DE322214C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellen mit Waehlerbetrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellen mit Waehlerbetrieb

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DE322214C
DE322214C DE1913322214D DE322214DD DE322214C DE 322214 C DE322214 C DE 322214C DE 1913322214 D DE1913322214 D DE 1913322214D DE 322214D D DE322214D D DE 322214DD DE 322214 C DE322214 C DE 322214C
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  • Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellen mit Wählerbetrieb. Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellen, von denen je zwei Leitungsdrähte nach der Hauptstelle führen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß in Brücke zum Verbindungsstromkreise zwei parallel zueinander geschaltete und je zwei einander entgegenwirkende Wicklungen besitzende Relais angeordnet sind, die auf einen in an sich bebekannter Weise ausgebildeten Wahlschalter zur selbsttätigen Herstellung einer Verbindung derart einwirken, daß das eine Relais clie Einstellung des Wahlschalters veranlaßt und das andere seine Zurückführung in die Ruhelage herbeiführt.
  • Durch die eigenartige Anordnung der Relais und ihrer Wicklungen wird ein Durchruf (z. B. mittels Induktors) auf den Sprechleitungen ermöglicht, ohne daß die Relais dabei beeinflußt werden. Die beiden Relais werden verschieden empfindlich hergestellt, so daß beispielsweise das die Einstellung des Wahlschalters bewirkende Relais auch auf einen über einen Widerstand geleiteten Strom anspricht, während das zweite, die Zurückführung in die Ruhelage herbeiführende Relais nur anspricht, wenn ein starker Strom ohne Einschaltung eines Widerstandes angelegt wird.
  • In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
  • A und B sind Fernsprechnebenstellen, die über die Leitungen r und 2 mit der Hauptstelle C verbunden sind. Von dieser Hauptstelle aus führen Leitungen 3 und und 4 nach dem Amte, mit dem eine Verbindung mittels des an sich bekannten Wahlschalters W hergestellt werden kann. Gleichzeitig dient dieser Wahlschalter auch zum Verbinden der Nebenstellen untereinander. Der besseren Übersicht halber sind die einzelnen Teile des Wahlschalters in der Zeichnung getrennt voneinander dargestellt, und es ist eine Fortschaltvorrichtung vorgesehen, die aus einem Schaltmagneten SM und einem Haltemagneten 11111 besteht. Diese Magnete wirken auf ein Schaltrad S derart ein, daß bei Erregung des Magneten SM das Schaltrad um einen Schritt vorwärts bewegt wird, während durch Erregung des Magneten H141 das Schaltrad in der jeweilig fortgeschalteten Stellung festgehalten wird. Die Stromkreise dieser beiden Magnete werden durch Relais SR und RR gesteuert, und zwar in der Weise, daß beim Ansprechen des Relais 5 R der Stromkreis für den Magneten SM geschlossen und beim Ansprechen des Relais R12 der Stromkreis des Magneten H:4- geöffnet wird. Die beiden Relais SR und RR sind verschieden empfindlich. Das Relais. SR spricht auf jeden Stromstoß an, gleichgültig, ob dieser über einen Widerstand Ww mit der Taste T oder durch den Kontakt KV des Hörerhakens gegeben wird. Das Relais RR spricht jedoch nur an, wenn zum Zwecke der Auslösung beim Anhängen des Hörerhakens der Kontakt KV geschlossen und Erde unmittelbar an die Leitung z angelegt wird.
  • j Das Relais RR öffnet beim Ansprechen den i Stromkreis des Schaltmagneten SM, so daß i die gleichzeitige Miterregung des Relais SR ohne Einfluß auf den Fortschaltemagneten S.11 ist. Das Schaltrad S besitzt eine Kontaktvorrichtung K, die bei Beginn - der Drehung des Schaltrades geschlossen wird und während der ganzen Dauer eines Arbeitsganges in der geschlossenen Stellung verbleibt. Die Relais RR und SR sind zueinander parallel geschaltet und liegen in einer mit Drosselspulen ND und ND, versehenen Brückenleitung, die die Leitungen i und 2 miteinander verbindet. Die Relais RR und SR haben je zwei einander entgegenwirkende Wicklungen, von deren Mitte aus eine Verbindung nach der Batterie führt. Die Einschaltung des Relais SR erfolgt durch