DE337610C - Motorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steuerraedern und einem in der Laengs-mittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad - Google Patents

Motorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steuerraedern und einem in der Laengs-mittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad

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DE337610C
DE337610C DE1919337610D DE337610DD DE337610C DE 337610 C DE337610 C DE 337610C DE 1919337610 D DE1919337610 D DE 1919337610D DE 337610D D DE337610D D DE 337610DD DE 337610 C DE337610 C DE 337610C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D49/00Tractors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement And Driving Of Transmission Devices (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • 1Vlotorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steuerrädern und einem in der Längsmittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad. Die Erfindung bezieht sich anrf einen Motorzugwagen, und zwar insbesondere einen solchen mit zwei vorderen Treib- und Steuerrädern und einem in der Längsmittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad. Gegenüber bekannten Motorzugwagen dieser Art kennzeichnet sich derjenige gemäß der Erfindung dadurch, daß bei der Fahrt in gerader Linie alle drei Räder und bei der Fahrt in einer vorbestimmten Wendekurve das innere Vorderrad und das Hinterrad zwangläufig -und mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, während das äußere Vorderrad frei läuft. Hierbei ist ferner das Hinterrad in b@ezug auf dne Vorderräder in solchem Abstand angeordnet, d@aß beim Wenden in der vorbestimmten; Kurve das Hinterrad die gleiche kreisförmige Spur beschreibt, wie dasjenige Vorderrad, das beim Wenden das innere ist. Eine vorteilhafte Ausführungsform ist ferner die, daß das Hinterrad einen breiten ausgekehlten Laufreifen hat und beim Befahren der vorbestimmten Wendekurve mit seiner Innenkante die gleiche Spur beschreibt, wie die in der Radmittelebene befindlichen Umfangsteile desjenigen Vorderrades, welches beim Wenden das Innere ist. -Um ferner bei raschem Wenden eine Umlaufdifferenz der in der gleichen Spur laufenden, zusammen angetriebenen Räder auszugleichen, sind, wenn jedes Vorderrad mit ,einem Freilaufgetrieb.e in Form eines Klinkengesperres versehen ist, zwischen dem von den Klinken mitgenommenen Teil und der Radnabe Federn eingeschaltet. Es ist an sich bekannt, unter Fortfall eines Differentialgetriebes sämtliche Räder gemeinsam anzutreiben, und zwar die lenkbaren Voriderräder unter Vermittlung von Freilaufkupplungen, und ebenso ist es an sich bekannt, zwischen die Treibradnabe und die zugehörige An-. triebswelle Federn einzuschalten. Demgegenüber besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung darin, bei einem Motorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steüerrädern und einem in der Längsmittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad beim Geradeausfahren alle drei Räder - treibend kuppeln zu können, beim Wenden aber zwei Räder, nämlich das innere Vorderrad und das Hinterrad, welches das Hauptantriebsrad ist, wobei ferner die Baulänge des ganzen Motorzugwagens möglichst kurz wird und auch bei raschem Wenden ein Schleifen der in der gleichen Spur laufenden gemeinsam angetriebenen Räder vermieden wird. Diese . Vorteile sind .unter Vermeidung eines komplizierten und teuren sogenannten Differentialgetriebes bisher' nicht erzielt worden.