DE3239756C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Ablagerungen aus Kanälen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Ablagerungen aus Kanälen

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DE3239756C2 DE19823239756 DE3239756A DE3239756C2 DE 3239756 C2 DE3239756 C2 DE 3239756C2 DE 19823239756 DE19823239756 DE 19823239756 DE 3239756 A DE3239756 A DE 3239756A DE 3239756 C2 DE3239756 C2 DE 3239756C2
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Reinigen von Sielrohren mit Absaugung eines Gemisches wird vor dem Gerät aus den Sielrückständen Suspension gebildet und wenigstens eine untere Schicht dieser Suspension sowohl gesiebt als auch für größere Gegenstände mechanisch zerkleinert, wobei absinkende Gegenstände nach oben aus einer Anhäufung in eine Absaugströmung abgeführt werden. Die Vorrichtung besitzt hinter einer Strahl-, insbesondere Luft-Wasserdüsen-Anordnung zum Aufspülen einer Suspension eine angetriebene Rechenfräse (8) als Richtungsabweiseinrichtung mit Eingriffs-Antriebs-Richtung nach oben, die angehäuftes Material vorschiebt und/oder über Kopf abwirft. Die Rechenfräse hat unter einem Winkel über 45° zur Horizontalen angeordnete sägeblattartige Fräslamellen (9-15), die durch einen Exzenterantrieb (16-22) im Sinne eines Abstoßes nach oben und vorn angetrieben sind.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Ablagerungen aus Kanälen, bei dem im Kanal ein Gemisch aus Ablagerungen und zugeführtem Wasser durch Aufschwemmung gebildet wird, das aufgcschwemmte Gemisch, das eine untere Schicht mit Schwer- und Grobstoffen enthält, angehäuft und durch eine Zerkleinerungs- und Fördereinrichtung geleilet wird, wobei im wesentlichen alle im Gemisch enthaltenen Grobstoffe mechanisch zerkleinert werden, und bei dem das Gemisch dann zu einer Absaugöffnung geführt und schließlich abgesaugt wird.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, mit wenigstens einer Wasserdüse, insbesondere einer Luft-Wusserdüse, am vorderen Ende, einer eine Fräse mit bcabstandeten Fräslamellen enthaltenden Zerkleincrungs- und Fördereinrichtung für eine untere Schicht von Schwer- und Grobstoffen und einer rückwärtigen Absaugleitung für ein Wasser-Schlamm-Gemisch.
Ein derartiges Verfahren und eine solche Vorrichtung sind bekannt aus der DiZ-OS 31 10 446. Dazu wird bemerkt, daß der Ausdruck »Kanal« insbesondere einen Abwasserkanal oder ein Sielrohr bezeichnet.
Die in der bekannten Vorrichtung enthaltene Zcrkleinerungs- und Fördereinrichtung besitzt auch sägeblatt artige Fräslamellen, die im wesentlichen parallel zur Längsachse des Gerätes angeordnet und mittels einer Kurbelwelle oder Exzenterwelle mit symmetrisch versetzten Exzenterscheiben antreibbar sind. Dabei werden allerdings die im wesentlichen horizontal angeordneten Fräslamellen mit einer Verzahnung mit steiler Flanke nach unten und hinten, d. h. am vorderen Rand der Einschnitte, so angetrieben, daß das erfaßte Material in Richtung der Abpumpleitung bewegt wird, wobei zugleich eine Zerstörung sperriger Gegenstände beabsichtigt ist.
