DE356121C - Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen - Google Patents

Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen

Info

Publication number
DE356121C
DE356121C DESCH54754D DESC054754D DE356121C DE 356121 C DE356121 C DE 356121C DE SCH54754 D DESCH54754 D DE SCH54754D DE SC054754 D DESC054754 D DE SC054754D DE 356121 C DE356121 C DE 356121C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fat
mixtures
soap
neutral
soaps
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH54754D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH54754D priority Critical patent/DE356121C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE356121C publication Critical patent/DE356121C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/06Refining fats or fatty oils by chemical reaction with bases

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen. Die Gemische von Neutralfetten und Alkaliseifen, wie sie in der Technik bei der Neutralisation mit alkalisch wirkenden Stoffen erhalten werden, lassen sich bis jetzt in quantitativer Weise nicht trennen. Die Seifen werden bei der Neutralisation in der Regel in Form einer feuchten Paste (Soapstock) erhalten, welche beträchtliche Mengen Neutralfett zurückhält, das durch keine der bekannten Methoden zurückzugewinnen ist und der menschlichen Ernährung verlorengeht.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine völlig quantitative Trennung von- Neutralfett und Seife erzielt werden kann, wenn man das Neutralfettseifengemisch einer vollständigen Trocknung unterwvirft und das Neutralfett in einem passenden seifenfeindlichen trocknen Lösungsmittel aufnimmt.
  • Die Arbeitsweise bei vorliegendem Verfahren läßt sich auf verschiedene Art vornehmen: a) Das bei der Neutralisation der Rohfette erhaltene Neutralfettseifengemisch wird in einem Rührapparat bei erhöhter Temperatur (bis etwa 8o°) und unter guten Rühren im Vakuum völlig trocken gesaugt, was sich innerhalb kurzer Zeit vollzieht. Hierauf pumpt man das getrocknete Fettlösungsmittel dazu, rührt um und preßt oder schleudert ab. Das Lösungsmittel wird aus der abgepreßten Fettlösung abdestilliert und hinterläßt ein völlig seifenfreies Neutralöl. Die Seife wird in der Presse mittels eines warmen Luftstromes von ällen Resten des Lösungsmittels befreit und so in trockner, fettfreier und gebrauchsfähiger Form erhalten. Es ist selbstverständlich, daß die Entfernung des Neutralfettes aus dem getrockneten Gemisch sich mit dem gleichen Erfolg auch in einem Extraktionsapparat vornehmen läßt.
  • b) Statt das Gesamtgemisch von Neutral-; fett und Seife zu evakuieren, kann man dieses Gemisch ebensogut zunächst auf die in der Technik übliche Weise in der Wärme absitzen und die Hauptmenge des Neutralfettes von der fetthaltigen feuchten Seife (Soapstock) sich trennen lassen, sodann den Soapstock für sich im Vakuum unter Rühren trocken saugen und, wie in a angegeben, entfetten.
  • c) Statt das Fettlösungsmittel dem fertig gebildeten Neutralfettseifengemisch zuzusetzen, kann man es auch mit demselben Erfolg schon vor der Neutralisation hinzufügen, d. h. die Neutralisation im Fettlösungsmittel vornehmen. In diesem Falle ist es zweckmäßig, die als Neutralisationsmittel zu benutzenden Alkalisubstanzern (kalzinierte Soda, Ätznatron, Alkalisuperoxyd, Alkaliperkarbonate) in trockner pulverisierter Form zur Anwendung zu bringen. Auf diese Weise beschränkt sich die nachher zu beseitigende Feuchtigkeit ausschließlich auf diegeringeMenbgeReaktions-Wasser, welches bei der Umsetzung von Fettsäuren mit Alkalien gebildet wird. Man arbeitet in diesem Falle beispielsweise so, daß das zu neutralisierende Rohfett in etwa der gleichen Menge Lösungsmittel aufgenommen und mit der berechneten Menge kalzinierter Soda unter Rückfluß bis zur beendigten Neutralisation erhitzt wird, wobei die feste Natronseife sich aus der Lösung abscheidet. Das dabei gebildete Reaktionswasser wird sodann durch Zugabe eines wasseraufnehmenden Salzes, z. B. kalziniertes Glaubersalz, entfernt, wonach die klare trockne Fettlösung sich von der fettfreien Seife restlos abpressen läßt.
  • Es ist zu erwähnen, daß nicht jedes beliebige organische Fettlösungsmittel bei dem vorliegenden Verfahren geeignet ist. Beispielsweise wird der Effekt bei Benutzung von Benzol, Benzin oder Tetrachlorkohlenstoff trotz völliger Trocknung aller in Betracht kommenden Substanzen nicht erreicht. Denn einmal lösen diese Agenti-en auch in trocknem Zustand gewisse Mengen Alkaliseifen auf und anderseits quellen die Seifen darin zu Gallerten, von kolloidaler Konsistenz auf, welche ein glattes und vollkommenes Abpressen von der Fettlösung unmöglich machen. Einwandfrei geeignet sind dagegen Lösungsmittel, wie Äther, Methylazetat, Me, thylal, Azeton, Methyläthylketon oder Schwefelkohlenstoff.
  • Der technische Fortschritt und die wirtschaftliche Bedeutung des vorliegenden Verfahrens liegen darin, daß es ermöglicht, das bei der Neutralisation irgendeines tierischen oder pflanzlichen Fettes gebildete Gemisch von Neutralfett und Alkaliseifen ganz allgemein auf einfachste Weise quantitativ zu trennen, mit anderen Worten, daß beispiels--weise aus einem Rohöl von To Prozent freiem Fettsäuregehalt tatsächlich 9o Prozent Neutralfett neben rund 11,4 Prozent trockner fettfreier gebrauchsfähiger Seife erhalten «-erden. Das dabei gewonnene Neutralfett ist völlig seifenfrei und bedarf keinerlei Nach-Behandlung oder Waschung.
  • Als weiterer wesentlicher Fortschritt bei dem vorliegenden Verfahren ist zu berücksichtigen, daß die Menge der vorliegenden Alkaliseifen, also die Höhe der Azidität zier zur Neutralisation verwendeten Rohfette, ganz nebensächlich ist. Bekanntlich war es bisher technisch nicht mehr lohnend, Rohfette mit einem Gehalt von mehr als 25 Prozent an freien Fettsäuren zu neutralisieren, da die Verluste des dabei im Soapstock verbleibenden Neutralfettes zu erheblich waren. Nachtlein aber das vorliegende Verfahren die restlose Gewinnung jeder beliebigen Neutralfettmenge aus den Neutralisationsgemischen ermöglicht, steht damit der rationellen Neutralisation auch hoch zersetzter Fette nichts mehr im Wege.
  • Man hat schon früher Azeton und dessen Homologe zur Trennung von Fetten aus deren Gemischen mit Seifen benützt (Patent 181400), wobei aber gerade aus Gründen der unterbliebenen Trocknung eine quantitative Trennung nicht erzielt werden konnte. Denn sowohl Azeton als auch dessen Homologe lösen bei verschiedenen Temperaturen verschiedene Mengen Alkaliseifen auf, sofern nicht absolute Trockenheit aller in Betracht kommenden Substanzen vorliegen.
  • Die ferner bekannte Tatsache, Kokosfett in Gemischen mit Kalkseifen durch Erhitzen unter Vakuum zu entwässern, um die Kalkseifen niederzuschlagen und abfiltrieren zu können (Patent 9052i), kann mit dem vorliegenden Verfahren nicht identifiziert werden. Denn die Kalkseife fällt beim Entwässern in fester körniger Form aus der Fettlösung aus (was die Natronseifen dagegen in kolloidaler Form tun) und läßt sich sodann wohl abpressen, aber natürlich nicht quantitativ, weil der Preßkuchen im Gegensatz zu dem vorliegenden Verfahren noch etwa die gleiche :Menge seines Gewichtes an Neutralfett zurückhält. Außerdem ist die Kalkseife für Waschzwecke ungeeignet und muß nachträglich mit Mineralsäuren wieder zerlegt werden.