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des neun Motorzugwagens unter Fortlassung aller Teile, welche zum Verständnis der Erfindung nicht nötig sind. Fig. i ist eine Draufsicht finit dem einen Vordernad im Schnitt, der Deckel des Getriebegehäuses ist fortgenommen, um dies und einen Teil des Motors zu zeigen. Fig.2 ist ein Schnitt durch die Universalkupplung für das eine Vorderrad und Fig. 3 die Ansicht des Klinkengesperres zum Antrieb des einen Vorderrades. Die Fig.4, 5 und 6 sind Erläuterumgsdi.agramme zum Verständnis des Erfindungsprinzips. Der dargestellte Motorzugwagen hat zwei Vorderräder i und 2 und ein in der Mittelebene des Fahrzeuges befindliches Hinterrad 3: Die beiden Vorderräder sind Treib- und Steuerräder, während das Hinterrad Treib- und Umkehrrad ist. Die drei Räder vorteilhaft von gleichem Durchmesser werden zusammen angetrieben, so daß sie alle mit der gleichen Umfanb°'-geschwindigkeit laufen. Jedes Vorderrad wird, wie aus den Fig. -2 und 3 ersichtlich, durch ein Klinkengesperre mittels eines Zapfens 4 angetrieben, der bei 9 an einer Gabel 5 mittels Universalgelenkes angelenkt ist. Die Gabel 5 ist fest mit dem Ende einer Querwelle 6 verbunden, welche ihrerseits mittels Kegelgetriebes 7 (in Fig. i punktiert) von einer Längswelle 8 angetrieben wird, die ihrerseits durch ein Getriebe von der Welle io aus ihren Antrieb erhält, welche mit dem Schwungrad i i des Verbrennungsmotors A gekuppelt ist. Das Gabelende-4£, trägt aufgekeilt einen Ring 12, der eine Gruppe von Klinken 13 trägt, die nach dem Freilaufprinzip mit einem innen gezahnten Ring 14 in Eingriff kommen, der außen 'eine Reihe von schwalbenschwanzförmigen Vorsprüngen 15 hat. Jederseits dieser Vorsprünge und in genau passenden Ausnehmungen 16 in der Radnabe 17 sind paarweise Dämpfungsfedern 18 gelagert, i9 ist ein abnehmbarer Deckel für das Klinkengesperre. Die Radnabe hat ein hohles Lager 2o, welches innerhalb der Lagerbüchse 21 frei umlaufen kann, welche ihrerseits radial vorspringende Lagerzapfen 22 hat, die in Büchsen 23 des Gabelendes 24 der Vorderachse 25 sitzen. Bei a6 ist das Lager zo zur Aufnahme einer Hohlkugel 27 ausgehöhlt, welche ihrerseits ein Universalgelenk 9 trägt. Die bei 21a geflanschte Lagerbüchse 21 ist, wie aus Fig. i .ersichtlich, aus zwei Teilen zusammengeschraubt. Beide Vorderräder und ihre Getriebe sind untereinander gleich. Der Winkelhebel 28, 28a. (Fig. i) ist an dem unteren i Gelenkzapfen a2 des Rades i befestigt, während Ader Arm 28z an dem entsprechenden Zapfen des anderen. Rades 2 befestigt ist. Die Arme 28 und 28b sind, wie üblich, durch eine Kuppelstange 29 verbunden, während der Arm 28a mittels Gelenkstange 6o, eines Hebels, Schneckengetriebes 62 und Steuerwelle 63 durch d,as Steuerrad 30 in bekannter Weise vom Maschinensatz aus steiuerbar ist: Mittels der Gelenkstange 6o können die Räder in bekannter Weise in die vorbestimmte Winkelstellung gedreht werden, um den Motorzub wagen zu wenden, wobei dies dank dem Universalgelenkgetriebe 4, 5, 9 geschehen kann, während sich die Räder mittels der Welle 6 drehen. Der Antrieb mittels des Freilaufklinkengesperres erlaubt es, daß das Rad, welches beim Wenden nach rechts oder links das äußere ist, sein Antriebsgetriebe überläuft. Fährt die Maschine rückwärts, so laufen beide Vorderräder frei. Die Federn 18 haben die besondere Aufgabe, bei raschem Wenden entstehende Umlaufdifferenzen der in die gleiche Spur zu bringenden, zusammen angetriebenen Räder auszugleichen.
