DE417410C - Verfahren zur Verarbeitung von Erdalkalisulfiden - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Erdalkalisulfiden

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DE417410C
DE417410C DER60245D DER0060245D DE417410C DE 417410 C DE417410 C DE 417410C DE R60245 D DER60245 D DE R60245D DE R0060245 D DER0060245 D DE R0060245D DE 417410 C DE417410 C DE 417410C
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Rhenania Verein Chemischer Fabriken AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/42Sulfides or polysulfides of magnesium, calcium, strontium, or barium

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Erdalkalisulfiden. Es ist bekannt, daß beider Einwirkung von Eisenoxydhydrat und Eisenoxydulhydrat auf Alkali- oder Erdalkalisulfide in Wasser nur ein Teil des Alkalis bzw. Erdalkalis in Hydroxyd übergeht, während im übrigen unlösliche Doppelverbindungen entstehen, welche erhebliche Mengen von Alkali bzw. Erdalkali enthalten.
  • Nach vorliegender Erfindung werden die durch Einwirkung von Eisenoxydhydrat oder Eisenoxydulhydrat oder diese Verbindungen in erheblicher Menge enthaltende Stoffe, wie z. B. die Lux-Masse aus der Tonerdefabrikation oder natürlich vorkommendes Raseneisenerz, auf Erdalkalisulfide, z. B. eine Lösung von Schwefelbarium anfallenden unlöslichen Doppelverbindungen, welche aus Erdalkali, Eisen, Schwefel und Sauerstoff bestehen, nach der Trennung von der gleichzeitig gebildeten Ätzbarytlauge .derart weiterverarbeitet, daß ein löslicher, das Erdalkali enthaltender Teil und ein unlöslicher eisenhaltiger Teil gewonnen wird. Dies Ziel wird, wie gefunden wurde, mit ausgezeichnetem Erfolge durch zweckmäßig in der Wärme erfolgende Behandlung der Doppelverbindung mit Säuren, wie z. B. Salzsäure oder Salpetersäure, erreicht. Gberraschend@erweise kann man hierbei derart arbeiten, daß unmittelbar eine praktisch eisenfreie Lösung, z. B. bei Anwendung von Salzsäure, eine eisenfreie Chlorbariumlösung erhalten wird. Zu diesem Behufe wird nach der Erfindung derart verfahren, daß der Zusatz von Säure unter dem für die vollständige Austreibung des Schwefelwasserstoffs erforderlichen Maß gehalten wird. Die von Fall zu Fall zum Zwecke der Erlangung eisenfreier Laugen zuzusetzenden Säuremengen können leicht durch Ausprobieren ermittelt werden. B eisp i-el: ¢2 kg der Barium, Schwefel, Eisen und Sauerstoff enthaltenden Doppelverbindung, welche durch die Einwirkung von Eisenoxydhydrat usw. auf Bariumsulfid gewonnen worden war, wurden mit 18 1 .einer Salzsäure, die ungefähr 2,6 kg ioprozentige Salzsäure enthielt, in der Wärme behandelt. Die erhaltene Chlorbariumlösung war eisenfrei.
  • Das Verfahren kann aber auch so ausgeübt werden, daß die Gesamtmenge des mit Säure austreibbaren Schwefelwasserstoffs gewonnen wird. Bei dieser Arbeitsweise erhält man zwar zunächst infolge der Anwendung von Säure im übersc'huß eine Lösung, welche neben Barium auch Eisen enthält. Nach der Erfindung werden derartige, z. B. Bariumchlorid und Eisenchlorid enthaltende Lösungen mit Bariumsilikat oder solches in erheblichen Mengen enthaltenden Stoffen versetzt, wobei sich dieses mit dem in der Lösung vorhandenen Eisenchlorid zu löslichem Bariumchlorid und unlöslichem Eisensilikat umsetzt. Weiterhin wurde gefunden, daß man an Stelle von Bariumsilikat mit Vorteil die Rückstände der °chwefelbariumgewinnung, welche beim Auslaugen des Rohschwefelbariums mit Wasser verbleiben, verwenden kann. Durch Zusatz dieser Rückstände zu den obenerwähnten, Eisen und Barium enthaltenden Lösungen erfolgt einmal eine Enteisenung der Lösung, während weiterhin der Vorteil erreicht wird, daß der ursprüngliche Bariumgehalt der Lösung um eine dem Eisen.äquivalente, aus den Rückständen stammende Menge von Barium vermehrt wird.

Claims (1)

  1. PATE @-r-A@srtti`ciir: i. Verfahren zur Verarbei-ung von Erdalkalisulfiden, dadurch gekennzeichnet, daß man Eisenoxydhydrat oder Eisenoxydulhydrat oder Stoffe, welche diese Verbindungen in erheblicher Mengeenthalten, auf die Erdalkalisulfide, z. B. auf eine Schwefelbariumlösung, in an sich bekannter Weise einwirken läßt und die dabei erhaltenen, in Wasser unlöslichen Doppelverbindungen des Erdalkalis und Eisens mit Säure, wie z. B. Salzsäure, zweckmäßig in der Wärme behandelt. z. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der anzuwendenden Säure, z. B. Salzsäure, derart bemessen wird, daß eine praktisch eisenfreie Lösung, z. B. Chlorbariumlösung, erhalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure im Iberschuß zugesetzt und die hierbei entstehende eisenhaltige Lösung mit kieselsaurem Barium oder solches enthaltenden Stoffen oder aber mit den bei der Auslaugung von Chlorschwefelbarium hinterbleibenden Rückständen behandelt wird.
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