DE33975C - Ausrückvorrichtung an mechanischen Webstühlen für den Fall von Kettfadenbrüchen - Google Patents
Ausrückvorrichtung an mechanischen Webstühlen für den Fall von KettfadenbrüchenInfo
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- DE33975C DE33975C DENDAT33975D DE33975DA DE33975C DE 33975 C DE33975 C DE 33975C DE NDAT33975 D DENDAT33975 D DE NDAT33975D DE 33975D A DE33975D A DE 33975DA DE 33975 C DE33975 C DE 33975C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D51/00—Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
- D03D51/18—Automatic stop motions
- D03D51/20—Warp stop motions
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1885 ab.
Unsere Erfindung bezieht sich auf eine Ausrückvorrichtung für Webstühle, welche dann
selbstthätig in Function tritt, wenn ein Kettfaden reifst oder ausbleibt.
Die Vorrichtung ist besonders für Webstühle bestimmt, welche in einer gewissen Anzahl
neben einander angeordnet sind und durch eine Hauptwelle betrieben werden, die hinter den Webstühlen in geeigneter Weise
gelagert ist.
Der Hauptzweck, welcher mit der Vorrichtung verfolgt wird, besteht darin, den Antriebmechanismus
jedes einzelnen Webstuhles oder mehrerer derselben dann selbstthätig auszurücken,
wenn ein Kettfaden reifst. oder ausbleibt, ohne dafs also die Nothwendigkeit eintritt,
auch alle übrigen Webstühle aufser Betrieb zu setzen. .
Zu diesem Zwecke wird auf der Hauptantriebwelle für jeden Webstuhl der ganzen
Reihe eine Doppelkupplung angeordnet, deren eine Hälfte mit einem Handhebel verbunden
ist und mittelst desselben derart verschoben werden kann, dafs der Arbeiter jeden einzelnen
Webstuhl jederzeit aufser Betrieb setzen kann.
Die selbsttätige Ausrückvorrichtung ist folgendermafsen
constrain:
Vor dem Streichbaum ist eine Anzahl Drähte quer zu der Kette in dem Holzrahmen angeordnet,
über welche die Kette geführt ist. An jeden Kettfaden wird ein Metallhaken angehängt, an welchem mittelst Drähte oder Schnüre
ein belastendes Gewicht befestigt ist. Jeder Haken läuft durch einen Ring, welcher auf
einem Querdraht in dem Holzrahmen sitzt und dazu dient, den Haken in Stellung zu
halten. Zu gleichem Zwecke sind die Schnüre durch ein perforirtes Zwischenbrett geführt, so
dafs man durch diese Anordnung bequem er-: sehen kann, welcher Kettfaden beim selbstthätigen
Stillstand des Stuhles gerissen ist. Dicht unter den Gewichten ist ein Rahmen angeordnet, der mit Drahtgaze bespannt ist
und mittelst zweier Arme an einer Querachse des Holzgestelles befestigt ist. Mit dieser Achse
steht ein anderer Arm in Verbindung, der an seinem freien Ende eine Zugstange trägt, die
an einen zweiarmigen Hebel, der als Sperrklinke wirkt, angreift. Diese Klinke greift in
ein Sperrrad ein, das an einer Muffe sitzt, gegen die sich eine entsprechend excentrisch
ausgebildete Muffe, die einen Trieb trägt, vermittelst einer Spiralfeder lehnt. Dieser Trieb
steht mit dem Triebrad des Webstuhles in Eingriff. .
Wird nun das Sperrrad arretirt, sobald ein Kettfaden reifst, das Gewicht auf den Drahtrahmen
fällt und die Sperrklinke eingreift, so wird die mit Trieb versehene Muffe durch die
excentrische Ausbildung von der mit Sperrrad versehenen abgerückt und kuppelt mittelst
eines Hebels, der' einen Mitnehmer trägt, die Kupplung der Hauptwelle aus, wodurch ein
' sofortiges Arretiren des Webstuhles eintritt, der so lange ausgerückt bleibt, bis die Sperrklinke
gelöst, und die Kupplung mittelst des Hebels wieder eingerückt wird. Die übrigen
Webstühle werden bei diesem Vorgange nicht beeinflufst.
Fig. i veranschaulicht einen Längsschnitt unserer Ausrückvorrichtung,
Fig. 2 einen theilweisen Horizontalschnitt,
Fig. 3 einen Querschnitt,
Fig. 4 ein Detail der Vorrichtung im Längsschnitt,
Fig. 5 eine Oberansicht in eingerücktem und
Fig. 6 eine Oberansicht in ausgerücktem Zustande.
