DE2727C - Zweimal wirkendes Weckerwerk an Uhren - Google Patents

Zweimal wirkendes Weckerwerk an Uhren

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DE2727C
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alarm
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DENDAT2727D
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Original Assignee
F. H. HERBST, Uhrmacher, in Grofsenhain, Sachsen
Publication of DE2727C publication Critical patent/DE2727C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B23/00Arrangements producing acoustic signals at preselected times
    • G04B23/02Alarm clocks
    • G04B23/10Alarm clocks with presignal; with repeated signal; with changeable intensity of sound

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

1878.
Klasse 83.
FRIEDRICH HERMANN HERBST in GROSSENHAIN (Sachsen). Zweimal wirkendes Weckerwerk an Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1878 ab.
Eine Verbesserung des »einfachen Weckers« ist der »übersetzte Wecker«, so genannt wegen Hinzufügung einer Räderübersetzung, welche dem Zwecke dient, ein langsameres Ablaufen des Gewichtes und damit ein länger andauerndes Lärmen des Weckers zu bewirken. Sauer in Mühlheim a. R. vervollkommnete neuerdings den Wecker in letztgenannter Hinsicht, so dafs er seinen Dienst bis zur Zeitdauer von ^.bis ι Stunde zu versehen befähigt wurde, wenn nicht vorher seitens des vom Lärm Erwachenden das betreffende Gewicht abgehangen wird.
Der für den weiteren Ausbau dieser nothwendigen Apparate seither eingeschlagene, oben gekennzeichnete Weg ist nach Ansicht des Erfinders keinesfalls als richtiger und zu einem befriedigenden Resultat führender anzusehen.
Er bringt eben nicht die Macht der Gewohnheit einerseits, die Energielosigkeit, welche dem Menschen in eben erwachtem Zustande eigen zu sein pflegt, andererseits in Rechnung.
Mehr auf die erwähnten Rücksichten eingehen wird ein Wecker, welcher „wiederholt weckt, welcher also z. B., nachdem er seinen Zweck einmal erreicht, d. h. einen Schläfer zu bestimmter Zeit erweckt und ihn veranlafst hat, sich vom Lager zu erheben bezw. das lärmende AVeckerwerk abzustellen, nach Verlauf einer gewissen kürzeren Zeit ('/4 bis 1J1 Stunde) noch einmal zu alarmiren anfängt. Dieses nochmalige Lärmen ist berechnet für den Fall, dafs der eben Erwachte sich nochmals zur Ruhe gelegt hat und etwa im Begriff ist, wieder einzuschlafen.
Die Aufgabe des wiederholten Weckens in dem eben gekennzeichneten Sinne löst die im folgenden näher zu erläuternde Erfindung. Dieselbe, in ihrer Anwendung auf eine Wanduhr einfachster Gestalt, ist dargestellt:
Fig. ι in der Vorderansicht,
Fig. 2 in der Seitenansicht, und
Fig. 3 in der Hinteransicht.
Es bezeichnet in den Figuren a die sogen. Weckerscheibe im Querschnitt, deren Vorderplatte αχ vor dem Zifferblatte (in der Zeichnung nicht angegeben) liegt. Die Zeit, zu welcher der Wecker zum ersten male in Wirksamkeit treten soll, stellt man auf die bekannte Weise ein, indem man die erwähnte Weckerscheibe, immer nach rechts herum drehend, soweit bewegt, bis die hintere kurze Spitze des Stundenzeigers st auf die betreffende Stundenzahl der Platte a, zeigt.
