem
unteren, dem Wagen \zugekehrten Teile eine Platte 44 trägt.
Zu beiden Seiten der Kupplung ist außerdem je ein Dampf schlauch vorgesehen, dessen
bogenförmige Enden konusartig ausgebildet sind.
Die Wirkungsweise der Kupplung ist folgende:
Soll die Kupplung eines Wagens gelöst werden, so wird das Sperrstück 21 mittels
eines der Hebel 23, 24 gesenkt, wodurch auch gleichzeitig zwei Stangen 25,26 mit dem
einen Ende gesenkt und aus den Stangen 25, 26 des anderen Wagens gelöst werden. Durch
das Senken der einen Enden der Stangen 25, 26 heben sich die anderen Enden mit den
Gliedern 32 hoch, und es greift der zugehörige Ansatz 27 in die Aussparung 28 der Zahnstange
22 ein, wodurch die Verbindung des Gestänges mit der Zahnstange und dadurch mit der Kupplung hergestellt ist.
Hierauf schiebt der Zugführer mittels des Heibels 29 das Gestänge 25, 26, 32 zurück.
Bei diesem Verschieben dreht die Zahnstange 22 mittels des Zahnrades 20 die Rollen 17, 18
und ,wickelt die Drahtseile 12, 13 von den
Rollen so weit ab, wie die wenigen Zahne der Zahnstange imstande sind, das Zahnrad 20 zu iao
drehen. Dadurch werden die Federn 7, 8 entspannt und bewirken ein Abdrücken des Bu-
gels ι vom Bügel 2 der Kupplung, was eine Verlängerung der Kuppelöse hervorruft. Bei
weiterem Verschieben der Zahnstange 22 stößt diese mit ihrem Ende gegen die Platte 44 des
Gestelles 45, 46 der Kuppelöse und hebt die Teile so weit, daß der Bügel 1 außer Eingriff
mit dem Hakenkopf 6 des gegenüberliegenden Zughakens 5 kommt.
Eine leichte Drehung des Handhebels 29
to veranlaßt ein Zurückziehen der Zahnstange 22. Hierdurch senkt sich die Platte 44 und führt
den Bügel 1 in die wagerechte, kuppelbereite Lage.
Ein vollständiges Umlegen des Handhebels 29 bringt die Zähne der Zahnstange 22 in
Eingriff mit dem Zahnrad 20, wodurch die Drahtseile 12, 13 wieder aufgewickelt und der
Bügel ι gegen den Bügel 2 gezogen wird.
Wenn ein weiteres Kuppeln nicht mehr stattfindet, so fällt die Kupplung des letzten
Wagens beim Zurückziehen der Zahnstange 22 nieder und bleibt hängen, bis sie durch die
Zahnstange 22 mittels des Hebels 29 auf der Lokomotive oder mittels eines der Hebel 30,
31 wieder in die kuppelbereite Stellung gehoben wird.
An jedem Bügel 1,2 ist mit Hilfe von Laschen 47,48 das Ende einer Dampf schlauchleitung
49 befestigt, so daß es sich beim He-
ben oder Senken der Kupplung in gleicher Weise bewegt. Die Leitung ist in der Länge
infolge einer Ausbiegung 50 nachgiebig. Das Ende der Leitung ist mit einem abwärts gerichteten
Krümmer 51 versehen, der in einen Konusteil 52 endet.
Das unter dem anderen Wagen hervorstehende Ende 53 der Dampf schlauchleitung
ist als aufwärts gerichteter Krümmer 54 gestaltet und endet -in einen Konustrichter 55·
Beim Kuppeln tritt das Konusende 52 der Leitung 49 in den Trichterteil 55 der Leitung
53 des anderen Wagens ein und wird beim Zusammenziehen der Kupplung mittels der
Drahtseile 12, 13 fest in den Trichter 55 hineingepreßt,
so daß eine dichte Verbindung in der Dampfleitung erzielt wird.
•Zum Zwecke beliebiger Kupplung des einen oder anderen Kuppelteiles der beiden Wagenenden
sind zwei Stränge 56,57 für die Dampfschlauchleitung vorgesehen, so daß immer eine
Leitung geschlossen ist, während die andere ohne Anschluß bleibt. Die Dampfschlauchver_
(bindung wird mit der Kupplung auch zwangläufig gelöst. An jedem Verbindungsende der
Dampfleitung kann durch Hahn oder Ventil die Leitung abgeschlossen, werden, was insbesondere
am Ende des Zuges während des Betriebes nötig ist.
Claims (5)
1. Eisenbahnkupplung, die, mit einer Dampf schlauchverbindung- versehen, von
der Maschine aus zu bedienen ist, und bei der die Kuppelöse aus zwei federnd gegeneinander
abgestützten Bügeln besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (1, 2) in der Kuppellage durch zwei die
Zuglast aufnehmende Zugorgane (12, 13) zusammengezogen werden, wobei das Auf-
und Abrollen der Zugorgane (12, 13) durch ein von der Maschine aus zu bedienendes
Gestänge (25, 32 bzw. 26, 32) in Verbindung mit einer nur an ihrem äußeren Ende mit Zähnen versehenen Zahnstange
(22) erfolgt, die in Eingriff mit einem auf der Wicklungswelle (19) sitzenden
Zahnrade (20) steht.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das (unterhalb des
Wagens liegende Gestänge (25,32 bzw. 26,32) aus zwei zu beiden Seiten der
Kupplung liegenden Strängen besteht, deren gelenkige Mittelstücke (32) an beiden
Enden durch je einen Steg miteinander verbunden sind, wobei die Stege je
einen Ansatz (27) aufweisen, die beim Lösen der Kupplung in entsprechende Aussparungen (28) der Zahnstange (22)
greifen und diese verschieben, wodurch die Zugorgane (12, 13) bzw. die Bügel (1, 2)
entspannt werden.
3. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (22)
beim weiteren Verschieben außer Eingriff mit dem auf der Wicklungswelle (19)
sitzenden Zahnrade (20) kommt und gegen eine Platte (44) stößt, die an einem an dem Kuppelbügel befindlichen Gestell
(45, 46) sitzt, wodurch die Kupplung gelöst wird.
4. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad (20) in
der Kuppelstellung durch einen Sperrkeil ("21) gesichert wird, der durch von der
Seite des Wagens aus zu bedienende Hebel (23, 24) gesteuert werden kann.
5. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konusartig ausgebildeten,
bogenförmigen Enden (52, 55) der Dampfschläuche (56, 57) beim Span- no
nen der Kupplung dicht passend ineinandergezogen und festgehalten werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM73044D DE356344C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Eisenbahnkupplung, die mit einer Dampfschlauchverbindung versehen ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM73044D DE356344C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Eisenbahnkupplung, die mit einer Dampfschlauchverbindung versehen ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE356344C true DE356344C (de) | 1922-07-20 |
Family
ID=7314803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM73044D Expired DE356344C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Eisenbahnkupplung, die mit einer Dampfschlauchverbindung versehen ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE356344C (de) |
-
1921
- 1921-07-08 DE DEM73044D patent/DE356344C/de not_active Expired
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