DE654114C - Verfahren zur Herstellung von Magnesia - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesia

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DE654114C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Magnesia Durch Umsetzen von gebranntem Dolomit mit Chlormagnesiumlösungen kann man bekanntlich eine Magnesia erhalten, welche die Begleitstoffe des verwendeten Dolomits, wie Kieselsäure, Eisenoxyd und Tonerde; enthält. Diese Begleitstoffe, insbesondere das Eisenoxyd, sind bei der Herstellung von Sintermagnesit durchaus von Nutzen und daher erwünscht; sie machen jedoch die Magnesia für manche anderen Zwecke, wo möglichst reine Ware gewünscht wird, minderwertig oder weniger geeignet. Andererseits ist oft auch der natürliche Gehalt an sinterfördernden Begleitstoffen nicht ausreichend, um ein gut gesintertes Erzeugnis zu erzielen.
  • Erfindungsgemäß gelingt es, auf einfache und wirtschaftliche Weise sowohl chemisch reine Magnesia als auch eine an natürlichen Sinterstoffen reichere Magnesia, die besonders für die Herstellung von Sintermagnesit geeignet ist, aus Dolomit und Magnesiumchloridlaugen zu gewinnen.
  • Es ist bereits bekannt, reine Magnesia durch Fällen aus Magnesiumchloridlaugen mit Ammonverbindungen zu gewinnen. Man hat ferner auch durch Umsetzen von magnesiumchloridhaltigen Laugen mit Dolomit eine Magnesia von gutem Sinterungsvermögen herstellen können, wenn der benutzte Dolomit an sich bereits hinreichend natürliche Sinterstoffe besitzt. Solche Dolomite sind jedoch nicht immer zu finden und haben überdies den Nachteil, daß sie meist nach dem Brennen schwer lösch- und umsatzfähige Ausgangsstoffe liefern.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung beschreitet nun einen neuen Weg zur Gewinnung von an natürlichen Sinterstoffen reicherer Magnesia aus Dolomit und magnesiumchlori,dhaltigen Laugsen. Das Neuartige des Verfahrens besteht darin, daß man die zur Umsetzung Verwandte Chlormagnesiumlauge bzw. die magnesiumchloridhaltige Lösung zunächst mit Ammoniak behandelt und dadurch 5o bis 7o °/o des Gehaltes der Lösung an Magnesia vorweg in chemisch reiner Form als Magnesiumhydroxyd ausscheidet, das durch Filterpressen oder andere geeignete Filtereinrichtungen abgetrennt, gewaschen, getrocknet und gegebenenfalls geglüht wird. Diese so erhaltene Magnesia ist chemisch rein. Das ammoniakalische Filtrat, das noch Magnesium-Ammoniumchlorid in Lösung enthält, wird nun in bekannter Weise mit gebranntem Dolomit, der auch gelöscht sein kann, vermischt, wobei der Kalk des Dolomites durch Umsetzung mit den Chloriden in Lösung geht und die Magnesia in gut filtrierbarer Form ungelöst bleibt bzw. die in der Lösung noch vorhandene Magnesia gefällt wird. Dieser Magnesiumhydroxydschlamm wird alsdann wiederum durch geeignete Filter von der ammoniakalischen Chlorcalciumlösung getrennt, gewaschen, getrocknet, geglüht oder gesintert. Diese Magnesia enthält ungefähr So °/o mehr natürliche Sinterstoffe als eine Magnesia, die nach den bisherigen Verfahren durch Behandlung von Dolomit mit Chlormagnesiumlauge direkt gewönnen werden könnte. Sie eignet sich daher besonders gut für die Herstellung von Sintermagnesia und Magnesitsteinen und ergibt: zeugnisse von hervorragenden feuerfesten Eigenschaften.
  • Es ist bekannt, daß gerade der Gehalt an natürlichen Sinterstoffen in der Magnesia für die Sinterung von besonderem Wert ist, und da nach der bisherigen Arbeitsweise dieser Gehalt durch die bedeutende Fällung reiner Magnesia herabgemindert wurde, so hat man vorgeschlagen, nur besondere Dolonlite mit einem hohen Gehalt an Sinterstoffen zu benutzen, die aber nicht immer greifbar und zu beschaffen sind. Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann man auch die bisher ungeeigneten Dolomite mit gutem Erfolg zur Herstellung von Sintermägnesit benützen.
  • Aus der anfallenden ammoniakalischen Chlorcalciumlauge gewinnt man in bekannter Weise durch Destillation das Ammoniak zurück, welches dann zweckmäßig in Gasform wieder zur Behandlung neuer Mengen von Chlormagnesiumlauge dienen kann.
  • Es gelingt also nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, aus Dolomit und Chlormagnesium sowohl chemisch reine Magnesia als auch eine mit natürlichen Sinterstoffen angereicherte, gut sinterfähige Magnesia zu gewinnen.
  • Beispiel 11 Chlormagnes.iumlauge mit spez. Gewicht 1,28 wird unter Umrühren mit 11 Ammoniak (25%ig) versetzt, wobei sich Magnesiumhydroxyd ausscheidet. Nach einer Stunde wird auf einer Nutsche abfiltriert und mit 1 1 Wasser gewaschen. Der schneeweiße Rückstand wird getrocknet und geglüht. Es werden so Zoo g Magnesia von hoher Reinheit ,alten. Die Analyse ergab: Si02 . . . . . . . : . . . . . . 0,0003 0/0, .2,03 . .. . . . . . . . . . . 0,0003%, CaO . . .. . . . 0,0. . 0/0. Zu dem Filtrat werben 320 g Dolomit in feinkörniger oder in zu Pulver gelöschter Form unter Umrühren gegeben und nach 15 Minuten abgenutscht. Der verbleibende Rückstand wird gewaschen, getrocknet und geglüht bzw.. gesintert. Es werden igo g Magnesia erhalten, die an Sinterstoffen enthalten
    Bei bisher üblicher Umsetzung und Verwendung des gleichen Dolomits hatte dagegen die Magnesia einen Gehalt an obigen Sinterstoffen von nur 3,2 0/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Magnesia aus Dolomit und Chlormagnesiurnlauge, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Herstellung einer reinen und einer an natürlichen Sinterstoffen angereicherten Magnesia aus der zur Fällung benutzten Chlormagnesiumlauge zunächst ein Teil der Magnesia mittels Ammoniak abgeschieden und das hierbei anfallende magnesium-ammoniunlchloridhaltige Filtrat dann mit gebranntem Dolomit in bekannter Weise umgesetzt und weiter zu Sintermagnesia verarbeitet wird.
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