Die Weckerscheibe α ist mit einem Ausschnitt «2 a3 «4 versehen. Ueber ihr steht der sogen. Einfall d, ein prismatischer, unten zugeschärfter Stab, welcher in der Führung hh gleitet. An ihn ist ein Querstück c c angeschlossen, von. dessen Armen Schnüre c' c', belastet mit einem abnehmbaren Gewicht b, ausgehen. Bei angehangenem Gewicht b wird der Einfall d nach unten gezogen und schleift auf dem sich darunter hinwegdrehenden Umfang der Weckerscheibe a, die sich bekanntlich mit dem Stundenrade umdreht, sofern sich ihm nicht gerade der Ausschnitt a2 a3 a4 entgegenstellt, in welchem letzteren Falle er in den Ausschnitt einsinkt. Ist das Gewicht b abgehangen, so wird der Einfall d durch Wirkung einer Feder ch auf den Hebel g bezw. auf den Arm g.2 der Welle gx gx in einer oberen Lage gehalten, Fig. 1 und 2. Der Einfall d stützt sich alsdann mittelst eines Stiftes dt gegen den Hebel g. Es bezeichnet ferner / eine Schnecke, in solcher Weise ungleich dick ausgeführt, dafs ihre dünnste Stelle bei /,, ihre stärkste bei /2 gelegen ist und der allmälige Uebergang von /, zu /2 auf einer Art Schraubenfläche geschieht. Diese Schnecke ist mit einem Rade %, welches von einem gleich grofsen, mit der Geschwindigkeit des Stundenzeigers umlaufenden, zt, getrieben wird, verbunden. yx ist ein mit Z1 zusammenhängendes Rad, dessen Getriebe bei y, gleichzeitig Axe der Gewichtsrolle, liegt.
Mittelst Schräubchens ex ist ferner eine Stahlfeder e auf den Einfall d aufgeschraubt; in diese Feder ist ein längerer Stift e2, Fig. 1 und 2, vernietet, welcher frei durch ein Loch des Einfalles hindurchgeht und von der Feder e mit mäfsigem Drucke gegen die Fläche der Schnecke^ angedrückt wird. gt ist die Welle, auf welcher der vorerwähnte, sich unter den Stift 4 legende Hebel g befestigt ist, g2 der Arm desselben, gegen den die Feder ch drückt, und gs, Fig. 3, ein zweiter, am vorderen Ende aufwärts gebogener Arm. Von dem Weckerrad / aus erfolgt auf bekannte Weise, durch Einwirkung der Stifte I1 derselben auf die zweimal gekröpfte senkrechte Welle χ und dieser Welle auf den Hammer xt, die Inbetriebsetzung des Alarm-
Werkes, d. i. das Schlagen des Hammers X1 gegen die Glocken W1 und W2.
Zum Antriebe des Weckerrades / dient ein an der Kette ν hängendes Gewicht; V1V2V3V.*, sind zwischenliegende Räder zum Zweck der Uebersetzung ins Schnelle.
Für gewöhnlich, wo also das Weckerwerk im Ruhezustände verharrt, d. h. der Einfall d seine höchste Lage (die in der Fig. ι vorausgesetzte) einnehmen soll, greift der auf der Welle ^1 sitzende Arm ^3 in den Bereich der auf der Weckerscheibe / befindlichen Stifte ein, hält also die Scheibe / fest.
Auf dem Uhrhaus ist eine Welle k k gelagert, welche auf der vorderen (Zifferblatt-) Seite der Uhr einen Zeiger i trägt, auf der hinteren einen nach unten gebogenen Arm m. Wird dieser Zeiger nach links (mit Bezug auf Fig. i) gestellt, d. i. auf W, so nimmt der Arm m seine obere Lage (s. Fig. 3) ein; wird der Zeiger nach rechts, auf IV, gestellt, so tritt das vordere umgebogene Stück des Armes m ins Bereich der Stifte des Weckerrades / ein, würde also, falls g3 in der unteren punktirten Lage befindlich, ein Anhalten der Drehung des Weckerrades, d. i. das Aufheben des Weckerlärmes zur Folge haben.
Die Wirkungsweise.
