DE348409C - Verfahren zur Auswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen - Google Patents

Verfahren zur Auswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/124Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/125Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Fe compounds

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Description

  • Verfahren zur Auswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen. Zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Gasen sind Verfahren beschrieben, wonach man alkalische Eisenoxydlösungen benutzt, und zwar insbesondere in der Weise, daß man diese Lösungen abwechselnd dem schwefelwasserstofh'altigen Gas und einem Luftstrom .aussetzt, der die Lauge unter Ausscheidung von wertvollem Schwefel rückoxydiert und von neuem gebrauchsfähig macht. Dabei sind jedoch auch die haltbarsten unter den bekannten alkalischen Eisenoxydlösungen, wie z. B. die mittels Weinsäure hergestellten, immer noch ziemlich unbeständig, indem das Eisenhy droxyd 'leicht allmählich wieder ausfällt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Auswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen mittels alkalischer Eisenoxydlösungen zweckmäßig solche Eisenoxydlösungen ver-, wendet, die mit Hilfe der Abfallprodukte von' der Aufschließung von Holz, Stroh u. dgl. bzw. der Umwandlungsprodukte, namentlich Oxydationsprodukte dieser Rückstände oder Nebenprodukte als die Lösung vermittelnder Stoffe hergestellt sind. Als Beispiel solcher Abfallstoffe sei die Sulfitzelluloseablauge (Zeltpech) genannt, die schon für sich, noch mehr aber nach erfolgter Oxydation unter milden Bedingungen, für den genannten Zweck vorzüglich brauchbar ist; ferner kann man auch Abfallstoffe von der Natronlauge-oder Animoniakaufschließung des Holzes, des Strohs usw. sowie deren Umrvandlungsprodukte verwenden. Die mit Hilfe der genannten Produkte hergestellten alkalischen Eisenoxydlösungen sind außerordentlich beständig und zugleich sehr gut wirksam, lassen sich auch nach erfolgter Schwefelung sehr rasch wieder oxydieren.
  • Beispiel i.
  • io Teile Zellpech und q. bis 5 Teile kalzinierte Soda werden in ioo Teilen Wasser unter Rühren und schwachem Erwärmen gelöst; sodann wird bei 5o bis $o° langsam Chlor eingeleitet, bis die Lösung nur noch schwach alkalisch ist. Hierauf löst man noch 4.o Teile kalzinierte Soda darin auf, fügt 5 bis io Teile Eisenchloridhydrat hinzu, füllt mit Wasser auf 3oo bis 6oo Teile auf und filtriert gegebenenfalls das ausgeschiedene Klalziumkarbonat u. dgl. ab. In diese Lösung führt man schwefelwasserstoffhaltige Gase nicht allzu lange (et-,va bis zur Dunkelgrünfärbung) ein und behandelt sodann mit Luft, bis die ursprünglicheEisenoxydlösung wiederhergestellt ist; dieser Wechsel wird dauernd wiederholt und von Zeit zu Zeit der abgeschiedene Schwefel aus der Lauge entfernt. Auch mitan-,vesendes Kohlenoxysulfid läßt sich auf die angegebene Weise beseitigen. Beispiel a.
  • Zu einer Lösung von 5 Teilen eines Zeltpechs, das bereits von, der Herstellung, d. h. insbesondere von der Eindampfung der Lauge her, teilweise oxydiert ist, in ioo Teilen Wasser wird i Teil Ätznatron als Natronlauge und hierauf Eisenchloridlösung (ungefähr -? Teile Eiseiichloridhydrat) zugefügt, bis die Lösung nur noch schwach. alkalisch ,ist. Hierauf gibt man 4 Teile Pottasche hinzu und erhält so unmittelbar oder nach weiterer Oxydation mit Luft eine sehr beständige und wirksame Lösung, die etwa wie nach Beispiel i verwendet wird. Statt die Schwefelwasserstoffbehandlung und die Luftbehandlung miteinander wechseln zu lassen, kann man auch dem schwefelwasserstoffhaltigen Gase abgemessene Mengen Luft beigeben und auf diese Weise die Schwefelwasserstoffentfernung und die Wiederbelebung der Lauge zeitlich zusammenlegen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCFI: Verfahren zurAuswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen mittels alkalischer Eisenoxydlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Lösungen verwendet, die als die Lösung vermittelnde organische Substanz Abfallstoffe von der Aufschließung von Holz, Stroh u. dgl. sowie Umwandlungsprodukte, namentlich Oxydationsprodukte, dieser Abfälle enthalten.
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