DE34526C - Verfahren und Apparat zum Ausschliefsen von Typenzeilen - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Ausschliefsen von Typenzeilen

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DE34526C
DE34526C DENDAT34526D DE34526DA DE34526C DE 34526 C DE34526 C DE 34526C DE NDAT34526 D DENDAT34526 D DE NDAT34526D DE 34526D A DE34526D A DE 34526DA DE 34526 C DE34526 C DE 34526C
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DENDAT34526D
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A. LAGERMAN in Jönköping, Schweden
Publication of DE34526C publication Critical patent/DE34526C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
    • B41B3/06Justifying means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Branching, Merging, And Special Transfer Between Conveyors (AREA)

Description

PATENTAMT.
KLASSE 15: Druckerei.
Ein Hauptmangel der bisher bekannten Typensetzmaschine besteht darin, dafs das Ausschliefsen der Zeilen von einer besonderen Person von Hand bewirkt werden mufs, was natürlich das Setzen sehr, vertheuert und verlangsamt. Die vorliegende Erfindung betrifft nun einen Apparat, mittelst dessen jede einzelne Zeile durch Ausscheiden bezw. Auswechseln der Spatien automatisch ausgeschlossen wird und welcher die Typenzeile nach beendeter Ausschliefsung dem Setzschiffchen übergiebt.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 den Apparat in seiner Anordnung zu einer Typensetzmaschine mit festen Typenrinnen. ■ Fig. 2 ist eine vervollständigte Vorderansicht des Apparates.
Fig. 3 und 4 sind Details.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach JV-O, Fig. 11,
Fig. 6 ein Schnitt nach P-Q., Fig. 9,
Fig. 7 ein Schnitt nach R-S, Fig. 9,
Fig. 8 eine obere Ansicht eines Details,
Fig. 9 eine Seitenansicht des Prismas mit dem Schieber und der Zange, welche die Typenzeile festhält.
Fig. 10 und 11 sind weitere Details.
Fig. 12, 13 und 14 veranschaulichen die Auswechselung der Spatien und
Fig. 15,. 16 und 17 das Zusammenspiel einzelner Theile bei Beendigung des Ausschliefsens.
Fig. 18 bis 23 zeigen, die Thätigkeit der die Ausschliefsung der Spatien einleitenden und steuernden Organe. .
• Fig. 24 bis 28 veranschaulichen das System, nach welchem die Spatien aus einer Zeile ausgeschaltet werden. , - ■
Das Ausschliefsen der eventuell in einem Setzapparat zusammengestellten Zeilen erfolgt in einer Rinne F, Fig. 1, in welche jede einzelne gesetzte Zeile von unten eingeführt und durch welche sie nach dem Ausschliefsen hindurchgeschoben wird, bis sie das Schiff G erreicht, in welchem die Zeilen zu Druckseiten zusammengelegt werden.
Die auszuschliefsende Zeile wird in der Rinne m des Setzapparates A unter die Rinne F gebracht, wobei der Arm m12 der Klappe m4 den abgeschrägten Anschlag 5 trifft, so dafs die Klappe mi zur Seite gedreht wird. Alsdann wird die ganze Typenreihe durch den Schieberp, auf den der durch Feder p2 beeinflufste Hebel p1 wirkt, hochgeschoben, so dafs die Typenreihe aus der Rinne m des Setzapparates in die Rinne F der Ausschliefsvorrichtung tritt. ■ '
Zur weiteren Handhabung der Typen dient die in Fig. 9 dargestellte Einrichtung. Dieselbe besteht aus einem: um Zapfen H2 drehbaren Rahmen, der eine Schiene H von schwalbenschwanzförmigem Profil, Fig. 6 bis 8, trägt, an welcher ein Schieber H1 auf und ab verschoben werden kann. An dem Schieber H1 ist eine vertical verschiebbare Schiene H3 angebracht, welche einen Hakenarm H^ trägt, dessen Stellung auf der Schiene ΗΆ mittelst einer Justirschraube der Zeilenlänge entsprechend regulirt werden kann. :
Correspondirend zu dem stellbaren Arm H^ ist direct an der Schieberhülse H1 noch ein zweiter Arm H5 befestigt. ... .
