DE323592C - Verfahren und Vorrichtung zur Verwertung von bei der Verwendung von Weissgusslagermetallen abfallenden Rueckstaenden und sonstigem zinn- oder bleihaltigen Abraum - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verwertung von bei der Verwendung von Weissgusslagermetallen abfallenden Rueckstaenden und sonstigem zinn- oder bleihaltigen AbraumInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Verwertung von bei der Verwendung von Weißgußlagermetallen abfallenden Rückständen und sonstigem zinn- oder bleihaltigen Abraum. Die Erfindunä bezweckt die beim Schmelzen von Weißgußlagermetallen sich bildende sogenannte Krätze und sonstigen zinn- oder bleihaltigen Abraum durch Gewinnung des darin enthaltenen Metalles nutzbar zu machen.
- Es sind Vorrichtungen zu ähnlichen Zwekken bekannt, bei denen in einem Ofen ein Kasten mit Siebboden hin und her bewegt wird und dabei zugleich Stöße senkrecht zur Bewegungsrichtung erhält. Diese Vorrichtungen eignen sich indessen nur zur Verwertung von Metallabfällen mit einer Korngröße von wenigstens 3 mm, da die Löcher des Siebbodens wenigstens diese Größe haben müssen, wenn sie das flüssige Metall mit Sicherheit durchlassen sollen, also Material von kleinerer Korngröße unverändert -durch dieLöcher hindurchfallen würde. Auch kommt bei den bekannten Einrichtungen das abtropfende Metall mit Asche und Schlackenteilchen in Berührung, die von dem Metalle niedergeschlagen werden, und außerdem kann eine Oxydation des Metalles bei seiner Berührung mit den Heizgasen stattfinden.
- Diese Nachteile werden durch die vorliegende-Erfindung vermieden, welche darin besteht, daß ein die zu verwertenden Rückstände enthaltender Behälter mit nicht durchbrochenem Boden in einer zu seiner Bodenfläche parallelen Richtung in Schwingungen versetzt wird, die nach beiden Seiten durch Anschläge begrenzt werden, welche Stöße in der Schwingungsrichtung auf den Behälter ausüben. Durch die Stöße in der Schwingungsrichtung wird auch das in sehr kleinen Stücken enthalteneMetall gutvon der ihm anhaftenden Oxydhülle.geschieden, was dadurch zu erklären ist, daß die flüssigen Metallmassen unter Wirkung der Stöße fortrollen und dabei die Hülle zerreißen.
- Die Zeichnung stellt eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens dar, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht der gesamten Vorrichtung, teilweise im Schnitt, Fig.2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. i, Fig. 3 einen teilweisen Grundriß zu Fig. i.
- Die zu" verwertenden Metallabfälle werden in einen Kasten a gebracht, der auf einen in dem Ofen b pendelnd angeordneten Rahmen c gesetzt wird. Der Rahmen c wird durch die Kurbelscheibe d und die Schubstange e in schwingende Bewegung zwischen zwei durch Verstärkungen der Ofenwand gebildete Anschläge g versetzt. Die Schwingungsweite kann durch Verstellung des Kurbelzapfens an der Scheibe d verändert werden. In die Schubstange e ist ein federndes Zwischenstück feingeschaltet. Das Kurbelgetriebe ist so eingestellt, daß die Schubstange e, wenn sie die Länge, welche sie im Ruhezustande besitzt, unverändert beibehalten würde, eine Schwingungsweite des Rahmens c ergeben würde, welche größer ist, als der Abstand der Anschläge g. Infolgedessen erhält der Rahmen c bei jeder einfachen Schwingung durch einen der Anschläge g einen kräftigen Stoß unter Verlängerung bzw. Verkürzung der Schubstange e und unter dem Einflusse dieser Stöße fließt das in den Abfällen in dem Kasten a enthaltene Metall zum größten Teile aus und sammelt sich am Boden des Kastens a.
- Wenn das Metall soweit als möglich ausgeschmolzen ist, so wird der Kasten a mittels einer Stange, welche in die an dem Kasten angebrachte Öse h eingeführt wird, von dem Rahmen c abgehoben und durch die während des Schmelzvorganges durch einen Schieber i verschlossene Öffnung hin der Ofenwand auf die Schienen L (Fig. i und 3) gebracht. An die Schienen l schließen sich nach abwärts geneigte Schienen m an, die an den freien Enden Anschläge n besitzen. Nach dem Abheben von dem Rahmen c wird der Kasten a über die Schienen l und m bewegt, bis er an die Anschlägen stößt und dadurch in die in Fig. i punktiert gezeichnete Stellung gelangt. In dieser Stellung des Kastens fließt das in demselben enthaltene flüssige Metall durch eine Öffnung in der Seitenwand des Kastens in den unter den Schienen m befindlichen Behälter o.
- Nachdem dies geschehen ist, wird der Kasten a wieder aufgerichtet, wodurch er mit seitlich an ihm angebrachten Zapfen p auf Schienen q gelangt, auf denen er bis zu ihren hakenförmig nach oben umgebogenen Enden r bewegt wird. Alsdann wird der Kasten in die in Fig. i strichpunktiert gezeichnete Stellung gekippt, so daß die in ihm verbliebenen festen Rückstände in den neben dern Behälter o aufgestellten Behälter s fallen.
Claims (4)
- PATENT-ANSPRüci3E: i. Verfahren zur Verwertung von bei der Verwendung von Weißgußlagermetallen abfallenden Rückständen und sonstigem zinn- oder bleihaltigen Abraum durch eine Rüttelbewegung in einem Raum mit einer Temperatur, welche das in den Rückständen enthaltene Metall zum Schmelzen bringt, dadurch gekennzeichnet, daß ein die zu verwertenden Rückstände - enthaltender Behälter mit nicht durchbrochenem Boden in einer zu seiner Bodenfläche parallelen Richtung in Schwingungen versetzt wird, die nach beiden Seiten durch Anschläge begrenzt werden, welche Stöße in der Schwingungsrichtung auf den Behälter ausüben.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in einem Ofen (b) pendelnd aufgehängten Kasten (a), der zwischen zwei Anschlägen (g) durch ein Kurbelgetriebe (d, e, c) mit federnder Schubstange (e) hin und her bewegt wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (a) abnehmbar auf einer pendelnden Unterlage (c) ruht, neben der über einem Behälter (o) zur Aufnahme des geschmolzenen Metalles eine feste nach abwärts geneigte Unterlage (-in) angebracht ist, die dem auf sie gestellten Kasten eine solche Lage gibt, daß das geschmolzene Metall durch eine Öffnung in der Seitenwand des Kastens in den darunter befindlichen Behälter (o) abläuft.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch :2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß über der nach abwärts geneigten Unterlage (in) für den Kasten (a) -zwei an den freien Enden nach oben umgebogene Führungsschienen (q) angeordnet sind, die als Unterlage für zwei seitlich an dem Kasten (a) angebrachte Zapfen (p) dienen und gestatten, den Kasten (a) über die nach abwärts geneigte Unterlage (m) hinauszuziehen und ihn so zu kippen, daß die in ihm enthaltenen festen Metallrückstände in einen neben dem Behälter (o) für das flüssige Metall angeordneten Behälter (s) fallen.
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