DE35495C - Schlofs für Reisetaschen, Reisekoffer und ähnliche Behälter - Google Patents
Schlofs für Reisetaschen, Reisekoffer und ähnliche BehälterInfo
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- DE35495C DE35495C DENDAT35495D DE35495DA DE35495C DE 35495 C DE35495 C DE 35495C DE NDAT35495 D DENDAT35495 D DE NDAT35495D DE 35495D A DE35495D A DE 35495DA DE 35495 C DE35495 C DE 35495C
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- Germany
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- bolt
- comb
- similar containers
- trunks
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Links
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 claims description 3
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
- E05B65/52—Other locks for chests, boxes, trunks, baskets, travelling bags, or the like
Landscapes
- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. November 1885 ab.
Die innere Einrichtung des Schlosses ergiebt sich aus den Fig. 1 bis 4 der beiliegenden
Zeichnung. Fig. 1 und 2 zeigen das Schlofs von innen gesehen, während Fig. 3 und 4
Durchschnitte nach den in Fig. 1 angegebenen Linien darstellen. Fig. 5 und 6 sind Zeichnungen
einzelner Theile.
Das Schlofs wird so mit dem einen Bügelrahmen der Reisetasche etc. verbunden, dafs
die hinten offene Seite des sonst überall geschlossenen Gehäuses durch die Bügelwandung
überdeckt wird und der Schlüssel von oben nach unten, also in verticaler Richtung in
das Schlofs, eingeführt werden mufs. An der vorderen Seite des Schlofsgehäuses sind zwei
Oeffnungen c angebracht, durch welche bei geschlossener Tasche die an dem anderen Bügelrahmen
angebrachten Lappen d, Fig. 6, in das Schlofsinnere eintreten. Letztere sind mit den
Oeffnungen e versehen, in welche, wenn der Verschlufs hergestellt wird, die Stifte f eingreifen,
wodurch ein Auseinanderklappen der beiden Bügelrahmen verhindert wird.
Die Einrichtung des Schlosses ist folgende: Mit der oberen Seite α des Schlofsgehäuses ist
die Büchse b fest verbunden, in welcher von oben nach unten hin verschiebbar eine zweite,
mit der Schlüsselöffnung versehene Büchse g angebracht ist. Letztere ist an ihrem unteren
Ende mit dem aus den zwei zusammengenieteten Bügeln i und k bestehenden Schlofstheil,
auf welchem die genannten Stifte/angebracht sind, fest verbunden. Auf dem unteren
Bügeltheil k ist, wie aus der Durchschnittsfigur 4 ersichtlich, der Führungsstift I für den
Hohlschlüssel fest angebracht. Der von den Bügeln i und k gebildete Schlofstheil ist an
den Stiften ρ auf- und abschiebbar und wird durch die Schraubenfedern m in die Höhe
gedrückt, so dafs sich derselbe gegen die innere Seite der oberen Gehäusewandung α fest
anlegt, Fig. 1.
Beim Herumdrehen des Schlüssels von rechts nach links schiebt sich nun der unmittelbar
an der inneren Seite der vorderen Schlofswand verschiebbar gelagerte Riegel S, welcher durch
Fig. 5 im Besonderen dargestellt ist, ebenfalls von rechts nach links, und treten hierbei die
an letzterem angebrachten Nasen η und 0 unter den Schlofstheil i k, so dafs sich derselbe jetzt
nicht herunterdrücken läfst. Wird dagegen der Riegel 5 durch eine, der vorigen entgegengerichtete
Umdrehung des Schlüssels in die durch Fig. 2 dargestellte Lage gebracht, wobei die Nasen η und ο unter dem bewufsten
Schlofstheil hinwegtreten, so läfst sich letzterer mittelst Druckes auf den Schlüssel
herunterdrücken, wobei die Stifte f aus den Lochungen Z der an dem anderen Bügelrahmen
angebrachten Lappen d austreten, wodurch dann in weiterer Folge ein Auseianderklappen
des betreffenden Behälters ermöglicht ist.
Die Zuverlässigkeit des Verschlusses hängt also allein von der Bewegung des Riegels S
ab; es ist .gerade dessen Construction in Verbindung mit dem eigenthümlichen Schlüssel,
welche dem Verschlufs Sicherheit giebt.
Der Riegel S ist mit drei Oeffnungen q qr versehen, welche in der Weise, wie in Fig. 5
dargestellt ist, in demselben angeordnet sind. Der Schlüsselbart besteht, wie aus Fig. ι
und 2 ersichtlich, aus zwei Theilen, einem gröfseren Kamm t und einem kleineren Kamm s.
Beim Verschliefsen, also wenn man den Schlüssel von rechts nach links dreht, greift
bei der ersten Umdrehung der untere, gröfsere Schiüsselkamm t in die untere Oeffnung r des
Riegels und veranlafst, indem er sich an den links liegenden Rand derselben legt, das Verschieben
des Riegels. Der kleinere Kamm s dreht sich hierbei in der links liegenden
Oeffnung q, ohne mit einem Rande der letzteren in Berührung zu kommen. Durch diese
erste Umdrehung ist aber die Verschiebung des Riegels S noch nicht in der zum vollständigen
Verschlufs genügenden Weise erfolgt; es gehört hierzu noch eine zweite Umdrehung
des Schlüssels, bei welcher sich der kleine Kamm 5 gegen den links liegenden Rand
der rechts liegenden Oeffnung q legt und jetzt ein Verschieben des Riegels S in genügendem
Mafse veranlafst, während der untere, grofse Kamm t die in dem Riegel S befindliche
Oeffnung r leer geht. Beim Oeffnen des Verschlusses, also bei der Umdrehung des
Schlüssels von links nach rechts, findet das Gleiche statt, indem bei der ersten Umdrehung
des Schlüssels der grofse Kamm t und bei der zweiten Umdrehung der kleine Kamm s
zur Thätigkeit kommt.
An dem Ring S sind zwei Erhöhungen ν angebracht, zwischen bezw. vor welche sich
mit einer entsprechend geformten Erhöhung die Feder u legt und so den Riegel in der
gegebenen Lage festhält.
Durch die Feder in Verbindung mit dem Führungsstift w und dem Schlofstheil i k wird
dem Riegel S bei seiner Hin- und Herbewegung sichere Führung gegeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Schlofs für Reisetaschen, Reisekoffer und ähnliche Behälter, charakterisirt durch den eigenthümlichen, mit den drei Lochungen qqr und den Nasen η und 0 versehenen Riegel S, in Verbindung mit einem Schlüssel, dessen Kamm aus den zwei Theilen 5 und t besteht, von welchen bei den das Schliefsen und Oeffnen bedingenden zwei Umdrehungen des Schlüssels zuerst der Kammtheil t in die untere Oeffnung r eingreift und ein theilweises Verschieben des Riegels S1 veranlafst, wobei der Theil s die betreffende Oeffnung q leer passirt, während bei der zweiten Umdrehung des Schlüssels der Kamm s ein Verschieben des Riegels veranlafst und der Kammtheil t aufser Thätigkeit bleibt.Hierzu ι Blatt .Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35495C true DE35495C (de) |
Family
ID=311347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35495D Expired - Lifetime DE35495C (de) | Schlofs für Reisetaschen, Reisekoffer und ähnliche Behälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35495C (de) |
-
0
- DE DENDAT35495D patent/DE35495C/de not_active Expired - Lifetime
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