DE735220C - Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder Calciumchloridloesungen - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder CalciumchloridloesungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
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Description
- Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder Calciumchloridlösungen Eine Ausfällung von Verunreinigungen aus konzentrierten Lösungen von Magnesium- bzw. Calciumchlorid wird durch Zusatz von alkalischen Stoffen vorgenommen, die die Aufgabe haben, insbesondere das gelöste Eisen auszufällen, wobei naturgemäß auch die anderen Sesquioxyde mit, ausgeschieden werden. Es ist selbstverständlich, daß; falls das Eisen in zweiwertiger Form ganz oder teilweise in diesen Lösungen vorliegen sollte, man vor oder mit der alkalischen Behandlung auch eine Oxydation des zweiwertigen Eisens zum dreiwertigen Eisen durchführen wird. Bei den bisher benutzten alkalischen Fällungsmitteln, wie z. B. Ca0, Ca(OH)2, Mg0 usw., die in den betreffenden konzentrierten Chloridlösuxigen metastabil sind, bilden sich nachträglich Ausscheidungen, die zu Trübungen und Schlammbildungen Anlaß geben.
- Es wurde nun gefunden, daß diese sehr unangenehme Erscheinung vollständig vermieden werden kann, wenn man solche Doppelverbindungen (Oxychloride) der betreffenden Chloride in fester Form zu den konzentrierten Lösungen zufügt, die bei der betreffenden Konzentration und Temperatur den stabilen Bodenkörper darstellen. Sollte eines der angewandten Oxychloride einen hohen Temperaturkoeffizienten der Löslichkeit aufweisen, so wird die Ausfällung des Sesquioxydes bei nicht allzu erhöhter Temperatur durchgeführt. Es ist zweckmäßig, einen Überschuß an Oxychloriden anzuwenden, der eine schnellere Abscheidung und bessere Filtrierbarkeit der Sesquioxyde bewirkt. Die stöchiometrische Menge nach der Gleichung z. B.
- 3MgO#M9C12#11 H20 -'@-2 FeC12 =q.Mg02+a Fe (O H)3 -t- ä H20 genügt nicht. Man muß gegebenenfalls darüber hinaus auch die Mengen zusetzen, die erforderlich sind, tun die für die quantitative Ausfällung der Sesquioxyde notwendigen erhöhten pH-Zahlen zu erzielen.
- Gibt man also zu einer konzentrierten Magnesiumchloridlö.sung bei gewöhnlicher Temperatur einen größeren Überschuß. an IVIagn;esiumoxychlorid, so bleibt dieses als stabiler Bodenkörper ungelöst bis auf die geringen Mengen, die für die Erzielung der Mg0-Konzentrationen in der Lösung erforderlich sind und den erhöhten pH-Wert für die Fällung der Sesquioxyde bewirken, sowie die Menge.-die -bei der Fällung der Sesquioxyde verbraucht wird.
- Näch- eiüein bekannten Verfahren «-erden chlorinagnesiumlialtige Laugen der C'hlorkaliumfabrikation von den gelösten Eisenverbindungen durch Zusatz einer Calcitunoxychlorid in gelöster Form enthaltenden Ca.CI,-Lösung befreit. Um eine Verdünnung der M-CL-Lösung durch die C'hlorcalciumlösutig zu vermeiden, ist es dabei erforderlich, daß die Konzentration beider Lösungen annähernd gleich ist. Nach diesem bekannten Verfahren erfolgt demnach die Reinigung der konzentrierten Mg C1.-Lösung mit einem Oxychlorid eines fremden Metalls, nämlich des Calciums. Bei dieser Arbeitsweise ist es selbstverständlich, daß das C'a0 des gelösten Oxychlorids augenblicklich sowohl mit dem M-Cl_., der Lösung reagiert, unter Abscheidung von Mg(OH>>, wie auch mit den Sesquioxyden. Den züi reinigenden Lösungen wird aber zugleich C a C 1 . zugeführt, das unerwünscht ist und als weitere Verunreinigung zu betrachten ist. Aber auch die übertragung dieses bekannten Verfahrens auf die Reinigung i=on Chlorcalcium- oder Chlormagnesiumlaugen mittels gelöster Doppelverbindungen gl@eichioniger Zusammensetzung ist nicht ohne weiteres gegeben.
