DE32478C - Aufzieh- und Zeigerstell-Vorrichtung für Pendeluhren, aufserhalb des Kastens befindlich - Google Patents

Aufzieh- und Zeigerstell-Vorrichtung für Pendeluhren, aufserhalb des Kastens befindlich

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DE32478C
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Germany
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shaft
drum
belt
lever
winding
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Application number
DENDAT32478D
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J. TEKAUZ in Wien, Gumpendorferstrafse 43
Publication of DE32478C publication Critical patent/DE32478C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B27/00Mechanical devices for setting the time indicating means
    • G04B27/02Mechanical devices for setting the time indicating means by making use of the winding means

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Der nachstehend beschriebene Mechanismus, welcher bei allen Gattungen .Gewichtsuhren angewendet werden kann, gestattet das Aufziehen der Geh- und Schlagwerke, sowie das Richten der Zeiger ohne Schlüssel und ohne Oeffnen des Uhrkastens. Die Anbringung dieser Vorrichtung bei einer gewöhnlichen Pendeluhr läfst die Benutzung eines einfachen, staubdichten Uhrkastens zu und vermittelt so einerseits einen langen, anhaltend guten Dienst der Uhr, während sie andererseits das Uhrwerk garnicht beeinflufst, indem die Vorrichtung selbstthätig aufser alle Verbindung mit den beweglichen Theilen des Uhrwerkes tritt, sobald die Handhabe des Aufzuges oder der Zeigerrichtung losgelassen wird, also aufser Gebrauch ist.
In Fig. ι ist ab c d das Gestell eines gewöhnlichen Pendelgehwerkes, an welchem die wichtigsten Theile der Vorrichtung angebracht sind; Fig. 2 ist die Seitenansicht dazu.
D E ist ein um die Schraube bei D drehbarer Hebel; in der Mitte desselben und senkrecht darauf steht eine starke Welle, auf welcher sich die Trommeiy^ dreht. Die Trommel ist auf ihrer Umfläche mit einer breiten Nuth versehen, über welche ein Band gewickelt wird, das von der Trommel weg über die Rolle g und von dieser in der Richtung h H1 durch den Uhrkasten geht, um aufserhalb des letzteren mit einer beliebig geformten Handhabe zum Aufziehen der Uhr versehen zu werden. Das Innere der Trommel ist wie bei einem umgehenden Federhause eingerichtet, und wie bei diesem ist auch eine sehr schwache Uhrfeder in der Trommel befestigt.
E ist ein senkrecht auf dem Hebel D E stehender Metallklotz, der an seiner gegen die Trommel gekehrten Seite mit zwei Einschnitten versehen ist, durch welche die Ränder der Trommelnuth ohne Streifung passiren. Diese Einrichtung bezweckt die Abschliefsung der Trommelnuth, damit das Band nicht heraustreten kann. Das sichere . und regelmäßige Aufwickeln des Bandes in der Trommelnuth wird überdies noch durch die Drahtfeder i befördert, welche an E festgeschraubt und am freien Ende zu einem ovalförmigen Ringe gebogen ist, den das Band durchläuft. Diese Drahtfeder kann auch durch eine gewöhnliche flache, aus einem Stückchen Uhrfeder hergestellte Schleiffeder ersetzt werden. An der der Uhrplatte zugekehrten Seite der Trommel ist ein verzahntes flaches Rad j befestigt und auf der Walzenradwelle befindet sich in der Ebene des Rades j das mit einer dazu passenden Verzahnung versehene Rad J1.
Das Aufziehen der Uhr geht in folgender Weise vor sich: Zieht man an der früher erwähnten Handhabe des Bandes hh1, so wird der Hebel D E sammt der Trommel gehoben, das Rad j tritt mit dem Rad J1 in Eingriff und die durch das Herabziehen des Bandes bewirkte Drehung der Trommel pflanzt sich auf die Walzenradwelle fort. Sobald man das Band nachläfst, fällt der Hebel mit der Trommel durch eigene Schwere herab und der Eingriff der Räder Jj1 wird zunächst unterbrochen;
die durch das Herabziehen des Bandes aufgezogene Uhrfeder tritt aber sofort auch in Thä'tigkeit und dreht die Trommel wieder soviel in entgegengesetzter Richtung, als sie beim Herabziehen des Bandes gedreht wurde, wodurch sich das Band auf die Trommel sogleich wieder aufwickelt. Das Band wird nun wieder herabgezogen und dieser Vorgang so lange fortgesetzt, bis die Uhr vollends aufgezogen ist. Wenn unter besonderen Umständen die eigene Schwere des Hebels sammt Trommel nicht ausreicht, den Eingriff sofort zu unterbrechen, sobald das Band losgelassen wird, so läfst man an dem Hebel eine beliebig geformte Druckfeder wirken, welche sein rasches Herabfallen befördert.
Die übrigen in der Zeichnung ersichtlichen Theile gehören der Zeigerstellvorrichtung an und bestehen in folgendem:
