DE3321802C2 - Vorrichtung zum Absaugen von faserförmigem Material an einem Ballenöffner - Google Patents
Vorrichtung zum Absaugen von faserförmigem Material an einem BallenöffnerInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Absaugen von faserförmigem Material an einem Ballenöffner ist ein stationärer Absaugkanal vorgesehen, der an seiner Oberseite einen durchgehenden Längsschlitz aufweist, wobei durch ein flexibles Abdeckband der Längsschlitz und damit der Innenraum des Absaugkanals gegen die Außenluft abgedichtet wird, bei der das Abdeckband oberhalb des Längsschlitzes zwei Abschnitte aufweist, wobei der untere, den Längsschlitz abdeckende Abschnitt mit seinem einen Ende stationär befestigt ist und mit seinem anderen Ende um eine Umlenkrolle läuft und der obere Abschnitt beweglich ausgebildet ist, wobei das Abdeckband eine hin- und herbewegliche Öffnung freiläßt, durch die die Faserflocken in den Absaugkanal eingeführt werden. Um die Abdeckung eines langen Absaugkanals auf einfache und problemlose Weise zu ermöglichen, reicht der obere Abschnitt des Abdeckbandes von der Umlenkrolle bis zu einer Auf- und Abrolleinrichtung, die einen stangen- oder rohrförmigen Kern aufweist, um den das Abdeckband wickelbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen von faserförmigem Material an einem Ballenöffner
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer bekannten Vorrichtung nach der DE-OS 29 44 889 ist das Abdeckband an beiden Enden befestigt
und läuft um Umlenkmllen an den Kopfenden des Absaugkanals
um. Dabei ist das Abdeckband oberhalb des Längsschlitzes zu beiden Seiten des Zwischenraumes
jeweils in zwei Lagen angeordnet, wobei der obere Abschnitt von der Umlcnkrolle bis zu der am Kopfende des
Absaugkanals angeordneten Umlcnkrolle reicht. Wenn eine Vielzahl von Textilfaserballen, z. B. 50 Ballen, hintereinander
in einer Ballenschau frei aufgestellt abgearbeitet werden sollen, kann ein entsprechend langes Abdeckband
schwer handhabbar sein.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die die Abdeckung eines langen Absaugkanals auf einfaehe und problemlose Weise erlaubt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Dadurch, daß der obere Abschnitt um einen Kern auf- und abwickelbar ist, entfällt die Durchführung des Abdeckbandes
unterhalb des Absaugkanals, so daß ein wesentlich kürzeres Abdeckband verwendet werden kann.
Ein kürzeres Band ist preiswerter und im Betrieb leichter handhabbar. Weiterhin wird Raum für die Unterbringung
des Abdeckbandes eingespart. Außerdem entfällt die Einstellung der Laufrichtung des Bandes, insbesondere
im Bereich der an den Kopfenden angeordneten Umlenkrollen. Auf diese Weise läßt sich eine wesentlich
längere Maschincnlänge verwirklichen, z. B. für die Abarbeitung von 80 Ballen.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 13 dargestellt.
Die Umlcnkrolle kann axial mit zwei Laufrädern des Bandwagens verbunden sein. Dadurch, daß die Umlenkrollc
durch den Fahrantrieb des Ballenöffners über eine entsprechende Übertragung antreibbar ist, entfällt ein
separater Antriebsmotor. Die in einem Wagen gelagerte Auf- und Abrolleinrichtung wird wie ein Anhänger
gezogen bzw. geschoben, wobei die Auf- und Abrollvorrichtung mit gleicher Geschwindigkeit auf- und abgewickelt
wird wie der Wagen gefahren wird. Vorteilhaft weist die Umlenkrolle einen Freilauf auf, der beim Aufrollvorgang
wirkt. Dadurch wird der Schlupf zwischen der Umlenkrolle und der ersten Wickelrolle ausgeglichen,
so daß das Abdeckband gespannt bleibt. Bevorzugt ist der Antrieb von der Umlenkrolle zur ersten
Wickelrolle übersetzt, d. h. die Umlcnkrolle dreht sich langsamer und die erste Wickelrolle dicht sich schnelle!·.
