DE570876C - Verfahren zur Entschwefelung von Erd- und Teeroelen - Google Patents

Verfahren zur Entschwefelung von Erd- und Teeroelen

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DE570876C
DE570876C DEB130409D DEB0130409D DE570876C DE 570876 C DE570876 C DE 570876C DE B130409 D DEB130409 D DE B130409D DE B0130409 D DEB0130409 D DE B0130409D DE 570876 C DE570876 C DE 570876C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G29/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, with other chemicals
    • C10G29/04Metals, or metals deposited on a carrier
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/20Refining by chemical means inorganic or organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entschwefelun' von Erd- und Teerölen Bekanntlich enthalten Kohlenwasserstofe, tt-ie Braun- und Steinkohlenteeröle sowie einige Erdöle. schwefelhaltige Verunreinigungen, die bei vielen Verwendungszwecken störend wirken und deren Entfernung erwünscht ist.
  • Bekanntermaßen können solche (:)Je von den organischen Schwefelverbindungen befreit werden durch energische Behandlung mit ",cliwefels-iittre, während Schwefelwasserstoff. Ainmonsulfid, Sulfocvanverbindungen und ähnliche Verbindungen durch Behandlung mit \ atriumplumbit beseitigt werden können.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, öle von ihrem üblen Geruch zu befreien durch Behandlung mit Zinkstaub und Aninioniak, und es ist ferner bekannt, Dämpfe von 1'etroleinnölen u. dgl. mit Wasserstoff zu behandeln und fein verteilte Metalle, wie Nickel, Kupfer, Kobalt, Eisen, Platin u.dgl., anzuwenden.
  • Außer den Schwefelverbindungen aber befinden sich in solchen Ölen Verunreinigungen. die von freiem Schwefel herrühren, die zwar mengenmäßig sehr gering sind, jedoch die größten Störungen hervorrufen können.
  • Urn diesen freien Schwefel zu entfernen, wäre es zunächst nahehegend gewesen, den Schwefel direkt an Metalle zu binden. Dahingehende Verfahren aber scheitern an der Langsamkeit der Reaktion.
  • Es wurde nämlich gefunden, daß schwefelhaltiges Benzol mehrere Tage lang mit fein verteiltem Kupfer im Riickflußkühler gekocht werden kann, ohne daß es gelingt, das Benzol schwefelfrei ztr erhalten.
  • Ein Metall, das den Schwefel hinreichend schnell zu binden vermag, ist Ouecksilber, jedoch ist ein solches Verfahren wegen .der Giftigkeit des Quecksilbers und des hohen Preises als Reinigungsverfahren wirtschaftlich unbrauchbar.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch Zusammenwirken zweier Komponenten, von denen die eine eine Reduktionswirkung auszuüben vermag, während die andere den Schwefelwasserstoff in statu nascendi aufnimmt, die Entfernung des gelösten Schwefels leicht und restlos gelingt.
  • Dabei werden die öle zwecks Entfernung des elementaren Schwefels mit Metallen, wie z. B. Zinn, Aluminium, Kupfer, Magnesium, oder deren etwa vorhandenen niederen Oxydationsstufen als Reduktionskomponente und einer wäßrigen Lösung von wasserlöslichen Alkaliverbindungen der Metalle der Schwefelwasserstoffgruppe bzw. Salze dieser Metalle einschließlich Alkalizinkat als schwefelwasserstoffbindende Komponente behandelt, Im allgemeinen eignen sich als reduzierend wirkende Stoffe die in Säure oder Alkalien unter Wasserstoffentwicklung löslichen Metalle und, soweit vorlian.den, deren niedere Oxvdationsstufen, während als schwefelwasserstoffbindende Komponenten zu nennen sind z. B. Alkaliplumbit. Zinnoxydulnatron und andere lösliche Salze der Metalle der Schwefelwasserstoffgruppe sowie Alkalizinkat.
  • Bewährt haben sich z. B. die im folgenden skizzierten Ausführungsformen. Schwefelhaltiges Teeröl wird in einem heizbaren, kräftig wirkenden Rührwerk behandelt mit der erstgenannten Reduktions-und der zweitgenannten Bindungskomponente.
    Zinn in Pulver- oder Blattform . . . . . . . . . . . . . Natriumplumbitlösung,
    Zinnoxydulnatron in Lösung ............... -
    Aluminium in geeigneter Körnung . . . . . . . . . . -
    Kupfer (Zementkupfer)..................... -
    Zinkstaub.................................. -
    Manganoxydulhydrat....................... -
    Zinn in Pulver- oder Blattform............. Zinnoxydulnatronlösung,
    Zinnoxydulnatron in Lösung ... . . . . . . . . . . . . . -
    Kupfer................................... -
    Zinn in Pulver- oder Blattform............. Bleiacetatlösung,
    Zinkstaub................................. -
    Aluminium................................ -
    Magnesium................................ -
    Die Behandlung finit den beiden Koinponenteil geschieht je nach Lage des Falles entweder gleichzeitig oder nacheinander. Dem Fachmann ist es naturgemäß gegeben, welche Behandlungsart er anwenden will, da es lediglich darauf ankommt, ob die Reduktionskomponente und die Entschwefelungskomponente miteinander reagieren oder dies nicht tun.