Die Fräslamellen arbeiten dabei mit einem unteren Schürfblech zusammen, das die Scher- und Druckkräfte aufnimmt, welche durch den Arbeitsvorgang der Früslamellen entstehen. Hierdurch wird zwar ein Zcrhakkungseffekt erreich!, jedoch mit einer Bewegungskomponente in Richtung zum Kanalboden hin, der gegen mechanische Beschädigung durch das Schürfblcch geschützt ist. Dieser Antrieb der Fräslamcllen arbeitet
W) praktisch in einem Maul zwischen der Verkleinerungsund Fördereinrichtung und dem Fräsblech, wobei in Abhängigkeit von einkommenden Gegenständen auch eine Verstopfung entstehen kann. Daher ergibt sich das Problem, daß bei einem gleichmäßigen Vortrieb der Vorrichtung entweder durch ein vorn angebrachtes Zugseil oder durch einen von hinten drückenden Wagen mil motorischem Antrieb eine unkontrollierte und durch die nicht vorhersehbare Art der Abführung lctzicn F.ndos
/um Slau fuhrende Anhäufung entsteht.
Diese Gefahr ist um so größer, als in Kanälen der angesprochenen Art nicht nur eine Ablagerungsschicht ;ius Schlamm bzw. einem Wasser-Schlamm-Gemisch vorliegt, sondern eine eingedickte Trockenmasse mit Festsioffablagerungen vorhanden ist, deren Aufnahme und Aufschluß außerordentlich kompliziert ist und auch erhebliche Kräfte erfordert. Dieses Problem wird besonders bei gmfU'olumigen Fremdkörpern, wie Geäst, Verpackungsmaterialien, eingetriebene Kunststoff-Folien und dergleichen erheblich.
Die genannte bekannte Ausführung mit den nach unten hinten arbeitenden Fräslamellen hat den weiteren Nachteil, daß die Arbeit der Zerkleinerungseinrichtung /.u einem Aufklettern der Vorrichtung bei der Einziehbewegung führt. Dieses ergibt sich auch dann, wenn unter den Fräslamellen das Schürfblech angeordnet ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung nach Art der durch die DE-OS bleiben und vorgeschoben bzw. beim Vorschub auch von Wandteilen bzw. Anhäufungen im unteren Teil der gebildeten Suspension abgewiesen werden. Zunächst erfolgt eine Aufbereitung in die Suspension und dann eine mechanische Trennung der Suspension, wobei diese mechanische Trennung im Sinne einer Aufteilung der leichten Stoffe nach oben auch den erwähnten Vorteil hat. daß ein zur Einigung eingesetztes Gerät am Boden eines Sielrohres gehalten wird. Vor allem wird dabei
ίο eine Trennung einer vor der Vorrichtung gebildeten Flotte unterstützt, weil die Rechenfräse mit ihrer Eingriffs-Antriebsrichtung nach oben im Bereich der Suspension eine Bewegung der Schwebstoffteile und auch Sande nach oben zu einer Trennung bzw. Überkopf-
Förderung zu der hinter der Fräsanordnung mündenden Absaugleitung bewirkt. Dies hat die Vorteile, daß ein Verstopfen jedenfalls vermieden wird, aber auch gewährleistet bleibt, daß die Vorrichtung beispielsweise unter Zug am Boden eines Sielrohres entlang bewegt
Jl 10 446 bekannten so weiterzubilden, daß auch alle 20 wird. Dabei brauchen keine zusätzlichen Mittel, wie Ge-Arten von Schwer- und Grobstoffen ohne Gefahr von wichte oder dergleichen, angeordnet m sein. Die durch
die Aufwärtsbewegung der Rechenfräse eingeführten Impulse tragen dabei zugleich zur Auflockerung der Stoffe in der aufgespülten Suspension bei.
Unter vorstehenden Gesichtspunkten wird bevorzugt, d&ö die Rechenfräse in bezug zur Horizontalen schräg nach vorn ansteigend ausgeführt ist. Dadurch wird die Aufarbeitung der Suspension gefördert. Bevorzugt wird jedoch mit durch einen Exzenterantrieb be-
ren Schwer- und sonstigen Grobstoffe der unteren 30 wegbaren sägeblattartigen Fräslamellen, daß diese unSchicht bei Überschreiten des vorgegebenen Durch- ter einem Winkel von über 45° zur Horizontalen gegangswertes zerkleinert und durch die Zerkleinerungs- neigt und im Sinne eines Abstoßens nach oben und vorn und Fördereinrichtung hindurch oder nach oben aus der angetrieben sind.