Dadurch wird das Abdeckband fester aufgewickelt. Zweckmäßig ist der /weilen Wickelrolle ein Freilauf
zum Schubausgleich beim Abrollvorgang zugeordnet,
lievor/ugt ist der zweiten Wickelrolle eine Bremse, /. B. Lamellenbremse, Scheibenbremse, zugeordnet, um
beim Abwickeln ein zu schnelles Abwickeln zu vermei-
den. Die Bremse kann koaxial auf der zweiten Wickelwalze oder räumlich-axial abgesetzt von der /weiten
Wickelwalze angeordnet sein. Die Stützrolle drückt auf chn unteren Abschnitt des Abdeckbandes, um ein Ausbrechen
des Abdeckbandes zu vermeiden. AuUerdcm
kann die Stützrolle axial mit zwei der Laul'-üdcr des
Bandwagens verbunden sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch den Ballenöfi ner mii
Absaugkanal und Abdeckband in Vorderansicht,
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Ballcnöffner nach F i g. 1 in Seitenansicht,
F i g. 3 eine Ausführungsform des Bandwagens mit erster und zweiter Wickelrolle,
F i g. 4 die erste Wickelrolle mit Freilauf,
F i g. 5 die zweite Wickelrolle mit Freilauf und Bremse,
F i g. 6 die erfindungsgemäße Vorrichtung an zwei in
gleicher Arbeitsrichtung fahrbaren Ballenöffntvn und
Fig. 7 einen Querschnitt der Vorrichtung mil stationär
angeordneter Auf- und Abrolleinrichtung.
Nach Fig. 1 liegt zwischen den Schienen 1 über dem
Boden ein Absaugkanal 2, durch den die von den Ballen 3 abgenommenen Flocken abgesaugt werden. Der Absaugkanal
2 besteht aus einem Bodenblech 2a, zwei Seitenwänden 2b, 2c und einem zweiteiligen Deckblech 2d,
2e. Die beiden Teile des Deckblechs 2d, 2e lassen einen durchgehenden Längsschlitz 4 frei.
Die Oberseite des Absaugkanals 2 wird nach F i g. 2 durch ein Abdeckband 5 verschlossen, das so geführt
wird, daß innerhalb des Fahrgestells 6 ein hin- und herbeweglicher Zwischenraum 7 frei bleibt, durch den die
Flocken aus dem Teleskoprohr 7a in den Absaugkanal 2 gelangen. (Der Zwischenraum 7 ist ein Teil des Längsschlitzes
4.) Das Teleskoprohr 7a mündet in einem offenen Trichter 6b in den Absaugkanal 2. Der Trichter 6b
ist durch Bürsten 6c gegen die Lage 5a des Abdeckbandes 5 und die Innenwand des Absaugkanals abgedichtet.
Das Abdeckband 5 ist oberhalb des Längsschlitzes 4 zu beiden Seiten des Zwischenraumes 7 jeweils in zwei
Lagen 5a, 5b angeordnet. Die untere, den Längsschlitz 4 abdeckende Lage 5a ist mit ihrem einen Ende 8 im Bereich
des Kopfendes 10 des Absaugkanais 2 stationär befestigt und läuft mit ihrem anderen Ende 9 um eine
Umlenkrolle 11 um. Die obere Lage 5b reicht von der Umlenkrolle U bis zur Auf- und Abrolleinrichtung 12
und ist beweglich ausgebildet. Zwischen der Um'enkrol-Ie
11 und der Auf- und Abrollvorrichtung 12 ist eine Spannrolle 11a angeordnet. Der Pfeil 13 zeigt die Arbeitsrichtung,
der Pfeil 14 zeigt die Rücklaufrichtung des Ballenöffners an. Es kann auch ein Ballenöffner eingesetzt
werden, der in beiden Richtungen fahrbar ist und abnimmt. Die Auf- und Abrolleinrichtung 12 weist
zentral einen stangenfönnigen Kern 15 auf, der über eine Halterung 16 am Fahrgestell 6 des Ballenöffners
befestigt ist. Der Kern 15 ist drehbar gelagert und wird durch einen Motor 17 angetrieben, so daß das Abdeckband
5 auf den Kern 15 auf- und abwickelbar ist.