  • Wegen der Schwi:ngharkeit der Vorderachse in senkrechter Ebene ist es erforderlich, die Welle 6 durch ein elastisches Getriebe anzutreiben, welches nach dem gezeigten Beispiel die Form eines Kegelgetriebes 7 hat, dessen Antrieb durch eine Längswelle 8 mit Universalgelenken 36 und 37 erfolgt. Die Achse 25 ist bei 38 als Gehäuse für .das Kegelgetriebe ausgebildet. Die Längswelle '8 kann nach vorwärts mit einer oder mit zwei Geschwindigkeiten mittels des auch die *CTmkehr bewirkenden Wechselgetriebes 39 angetrieben werden. Für lan4wirtschaftliche Zwecke sind die beiden Geschwindigkeiten 8 km und 4 km für die Vorwärtsfahrt vorteilhaft. Das Getrieberad 39 ist gleitbar auf einer Welle 42 angeordnet :und kann durch einen Gabelhebel., Stange 44 und Handhebel 45 umgestellt werden. Die Welle 8 treibt das Hinterrad durch das Kegelgetriebe 5o_ Das Hinterrad hat eine Achse 51, die an ihren Enden in Kugellagern in, den Teilen 54 und 55 des Maschinenrahmens läuft. Die Welle io wird mittels einer Reibungskupplung 56 ein- und ausgerückt, die mit dem Motorschwungrad durch den Kupplungshebel 57, Lenkstange 58 und Fußhebel 59 eingerückt werden kann, während die Welle 42 von der Welle io aus mittels eines Rades 7o und Zwischenrades 71 angetrieben wird.
  • Wie aus Fig. i ersichtlich, ist das Hinterrad breiter als j wies der Vordierräder und hat einen ausgekehlten Laufkranz, wodurch es beim Befahren der vorbestimmten Wendekurve mit seiner Innenkante die gleiche Spur beschreibt, wie die in der Radmittelebene befindlichen Umfangsteile desjenigen Vorderraides, welches beim Wenden das innere ist. Für Ackerzwecke können alle drei Räder auf ihrem Laufkranz mit Spaten oder Greiferschaufeln versehen sein. .
  • Wie ersichtlich, sind die Teile 54 und 5 5 des Rahmens als hohle Gehäuse ausgeführt, und das hintere Ende der Welle 8 ist in dem Gehäuse 54 untergebracht, welches bei 72 erweitert ist, um das Getriebegehäuse für das Kegelgetriebe 5o zu bilden. Dieses Gehäuse ist durch einen in Fig. i abgenommenen Deckel verschließbar. Die Pflugschare oder andere Geräte können an einem Brückenstück 74 befestigt werden. 79 ist der Führersitz, 8o ein an der Plattform 81 befindlicher Schutz für das Hinterrad; 86 ist ein Fußhebel für eine auf das Getriebe wirkende Bremse. Wenn der Motorzugwagen beim Pflügen vorwärts in gerader Linie fährt, nehmen die drei Räder die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein und wirken dabei für den Antrieb des Wagens und zum Ziehen des Pfluggerätes zusammen, wobei die vereinigte Wirkung aller drei Räder die größte Zugkraft ergibt. Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß, wenn das rechte Rad i in einer Furche a läuft, das linke Rad 2 und das Hinterraid 3 beide auf festem Boden laufen. Gewünschtenfalls kann durch eine andere Anordnung der Kupplung mit dem Pfluge auch bewirkt werden, daß alle drei Räder auf urgepflügtem Boden laufen. Da alle drei Radier zusammen angetrieben werden und mit derselben Umfangsgeschwindigkeit laufen, so gleiten, wenn ein solches Gleiten eintritt, alle drei Ränder gleichmäßig. Es liegt also keine Ursache vor, daß die Maschine dadurch aus ihrer Bahn .gerät, daß ein Rad gleitet, während die anderen in den Boden eingreifen und hierdurch eine Wendung bewirken können. Das Hinterrad ist in bezug auf die Vorderräder in einem solchen Abstand angeordnet, daß diie Spur des inneren Vorderrades beim Wenden in der vorbestimmten Kurve die gleiche oder annähernd dieselbe ist wie die Spur des Hinterrades, wie aus der Fi,g.5 ersichtlich ist, wo c die volle Spurbreite des Vorderrades 2 und d die volle Spurbreite des Hinterrades 3 ist. Beim Beschreiben einer Kurve werden das innere Vorderrad und das Hinterrad mit der gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetrieben, während das Außenraid i, sein Klinkengesperre überlaufend; die äußere und längere Spur e beschreibt. Damit, wenn die Maschine wendet, die eigentliche Lauflinie des Hinterrades mit derjenigen des den Mittelpunkt 