DE34951C - Elektrischer Geschofszünder - Google Patents

Elektrischer Geschofszünder

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DE34951C
DE34951C DENDAT34951D DE34951DA DE34951C DE 34951 C DE34951 C DE 34951C DE NDAT34951 D DENDAT34951 D DE NDAT34951D DE 34951D A DE34951D A DE 34951DA DE 34951 C DE34951 C DE 34951C
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Germany
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detonator
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igniter
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DENDAT34951D
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E. L. ZALINSKI, Artillerie-Lieutenant in Washington D. C. V. St. A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C11/00Electric fuzes
    • F42C11/04Electric fuzes with current induction
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/40Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Zünder, dessen Function durch den elektrischen Strom einer Batterie oder einer anderen im Projectil untergebrachten Elektricitätsquelle hervorgerufen wird. Ein solcher Zünder kann entweder für sich, auch in Verbindung mit einem Percussions- oder Zeitzünder oder in Verbindung mit beiden zugleich Anwendung finden.
Fig. i, 2, 5, 6 und 7 beiliegender Zeichnung veranschaulichen Längsschnitte durch mehrere Abänderungen eines elektrischen Zünders meines Systems; Fig. 3 zeigt die Vorderansicht des Theiles x, Fig. 2, und Fig. 4 die Vorderansicht des Theiles y, Fig. 2.
Sämmtliche Abänderungen sollen nur als Beispiele dienen.
Bei der Construction Fig. 1 ist in der in die Granatenspitze P eingeschraubten Hülse A des -Zünders als Elektricitätsgenerator eine 1 Volta'sche Säule mit Kupferscheiben α und Zinkscheiben b angeordnet; eine Kupferscheibe α ist in elektrischem Contact mit dem metallischen Hülsenboden A^, und eine Zinkscheibe b trägt einen aus zwei einander zugekehrten Fanghaken gebildeten Contact c. An Stelle dieser Batterie könnte selbstverständlich auch eine anders gestaltete Batterie in dem Zünder oder dem Projectil untergebracht werden.
Die hinten in der Einsatzhülse A liegende Kapsel B enthält die Zündmasse.
Zur Entzündung der letzteren liegt in der Kapselvorderwand der vorn mit einer Pfeilspitze versehene Stift d isolirt, · dessen hinteres, in der Zündmasse befindliches Ende durch einen dünnen Platindraht e mit einem Contact des Kapselmantels verbunden ist, welcher stets metallische Berührung mit dem Mantel der Hülse A hat. Wenn also beim Aufschlagen des Geschosses die Zündkapsel B vorschnellt, wird durch den Contact zwischen c und d der Strom durch die Volta'sche Säule, Kapsel und Einsatzhülse hindurch geschlossen, und durch Erhitzen des Drahtes e gelangt die Zündmasse zur Entzündung. Durch die einander zugekehrten Fanghaken am Contact c wird ein Zurückfliegen des Stiftes d nach Herstellung des Contactes verhindert. Die Zündkapsel B wird durch einen weichen Draht f, der durch ihren Boden gezogen und dessen Enden durch eine Oeffnung im Boden der Hülse A geführt und aus einander gebogen sind, gegen unbeabsichtigte Vorbewegung gesichert. ■ ' .· ■
Bei der Abänderung Fig. 2 ist der Stromgenerator durch Zusammenrollen eines Streifens m aus Papier oder anderem Absorptionsstoff und eines daraufgelegten Zinkstreifens n, Fig. 4, in der Art gebildet, dafs das innere Ende der Zinkspirale mit einem centralen Stift h1 aus Kupfer oder anderem Metall in beständigem elektrischen Contact steht. Tränkt man das Papier mit einer Erregungsflüssigkeit, z. B. Chlorsilber, so erhält man ein verhältnifsmäfsig kräftiges Element. Der Schlagbolzen h1 zum Vorbewegen des in der Scheidewand χ isolirt liegenden Stiftes h kann auch hier durch eine an ihren Enden auswärts gebogene Feder f gegen Verschiebung in der Einsatzhülse A gesichert werden.
An der Kopfwand A2 der letzteren, dem Ende des Stiftes h gerade gegenüber, kann man ein Zündplättchen K anbringen, .während
zugleich in der zwischen Ä2 und χ liegenden Zündmasse eine Verbindung des Stiftes h mit einem Contact an dem Mantel der Einsatzhülse A durch einen dünnen Draht e hergestellt wird.
Die Wirkung ist derart, dafs, wenn das Geschofs aufschlägt, der Schlagbolzen h1 mit der Batterie -B1 zunächst einen an der Wand χ liegenden elastischen Ring i zusammendrückt und dann einen Contact zwischen h und h\ also Stromschlufs herstellt, wodurch eine Erhitzung des Drahtes e, die Entzündung der Zündmasse und gleich darauf eine Percussionswirkung der Nadel an dem Zündplättchen K eintritt. Es erfolgt also in diesem Falle die Explosion des Geschosses durch combinirte elektrische und Percussionswirkung.