Die vom Streichbaum α kommenden Kettfaden
b werden über die im Rahmen oder Gestell c befestigten Stahldrähte d geführt und
gelangen nach dem Litzenrahmen e. Jeder Kettfaden trägt einen Metallhaken /, welcher
durch einen auf den einzelnen Drähten g sitzenden Ring h in Stellung gehalten wird,
und an welchem Haken mittelst Schnüre i, die durch Löcher in dem perforirten Zwischenbrett
z1 geführt sind, belastende Gewichte k
befestigt sind. Dicht unterhalb derselben ist ein Drahtsieb / angeordnet, das auf den beiden
Armen m ruht, die an der drehbaren Achse η angebracht sind, welche in dem Rahmengestell
gelagert ist. Die Achse trägt ferner einen Arm w1, der durch Zügstange ο mit dem
Sperrhebel ρ verbunden ist, welcher in dem Webstuhlgestell drehbar angeordnet ist. Dieser
Sperrhebel kann mit einem Sperrrad ρ1 in
Eingriff treten, das auf einer kurzen Achse q sitzt und eine curvenartig ausgebildete Muffe r
besitzt. Eine entsprechend geformte Muffe s, auf der Achse q verschiebbar, ist mit einem
Zahnrad f.,.fest verbunden und wird durch eine Spiralfeder constant gegen die Muffe r
gedrückt, dieselbe durch Reibung mitnehmend.
Das Zahnrad t steht mit dem Zahnrad, u
auf der Achse ν in Eingriff, welche die einzelnen Bewegungsmechanismen in Thätigkeit
setzt, die in der Zeichnung fortgelassen sind. Die Achse ν erhält ihre Drehung vermittelst
des mit dem Zahnrad u in Eingriff befindlichen Zahnrades W-, das auf der Haupttriebwelle
χ des Webstuhles lose, sitzt und bei Drehung dieser Welle durch eine Kupplung y
mitgenommen wird; auf diese Weise wird durch das Zahnrad w die Thätigkeit des ganzen
Stuhles veranlafst. . .. . '
Die Kupplung ^- ist mittelst. Nuth und Feder
auf der Welle verschiebbar und mit zwei Nasen \ versehen, welche bei eingerückter
Kupplung mittelst des Mitnehmers a1 das
Zahnrad w in Drehung versetzen. Ein zweiarmiger Hebel e\ welcher sowohl zur. willkürlichen,
wie auch indirect zur selbstthätigen Ausrückung beiträgt, ist drehbar auf der kleinen
Säule b1 des Gestelles befestigt, greift mittelst
des Stiftes c1 in die Kupplung y und mittelst
des Stiftes d1 hinter den Bund fl auf der
Muffe 5. Es ist nun klar, dafs bei Drehung des Hebels e1 an seinem freien Ende die
Kupplung y aufser Eingriff mit dem Zahnrad w tritt, so dafs sich nur die Haupttriebwelle
dreht, das Zahnrad w aber, das die Bewegung aller Theile veranlafst, still steht;
auf diese Weise kann also jeder Stuhl durch den Arbeiter durch Umlegen des Hebels ausgerückt
werden. ;
Die Wirkungsweise beim Reifsen oder Fehlen eines Kettfadens, wo also eine selbstthätige
Ausrückung stattfinden soll, ist nun folgende:
Der Stuhl befinde sich in Thätigkeit, es liegt also die Kupplung y mit einer ihrer
Nasen \ gegen den Mitnehmer al des Zahn-·
rades w und veranlafst dessen Drehung, die sich auf das Zahnrad u und das Zahnrad t
übertrügt, so, dafs auch die beiden Muffen rotiren, welche sich, wie Fig. 5 veranschaulicht,
gegen einander legen.
Reifst nun ein Kettfaden oder bleibt ein
solcher aus, so fällt das betreffende Gewicht, da der zugehörige Haken seinen Halt verloren
hat, auf das Drahtgewebe /, drückt dasselbe nieder (da nun auf dieser Seite Uebergewicht
vorhanden ist, während vorher die andere Seite ein geringes Uebergewicht hätte, um den ■
Sperrhebel ρ aufser Eingriff mit dem Sperrrad
pl zu halten) und bringt den Sperrhebel ρ
durch Heben des einen Endes mit dem Sperrrad
pl in Eingriff.
Die Muffe r wird nun arretirt und drückt vermittelst der vorspringenden Nase die Muffe s
bei weiterer Drehung von sich ab, wodurch mittelst des Bundes f1 und des gegen denselben
stofsenden Stiftes dl der Hebel e1 gedreht
und die Kupplung y aufser Eingriff mit dem Mitnehmer des Zahnrades w gebracht wird,
welches infolge dessen nicht weiter rotirt und
den Stuhl aufser Function setzt. Durch das herabgefallene Gewicht kann man gemäfs der
regelmäfsigen Anordnung derselben sofort ersehen, welcher Faden gerissen ist. Der Stuhl
bleibt so lange aufser Thätigkeit, bis der Sperrhebel aus dem Sperrrade gelöst und die
Kupplung wieder eingerückt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ausrückvorrichtung für mechanische Webstühle, welche beim Bruch eines beliebigen Kettfadens das Abfallen eines Spanngewichtchens (k) auf ein Fangsieb (I), die Arretirung eines Schaltrades (pl), die Verchiebung einer Wellenmuffe (s) und hierdurch die Lösung einer Zahnkupplung fc a1) nach einander eintreten läfst.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33975C true DE33975C (de) |
Family
ID=309917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33975D Expired - Lifetime DE33975C (de) | Ausrückvorrichtung an mechanischen Webstühlen für den Fall von Kettfadenbrüchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33975C (de) |
-
0
- DE DENDAT33975D patent/DE33975C/de not_active Expired - Lifetime
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