DE393699C - Flaechenmessmaschine, besonders fuer Leder - Google Patents
Flaechenmessmaschine, besonders fuer LederInfo
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- DE393699C DE393699C DEC31827D DEC0031827D DE393699C DE 393699 C DE393699 C DE 393699C DE C31827 D DEC31827 D DE C31827D DE C0031827 D DEC0031827 D DE C0031827D DE 393699 C DE393699 C DE 393699C
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Description
- Flächenmeßmaschine, besonders für Leder. Das Hauptpatent betrifft eine Flächenmeßmaschine mit unterhalb der Meßgutauflage in den Rillen der Meßwalze gestützten Fingern, die eine Seite eines ein kuppelbares Zahnrad umfassenden Gelenkvierseits bilden. Dies Zahnrad war das große und verhältnismäßig schwere Zahnrad, welches die Bewegung des Trieblings an der Meßrolle auf das Zählwerk überträgt. Das Meßgut hebt hierbei die Finger aus den Rillen der Meßwalze, und die Finger bewegen ihrerseits die großen Zahnräder, um deren Eingriff mit den Trieblingen herzustellen.
- Gemäß der Erfindung wird der beschriebene Zusammenhang der Fingerhebel mit den großen Zahnrädern aufgehoben, um erstere von den zu bewegenden Massen zu entlasten. Die unterhalb der Meßgutauflage abgestützten Fingerhebel erlangen erst durch diese Entlastung ihre volle Brauchbarkeit, da sie für -Maschinen zum Messen dünnsten @leßguts bestimmt sind, welches ohne jede Beschädigung oder irgendwelche sichtbare Zeichen die Finger aus den Rillen heben muß.
- Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung an Stelle des großen Zahnrads in das vom Fingerhebel zu bewegende Gelenkviereck ein beliebig kleines und leichtes Z«vischenrädchen aufgenommen, das mit dem Triebling an dein Meßrad dauernd in Eingriff steht und beim Anheben des Fingers auch mit dem großen Zahnrad, dessen Drehzapfen nunmehr in Ruhe bleibt, zum Eingriff kommt. Das Zwischenrad ist in einer übrigens bekannten Weise auf einer Schwinge angebracht, die konzentrisch mit der Achse des kleinen Zahnrades und des Meßrades auf dem letzteren drehbar gelagert ist, so daß die Achsenentfernung dieser beiden Zahnräder unverrückbar festliegt. Das Zwischenrad wird bei der Kupplung mit dem großen Zahnrad nahezu genau radial zu letzterem bewegt, so daß es stoßfrei aus- und eintritt. Die bisher übliche Sperrverzahnung der Übertragungsräder, die fast immer mit Stößen arbeitete und selbst einzelne Zähne fallen ließ, ist verlassen, und es ist zu einer regelrechten Verzahnung mit gleichförmiger Bewegungsübertragung übergegangen. Auch die Sperrklinke hat eine neue Gestalt und ist so ausgebildet, daß sie nicht nur den Rückwärtsgang des großen Zahnrades verhindert, sondern dieses gegen jede ungewollte Bewegung vorwärts und rückwärts verriegelt. Um dies zu ermöglichen, wird die Offnungs-und Schließbewegung der Sperrklinke gesteuert. Um alle nicht unbedingt nötigen Gewichte und Maße zu vermeiden, sind alle Gewichtsausgleiche ,verlassen und Federkräfte eingeführt, die bisher nur selten und meist nur an nebensächlichen Stellen Verwendung fanden. Schließlich ist der Kupplungsfinger an der Stelle, wo er mit dem Meßgut in Berührung tritt, so ausgebildet, daß er sanft auf das Meßgut aufläuft, ohne dessen Rand zu beschädigen oder gar einzureißen und ohne Druckspuren auf dem lleßgut zu hinterlassen.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt.
- Abb. i ist ein Aufriß des neuen Meßgetriebes. Abb. 2 ist ein wagerechter und Abb. ,; ist ein senkrechter Schnitt desselben. Abb. 4. zeigt eine Einzelheit.