Das untere Ende der Schiene Ha ist mit einem um den Zapfen H7, Fig. 6 und 9, drehbaren Winkelhebel H6H'1 verbunden, dessen
Schenkel Hs zu einem Oehr für die Aufnahme eines Fingers ausgebildet und am oberen Ende zu einer Stütze H9, Fig. 7, abgebogen ist.
Die beiden Arme H* und H5 bilden eine Art Zange und dienen zum Erfassen der Typenzeile, zu welchem Zwecke man den Schieber H1 an dem Prisma H entsprechend tief herabschiebt.
Bei dem oben erwähnten Seitwärtsschwingen des Hebels mi drückt dieser auch den Arm H5 zur Seite in den Schlitzraum F1 hinein, so dafs die Zeile aus der Rinne m in die Rinne F an W4 vorbeigleiten kann. Die Zange wird dann nach links gedreht, so dafs Hh in die Rinne F eintritt und die Zeile nunmehr zwischen Hi und Hr° eingeklemmt wird.
Der Zapfen H7 ist zu diesem Zwecke mit einer Spiralfeder, Fig. 2, versehen, welche die Schiene H3 und damit die Klemmbacke H* beständig nach unten drückt.
Beim Betriebe der Maschine wird nun die so eingespannte Typenzeile durch eine Schaltklinke /, welche in eine am Schieber H1 angebrachte Zahnstange H10 eingreift, Fig. 2, automatisch hochgeschoben.
Die Klinke / sitzt lose drehbar an einer auf dem einen Ende der Welle L aufgeschobenen Nabe, Fig. 2, 5 und 11, welche mit einem Schlitz versehen ist, in den ein in die Welle L eingeschraubter Stift hineinreicht, derart, dafs bei der Oscillation der Welle L die Klinke J bei der jedesmaligen Linksdrehung der ersteren mitgenommen, d. h. nach abwärts gezogen wird.
Die Oscillation der Welle L erfolgt durch die an einer geeigneten Kurbelwarze der Typensetzmaschine angreifende Schubstange L6, deren untereres Ende, Fig. 10, durch die Kurbel Z,2, Fig. 6 und 10, mit der Welle L verbunden ist. ■ Die Aufwärtsverschiebung der Klinke /, welche infolge der Form des in ihrer Nabe vorgesehenen Schlitzes von der Bewegung der Welle L unabhängig ist, erfolgt durch eine Feder J1. Damit beim Abwärtsziehen der Klinke J der die Zeile fassende Schieber if1 sich nicht senkt, ist derselbe durch ein in der Zeichnung fortgelassenes Gegengewicht ausbalancirt. Soll der Schieber H1 in bestimmter Lage arretirt werden, so kann dies durch Entfernen des erwähnten Schraubenstiftes geschehen, wodurch die Klinke von der schwingenden Bewegung der Welle L völlig unabhängig gemacht wird.
Die Vorrichtung zum Ausschliefsen wird ebenfalls von der Welle L aus betrieben. Letztere trägt einen Arm L x, Fig. ι ο und 11, an welchem ein Zapfen befestigt ist, der eine Hülse mit Sperrklinke L3 und Sperrzahn L4 trägt. Ferner sitzt auf der Welle L lose eine Hülse mit Arm N, welcher mit einer Ausklinkung 2V2, Fig. i, versehen ist, in welche die Sperrklinke L3 eingreifen und den Arm N dann nach rechts mitnehmen kann. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder sucht den Arm N immer nach links in seine normale Lage zurückzuziehen.
Der Arm JV trägt ferner einen Zapfen, auf welchem ein zweimal gekröpfter Schieber N3, Fig- ι, 6 und 7, lose drehbar ist. Dieser Schieber endigt in eine keilförmige Spitze iV4, Fig. 7, welche sich, wie aus den Fig. 12 bis 14 ersichtlich ist, in der horizontalen Verlängerung des Kanals K\ Fig. 1, führt.
Der Arm N trägt noch einen zweiten Zapfen, auf welchem eine Hülse mit einem gekröpften Arm P drehbar ist, Fig. 1, 5, 7 und 11.