  • Wirken diese beiden Komponenten aufeinander ein, so dürfen sie naturgemäß vor dem Eintragen in die zu entschwefelnden Öle nicht gemischt werden. In einem solchen Falle würde zunächst die Reduktionskomponente eingetragen werden und dann die Bindungskomponente.
  • In den anderen Fällen, in denen die Komponenten nicht miteinander reagieren, wie z. B. bei Zinnoxydulnatron, ist ein Nacheinandereintragen unnötig, und die Stoffe können gemeinsam in das zu entschwefelnde (*)l eingebracht werden.
  • Wegen der Mengenverhältnisse kann folgendes ausgeführt werden. Im allgemeinen genügt die doppelte Menge der theoretisch notwendigen, um allen Schwefel zii binden.
  • Die Entfernung des Schwefels geht so weit, daß beim nachherigen Schütteln des öls mit Quecksilber keine Abscheidung schwarzen Quecksilbersulfids mehr zu beobachten ist.
  • Die Temperatur, bei der die Behandlung vor sich geht, richtet sich jeweils nach der Natur der Schwefelverbindungen. Im allgenleinen kann jedoch gesagt werden, daß bei erhöhter Temperatur die Entschwefelung stark beschleunigt wird. Beispiele i. Natriumplunibitlösung wurde hergestellt durch Lösen von io Teilen Bleioxyd in 3o Teilen Ätznatron plus ä5 Teilen Wasser. Man erhält nach längerem Schütteln eine ges ättigte Lösung.
  • Zinnoxvdulnatronlösung wurde gewonncii durch Auflösen von Zinnchlorür in möglichst wenig Natronlauge von .-o °1o Gehalt.
  • Zu loo kg des zu erstschwefelnden Teer-oder Mineralöls fügt man 21;g des Ziiinoxydulnatrons und anschließend unter gutem Rühren 2 kg Natriumplumbitlösung. Bei einer Temperatur von etwa 4.o bis So' vollzieht sich die Entschwefelung innerhalb weniger Minuten. Das abgezogene Ül.kann durch frisches 01 ersetzt werden und diese Operation je nach dem Schwefelgehalt der Öle eventuell noch häufiger -wiederholt werden, -wobei allerdings zu beachten ist, daß die Salzmischung immer mit Öl bedeckt bleibt, um eine Oxydation des Zinnoxvdulnatrons durch Luftsauerstoff zii vermeiden.
  • 2 kg Aluminium in Pulverforin oder 2 kg Zinkstaub oder 2 kg Kupfer (Zementkupfer) werden im gut wirkenden Rührapparat eingetragen in ioo kg Teer- oder Mineralöl; zugesetzt werden darauf 5 kg Natriumplumbitlösung oder 5 kg Zintloxydulnatronlösung oder 5 kg gesättigte Bleiacetatlösung. Bei einer Temperatur von -to bis 50' erfolgt die Entschwefelung in wenigen Minuten.
  • Als Mineral- oder Teeröl wurden Rohbenzole verschiedener Kokereien und Gasanstalten sowie Benzine verwendet. Der Gehalt dieser Stoffe an aktivem Schwefel schevankt und betrug bis zu Zoo mg pro 100 ccm.
  • Nach der Behandlung dieser Stoffe gemäß den Beispielen konnte selbst mit dein schärfsten Reagens (Schütteln mit Quecksilber) kein freier Schwefel mehr in den gereinigten Produkten festgestellt werden.
  • Die Raffinationsinittel können durch einfaches Abziehen entfernt werden, da sich -e inäß den verschiedenen spezifischen Gewichten Schichten beim Absetzen trennen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Entschwefelung von Erd-und Teerölen, bei welchem die 051e mit ':Metallen und einem schwefelwasserstoffbindenden Stoff behandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die öle zwecks Entfernung von elementarem Schwefel mit Metallen, wie Zinn, Aluminium, Kupfer, Magnesium, oder deren etwa vorhandenes, niederen Oxydationsstufen als Reduktionskomponente und einer wäßrigen Lösung von wasserlöslichen Alkaliverbindungen der Metalle der Schwefelwasserstoffgruppe bzw. Salzen dieser Metalle einschließlich Alkalizinkat als schwefelwasserstoffbindende Komponente behandelt werden.
DEB130409D 1927-03-19 1927-03-19 Verfahren zur Entschwefelung von Erd- und Teeroelen Expired DE570876C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2435732A (en) * 1944-12-18 1948-02-10 Pure Oil Co Refining hydrocarbon liquids
DE1127912B (de) * 1959-09-18 1962-04-19 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Verfahren zur Verhinderung der Bildung unloeslicher Ablagerungen bei der Aufheizung und Verdampfung von Benzolvorerzeugnis
DE2936888A1 (de) * 1979-09-12 1981-04-02 Incon Anlagentechnik GmbH, 6650 Homburg Verfahren zur entschwefelung von fossilem brennstoff

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2435732A (en) * 1944-12-18 1948-02-10 Pure Oil Co Refining hydrocarbon liquids
DE1127912B (de) * 1959-09-18 1962-04-19 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Verfahren zur Verhinderung der Bildung unloeslicher Ablagerungen bei der Aufheizung und Verdampfung von Benzolvorerzeugnis
DE2936888A1 (de) * 1979-09-12 1981-04-02 Incon Anlagentechnik GmbH, 6650 Homburg Verfahren zur entschwefelung von fossilem brennstoff

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