DE365522C - Verfahren zur Herstellung eines fluessigen oder festen Spaltmittels fuer Fette und OEle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines fluessigen oder festen Spaltmittels fuer Fette und OEle

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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/02Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
    • C11C1/04Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils by hydrolysis

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines flüssigen oder festen Spaltmittels für Fette und Öle. Durch die Patenschrift 114491 ist es bekannt geworden, daß sulfoaromatische Fettsäuren, wie solche durch Behandeln eines Gemisches einer Fettsäure und eines aromatischen Körpers, z. B. Naphthalin mit Schwefelsäure, in Form eines Öles erhalten werden, ein vorzügliches Spaltmittel für Fette oder Öle darstellen.
  • Trotzdem besitzt dieses Spaltmittel gewisse Mängel, die darin bestehen, daß die damit erhaltenen Fettsäuren erheblich dunkler sind als das Ausgangsmaterial, und daß das andere Spaltungsprodukt, das Glyzerin, nicht unbedeutende Mengen von Sulfosäuren des verwendeten aromatischen Körpers enthält, welche das Glyzerin verunreinigen und seine Weiterverarbeitung erschweren. Außerdem riecht das Spaltmittel stark nach schwefliger Säure, was bei der Verarbeitung als lästig empfunden wird.
  • Von der Erkenntnis ausgehend, daß diese Mängel die Folgen einer Verunreinigung des eigentlichen Spaltmittels, nämlich der sulfoaromatischen Fettsäule, durch Sulfosäuren des verwendeten aromatischen Körpers sowie von verteerter freier Fettsäure sind, wurde nun gefunden, daß man nicht allein diese Mängel fast ganz beseitigen, sondern auch die Wirksamkeit des Spaltmittels ganz erheblich steigern kann, wenn man dasselbe in der nachstehend beschriebenen Weise weiter behandelt.
  • Zunächst kocht man das ölige Spaltmittel mit einer Lösung von Kochsalz o. dgl. auf, wodurch die freien Sulfosäuren in ihre Natronsalze übergeführt und gleichzeitig von dem größten Teil der in dem rohen Spaltmittel noch enthaltenen freien Schwefelsäule befreit werden. Außerdem findet eine Trennung der sulfoaromatischen Fettsäure von den Sulfosäuren des aromatischen Körpers dabei statt, indem die Natronsalze dieser Säuren in salzhaltigem Wasser leicht löslich sind, während sich das schwer lösliche Natronsalz - der sulfoaromatischen Fettsäure abscheidet. Dieses wird hierauf in einem geeigneten Extraktionsapparat mit Benzol, Benzin, Tetrachlorkohlenstoff oder einem anderen geeigneten organischen Lösungsmittel behandelt, wobei die in dem öligen Ausgangsprodukt enthaltenen Mengen freier Fettsäure entfernt werden. Dieses hat sich als sehr wichtig herausgestellt, da diese Fettsäure durch .die Behandlung mit starker Schwefelsäure sehr stark schwarz gefärbt ist und daher die Hauptursache der Verunreinigung der beim Spalten der Fette entstehenden Fettsäuren darstellt. Es hat sich nun gezeigt, daß sich diese freie und verteerte Fettsäure vollkommen von der sulfoaromatischen Fettsäure, dem eigentlichen Spaltmittel, trennen läßt, wenn man die letztere nach erfolgtem Überführen in ein Salz mit solchen Lösungsmitteln für Fettsäuren behandelt, welche, wie die oben genannten, die sulfoaromatischen Fettsäuren nicht lösen. Nach erfolgter Extraktion wird das Salz der sulfoaromatischen Fettsäure in Wasser gelöst und dieselbe aus der Lösung mit einem entsprechenden Salz, z. B. Tonerdesulfat, Chlorbarium, Chlorkalzium, Magnesiumsulfat o. dgl., in Form eines schwerlöslichen Salzes ausgefällt. Dieses kann zur weiteren Reinigung mit Wasser gewaschen .werden und stellt dann eine schwere, ölige Flüssigkeit dar. Trocknet man diese in geeigneter Weise, so erhält man ein festes harzartiges Produkt, das sich pulvern läßt. Die Herstellung eines Spaltmittels aus sulfoaromatischen Fettsäuren in dieser Form stellt für die Technik des Fettspaltens mit sulfoaromatischenFettsäuren einen großen Fortschritt dar, da dasselbe doppelt so wirksam als das bisher bekannte und v erwendete Präparat, dabei völlig geruchfrei ist und ein weit helleres Spaltprodukt liefert als das Ausgangsmaterial.
  • Die Möglichkeit, das Spaltmittel in fester Form verschicken zu können, ist ein weiterer großer Vorteil.
  • Das feste Spaltmittel wird in der gleichen Weise angewendet wie das flüssige, doch muß dazu das Salz der sulfoaromatischen Fettsäure zunächst zersetzt werden, was zweckmäßig erst im Spaltbottich selbst durch Zugabe der entsprechenden Menge einer Säure geschieht. Hierzu wählt man vorteilhaft eine solche Säure, die mit der an die sulfoaromatische Fettsäure gebundenen Base ein unlösliches Salz bildet, da sich dieses dann im Spaltbottich zu Boden setzt und von dem GIvzerinwasser leicht getrennt werden kann.

Claims (2)

  1. PArEINT-AxsPRLCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Spaltmittels für Fette und Öle aus dem durch Sulfonieren eines Gemisches von Fettsäuren und aromatischen Körpern erhältlichen Reaktionsprodukt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Reaktionsprodukt mit Kochsalzlösung kocht und das abgeschiedene Natriumsalz der sulfoaromatischen Fettsäure mit Lösungsmitteln, wie Benzol, Benzin, Tetrachlorkohlenstoff, behandelt, die nur die Fettsäuren nicht aber das Salz der sulfoaromatischen Fettsäure lösen.
  2. 2. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch i zwecks Gewinnung des Spaltmittels in fester Form, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserlösliche Alkalisalz der sulfoaromatischen Fettsäure durch Zusatz eines entsprechenden Metallsalzes, wie z. B. Chlorbarium, zu der wäßrigen Lösung in ein unlösliches Metallsalz überführt und dieses trocknet.
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