Auf der Welle L sitzt lose ein Arm Af, welcher ebenfalls einen Zapfen trägt, auf welchem drehbar eine horizontale Stange Af1, Fig. 2 und 11, angebracht ist. Die Nabe der Stange Af1 ist mit einem kleinen Sperrzahn Ai4, Fig. ι o, versehen, an welchen der Sperrzahn 2L4 der an L1 sitzenden Klinke L3 anstofsen kann. Eine in der Zeichnung nicht sichtbare Feder dreht den Arm M und damit die Stange Ai1 beständig nach links.
Die Stange Ai1, Fig. 2, läuft am linken Ende in eine Spitze Ai2 aus, welche bei der Aufwärtsbewegung der Zeile in der Rinne F durch die auf den Arm M wirkende, eben erwähnte Feder seitlich gegen die Enden der Typen gedrückt wird, Fig. 18. Wie Fig. 24 zeigt, werden beim Setzen zwischen je zwei Wörtern zwei Drittelgevierte gesetzt, die etwas kürzer sind wie die Typen. Die Gesammtlänge der mit dem Setzapparat gesetzten Zeile darf nie kleiner sein als die wirkliche Zeilenlänge.
Sobald ein Zwischenraum zwischen zwei Wörtern der Spitze Af2 gerade gegenüber zu liegen kommt, kann letztere infolge der an dieser Stelle durch die kürzeren Ausschliefsungen gebotenen Lücke in die Zeile eindringen, wodurch die Aufwärtsschiebung der Zeilen unterbrochen wird und der Ausschliefsmechanismus wie folgt in Thätigkeit tritt, Fig. 17 und 19.
Mit der Stange M1 wird das Sperrzähnchen Ai4 nach links bewegt, so dafs also, wenn Af2 in eine Lücke eingedrungen ist, das Sperrzähnchen L4 beim nächsten Linksschwingen des Armes L1 nicht mehr gegen das Sperrzähnchen Af4 trifft, die Sperrklinke L3 vielmehr durch die Wirkung einer nicht gezeichneten Feder in die Ausklinkung N" einfallen kann.
Wenn der Arm L1 dann wieder nach rechts schwingt, nimmt er mittelst der Sperrklinke L3 den Arm N und mit diesem auch N3 mit, wodurch die Schieberspitze JV4 in die Zeile eindringt, Fig. 13, und die obere der beiden hinter der Spitze Af2 befindlichen Ausschliefsungen ausstöfst. Dieses ausgestofsene Drittelgeviert wird hierbei durch 2V4 in die gebogene Rinne K x befördert, Fig. 12.
Beim Einschieben der Spitze iV4 in die Zeile nimmt der Schieber iV3 mittelst der Nase N6 die Stange Ai1 mit nach rechts, so dafs also die Spitze Ai2 jetzt wieder aus der Zeilenlücke herausgezogen wird. Tritt dann beim Linksschwingen von L die Spitze iV4 wieder nach links aus der Zeile zurück, so folgt auch der Arm M mit Stange Af1, von der oben erwähnten Feder getrieben, mit nach links.
Inzwischen hat die Stange Af1 jedoch eine kleine Drehung gemacht, und zwar derart, dafs sich die Spitze Af2 etwas senkt, so dafs letztere nun nicht mehr in dieselbe Oeffnung an der Zeile eindringen kann, sondern seitlich gegen das vordere Ende des ersten Buchstabens des nächstfolgenden Wortes stöfst, Fig. 22. In welcher Weise dieses Senken der Spitze M2 bewirkt wird, soll weiter unten näher erläutert werden.
Sobald nun auch noch ΛΓ4 völlig aus der Zeile ausgetreten ist, kann die Sperrklinke / durch die Kraft der Feder J1 die Zeile weiter aufwärts schieben.
Das durch die Schieberspitze N4 aus der Zeile ausgestofsene und in den Kanal K1 beförderte Drittelgeviert gelangt durch Nachschub in eine Rinne K. Um hier für jedes neue Drittelgeviert Raum zu schaffen, schiebt jedesmal, wenn die Spitze iV4 aus der Zeile ein Drittel ausstöfst, ein gekrümmter Stempel P, welcher an dem Arm N angebracht ist, Fig. 5. 7 und 12, die in der Rinne K befindlichen Spatien ein Stückchen vor. Wenn dann ein neues Drittel oben in den gebogenen Kanal K1 eingeschoben wird, so drückt das unterste den um seinen Zapfen drehbaren Stempel P nach unten. Letzterer bleibt zunächst in dieser Lage und hebt sich erst am Ende der.Bewegung des Armes N nach links auf einer schrägen Bahn, welche in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wieder in seine normale Lage zurück, um bei der nächsten Verschiebung nach rechts wiederum die Spatien in der Rinne K vorzuschieben.