- Die Lösungen der Oxychloride werden aus den Lösungen der Chloride durch Zusatz. der Oxyde bzw. Hydro%yde hergestellt und können an Oxychlorid zunächst erheblich übersättigt sein oder enthalten nach Abscheidung dieses Überschusses z. B. beim Magnesiumchlorid nur noch sehr geringe Mengen an Oxyd gelöst, so daß ihre Anwendung wegen des schwankenden bzw, unbekannten Gehaltes an Oxyd nicht mit der erforderlichen Sicherheit der Dosiefung möglich ist, andererseits bei Anwendung eines Überschusses der übersättigten Lösungen zu nachträglichen voluminäsen Abscheidungen in den züi reinigenden Li@sun-en führen kann.
- Weitere Nachteile der Verwendung von Oxychloridlösungen sind die, daß man ziemlich große Volumina der Lösungen benötigt, die CO., anziehen und die daher in Vorrat züi halten schwierig ist, und daß die günstigeren übersättigten Lösungen nicht beständig sind.
- Nach dem neuen Verfahren «-erden den züi reini-enden konzentrierten Lösungen die gleichionig eti Oxychloride, die in bezog auf Konzentration und Temperatur den stabilen Bodenkörper darstellen, in fester Form ztigefügt. Dies ist ein erheblicher Vorteil des Verfahrens, weil eine Verdünnung mit einer Osychlorid enthaltenden Lösung nicht deren Menge erheblich sein inuh, wenn das Oxvchlorid schwer löslich ist. Selbst bei Verwendung eines L'berschusses an festem Oxyclilorid, der für eine schnelle Abscheidung und bessere Filtrierbarkeit des Sesquioxyds zweckmäßig ist, bleibt der nicht verbrauchte Teil des Oxychlorids als stabiler Bodenkörper in ungelöster Form -zurück und wird nach Beendigung des Reinigungsprozesses mit den ausgeschiedenen Verunreinigungen entfernt, so daß nachträgliche Abscheidungen «-ährend des Transportes oder der Lagerung, die bei Anwendung der bisher bekannten und angewandten Verfahren immer zu erwarten sind, nicht mehr erfolgen können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Ausfällung gelöster Sesquioxyde, insbesondere von Eisenoxydhydraten, aus konzentrierten Chlormagnesium- oder Chlorcalchrnlösungen, dadurch gekennzeichnet, dafle diese Ausfällung durch Zusatz von entsprechenden festen Oxychloriden, nämlich des Magnesiums bzw. Calciums, im Überschoß durcligcführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK154946D DE735220C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder Calciumchloridloesungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK154946D DE735220C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder Calciumchloridloesungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE735220C true DE735220C (de) | 1943-05-11 |
Family
ID=7253166
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK154946D Expired DE735220C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Verfahren zur Reinigung von konzentrierten Magnesium- oder Calciumchloridloesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE735220C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1265884B (de) * | 1958-05-30 | 1968-04-11 | Siemens Ag | Elektromechanisches Filter mit piezoelektrischem Antrieb und Laengsschwingungen oder Biegeschwingungen ausfuehrenden Resonatoren |
-
1939
- 1939-07-02 DE DEK154946D patent/DE735220C/de not_active Expired
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| DE1265884B (de) * | 1958-05-30 | 1968-04-11 | Siemens Ag | Elektromechanisches Filter mit piezoelektrischem Antrieb und Laengsschwingungen oder Biegeschwingungen ausfuehrenden Resonatoren |
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