Zwischen beiden Platinen steht die an der Vorderplatte angeschraubte stählerne Gabel / Z1, Fig. ι und 2, durch deren Sprossen eine mit der Ebene der Platine parallel liegende Stahlwelle 0 O1 hindurchgeht. Diese Stahlwelle hat ihre zweite Führung in dem Klotz, m, welcher um einen in der Vorderplatte stehenden Zapfen drehbar ist. An dem einen Ende trägt die Welle 0O1 das konische Radp, an dem anderen Ende die Schnurrolle n. k ist ein auf der Welle festsitzender abgerundeter Wulst, welcher mit der Welle concentrisch ist. Durch diesen Wulst ist die Bewegung der Welle nach aufsen begrenzt, indem sich derselbe an die beiden Sprossen der Gabel anlehnt. Zwischen dem Klotz m und dem Wulst k liegt eine Schraubenfeder P um die Welle 0 O1, welche die Welle stets mit ihrem Wulst k gegen die Gabel 1I1 drückt. Die Vorderplatte ist dem konischen Rade entsprechend durchbrochen und das letztere derart montirt, dafs es in der Ruhelage aufser Eingriff steht, jedoch bei einer kleinen Verschiebung der Welle 0 O1 gegen den sogen. Zeigerwerksviertelwechsel q mit diesem in Eingriff kommt.
Ein zweiter Theil der Zeigerstellvorrichtung, welchen Fig. 3 darstellt, wird in einem am unteren Ende des Uhrkastens eingebauten Kästchen untergebracht. Er besteht wesentlich aus einer einfachen Welle r, auf welcher die Schnurrolle s und die Handhabe t befestigt ist. Die Welle ist mit einem langen Zapfen versehen, der in dem an die Rückwand geschraubten Lagerplättchen ν läuft; auf der anderen Seite liegt sie in einem senkrecht stehenden Schlitz der Verschlufsplatte S1 S11 des Kästchens. Die Handhabe t liegt aufserhalb des durch die Platte abgeschlossenen Kästchens. Zu beiden Seiten des Schlitzes stehen senkrecht auf der Verschlufsplatte s S1 und parallel zu einander im Innern des Kästchens zwei kleine Dreiecke u U1 aus Metall, die, wie oben beim Uhrwerke, auch durch eine schräg stehende Gabel ersetzt werden können. An die schräg stehenden Kanten der Dreiecke bezw. an die schräg stehende Gabel wird der lose auf der Welle sitzende Konus k durch die Schraubenfeder P1 gedrückt. Diese ganze Einrichtung hat den Zweck, der Welle das Bestreben zu ertheilen, stets die höchste Stelle im Schlitz einzunehmen. Ueber die Schnurrollen s, Fig. 3,. und n, Fig. 1, ist eine Schnur ohne Ende gespannt. -
Das Richten der Zeiger geht in folgender Weise vor sich:
Der Richtende fafst die Handhabe t, Fig. 3, an und zieht sie etwas abwärts; dieser Bewegung folgt zufolge der erwähnten Schnurverbindung die Rolle n, Fig. 1, und die WeIIeOO1 wird, indem der Wulst k an der schief stehenden Gabel /11 herabgleitet, so weit vorgeschoben, dafs das konische Rad ρ mit dem Viertelwechsel in Eingriff kommt. Die unmittelbar darauf folgende Drehung nach rechts oder links an der Handhabe t wird sich nun auf das Zeigerwerk übertragen und ein Vor- oder Zurückstellen der Zeiger bewirken. Läfst der Richtende, nachdem er die Zeiger in dieser Weise in die gewünschte Stellung gebracht hat, die Handhabe t los, so schnellt die Welle ο O1 durch den Einflufs ihrer Schraubenfeder sofort in der Gabel /11 empor und nimmt die Rolle s sammt Welle, Fig. 3, mit; die Verbindung des Zeigerwerkes mit der Zeigerrichtung ist dadurch selbstthätig unterbrochen und die Uhr setzt ihren Gang unbeeinflufst und unbehindert fort.
Die vorher beschriebene Einrichtung der Welle, Fig. 3, unterstützt den oberen Theil der Zeigerstellvorrichtung beim Emporschnellen, indem die Feder P1 die untere Welle hebt, wenn die Handhabe t losgelassen wird und die Feder am oberen Theile daher nur noch die Schnur gleichzeitig emporzuziehen hat.
Von der früheren Construction zu dem gleichen Zwecke unterscheidet sich die beschriebene Einrichtung dadurch wesentlich, dafs die Verbindung der Aufzugs- und Zeigerstellvorrichtung mit dem Uhrwerk sofort unterbrochen ist, sobald man die bezügliche Handhabe losläfst. Diese Unterbrechung ist bei Gewichtuhren unerläfslich, wenn der vom fachtechnischen Standpunkte bedenkliche Umstand nicht bestehen soll, dafs das Uhrwerk während seines Ganges die ganze Aufzugs- und Zeigerstellvorrichtung mitdreht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Aufzieh- und Zeigerstellvorrichtung für Pendeluhren (Regulatoren) aller Art, bei welcher zum Aufziehen des Gewichtes der um D drehbare Hebel D E, Fig. 1 und 2, mit der in der senkrecht darauf stehenden Welle dreh-
    baren Bandtrommel Jf1 und der Bandrolle g, sowie des mitder Bandtrommel verbundenen Rädchens j, welch letzteres in Eingriffsverbindung mit der Walzenradwelle tritt, sobald der Hebel durch Herabziehen des um die Trommel gewickelten Bandes gehoben wird und sofort aus dem Eingriff geht, wenn man das Band losla'fst; bei welcher ferner bei der Zeigerstellung die in Fig. ι und 2 bezeichnete Hebelwelle 0 O1 mit der Führungsgabel I /j und dem um einen in der Vorderplatte stehenden Zapfen drehbaren Führungsklotz m, der Spiralfeder P, dem festsitzenden Wulst k, sowie der Schnurrolle η und dem konischen Rad ρ, welch letzteres in Eingriffsverbindung mit dem Viertelwechsel tritt, sobald die Hebelwelle durch Herabziehen der um die Rollen η s gewickelten Schnur mittelst der Handhabe gehoben wird und sofort aus dem Eingriff geht, wenn man die Schnur bezw. Handhabe losläfst, in Anwendung kommt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32478D Aufzieh- und Zeigerstell-Vorrichtung für Pendeluhren, aufserhalb des Kastens befindlich Expired - Lifetime DE32478C (de)

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