Anhäufung hinaus in eine Absaugströmung zur Absaug- Zweckmäßig beträgt der Neigungswinkel für die
öffnung geführt werden, wobei durch diese Förderung 35 Fräslamellen mehr als 60° zur Horizontalen. Dadurch
Verstopfungen aufbereitet und abgeführt wevden können.
Diese Aufgabe wird beim Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die unzerkleinerbareii Schwerstoffe der unteren Schicht nach Durchgangsgrößen sortiert und bei Überschreiten eines vorgegebenen Durchgangswertes mit der Anhäufung oder seitlich aus ihr heraustransportiert werden und daß die zerkleinerba-
/ugleich eine Reaktionskraft nach unten auf die Einrich-(ung herbeigeführt wird. Hierdurch wird eine Aufbereitung des abgesetzten Materials in einer Weise erreicht, daß die Bestandteile mit verschiedenen Gewichten jeweils in besonderer Weise verarbeitet werden können.
Der Aufschluß entweder aufgrund der Abführung durch die Zerkleinerungs- und Fördereinrichtung hindurch oder durch Bewegung nach oben aus der Anhäufung hinaus führt dabei zu einer Aufteilung, die einen gleichmäßigen Fortschritt der Reinigung eines Kanals gewährleistet, wobei eben auch giößere Grobstoffe verarbeitet werden können.
Bei der eingangs angegebenen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht die Lösung der ergeben sich besondere Impulse zum Auflockern und Heben der Feststoffe in der Suspension und zur Führung der Vorrichtung am Boden des Sielrchres. Auch unter Verwendung der sägezahnartigen Verzahnung der Fräslamellen wird aber bei der beschriebenen Vorrichung bevorzugt, daß im Zusammenhang mit der Schrägrieigung eine steilere Flanke unten angeordnet und eine flacher ansteigende Flanke schräg nach oben gerichtet sind. Hierdurch wird der obengenannte Effekt besonders unterstützt.
Bevorzugt wird, daß die sägezahnartige Verzahnung der Fräslamellen um ihr unteres Ende bis bezüglich der Bewegungsrichtung der Vorrichtung nach hinten über ein den unteren Teil der Vorrichtung bildendes Schürf-
Aufgabe darin, daß die Zerkleinerungs- und Förderein- 50 blech durchgeführt ist. Dadurch wird gewährleistet, daß
richtung eine angetriebene Rechenfräse mit einer Eingriffs-Aniricbsrichtung nacn oben ist. Dieses führt nicht nur zu vorstehend angegebenen Vorteilen, sondern zusätzlich auch dazu, daß die Vorrichtung am Boden des
auch unten an der Rechenfräse eine gewisse siebartige Sperre eingehalten wird, die bei der Bewegung der Fräslamellen zur Zerarbeiiung oder aber zur Abweisung größerer und festerer Teile nach vorn führt. Hin-Kanals gehalten wird, d. h., ein Aufklettern, wie es bei 55 sichtlich der Zerteil"ngs- und Siebwirkung besitzen die der bekannten Vorrichtung entsteht, vermieden wird. Rechenfräse, insbesondere die Fräslamellen, zweckmä
ßig an ihren Seiten aufeinander zu gerichtete und aneinander vorbeibewegbare Reißzähne. Vorteilhaft ist dabei einbezogen, daß die .n dem gleichen Zwischenraum zwih bh
Hinter dem Aufschluß in eine Suspension ergibt sich eine mechanische Aufarbeitung der enthaltenen Festsioffe nach oben stetig im Sinne einer Vorwärtsbewe-
t-'ung. wobei schwimmfähige absaugbare Bestandteile 60 sehen benachbarten Fräslamellen gerichteten Reißzäh-
durch Übcrkopf-Bcwegung nach oben aus einer Anhäufung in eine Absaugströmung abgeführt werden und das Gerät in seiner Betriebslage gehalten wird.