Die Typenzeile selbst wird nach jedem Ausstofsen eines Drittels und nach Austritt der Spitze IV4 durch die Spannung der um den Zapfen H7 gewundenen und auf den Hebel H6 Hs wirkenden Feder, Fig. 2 und 9, sofort zusammengedrückt.
Das Ausschliefsen eines Drittelgeviertes findet stets statt, wenn bei der Aufwärtsbewegung der Zeile in der Rinne F die Spitze Af2 in eine Spatienlücke tritt. So ist z. B. in Fig. 25 aus dem ersten Zwischenraum links ein Drittelgeviert, in Fig. 26 aus dem ersten und zweiten Zwischenraum je ein' Drittelgeviert ausgeschlossen.
Es kann nun der Fall eintreten, dafs die Zeile durch Ausstoßen des Drittels zu kurz werden würde. Dann wird die richtige Länge der Zeile dadurch hergestellt, dafs ein oder mehrere Drittelgevierte durch-Viertelgevierte ersetzt werden. Um letzteres zu ermöglichen, ist der Ausschliefsungsschieber iV3 unmittelbar vor der verstärkten Spitze IV4 derart abgesetzt, dafs in dieser Vertiefung, Fig. 13, ein Viertelgeviert Platz finden kann. Die zum Ersatz der Drittelgevierte dienenden Viertelgevierte befinden sich in der Rinne K1 aufgestapelt, unter welcher der Schieber N3 hin- und hergleitet. ■·
Beim Vorgleiten des Schiebers kann demnach ein solches Viertel in die Vertiefung herabfallen, so dafs dasselbe von den Ansätzen NB erfafst, Fig. 7, 13 und 14, und in die Typenzeile eingeschoben werden kann, wobei die verstärkte Spitze N1 die Typen derart aus einander schiebt, dafs das Viertel unbehindert nachfolgen kann. Sobald dasselbe die Stelle des ausgeschlossenen Drittels eingenommen hat, fällt ein kleiner Haken, welcher in der Zeichnung nicht dargestellt ist, hinter das Viertel ein und hält dasselbe fest, so dafs die Spitze N* mittelst der schrägen hinteren Gleitfläche unterhalb des Viertels allein zurückgeht, das Viertel dagegen in der Zeile verbleibt.
Soll kein Viertelgeviert vom Schieber N3 mitgenommen werden, so schiebt sich die Zunge O6 des um Zapfen O5 drehbaren Rahmens O, Fig. 7 und 9, in einer auf dem Schieber iV4 angebrachten Rinne derart unter die Viertelgevierte der Rinne K2, Fig. 13, dafs letztere von den Vorsprüngen iV5 des Schiebers TV3 nicht erfafst werden.
Der Rahmen O wird beständig durch eine Feder, welche nicht dargestellt ist, nach rechts, Fig. 7, gedrückt, so dafs die Zunge O8 also stets bestrebt ist, in der Rinne des Schiebers N3 vorzugleiten. Der Rand des Rahmens O ist zweimal (bei O1 und O2, Fig. 7) abgesetzt.
Ist nun die auszuschliefsende Zeile so lang, dafs ein oder mehrere Drittel ausgestofsen werden müssen, ohne dafs dafür Viertelgevierte ersetzt werden, so nimmt der am Hebel H6 H& befindliche Arm H9 eine so weit nach rechts gelegene Stellung ein, dafs beim Vordringen von Ns, mit welchem zugleich Zunge O6 nachfolgt, der Rahmen O nicht gegen den Arm H9 stöfst, Fig. 15. Die unmittelbar hinter der Spitze N* folgende Zunge O6 verhindert als-. dann das Herabfallen eines Viertels aus der Rinne K2, und wird in. diesem Falle also nur ein Drittel ausgestofsen, aber kein Viertel eingefügt.
