DE570740C - Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Leichtmetallen und Leichtmetallegierungen - Google Patents
Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Leichtmetallen und LeichtmetallegierungenInfo
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Description
- Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Leichtmetallen und Leichtmetallegierungen Es ist bekannt, daß beim Vergießen von .Metallen und Legierungen die größte Sorgfalt zum Entfernen der Verunreinigungen, wie z. B. der Schlacke, anzuwenden ist, da anderenfalls den Gußstücken von vornherein Fehler anhaften, die sich bei der ZVeiterverarbeitung in der Regel in sehr unliebsamer Weise bemerkbar machen. Es sind verschiedene Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Metallen und Legierungen bekanntgeworden. Besondere Schwierigkeiten bereiten aber gegenwärtig noch die Leichtmetalle und die Leichtmetallegierungen, weil die Unterschiede in den spezifischen Gewichten zwischen den Verunreinigungen, wie z. B. der Schlacke, und der metallischen Schmelze so gering sind, daß eine gute Trennung kaum möglich erscheint.
- Das vorliegende Verfahren gestattet nun in einfacher Weise eine sehr gründliche Reinigung der Schmelzen von Leichtmetallen und Leichtmetallegierungen. Es besteht darin, daß man das Gefäß mit der Schmelze in schnelle Umdrehung versetzt und dann die Schmelze in dem Schmelzgefäß nach beendeter Rotation so lange ruhen läßt, bis die in der Mitte der Schmelze zusammengeballten spezifisch leichteren Verunreinigungen an die Oberfläche getrieben sind und sich die spezifisch schwereren Verunreinigungen auf (lern Boden des Schmelztiegels abgesetzt haben, worauf man die leichteren Verunreinigungen abschöpft und das gereinigte Metall von den schwereren Verunreinigungen abgießt. Man erreicht dadurch die Abscheidung aller Verunreinigungen, wie z. B. der Schlacke und der Gaseinschlüsse, indem die Verunreinigungen, je nach ihrem spezifischen Gericht, sich in der Mitte der Schmelze bzw. am Tiegelrande ansammeln. So werden beispielsweise Gaseinschlüsse und spezifisch leichtere Schlacken durch die Rotationsbewegung in die -litte der Schmelze gedrängt. Hier ballen sie sich zusammen und steigen in dieser Form nach Beendigung der Rotationswirkung an die Oberfläche der Schmelze, wo sie abgeschöpft werden können. Spezifisch schwerere Verunreinigungen werden an die Tiegelwand gedrängt, wo sie sich zusammenballen und nach Beendigung der Rotationswirkung zu Boden sinken.
- Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Metallen und Legierungen durch Rotation der Schmelze sind bereits bekannt. So wird beispielsweise geschmolzenes Metall in einer Zentrifuge geschleudert, derart, daß das schwerere Metall infolge der Zentrifugalkraft entweder über den Rand der Zentrifugentxommel hinweg oder durch Öffnungen in derselben hindurchgeschleudert wird, wobei sich das Metall entgast und von seinen leichteren Verunreinigungen getrennt wird. Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man Roheisen zum Reinigen und Frischen in einer Trommel einer Rotation unterwirft, so daß sich Verunreinigungen und Schlacke von dem Metall trennen, worauf dann das geschleuderte Eisen sofort in die Form abgestochen wird. Schließlich hat man auch bereits den Schmelztiegel, in dem sich die zu reinigende Schmelze befindet, in so schnelle .Umdrehung versetzt, daß sich die Schmelze parallel zu den Wandungen des Tiegels einstellt, wobei sich die schwereren Bestandteile an den Wandungen und die leichteren nach dem Innern des Tiegels zu einstellen. Bei allen diesen Verfahren fehlt aber das wesentliche Merkmal der Erfindung, daß die Schmelze nach der Rotation genügend lange Zeit der Ruhe überlassen wird, damit die Trennung zwischen den schweren und leichten Verunreinigungen auch sicher erfolgt. Durch die Vereinigung der an sich bekannten Schleuderung mit dem nachfolgenden Ruhenlassen der Schmelze wird erreicht, daß selbst bei Leichtmetallen oder Leichtmetallegierungen die Verunreinigungen trotz der geringen Unterschiede in den spezifischen Gewichten sehr gut von den Metallen getrennt werden können.
- Die entgasende Wirkung der Rotationsbewegung kann nötigenfalls dadurch verstärkt werden, daß das dicht verschlossene Schmelzgefäß, wie beispielsweise ein Gießtiegel, der Wirkung eines Unterdruckes ausgesetzt wird. Die Dauer sowie-die Geschwindigkeit der Rotation muß von Fall zu Fall durch einen Vorv ersuch festgestellt werden. Ist für eine durchgreifende Reinigung eine längere Rotationswirkung erforderlich, so muß die Schmelze in geeigneter Weise auf der nötigen Temperatur erhalten werden, was beispielsweise dadurch erreicht wird, daß der Rotationsapparat mit einer elektrisch beheizten Vorrichtung ausgerüstet wird, die das Warmhalten des Tiegels ermöglicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entgasen und Reinigen von geschmolzenen Leichtmetallen und Leichtmetallegierungen, deren spezifische Gewichte sich nur wenig von denen der Verunreinigungen, wie z. B. der Schlacke, unterscheiden, indem man das Gefäß mit der Schmelze in schnelle Umdrehung versetzt, dadurch gekennzeichnet, daß man die Schmelze nach beendeter Rotation in dem Schmelzgefäß so lange ruhen läßt, bis die in der Mitte der Schmelze zusammengeballten spezifisch leichteren Verunreinigungen an die Oberfläche gestiegen sind und sich die spezifisch schwereren Verunreinigungen auf dem Boden des Schmelztiegels abgesetzt haben, worauf man die leichteren Verunreinigungen abschöpft und das gereinigte Metall von den schwererenVerunreinigungen abgießt.
Priority Applications (1)
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| DE570740C true DE570740C (de) | 1933-02-20 |
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1929
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