- Auf der mit Rillen 3a (Abb. i bis 3) versehenen Meßwalze 3 ruhen die Meßräder S derart, daß die Rille des Meßrades auf die Rille der um die Achse o- drehbaren Meßwalze paßt. Die Meßräder sind mittels des Zapfens g drehbar an dem Lenker ro angeschlossen, der seinerseits schwingbar auf der ortsfesten Spindel ii gelagert ist. Auf der Nabe des Meßrades 8 ist das Zahnrädchen 13 konzentrisch mit der Achse des Meßrades befestigt, welches dauernd mit dem äußerst leicht gehaltenen Zahnrädchen 15 in Eingriff steht. Letzteres dreht sich auf einem Zäpfchen i6, das in der Schwinge 12 festsitzt. Diese ist gleichfalls auf der Nabe des Meßrades 8 konzentrisch mit dessen Achse schwingbar gelagert und fällt durch ihr Gewicht, das gleichfalls äußerst gering gehalten ist, stets nach unten, so daß das Rädchen 15 für gewöhnlich außer Eingriff steht mit dem großen Zahnrad 2o, das senkrecht über der Mitte des Meßrades B. auf der ruhenden Spindel 21 drehbar gelagert ist. Dabei sind die drei Raddurchmesser so gewählt, daß das Rädchen r5 bei einer Schwingung um den Zapfen 9 an der liingriffsstelle mit dem Rad 2o fast genau radial zum Rad 2o in die Verzahnung aus-und eintritt, wodurch ein stoßfreies Kuppeln und Entkuppeln der Räder 15 und 2o erfolgt und Meßfehler vermieden werden. Alle drei Zahnräder 13, =5 und 2o sind mit einer regelrechten Verzahnung für gleichförmige Drehungsübertragung versehen, wobei zweckmäßig eine mit spitzen Zahnköpfen versehene Evolventenverzahnung gewählt werden kann, damit die Zähne beim Kuppeln der Räder 15 und 2o sofort kämmen, ohne mit den Köpfen aufeinanderzustoßen. Damit die Schwinge z2 nicht beliebig weit nach unten fällt, stützt sie sich auf eine entsprechend vorgespannte Druckfeder 30, welche über eine Zugstange 17 gesteckt ist. Diese Feder ruht mit ihrem unteren Ende auf dem Auge qo des Kupplungsfingers der mit seiner Hubnase q.o auf dem Grund der Rille 3a der Meßwalze 3 ruht und auf der ruhenden Spindel 5 schwingbar gelagert ist. Die Zugstange r7 ist an die Schwinge 12 durch das Drehzäpfchen 18 angeschlossen und trägt an ihrem unteren Ende die Stellmutter zg, durch die eine bestimmte Kupplungslänge der Stange 17 bestimmt ist oder eingestellt werden kann. Letztere geht mit reichlichem Spiel durch das Auge 4.a, so daß sie sowohl in ihrer Längsrichtung leicht in dem Auge q.a sich verschieben als auch kleine seitliche Anschläge machen kann. Die Druckfeder 3o ist so stark vorgespannt, daß sie dem Gewicht der Schwinge 12 und der an dieser nach unten ziehenden Gewichte gerade das Gleichgewicht hält mit einem geringen Überdruck nach oben. Wenn nun das Meßgut von rechts her zwischen die Meßwalze 3 und das Meßrad 8 tritt, wird es gegen die Hubnase q.o des Kupplungsfingers q. bewegt; der Finger hebt sich, indem die Hubnase qo auf das Meßgut aufläuft, und die Feder 3o bewirkt eine Schwingbewegung der Schwinge z, rechts herum um die Achse des Meßrades 8, wobei Kupplung der Räder =5 und 2o eintritt. Durch Regelung der Länge der Zugstange 17 ist zwischen den Zahnköpfen der Räder 15 und 2o so viel Spiel eingestellt, daß auch bei dickstem Meßgut die Hebung des Meßrades 8 durch das eintretende Meßgut noch keine Kupplung bewirkt. Erst wenn der Kupplungsfinger q. aufzulaufen beginnt, setzt auch die Kupplung ein. Anderseits ist die Tiefe der Rille 3a größer als das dickste Meßgut gewählt, so daß selbst bei Meßgut von der theoretischen Dicke Null die Schwinge r2 noch so hoch gehoben wird, daß nach Überwindung des eingestellten Spiels voller Zahneingriff eintritt. Durch das Ausheben der Hubnase q.o aus der Rille 3a bei Beginn der Messung und das Zurückfallen der Nase in die Rille 3a am Ende der Messung entsteht ein Meßfehler, der gleich der Länge des Kreisbogens ist, der auf dem äußeren Umfang der Meßwalze durch das