Ist die Zeile jedoch bereits so weit ausgeschlossen, dafs dieselbe durch Wegnahme eines Drittels zu kurz werden würde, so hat inzwischen H9 eine solche Stellung erreicht, dafs der Rahmen O beim Rechtsdrehen mit der Leiste O1 gegen H9 stöfst, Fig. 16, und nun arretirt wird, während N3 allein weiter nach rechts geht, so dafs also zwischen Ni und O6
ein Zwischenraum entsteht und ein Viertel aus K2 vor den Ansätzen 2V5 auf IV3 herabfallen kann.
Die Seitenleisten der Rinne, in welcher O6 gleitet, sind unmittelbar hinter der Spitze N* unterbrochen, Fig. 13 und 14, so dafs das aus i£2 herabgefallene Viertel an den beiden Enden sich gegen die Kanten N5, Fig. 13, dieser Leisten anlegt und von diesen beim Vorschieben yon JV3 mitgenommen wird. Der weitere Vorgang des Einschaltens dieses Viertels an die Stelle des ausgestofsenen Drittels wurde bereits oben näher erläutert.
Der Ersatz von einem Drittel- durch ein Viertelgeviert entspricht einer Zeilendifferenz von Y12 Spatium. Daraus folgt, dafs am Schlüsse der Ausschliefsung höchstens drei Drittel- durch Viertelgevierte ersetzt zu werden brauchen.
Es können aber auch weniger ersetzt werden, wenn dadurch die richtige Zeilenlänge schon erreicht wird. Die Regulirung dieser Ausschliefsung von Drittel- gegen Viertelgevierte erfolgt durch eine mit der Stange Af1 verbundene Vorrichtung. Dieser Mechanismus, Fig. 18, besteht aus einer am hinteren Ende der Stange M1 befestigten Zunge M6 und einem mit zwei Schlitzen Q.1 und Q2 versehenen, am Maschinengestell befestigten Klötzchen R1, welches links mit einer Schneide versehen ist. Der Arm M1 ist mit einer zwischen zwei Anschlägen spielenden Blattfeder M1 ausgestattet, welche gegenüber der erwähnten Schneide von R1 ebenfalls in eine Schneide Af6 endigt. Bei normaler Lage der Theile, d. h. wenn die Spitze Af2 auf die Seitenfläche der Typen trifft, steht die Zunge Ai5 in der Höhe des Schlitzes Q2, Fig. 18.
Sobald nun die Zeile der Spitze -Ai2 eine Lücke darbietet, wird Af2 durch die den Arm M beständig nach links drückende Feder in diese Lücke eingeschoben und die Zeile, wie schon erwähnt, am weiteren Hochgleiten verhindert.
Die Zunge Ai4 schiebt sich hierbei in den Schlitz Q2 ein, Fig. 19, und es erfolgt die Ausschliefsung des oberen Drittelgeviertes in beschriebener Weise.
Wird nun nach beendigtem Ausschliefsen des Drittelgeviertes die Stange Ai1 durch den Ansatz iV6, Fig. 6, des Schiebers JV3 wieder nach rechts bewegt, so schiebt sich die Spitze Ai6 unter die Schneide von jR1, Fig. 20; hierdurch erhält die Blattfeder M 7 eine solche Spannung, dafs die Spitze Ai2 sich nach unten senkt; in gleichem Sinne wirkt auch eine Feder Af8.
Wenn der Schieber N3 daher wieder nach links zurückgeht und die auf M wirkende Feder die Stange M1 also auch wieder nach links schieben kann, so befindet sich die Spitze Ai2 in so tiefer Lage, dafs sie nicht wieder in die Lücke eindringen kann, sondern vielmehr gegen die Seitenfläche der obersten Type des nächsten Wortes gtöfst.
Es wird also Ai1 arretirt und die Klinke L3 ausgehoben, so dafs N an der Bewegung des Armes L1 nach rechts nicht mehr theilnimmt.
Sobald dann N3 bezw. die Spitze JV* aus der Zeile ausgetreten ist, kann letztere durch die Schaltklinke wieder weiter in die Höhe befördert werden.