Drücken einer auf jeder Nebenstelle angeordneten Taste T, die in der Umschaltstellung den Zweig i der Verbindungsleitung über einen Widerstand Ww mit Erde verbindet, dagegen erfolgt die Einschaltung des Relais RR über eine am Hörerhaken der Nebenstelle befindliche Kontaktvorrichtung KV, die während der Bewegungen des Hörerhakens vorübergehend eine Erdverbindung für den Leitungszweig 2 der Verbindungsleitung herstellt. Die bereits erwähnte Kontaktvorrichtung K des '\ÄTahlschalters wirkt auf den Stromkreis eines auf der Hauptstelle aufgestellten Besetztzeichenrelais BSR ein, das im Erregerzustande einen Summer an die Verbindungsleitung 1, 2 der rufenden Nebenstelle anschaltet.
  • Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung ist folgende: Will eine der Nebenstellen, z. B. die Nebenstelle A, das Amt anrufen, so wird zunächst der Hörer vom Haken genommen und hierauf die Taste T gedrückt. Das Relais SR erhält Strom zum Ansprechen und schließt dabei den Stromkreis des Schaltmagneten SM, so daß bei einmaligem Herabdrücken der Taste T das Schaltrad S um einen Schaltzahn fortgeschaltet wird. Angenommen, in dieser ersten Schaltstellung befinde sich der Schaltarm SA des Wahlschalters W auf den Kontakten der Amtsleitung, und diese sei frei, so erhält das Relais NPR Strom über Leitung 5, Wicklung des Relais AR, Batterie und Erde. Die Relais ATPR und AR sprechen an, und das Relais NPR schließt die Kontakte 6, 7 und öffnet den Kontakt 8, wodurch einerseits die INTebenstellenleitung 1, 2 mit der Amtsleitung 3, d. verbunden, während anderseits der Stromkreis für das Besetztzeichenrelais BSR bei 8 geöffnet wird. Gleichzeitig werden die den Kontakten 6, 7 gegenüberliegenden Rück- i kontakte 9, io des Relais NPR geöffnet, wodurch das Anrufsignal NAK abgeschaltet wird, so .daß nunmehr ein Ruf nach dem Amte mittels des an der Nebenstelle befindlichen Induktors stattfinden kann.
  • Ist jedoch die gewünschte Amtsleitung durch eine andere Nebenstelle besetzt, so erhält das Relais NPR nicht genügend Strom zum Ansprechen, und das Besetztzeichenrelais BSR wird in einen Stromkreis eingeschlossen, wodurch der rufenden Nebenstelle A das Besetztzeichen gegeben wird. Wird nun auf der Nebenstelle A der Hörer wieder an den Haken gehängt, so wird an diesem durch Schließen des Kontaktes KV eine Erdverbindung hergestellt, die zur Folge hat, daß über die Leitung 16, Drosselspule ND, Leitung 2 das Relais RR erregt wird. Dieses zieht seinen Anker an und öffnet damit den Stromkreis des. zuvor erregten Magneten HM, so daß er abfallen und der Wahlschalter W in seine Ruhelage zurückkehren kann. Die durch die Kontaktvorrichtung K des Wahlschalters geschlossenen Relaisstromkreise werden ebenfalls sämtlich wieder geöffnet. Bei einer Sprechverbindung der Nebenstellen untereinander finden dieselben Vorgänge, wie oben beschrieben, statt. Nur wird hierbei nicht das Relais AR miterregt, sondern an Stelle dessen das Relais NR, das wie das Relais AR in Verbindung mit dem Relais iVPR verhindert, daß eine dritte Nebenstelle sich anschalten kann, und das, wie bereits erwähnt, gleichzeitig eine zweite Abtrennung des Rufsignals NAK vornimmt. Der Anruf einer Nebenstelle erfolgt ebenfalls mittels des Induktors.

Claims (1)

  1. P-1TRNT-AiNTSPRUC$: Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellen mit Wählerbetrieb, von denen je zwei Leitungsdrähte nach der Hauptstelle führen, gekennzeichnet durch zwei in Brücke zum Verbindungsstromkreise angeordnete, parallel zueinander geschaltete und je zwei einander entgegenwirkende Wicklungen besitzende Relais (SR und RR), welche auf einen in an sich bekannter Weise ausgebildeten, zur selbsttätigen Herstellung einer Verbindung dienenden Wahlschalter (W) einwirken, derart, daß das eine Relais (SR) die Einstellung des Wahlschalters veranlaßt und das andere (RR) seine Zurückführung in die Ruhelage herbeiführt.
DE1913322214D 1913-07-02 1913-07-02 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellen mit Waehlerbetrieb Expired DE322214C (de)

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