F i g. 3 zeigt die Auf- und Abrollvorrichtung 12 in einem Bandwagen 18 beim Aufrollvorgang, d. h. der untere
Abschnitt 5a des Abdeckbandes 5 wird vom (nicht dargestellten) Längsschlitz des Absaugkanals 2 gelöst.
Die Umlenkrolle 11 wird durch den Antriebsmotor 19 des Ballenöffners angetrieben. Zwischen der Umlcnkrolle
11 und dem Kern 15 ist eine mit der Umlenkrolle 11
antriebsmäßig verbundene erste Wickelrolle 20 angeordnet. Der Antrieb von der Umlenkrolle 11 zur ersten
Wickelrolle 20 ist übersetzt. Die erste Wickelrolle 20 ist antriebsmäßig mit einer zweiten Wickelrolle 21 verbunden.
Die erste Wickelrolle 20 und die zweite Wickelrolle ■>
21 tragen das um den Kern 15 gewickelte Abdeckband 5. Sie haben die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit.
Zwische.i der stationären Befestigung 9 und der Umlenkrolle
11 ist eine Stützwalze 22 für den unteren Abschnitt 5a des Abdeckbandes 5 vorgesehen.
ίο Nach Fig.4 ist mit der ersten Umlenkrolle 11 axial
ein Freilauf 23 verbunden, dem eine Antriebsscheibe 24 zugeordnet ist. F i g. 5 zeigt die zweite Wickelrolle 21,
die axial auf der einen Seite mit einer Bremse 25 und auf der anderen Seite mit einem Freilauf 26 verbunden ist.
wobei der Freilauf 26 einer Antriebsscheibe 27 zugeordnet ist.
F i g. 6 zeigt zwei Ballenöffner, die auf dem gleichen Paar Schienen 1 laufen. Jedem Fahrgestell 6a, 6b ist
jeweils eine Auf- und Abrolleinrichtung 12a bzw. 12/j
zugeordnet. Während der erste Ballenöffner beispielsweise Baumwollballen 3a abarbeitet, arbeitet der zweite
Ballenöffner beispielsweise Chemiefaserbalien 3b ab.
Die Kopfenden der Absaugkanäle 2a, 2b sind über Leitungen 29,30 und ggf. (nicht dargestellte) Dosiereinrichtungen
und Transportventilatoren mit einem gemeinsamen Mischer 28 verbunden, so daß auf diese Weise zugleich
eine vorbestimmte Mischung aus Baumwolle und Chemiefasern erzeugt werden kann.
Fig.7 zeigt eine Ausführung ähnlich wie Fig. 2, bei
jo der jedoch die Auf- und Abrolleinrichtung 12 stationär
im Bereich des Kopfendes 10 des Absaugkanals 2 angeordnet ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß der
Transport der Auf- und Abrollvorrichtung 12 mit dem aufgewickelten Band 5 und dem Antriebsmotor 17 entfällt.
Außerdem ergibt sich eine Platzersparnis im Bereich des Fahrgestells 6. Insbesondere bleibt bei einer
Lichtschrankenabsicherung gem. DE-PS 30 32 584 der Strahlengang, der durch eine öffnung im Fahrgestell 6
hindurchtritt, frei.
Der eine Teil des Abdeckbandes 5 im Bereich des oberen Abschnitts 5£>, dessen Ende dem Kern 15 zugeordnet
ist, ist als leichtes bzw. dünnes Zugband ausgebildet, wodurch der Durchmesser des Bandwickels beim
Aufrollen des Bandes 5 auf den Kern 15 reduziert wird.