Angenommen, die Zeile hätte, nachdem z. B. zwei volle Drittel entfernt sind, Fig. 26, eine solche Länge erreicht, dafs die Differenz gegen die endgültige Länge nur noch so viel weniger beträgt, dafs das Maximum von Drittelgevierten, also drei Stück gegen Viertelgevierte auszuwechseln sind. Wie schon erwähnt, tritt das Auswechseln von Drittel- gegen Viertelgevierte dann ein, wenn der Arm sich dem Rahmen O so weit genähert hat, dafs die Leiste O1 in den Bereich der Spitze des Armes H^ kommt, Fig. 16.
In diesem Falle wird beim nächsten Vorgleiten des Schiebers N3 der Rahmen O mit der Zunge Oe, welcher bis dahin der Bewegung der Schieberspitze N* stets hatte folgen können, arretirt, und demnach das Drittel, welches wiederum durch JV4 ausgestofsen wird, jetzt in der oben beschriebenen Weise durch ein der Rinne K2 entnommenes Viertel ersetzt.
Der Rahmen O ist nun mit einem langen Arm O3, Fig. 15 bis 17, ausgestattet, welcher am hinteren Ende ein Prisma R trägt, das sich, sobald der Rahmen O in der in Fig. 16 gezeichneten Stellung arretirt wird, vor die Schneide von R\ Fig. 21 bis 23, vorschiebt, und zwar in solcher Stellung, dafs die nunmehr der Schneide Ma gegenüberliegende Schnurkante eine noch etwas tiefere Lage erhält.
Sobald nun beim Ausschliefsen der Schieber N3 mittelst der Nase 2Ve die Stange Ai1 wieder nach rechts mitnimmt, schiebt sich M6 auf die obere Fläche der Schneide R auf, Fig. 4, so dafs die Feder Af7 derart .gespannt wird, dafs sie das inzwischen aus dem Schlitz Q2 ausgetretene hintere Ende Ai5 der Stange Af1 nunmehr nach unten herunterprefst. , Die Spitze Af2 erhält hierdurch eine solche Höhenlage, dafs sie bei dem mit dem Zurückgange von N3 eintretenden Vorgleiten der Stange Af1 nach links nochmals in dieselbe Lücke der Typenreihe eindringt, Fig. 21. Demgemäfs dringt auch JV4 beim Rechtsgang von iV3 nun nochmals in denselben Spatienraum ein. Gleichzeitig wird die Typenzeile infolge der jetzt etwas höher stehenden Spitze Af2 so weit gehoben , dafs die Spitze JV4 des Schiebers N3 nicht auf das eben eingeschaltete Viertel, sondern gegen das zweite untere Drittel· stöfst, dieses ausscheidet und dasselbe in gleicher Weise durch ein Viertel ersetzt wird; die Zeile

Claims (5)

  1. ist jetzt an dieser Stelle um 2/I2 = V6 verkürzt, Fig. 27.
    Bei dem zweiten Eindringen der Spitze Af2 in dieselbe Lücke schob sich Af5 infolge der oben erwähnten tiefen Lage des hinteren Stangenendes in den Schlitz Q.1 ein, Fig. 20. Die obere Begrenzungsleiste dieses Schlitzes ist so lang, dafs die Schneide Af6 beim Rechtsgange von M1 bereits auf die Schneide R stöfst, bevor die Zunge Af5 noch den Schlitz Q.1 verlassen hat.
    Infolge der tiefen Lage von Af5 tritt die Spitze Ai6 diesmal aber unter die Schneidkante von R, Fig. 23, so dafs die Feder Af7 jetzt in entgegengesetzter Richtung gespannt wird und wiederum ein Anheben von M5 bezw. Senken der Spitze Af2 bewirkt, wodurch letztere beim nächsten Vordringen nun wieder auf die Seitenfläche der Typen trifft und die Zeile also wieder um das nächste Wort höher geschoben werden kann.
    Die Zeile kann jetzt nur noch höchstens um Vi 2 Geviert zu lang sein, und es erfolgt bei der nächsten Lücke die Ausschliefsung des oberen Drittels durch ein Viertel in der oben geschilderten Weise, Fig. 28.