Profil der Hubnase q:0 abgeschnitten wird. Bei dickem Meßgut oder bei Einstellung geringeren Spiels zwischen den Rädern 15 und 2o wird es vorkommen, daß der Hub der Schwinge 12 so groß ausfällt, daß die Räder 15 und 2o tiefer ineinander einzudringen suchen, als bis sie Kopf auf Fuß kämmen. In diesem Falle drückt sich die Feder 30 um den überschießenden Betrag des Fingerhubes zusammen, indem die Stange 17 durch das Loch des Auges q.a in ihrer Längsrichtung gleitet, wobei die Mutter zg sich nach unten von dem Fingerhebel 4. abhebt und diesen allein steigen läßt. Der durch die Kompression der Feder 3o entstehende Überdruck nach oben ist infolge der sehr großen Windungszahl der Feder so geringfügig, daß weder die Hubnase 40 noch das Zahnrad 29 eine wahrnehmbare Mehrbelastung erfährt. Da außerdem das Zahnrad 2o auf einer ruhenden Spindel 2r gelagert ist, bleibt der Kupplungsvorgang in jedem Falle auch ohne jeden schädlichen Einfluß auf die Gleichförmigkeit des Ganges des Rades 2o, von dessen Nabe Ketten oder Bänder zum Additionswerk führen, und auf die Genauigkeit des Meßergebnisses. Um das große Zahnrad 2o vor und nach der Messung in seiner Stellung zu sichern, ist die Sperrklinke 22, die an der ruhenden Spindel 25 schwingbar gelagert ist, so ausgebildet, daß ihr Sperrzahn aus einem Stahlblechstück 23 besteht, das leicht in die Zahnlücken des Rades 2o einfallen kann. In geschlossener Stellung sichert alsdann dieser Sperrzahn das Zahnrad 2o gegen jede Vor-oder Rückwärtsdrehung, da das Rad 2o nicht mit unsymmetrischen Sperrzähnen, sondern mit symmetrischen Zähnen der bei allen Zahnrädern üblichen Art versehen ist. Damit nun das Zahnrad 2o sofort bei Beginn der Kupplung mit dem Rade 15 seine Drehung beginnen kann, ist es erforderlich, daß die Nase 23 der Sperrklinke 22 vorher aus der Zahnlückeherausgehoben wird. Dieses Öffnen der Sperrung erfolgt bei der vorliegenden Erfindung zwangläufig von dem Kupplungsfinger 4 aus über die Schwinge z-, an deren äußerem Ende ein Auge =2a mit einer Stellschraube 27 vorgesehen ist. Auf letzterer ruht ein Druckstängelchen 26, das in der Bohrung eines Auges 22a der Sperrklinke 27, mit seinem oberen Ende. liegt. Neben der Stange 26 sind die Schwinge z2 und die Sperrklinke 22 durch eine mit sehr vielen Windungen ausgebildete und infolgedessen sehr weiche Zugfeder 31 verbunden, so daß auf diese Weise eine einstellbare Kupplung der Schwinge r2 mit der Klinke 22 auf Zug und Druck hergestellt wird, die auf Druck starr und auf Zug nachgiebig ist. Die Kraft der Feder 31 ist so stark gewählt, daß sie den Riegel a3 mit einem geringen Überdruck zum Einfallen in die Verzahnung des. Rades 2o bringt. Sobald sich der Finger q. hebt, wird die Sperrung durch den Druck der Stange 26 zwangläufig gelöst. Sobald der Finger 4. wieder fällt, wird der Riegel 23 durch den Zug der Feder 31 mit großer Sicherheit und Schnelligkeit zum Einschnappen in eine Zahnlücke des Rades 2o gebracht. Dabei ist naturgemäß die Zugkraft der Feder 31 geringer als die nach unten wirkende Gewichtswirkung der Hebel 12 und .4. Durch die Schraube 27 wird die Stellung des Riegels 23 zur Verzahnung des Rades 2o genau geregelt, wobei sich zu große Verkürzung der wirksamen Drucklänge der Stange 26 als elastischer Druck des Riegels 23 auf den Grund der Verzahnung des Rades 2o äußert und unschädlich wird. Damit der Riegel 23 bei Beginn der Messung ein wenig vor Beginn der Kupplung die Verzahnung des Rades 2o vollständig freigibt und am Ende der Messung erst nach Lösung der Kupplung wieder einfällt, ist das Anfangsspiel zwischen den Zahnköpfen der Räder 15 und 2o so einzustellen, daß auch bei dünnstem Meßgut die Schwinge 12 ihre Aufwärtsbewegung so rechtzeitig beginnt, daß die Verriegelung vollständig gelöst ist, ehe die Kupplung einsetzt.