Damit zeichnet sich die vorliegende Erfindung durch ein Zwei-Schritt-Verfahren aus, nämlich zunächst eine bekannte Suspensionsbildung, wobei in der Suspension /υ clwu 80% Sande enth.;!ien sind, Schwemmstoffe abschwimmen, aber schwere Partikel, wie Steine, unten ne in sich überlappender Weise vorgesehen sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung ist bei der tiefsten Stellung einer Fräslamelle ein Abstand in der Größenordnung von etwa '/2 cm zum Boden des Schürfbleches vorhanden. Durch diesen geringen Abstand zum Boden, insbesondere auch zu einem auf diesem vor der Mündung der Abpumpleitung geführten Schürfblech, wird verhindert, daß Fest-
gegenstände, wie Steine oder dergleichen, die unzerteilbar sind, in die Abpumpleitung gelangen. Solche Gegenstände werden ständig nach vorn vorgeschoben oder seitlich abgeworfen. Beim verbleibenden Vorschub ergibt sich eine Anhäufung, die jeweils zu bestimmten Zeitpunkten oder an bestimmten Stellen im Wege der Vorrichtung entfernt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung.
Fig. 2 eine Stirnansicht im Schnitt längs der Linie M-Il in Fig. I in vergrößertem Maßstab.
F i g. 3 eine Vorderansicht der Lufi-Wasser-Düsenleiste am vorderen Rand der Vorrichtung.
F i g. 4 eine Seitenansicht von F i g. 3.
F ig. 5 eine Teildarstellung aus Fig. 1. gesehen von vorn zur Erläuterung des Antriebes des Fräsrechens.
F i g. 6 einen Querschnitt durch die Luft-Wasser-Düsenleiste nach Fig. 3 zur Erläuterung des Aufbaus der Luft-Wasserdüsen.
Die gezeigte Vorrichtung hat ein Siel-Rechenfräs-Gehäuse 1. welches an einem als Schürfblech 2 ausgeführtem Bodenblech, das eine schlittenartige Führung angeordnet ist. Diese Verzahnung 41 hat dabei steilere Flanken 42 unten bzw. hinten und flachere I lanken 43 am oberen oder vorderen Rand eines jeden zahnartigen Einschnittes. Bei einem Antrieb der Welle 23 in Richtung des Pfeils 44 bewegen sich daher die steileren Hanken nach vorn und oben, el. h. zwischen den seitlichen Gestellteilen 4, 5 angehäufte Suspension 45 wird im wesentlichen mit den Leichtstoffen und aufschwimmenden Körpern nach oben bewegt und in Richtung des Pfeils 85 über Kopf in bezug zu der Rechenfräse geworfen. Diese Teile oder Stoffe können daher hinter ilen f'riislamellen 9—15 auf das Schiirfblech 2 absinken, wobei sie einer Mündung 46 einer Absaugleitung 47 zugeführt werden. Dazu können neben der Mündung 46 seitliche Leitbleche an den seitlichen Gestellteilen 4, 5 vorgesehen sein, damit eine Zuführung erfolgt.