    Die Zeile hat dann aber die richtige Länge erreicht. Hiermit ist der Arm H9 aber auch so weit nach links gerückt, dafs er beim nächsten Rechtsschwingen des Rahmens O auf die Kante O2 desselben stöfst und der Arm O8 dadurch so weit herumgedreht wird, dafs die an demselben befindliche Klinke O4, deren Drehung nach der einen Seite an sich begrenzt ist, an den Stift O7, Fig. 17, zu liegen kommt.
    An der,Stange Af1 ist nun ein Arm Af9 angeordnet, welcher beim nächsten Rückgange von Ai1 die Klinke O4 anhebt und unter ihr weggleitet.
    Sobald die auf M wirkende Feder die Stange Ai1 aber wieder nach links vorschiebt, stöfst Ai9 an O4 an, und wird die Stange Ai1 dadurch arretirt, so dafs die Spitze Af2 nunmehr überhaupt nicht mehr in die Zeile eindringen und diese also unbehindert hochgeschoben werden kann. Die Ausschliefsung ist damit beendet.
    War . die richtige Zeilenlänge schon früher erreicht, so tritt die Klinke O4 natürlich auch schon früher in Thätigkeit, verhindert die Verschiebung der Stange Ai1 nach links und damit die .weitere Ausschliefsung von Gevierten.
    Oberhalb der Rinne F befindet sich an dem das Prisma Hhaltenden Rahmen eine Leiste H11, Fig. ι, 2 und 8, welche zur Führung der Zeile dient, sobald diese die Rinne F verläfst. Die Zeile wird so hoch geschoben, dafs sie sich dem Schiff G gegenüber befindet; alsdann wird der ganze Rahmen etwas rechts gedreht und die Zeile in das Schiff neben die bereits fertigen Zeilen eingeschoben, worauf der Setzer einen Finger in das am Hebel Hs befindliche Oehr einführt und durch Rechtsdrehen des Hebels Hs die Klemmbacke Hi anhebt und dadurch die Zeile freigiebt.
    Der Rahmen wird nun wieder nach links gedreht und die Zange zur Aufnahme einer neu gesetzten, noch auszuschliefsenden Zeile an dem Prisma H nach unten verschoben.
    Patent-Ansρruche:
    ι . Das Verfahren, hinter die Typen jedes Wortes je zwei Spatien einzuschalten, zu dem Zwecke, um die Typenzeile mittelst einer mechanischen Vorrichtung in der Weise ausschliefsen zu können, dafs entweder ein Spatium völlig ausgeschieden oder eins oder beide durch dünnere ersetzt werden.
  2. 2. Ein selbstthätig wirkender Apparat zum Ausschliefsen von Typenzeilen, bestehend aus einer mit der Spitze M2 an der Aufsenkante der Zeile entlang schleifenden und in Wechselwirkung mit einer Zunge 2V4 in dieselbe eindringenden Stange Af1, derart, dafs letztere die Zeile in einer bestimmten Lage arretirt, während die Zunge iV4 ein Spatium ganz ausscheidet oder durch, ein dünneres ersetzt.
  3. 3. Die Anordnung eines durch ein Schaltwerk in die Höhe, geschobenen Schiebers ΗΛ mit Armen H^ Hh und einem Haken H 9, welcher (sobald die Zeile nur noch um Spatiendifferenzen zu lang ist) den Rahmen O in solcher Stellung arretirt, dafs das von der Zunge iV4 ausgestofsene Geviert durch ein dünneres ersetzt wird.
  4. 4. Die Anordnung der Zunge O6 am Rahmen O, derart, dafs, sobald der Rahmen O durch H9 an O2 arretirt wird, die mit der Zunge N* zusammenwirkende Zunge O6 verhindert wird, in der Bewegung nach rechts vollständig zu folgen, und hierdurch ein Austausch des aus F ausgeschiedenen Spatiums durch eins aus K^ nicht mehr erfolgen kann.
  5. 5. Die Anordnung der Schneide R am Rahmen O O3 in Verbindung mit dem mit Schlitzen Q.1 und Q2 versehenen Block, zu dem Zwecke, um die Spitze Ai2 der Stange Ai1 durch Einwirkung auf die Feder Ai7 in einer der erforderlichen Ausschliefsung entsprechenden Weise zu heben und zu senken.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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