Die Abänderung in Fig. 5 enthält als Stromerzeuger hinten in der Einsatzhülse A ein Solenoid mit Drahtspule EE1 und Magneten D, ■ der durch eine Bleischraube ν in der Drahtumwickelung central gehalten wird. Von der Spirale E El führen isolirte Poldrähte s t nach vorn in die Zündmasse hinein, in welcher ihre gegen einander umgebogenen Enden bei u nur geringen Abstand von einander haben. Beim Aufschlagen des Geschosses reifst entweder die Bleischraube ν oder ihr den Magneten erfassendes Gewinde streift sich ab, dieser fliegt dann nach vorn, und durch Entstehung eines stärkeren Inductionsstromes springt bei « ein Funken über.
Zugleich wird von der Spitze des ebenfalls als Schlagbolzen dienenden Magneten ein bei w liegendes Zündplättchen getroffen, und fast gleichzeitig mit der Entzündung durch den elektrischen Funken tritt Percussionsfeuer an die Zündmasse und bewirkt dadurch die Explosion des Geschosses. Durch das Zündloch a3 kann erforderlichenfalls das Feuer aus dem Einsatz weiter in die Ladung des Geschosses übertragen werden.'
Die in Fig. 6 dargestellte Abänderung hat Aehnlichkeit mit derjenigen in Fig. 2. An Stelle des Gummiringes i ist nur eine Feder i1 gesetzt, und die hinter dem Element Βλ angeordnete Scheidewand A3 der Einsatzhülse A ist in der Längsrichtung der letzteren verstellbar eingerichtet, um das Element S1 mit dem Schlagbolzen h1 weiter zurückverlegen zu können, so dafs beim Aufschlagen des Geschosses die Explosion mehr oder weniger spät stattfindet, das Geschofs also mehr oder weniger tief eindringen kann, bevor die Explosion erfolgt.
Endlich ist bei der Abänderung Fig. 7 die Zündsatzhülse hinten in den Boden des Geschosses eingeschraubt. Ein ähnliches Element wie in Fig. 2 kommt hier zur Anwendung. Vor dem Schlagbolzen hl liegen aber, wie in Fig. i, Fanghaken, welche nach Herstellung des Contactes ein Zurückfliegen des für diesen Zweck wieder mit Pfeilspitze versehenen Schlagbolzens h1 verhindern sollen.
Das Element B1 wird an der Einsatzhülse A durch eine Schraube oder einen Stift 0 aus weichem Metall, Holz oder Leder gehalten, und ein Zeitzünder ist hinten im Einsatz angeordnet. Beim Abfeuern des Schusses bricht Stift 0 ab, das Element B1 schlägt zurück und das hintere Ende ρ des Schlagbolzens trifft auf den isolirten Stift q, schliefst den Strom, erhitzt den Draht e und entzündet dabei den Zeitzünder;-. Wenn dann das Geschofs auf das Ziel aufschlägt, fliegt das Element mit dem Schlagbolzen nach vorn, stellt mit c Contact her und entzündet den vorderen Einsatz, wobei zugleich auch noch ein vor c angebrachtes Zündplättchen entzündet werden kann, so dafs· also in diesem Falle ein elektrischer Zünder mit einem Zeitzünder und einem Percussionszünder verbunden ist.
Natürlich kann für die Entzündung jede passende Art eines primären oder sekundären elektrischen Stromerzeugers Anwendung finden. Zweckmäfsigen Gebrauch von einem solchen elektrisch entzündbaren Einsatz macht man bei mit Dynamit und anderen hochexplosiven Stoffen geladenen Geschossen. Das galvanische Element kann von sehr geringer Gröfse sein und in der Einsatzhülse fest angebracht werden, während der Schlagbolzen allein sich vorbewegt, und noch viele andere im Vorstehenden nicht beschriebene Abänderungen könnte man einführen, ohne dafs man an dem Wesen der Sache etwas änderte. Aus diesem Grunde sind auch im Vorstehenden alle nicht wesentlichen Theile fortgelassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ,
    Elektrischer Geschofszünder, bei welchem die Entzündung der Sprengladung dadurch ■hervorgerufen wird, dafs beim Aufschlagen oder Abfeuern des Geschosses entweder der Strom einer in dem Zünder befindlichen galvanischen Batterie durch ein sich infolge des Beharrungsvermögens verschiebendes Contactstück geschlossen wird und einen Platindraht zum Glühen bringt (Fig. 1, 2, 6 und 7) oder der magnetische Kern einer in dem Zünder befindlichen Inductionsspule in derselben bezw. die Spule über dem Kern sich verschiebt und einen Inductionsstrom erzeugt, welcher als Funken zwischen den Drahtenden der Spule überspringt (Fig. 5).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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