Die sägezahnartige Verzahnung 41 erstreckt sich, wie aus F i g. 1 erkennbar ist, auch über das untere abgerundete Ende 48 der Fräslamellen, die bei ihrer Hin- und Herbewegung über das Schiirfblech geführt werden, so daß auch in diesem Bereich ein nach vorn gerichteter Impuls auf angetroffenes Material ausgeübt bzw. dieses bei der sich ergebenden Hin- und Herbewegung zerkleinert oder zermahlen wird, so daß es durchgehen kann.
bildet, zwei als Gestellten' 4, 5 ausgeführte Seitenwände 25 Die Fräslamellen 9—15 sind in bezug zu den Exzenter-
hat. die zugleich als Lagerträger dienen. Dadurch wird ein schlittenartiger, gehäusemäßiger Aufbau geschaffen, der eine äußere Randbegrenzung ha:. Die Gestellteile 4, 5 erstrecken sich vor das vordere Ende 6 des Schürfbleches 2. welches mit seinem vorderen Ende nach vorn abgerundet oder auch mittig spitz zulaufen kann. Die Gesiellteüe 4, 5 bilden dabei zugleich eine seitliche Begrenzung und einen Schutz des Gerätes beim Einsatz.
Am vorderen Ende der Gesteilteile 4, 5 ist oben eine (..Lift-Wasser-Düscnleiste 7 angeordnet, die noch anhand der F i g. 3 und 4 näher beschrieben wird.
/'tischen den seitlichen Gesteüteiien 4, 5 ist eine im ganzen mit 8 bezeichnete Rechenfräse angeordnet. Diese besteh! aus parallel zueinander in senkrechten Ebenen gelagerten Fräslamellen 9—15 (Fi g. 2). Diese Fräslamellen sind in einem seitlichen Abstand in der Größenordnung von etwa 4 cm gelagert. Die unteren Enden der Fräslamciien sind auf Exzenterscheiben 16—22 gelagert, ueiche auf einer zwischen den seitlichen Gestellscheiben 16—22 so geführt, daß ihr unterer Rand entsprechend dem abgerundeten Ende 48 jeweils bis zu etwa 0,5 cm an das Schürfblech 2 bewegt bzw. an ihm entlang bewegt wird, so daß zugleich eine Sperre gegen
ίο den Durchgang von schweren Feststoffen, wie Steinen, entsteht. Solche werden mit der Anordnung nach vorn geschoben bzw. durch Anordnung von nach außen gerichteten kufenartigen Leitansätzen auch nach außen abgeführt, so daß eine Verstopfung der Saugmimdung 46 verhindert wird. Nicht durch die Fräslamellen zerteilte oder zwischen ihnen durchgehende Stoffe werden dabei jeweils nach vorn und oben bewegt und in dieser Richtung vorgeschoben.
Die Fräslamellen 9—15 weisen an ihren Seiten hcrvortretende Reißzähne auf. wie sie beispielsweise an den Lamellen 9—11 mit 49—56 bezeichnet sind. Dadurch wird auch zwischen die Lamellen gelangendes Material aufgerührt und zerarbeitet. Aufgrund der Aus richtung der Fräslamellen schräg nach oben vorn wird
teilen 4, 5 gelagerten Welle 23 angeordnet sind. Diese 45 dabei auch die Abweisung festerer und größerer MaIe-
rialsiücke in der beschriebenen Richtung nach vorn be wirkt oder unterstützt.
Die an benachbarten Fräslamellen 9, 10 angeordneten und in den gleichen Zwischenraum gerichteten Reißzähne 51—54 sind so angeordnet, daß sie a: einander vorbeibewegbar sind bzw. sich nicht beim Antrieb der Fräslamellen berühren. Sie können dabei in sich überlappender Weise vorgesehen sein.
