DE35340C - Verfahren zur Herstellung eines sämischgaren Leders mit polirter Narbenseite - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines sämischgaren Leders mit polirter Narbenseite

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DE35340C
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Germany
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leather
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polished
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chamois leather
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DENDAT35340D
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English (en)
Original Assignee
TH. R. CLARK, in Firma FlSK, CLARK & FLAGG in New-York, V. St. A
Publication of DE35340C publication Critical patent/DE35340C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/14Fat tanning; Oil tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 28: Gerberei.
in NEW-YORK (V. S. A.).
Diese Erfindung betrifft die Herstellung eines dem französischen Glaceleder oder Kalbkid, welches hauptsächlich zur Fabrikation von feinen Damenschuhen dient, ähnlichen Leders. Zweck der Erfindung ist, die Herstellung eines feinen Leders zu ermöglichen, welches die Vorzüge eines Glaceleders höchster Feinheit mit der Widerstandsfähigkeit und Dichtigkeit des besten Leders verbindet, das durch Fettgerberei gewonnen wird.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht in folgender Weise:
Das nach dem in der Fettgerberei üblichen Verfahren mit Fett behandelte Leder wird sorgfältig getrocknet, um möglichst jede Spur von Feuchtigkeit zu entfernen, und wird in ein Bad von reiner raffinirter Naphta, vorzugsweise der gewöhnlichen im Handel vorkommenden Naphta von ca. 700 Be., oder von einem anderen äquivalenten flüchtigen Kohlenwasserstoff gebracht. Dieses Bad wird in einem geschlossenen Kessel angerichtet, der entweder selbst gedreht werden kann oder in welchem die Häute mit Hülfe rotirender Arme oder Rührvorrichtungen hin- und herbewegt werden, um die schnelle Einwirkung der Flüssigkeit auf die Häute zu sichern. Dieses Rühren . und mechanische Bewegen der Häute wird so lange fortgesetzt, bis die Naphta so vollständig mit den Fett- und Oelbestandtheilen, die aus den Häuten ausgezogen sind, gesättigt ist, dafs sie nichts mehr aufnimmt. Darauf werden die Häute in ein zweites frisches Bad aus reiner Naphta gebracht und darin wie in dem ersten behandelt, und dieses Verfahren, die Häute in einem Naphtabade zu behandeln, wird so lange wiederholt, bis das letzte Bad, in welches die Häute gelangen, ganz rein bleibt und bei einem Versuche nicht eine Spur von Fett oder OeI mehr enthält.
In dem Falle, dafs die Häute beim Gerben mit unreinem OeI behandelt worden waren, wird es weiter nothwendig, jede Spur der Gummi- und Harzbestandtheile zu entfernen, welche von der reinen Naphta nicht aufgelöst worden waren, und zu diesem Zwecke können sie mit Alkohol, Holzgeist, Ammoniak oder einem äquivalenten Lösungsmittel für Gummi und Harzbestandtheile durchtränkt werden.
Darauf werden die Häute aufgehängt, getrocknet und in bekannter Weise gefärbt, um schliefslich auf der äufseren tief schwarz gefärbten Fläche durch Vorrichtungen polirt zu werden, wie sie bei der Lederbereitung allgemein üblich sind.
Das Neue und Eigenthümliche des Verfahrens besteht in der Behandlung eines mit Fett gegerbten Leders durch ein Naphtabad in der Weise, dafs ein solches Leder gefärbt und polirt werden kann, um eine hochpolirte Fläche zu erhalten, wie man sie bisher nur bei Ledern erzeugen konnte, welche mit Alaun gegerbt worden waren. Die Anwendung von Naphta bildet danach unter den Behandlungsstadien ein neues Verfahren, die öl- oder fettdurchträrikten Häute in feine, hochpolirte Leder zu verwandeln, ohne dafs Kalk oder andere
Chemikalien angewendet werden, welche die Faserstructur des Leders anzugreifen geeignet sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der Herstellung eines dem Glaceleder ähnlichen Leders aus mit Fett oder OeI gegerbten Häuten, darin bestehend, dafs die Häute zuerst getrocknet und dann der wiederholten Einwirkung eines Bades aus reiner Naphta ausgesetzt werden, bis sie völlig rein und gebleicht sind, um dann wiederum getrocknet, gestreckt, gefärbt und schliefslich wie gewöhnlich polirt zu werden.
DENDAT35340D Verfahren zur Herstellung eines sämischgaren Leders mit polirter Narbenseite Expired - Lifetime DE35340C (de)

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