Claims (1)

  1. PATrNT-ANspRUcH: Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Gemische völlig getrocknet und mit einem nur das Neutralfett aufnehmenden trocknen Lösungsmittel behandelt werden.
DESCH54754D 1919-03-22 1919-03-22 Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen Expired DE356121C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH54754D DE356121C (de) 1919-03-22 1919-03-22 Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH54754D DE356121C (de) 1919-03-22 1919-03-22 Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE356121C true DE356121C (de) 1922-07-18

Family

ID=7436810

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH54754D Expired DE356121C (de) 1919-03-22 1919-03-22 Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE356121C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT159835B (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseestern.
DE356121C (de) Verfahren zur quantitativen Trennung von Neutralfetten aus ihren Gemischen mit Alkaliseifen
DE551101C (de) Verfahren zur Gewinnung von hellen, saeurearmen OElen und Fetten aus Fischen, Fleisch und deren Abfaellen sowie zur Herstellung von hellem Fisch- und Fleischmehl
DE575831C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs-, Emulgierungs- und Benetzungsmitteln
DE3626364C2 (de)
DE533310C (de) Verfahren zur Verwertung der Kleberrueckstaende der Staerkefabrikation
DE614702C (de) Verfahren zur Absonderung von Fettschwefelsaeureestern aus Sulfonierungsgemischen
DE722429C (de) Verfahren zur Herstellung von geruchlich einwandfreien Futtermitteln aus Fischen
DE705179C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen
DE588690C (de) Verfahren zur Herstellung von Benetzungs- und Emulgierungsmitteln
DE963183C (de) Verfahren zur Gewinnung von Geninen aus Glycosiden
DE652351C (de) Verfahren zum Reinigen animalischer oder vegetabilischer OEle oder Fette
DE599639C (de) Verfahren zum Entwaessern von frischem Sojaschlamm
DE861903C (de) Verfahren zur Gewinnung von mit Carotin angereicherten Konzentraten aus Pflanzenoelen, insbesondere Palmoel
DE591105C (de) Verfahren zur Raffination von Mineraloelen und fetten OElen
AT119505B (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von raffinierten Mineralölen und Kunstasphalt aus den durch trockene Destillation von Asphaltgesteinen gewonnenen Destillationsprodukten oder aus Rohölen.
DE576160C (de) Verfahren zur Gewinnung organischer Saeuren
DE872810C (de) Verfahren zur Reinigung tierischer, pflanzlicher oder synthetischer OEle oder Fette
DE412822C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sulfosaeuren
DE365522C (de) Verfahren zur Herstellung eines fluessigen oder festen Spaltmittels fuer Fette und OEle
DE657705C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen kapillaraktiven kondensierten Schwefelsaeureestern von Wollfettcholesterinen
AT117838B (de) Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels für die Ledergerberei.
DE970211C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Alkylschwefelsaeureestern aus olefinhaltigen Schieferoeldestillaten
AT114430B (de) Verfahren zum Löslichmachen höherer Alkohole.
AT145837B (de) Verfahren zum Abscheiden des Neutralfettes von den Fettsäureseifen.