Die am vorderen Ende angeordnete Luft-Wasser-Diisenleiste 7 hat im wesentlichen rechteckigen Querschnitt. Ihre Vorderseile 61 ist schräg nach vorn unten gerichtet. Sie hat an ihren Enden zwei abgewinkelte Seitenabschnitte 62, 63, die somit schräg nach außen vorn und unten gekehrt sind. Im mittleren Abschnitt der
Weile 23 erstreckt sich bis in die als Hohiwände ausgeführten seitlichen Gestellteile 4, 5 und ist dort mit Anme-.srädern 24, 25 versehen. Diese Antriebsräder stehen mir Keilriemen 26, 27 in Eingriff, die am oberen Rand hinter der in F i g. 2 gezeigten Ebene auf Gegen- ;:-ur;ebsradern 28, 29(Fi g. 1 und 5) gelagert sind. Diese Geginantriebsräder sind jeweils auf Wellen 30,31 angeordnet, die an den Abtriebsrädern eines mittig angeordneten Differentialgetriebes 32 befestigt sind. Das Differentialgetriebe 32 wird über eine Welle 33 angetrieben, die über ein Getriebe 34 von einem Antriebsmotor 35 angetrieben ist. welcher mittig auf den seitlichen Gestellteiien 4,5 etwa am hinteren Rand gelagert ist. Die oberen Enden der Fräslamellen 9—15 haben je
weils eine Führungsöffnung 36, die als Kulisse auf einem 60 Vorderseite 61 münden beispielsweise zwei Luft-Was-
Stein 37 geführt ist. Die Steine für die verschiedenen Fräslamellen 9—15 sind drehbar auf einer Achse 38 gelagert, die sich zwischen Lagerböcken 39, 40 oben und vorn ar. den seitlichen Gestellteilen 4, 5 erstreckt. Aus serdüsen 64,65 und in den äußeren Wandabschnitten 62, 63 jeweils eine Luft-Wasserdüse 66, 67. Das Gehäuse der Luft-Wasser-Düsenleiste 7 bildet dabei gleichzeitig Zuführungskanäle für eine Druckwasserleitung 86 und
F i g. 1 ist ersichtlich, daß die Fräsiameiien jeweils eine 65 eine Druckiuftieitung 68, die in ihrer Anordnung auch in säge/ahnariige Verzahnung 41 besitzen, die bei der Fi g. 6 gezeigt sind. Erkennbar ist in Fi g. 6. daß jeweils Ausrichtung der Fräsiameiien von der Weile 23 her nach
vorn oben jeweils am unteren Rand der Fräslamellen
eine Druckwasscrdüsc 69 vorgesehen ist, die sich in einem Ringkanal 70 erstreckt, der mit Druckluft gespeist
wird. Zwischen der äußeren, insbesondere hohlkonischen Mache 71 der Druckwasserdüse 69 und einem eingcscl/ten W-indstück 72. das den Ringkanal 70 nach außen begrenzt, ist ein konischer Ringabschnitt 73 freigelassen, durch den Druckluft zuströmt und den Druckwasserstrahl umgebend durch eine Austrittsöffnung 74 in dem Wandstück 72 ausgeblasen wird.
It. I' i g. I sind die Druckluftleitung 68 und die Druckwasserleitung 86 dargestellt.
(■'einer ist aus F i g. 1 ein zweiter Schlitten 75 erkennbar. der auf Kufen 76 geführt ist und ein Schlamm-Pumpenaggregat 77 trägt, mit dessen .Saugstutzen die Ab-'.migleitung 47 verbunden ist.
Der /weite Schlitten 75 ist über wenigstens ein gelenkiges Zugglied 78 an die Vorrichtung mit dem Siel-Re- t5 i/henlriis-Gehäuse 1 vcrbtinden. Letzteres besitzt vorn, verankert an den seitlichen Gestellteilen 4, 5 bzw. der Diiseiilciste 7. eine Zugkupplung 79 zur Befestigung eines Zugelumentes 80. mit welchem die Vorrichtung vorbeugen ueden kann.
In dci gezeigten Ausfuhrung ist auf dem zweiten Schlitten eine Anschlußarmaturanordnung 81 vorgesehen, in welche sowohl die Druckwasserlcitung 86 als auch die Druckliiftlcitung 68 als auch eine Schlamm-Druckleitung 82 eingeführt sind. An diese Anschlußarmaturunordnung 81 sind entsprechende Leitungen angeschlossen, welche zu einer rückwärtigen Aufnahmeoder Bearbeitungsstation geführt sind.