- Abb. q. zeigt die Ausbildung der Hubnase 4.0 des Kupplungsfingers 4. in einer Gestalt, die ein Arbeiten derselben in der Weise gewährleistet, daß beim Eintreten des Meßgutes a weder dessen Rand beschädigt, zerrissen oder eingeschnitten wird, noch auf dem Meßgut Druckspuren hinterlassen werden. Zu diesem Zwecke ist kurz hinter der Berührungsstelle des Meßrades 8 und der Meßwalze 3 eine Rolle 32 in den Kupplungsfinger eingebaut, die mit einem Gummimantel 33 überzogen und mittels eines Zäpfchens 34 in den Wangen einer Kappe 35 leicht drehbar gelagert ist. Die Rolle füllt die kreisförmige Aussparung einer halb ringförmigen Wulst 37 des Fingerhebels 4. mit entsprechendem Spiel aus. Diese Wulst ist auf der rechten Seite als Zunge 36 ausgebildet, die tangential an den Umfang der Rolle 33 herangezogen und durch eine Hohlkehle in das Profil des Fingerhebels q. übergeleitet wird, das an dieser Stelle mit dem Umfang des Meßrades 8 zusammenfällt. Durch diese Ausführung kann das Auflaufen des Fingers q. auf das eintretende Meßgut beliebig sanft gestaltet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Flächenmeßmaschine nach Patent 390230 mit unterhalb der Meßgutauflage in Rillen der Meßwalze gestützten Kupplungsfingern, dadurch gekennzeichnet, daß durch den eine Seite eines ein kuppelbares Zahnrad umfassenden Gelenkvierseits bildenden Kupplungsfinger (4.) ein mit dem Triebling (i3; des Meßrades (8) in Eingriff bleibendes Zwischenrädchen (z5) als Zahnrad des Gelenkvierseits (5-4a, 4a-i8, i8-9, g-5) beim Herausheben des Fingers aus der Rille (3a) der Meßwalze (3) angehoben wird, so daß es mit dem Zahnrad (2o) des Zählwerks in Eingriff kommt.
- 2. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fingerhebel (,4) und die das Zwischenrädchen (i5) tragende Schwinge (i'2) durch eine nur Zugkräfte des Fingerhebels (4.) übertragende Stange (i7, 18, ig) derart gekuppelt sind, daß das Zwischenrad (i5) durch das Gewicht der Schwinge (i2) und des Fingerhebels (4) außer Eingriff gehalten wird, die Hubbewegung des Fingerhebels (4) dagegen durch eine Druckfeder (3o) auf die Schwinge (i2) und das Zwischenrad (i5) übertragen wird.
- 3. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das obere Übertragungszahnrad (2o) in seiner Stellung vor und nach der Messung verriegelnde Sperrklinke (22, 23) vor Beginn des Zahneingriffs des Zwischenrades (i5) und des oberen Übertragungsrades (2o) zwangläufig gelöst und erst nach der Entkupplung der beiden Räder (i5, 2o) wieder geschlossen wird.
- 4. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schluß der Verriegelung (22, 23) durch eine an dieser angreifende Zugfeder (3i) erfolgt.
- 5. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Offnungs- (26) und Schlußbewegung (3i) der Verriegelung (22, 23) von der Schwinge (i2) aus erfolgt.
- 6. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung der Verriegelung (22, 23) durch eine Druckstange (26) erfolgt, die in der Zugrichtung ohne Einfluß ist.
- 7. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucklänge der Stange (26) regelbar ist, die auf den Riegel (23) wirksam ist, dessen Lage zu der Verzahnung des Rades (2o) genau einstellbar ist. B. Flächenmeßmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsfinger an der Stelle, wo er mit dem Meßgut in Berührung tritt, mit einer gummibereiften Laufrolle (32) und einer an diese sich tangential anschließenden festen Anlaufbahn (36) versehen ist.
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