2 der Kurve näher gelegenen Vorderachse zusammenfällt, hat das Hinterrad, wie aus Fig. i ersichtlich, einen konkav ausgekehlten Laufkranz, während jedes Vorderrad wie üblich: einen konvexen oder balligen Laufkranz hat. Infolgedessen wird beim Wenden nach rechts oder links die Lauflinie des Hinterrades nach der Kante verschoben, welche in diesem Zeitpunkt die innere Kante ist, während die Radlinie des Vorderrades, welches zu diesem Zeitpunkt das innere Rad ist, nach der Mitte desselben verschoben wird. Wie ersichtlich, sind die Radien 2d und 3¢ .des wirklichen Spurkreises o1, welche die beiden Räder um den Mittelpunkt i beschreiben, von gleicher Länge. Das ist zur Vermeidung des Gleiters notwendig, , weil beide Räder zwangläufig miteinander angetrieben werden. Wie aus Fig.6 ersichtlich, sind die drei Stützpunkte des Maschinenkörpers so angeordnet, d'aß sie, untereinander verbunden, ein gleichschenkliges Dreieck f bilden, dessen Spitze in dem Drehzapfen f1 liegt und .dessen Grundlinie bei f= und f3 endigt, während umgekehrt die drei Räder der Maschine sö angeordnet sind, daß bei der Verbindung ihrer Mittelpunkte ein zweites gleichschenkliges Dreieck g entsteht, das. zum ersten umgekehrt angeordnet ist und bei dem die Grundlinie mit der Achse der Vorderräder zusammenfällt, während seine Spitze in der Mitte g1 des Hinterrades liegt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mötorzugwagen mit .zwei vorderen Treib- und Steuerrädern und einem in der Längsmitteleben.e des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Fahrt in gerader Linie alle drei Räder und bei der Fahrt in einer vorbestimmten Wendekurve das innere Vorderrad und das Hinterrad zwangläufig und mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, während das äußere Vorderrad frei läuft.
  2. 2. Zugwagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Hinterraid in bezug auf die Vorderräder in solchem Abstand angeordnet ist, daß beim Wenden in der vorbestimmten Kurve das Hinterrad die gleiche kreisförmige Spur beschreibt wie dasjenige Vorderrad, welches beim Wenden das innere ist.
  3. 3. Zugwagen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hinterrad einen breiten ausgekehlten. Laufreifen hat und beim Befahren der vorbestimmten Wendekurve .mit seiner Innenkante die gleiche Spur beschreibt wie die in der R.admittelehene befindlichem Umfangsteile desjenigen Vorderrades, welches beim Wenden das innere ist.
  4. 4. Zugwagen nach Anspruch r bis 3, bei welchem jedes Vorderrad mit einem Freilaufgetriebe in Form eines Klinkengesperres versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem von den Klinken mitgenommenen Teil (i4, 15) und der Radnabe Federn (r8) eingeschaltet sind.
DE1919337610D 1918-10-02 1919-08-17 Motorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steuerraedern und einem in der Laengs-mittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad Expired DE337610C (de)

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DE1919337610D Expired DE337610C (de) 1918-10-02 1919-08-17 Motorzugwagen mit zwei vorderen Treib- und Steuerraedern und einem in der Laengs-mittelebene des Fahrzeuges befindlichen Hinterrad

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DE (1) DE337610C (de)
FR (1) FR498936A (de)
GB (1) GB133994A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2531818A (en) * 1946-07-01 1950-11-28 Case Co J I Tractor
DE3338940A1 (de) * 1983-10-27 1985-05-09 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Ackerschlepper mit zwei antreibbaren, differentialgetriebe aufweisenden achsen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2531818A (en) * 1946-07-01 1950-11-28 Case Co J I Tractor
DE3338940A1 (de) * 1983-10-27 1985-05-09 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Ackerschlepper mit zwei antreibbaren, differentialgetriebe aufweisenden achsen

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FR498936A (fr) 1920-01-27

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