Die Suspension 45 ist eine Schlammablagerung, die zunächst von einer Strömung überlagert ist. Jie aber vor jo der Luft-Wasser-Düsenleiste 7 bei 87 in pumpfähige reinschlämme aufgelöst wird. Hinter der Vorrichtung bildet sich dann ein Abwasserspiegel 83. Die F i g. 1 /cigi einen Abschnitt 84 des Bodens eines Sielrohres oder Kanals, dessen oberer Teil nicht gezeigt ist.
Hierzu 2 blatt Zeichnungen
40
45
60

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen von Ablagerungen aus Kanälen, bei dem im Kanal ein Gemisch aus Ablagerungen und zugeführtem Wasser durch Aufschwemmung gebildet wird, das aufgeschwemmte Gemisch, das eine untere Schicht mit Schwer- und Grobstoffen enthält, angehäuft und durch eine Zerkleinerungs- und Fördereinrichtung geleitet wird, wobei im wesentlichen alle im Gemisch enthaltenen Grobstoffe mechanisch zerkleinert werden, und bei dem das Gemisch dann zu einer Absaugöffnung geführt und schließlich abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die unzerkleinerbaren Schwerstoffe der unteren Schicht nach Durchgangsgrößen sortiert und bei Überschreiten eines vorgegebenen Durchgangswertes mit der Anhäufung oder seitlich aus ihr heraustransportiert werden und daß die rerkleinerbaren Schwer- oder sonstigen Grobstoffe der unteren Schicht bei Oberschreiten des vorgegebenen Durchgangswertes zerkleinert und durch die Zerkleinerungs- und Fördereinrichtung hindurch oder nach oben aus der Anhäufung hinaus in eine Absaugströmung zur Absaugöffnung geführt werden, wobei durch diese Förderung zugleich eine Reaktionskraft nach unten auf die Einrichtung herbeigeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit wenigstens einer Wasserdüse, insbesondere einer Luft-Wasserdüse, am vorderen Ende, einer eine Fräse mit bezStandeten Fräslamellen enthaltenden ZerkJeinerungs- und Fördereinrichtung für eine untere Schic1 -? von Schwer- und Grobstoffen und einer rückwärtigen Absaugleitung für ein Wasser-Schlamm-Gemisch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerkleinerungs- und Fördereinrichtung eine angetriebene Rechenfräse (8) mit einer Eingriffs-Antriebsrichtung nach oben gerichtet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechenfräse (8) in bezug zur Horizontalen schräg nach vorn ansteigend ausgeführt isu
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, in welcher sägeblattartige Fräslamellen durch einen Exzenterantrieb bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräslamellen (9— 15) unter einem Winkel von über 45° zur Horizontalen geneigt und im Sinne eines Abstoßens nach oben und vorn angetrieben sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der Fräslamellen (9—15) mehr als 60° zur Horizontalen beträgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5 mit Fräslamellen, die eine sägezahnartige Verzahnung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß in der sägezahnartigen Verzahnung (41) eine steilere Flanke (42) unten angeordnet und eine flacher ansteigende Flanke (43) schräg nach oben gerichtet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sägezahnartige Verzahnung (41) der Fräslamellen (9—15) um ihr unteres Ende (48) bis bezüglich der Bewegungsrichtung der Vorrichtung nach hinten über ein den unteren Teil der Vorrichtung bildendes Schürfblech (2) durchgeführt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Rechenfräse (8), insbesondere die Fräslamellen (9—15). an ihren Seiten aufeinander zu gerichtete und aneinander vor-
beibewegbare Reißzähne (49—60) besitzt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem gleichen Zwischenraum zwischen benachbarten Fräslamellen (9, 10) gerichteten Reißzähne (5t—54) in sich überlappender Weise vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der tiefsten Siellung einer Fräsiameiie (9—15) ein Abstand in der Größenordnung von etwa V2 cm zum Boden des Schürfbleches (2) vorhanden isL
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