Stellt man sich die Uhr als im Gange befindlich vor, so würde die in der Zeichnung angegebene Stellung sich auf eine Zeit beziehen, welche kurz vor derjenigen, zu welcher das Weckerwerk in Thätigkeit treten soll, gelegen ist. Nach Verflufs weniger Minuten wird die sich mit den Rädern J1 und Z1 in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles bewegende Weckerscheibe α sich so viel weitergedreht haben, dafs die Spitze des Einfalles d, dem Zuge des Gewichtes b ausgesetzt, in ihren Ausschnitt «2 a3 a.% hereinfällt. Hierbei nimmt der Stift dt den Hebel g mit herunter in die punktirt angegebene Lage; die Folge davon ist eine geringe Drehung der Welle gt glt eine Bewegung des Hebels g3 in die untere punktirt bezeichnete Position, Fig. 3, und (unter Voraussetzung des Standes des Zeigers i auf W) eine Umdrehung des Stiftrades /, d. h. der Beginn des Alarmirens. Das am Haken G hängende Schlaggewicht sinkt langsam, dreht die Räder V1 V1 v3 z>4, sowie das Rad /, und setzt die senkrechte Welle χ in oscillirende Bewegung um ihre Axe, so das wechselweise Anschlagen des Hammers X1 an die Glocken W1 und W1 veranlassend.
Der Erweckte kann letzteren durch Aushängen des Gewichtes b abstellen. Der Hebel g bewegt sich infolge dessen durch Wirkung der Feder ch wieder empor, nimmt also auch den auf ihn sich stützenden Einfall d mit, er· kann jedoch nicht bis zu seiner vollen Höhe emporsteigen, sondern nur so hoch, als ihm dies der Stift e± erlaubt, der sich an den unteren Rand der Schnecke / angelegt hat. Die Feder e, in welche der Stift e± vernietet ist und welche während des Umdrehens der Scheibe α durch den auf letzterer schleifenden Stift e.2 vom Stab d abgedrückt wurde, legt sich unmittelbar nach dem Einfallen dieses Stabes in den Ausschnitt a.2 a3 «4 wieder an d zurück.
Das erwähnte Emporsteigen des Stabes (Einfalls) d, also auch die Zurückbewegung des Hebels g und die des Armes ^3 ist selbstverständlich so grofs, dafs ein Eintreten des letzteren in den Bereich der Stifte des Weckerrades / erfolgt. Indem sich nun das Uhrwerk weiterbewegt, d. h. sich das Zahnrad Z1 mit der Schnecke / weiter in. der Pfeilrichtung herumdreht, wird, durch die spiralig verlaufende Peripherie der Schnecke / veranlafst, ein allmäliger Niedergang des Einfalls d erfolgen; dies hat aber auch einen Niedergang des Armes g3 zur Folge, d. i. eine nochmalige Auslösung des Weckerwerkes, also ein nochmaliges Alarmiren.
Soll die Uhr nicht zum zweiten male wecken, oder soll sie gar nicht wecken, so verhindert dies eine Stellung des Zeigers i auf N.
Der Zeitraum zwischen dem Eintritt des ersten und des zweiten Weckens sowohl, als die Länge der Zeit, durch welche der Wecker beim zweiten Lärmen in Thätigkeit bleiben soll, sind von der besonderen Gestalt der Schnecke/ bezw. deren Excentricität abhängig.

Claims (1)

  1. Patent -Anspruch:
    An einer Uhr mit Wecker die Vorrichtung zu zweimaliger Auslösung des Weckerwerkes bei, innerhalb gewisser Grenzen, beliebig grofsem Zeitintervall zwischen dem jedesmaligen Beginn des zweimal erfolgenden Lärmens, wie vorstehend im wesentlichen beschrieben; im besonderen die Combination der bekannten Theile einer Uhr mit dem in einer Führung h gleitenden Einfall d, welcher durch ein Gewicht b belastet ist, der mit dem Einfall d bei ^1 verbundenen, einen Stift C1 tragenden Feder ^1 des Stiftes ^Z1, der eigenthümlich geformten Schnecke/, der Räder Z1, Z1 und^1, des Hebels g, der Welle gt , Feder ch, des Hebels g.,, Armes g3, des auf bekannte Weise angetriebenen und wirkenden Weckerrades / und des mit dem Zeiger in Zusammenhang stehenden gebogenen Armes m.
    Hierzu ι BJ.att Zeichnungen.
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