Dieser Teil muß praktisch nur in Längsrichtung wirkende Zugkräfte aufnehmen. Es wirken praktisch keine
Querkräfte auf diesen Teil. Der andere Teil im Bereich des unteren Abschnittes 5a, dessen Ende 8 am Kopfende
10 befestigt ist. ist als querstabiles Band, z. B. als mit qucrliegenden Stahlelementen verstärktes dickeres
Gummiband ausgebildet; dieser Teil muß während der Auflage auf dem Absaugkanal 2 Kräften des Saugluftstroms
im Absaugkanal 2 widerstehen, die in erster Linie in Querrichtung auf den Abschnitt 5a einwirken.
Sobald der untere Abschnitt 5a um die Umlenkrolle 11
herumgeführt ist und damit als Abschnitt 5b auftritt, wirken praktisch nur noch Längskräfte auf diesen Abschnitt
5b.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- 33 21 8Ö2Patentansprüche:1. Vorrichtung zum Absaugen von faserförmigem Material an einem Ballenöffner mit einem stationären Absaugkanal, der an seiner Oberseite einen durchgehenden Längsschlitz aufweist, wobei durch ein flexibles Abdeckband der Längsschiit/, und damit der Innenraum des Absaugkanals gegen die Außenluft abgedichtet wird, bei der das Abdeckband oberhalb des Längsschlitzes zwei Abschnitte aufweist, wobei der untere, den Längsschlitz abdeckende Abschnitt mit seinem einen Ende stationär befestigt ist und mit seinem anderen Ende um eine Umlenkrolle läuft und der obere Abschnitt beweglich ausgebildet ist, wobei das Abdeckband eine hin- und herbewegliche Öffnung freiläßt, durch die das faserförmige Material in den Absaugkanal eingeführt wird, d a durch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt (5b) des Abdeckbandes (5) von der Umlenkrolle (11) bis zu einer Auf- und Abrollcinrichtung (12) reicht, die einen stangen- oder rohrförmigen Kern (15) aufweist, um den das Abdeckband (5) wikkelbar ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf- und Abrolleinrichtung (12) taiirbar (18) angeordnet ist.3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf- und Abrolleinrichtung (12) stationär angeordnet ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der stangen- oder rohrförmige Kern (15) angetrieben (17) wird.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlcnkrolle (11) durch den Fahrantrieb (19) des Ballenöffners angetrieben wird.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollc (11) einen Freilauf (2.3) aufweist, der beiin Aufrollvorgang wirkt.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Umlenkrolle(11)und dem Kern (15) eine mil der Umlcnkrolle (U) antriebsmäßig verbundene erste Wickelrolle (20) angeordnet ist.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Wickelrolle(20) antriebsmäßig mit einer zweiten Wickelrolle(21) verbunden ist.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb von der Umlenkrolle (11) zur ersten Wickelrolle (20) übersetzt ist.10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiten Wickelrolle (21) ein Freilauf (26) zugeordnet ist, der beim Abrollvorgang wirkt.U. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiten Wik- bo kelrolle (21) eine Bremse (25) zugeordnet ist, die beim Abrollvorgang wirkt.12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis11. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der stationären Hefestigiing (9) und der I Imlenkrolle (11) &5 eine Stützwalze (22) für den unteren Abschnitt (5.-/J des Abdeckbandes (5) vorgesehen ist.13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis12, dadurch gekennzeichnet, daß bei in voller Länge abgedeckten Absaugkanal (2) der obere Abschnitt (ßb)aes Abdeckbandes (5), dessen Befestigungsende dem Kern (15) zugeordnet ist, als zugstabiles Band und der untere Abschnitt (5a) des Abdeckbandes (5), dessen Ende (8) am Kopfende (10) befestigt ist, .ils zug- und querstabiles Band ausgebildet ist.
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ID=25803372
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