DE3198C - Bier-Druck- und Mefs-Apparat in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Konstruktion - Google Patents
Bier-Druck- und Mefs-Apparat in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen KonstruktionInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
- B67D1/08—Details
- B67D1/0855—Details concerning the used flowmeter
Landscapes
- Devices For Dispensing Beverages (AREA)
Description
1878.
Klasse 64.
OTTO PEKRUN in DRESDEN. Bierdruck- und Mefsapparat
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. April 1878 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bierdruck- und Mefs-Apparat, welcher sich vorzüglich
dazu eignet, die Zahl der vom Bierausgeber verkauften halben, ganzen und zweidrittel
Gläser Bier genau zu zählen und dabei gleichzeitig das Bier direct aus dem im Eisschrank
oder Keller befindlichen Fasse zu heben, ohne dafs die im Bier enthaltene Kohlensäure entweichen
kann.
Ebenso kann der Apparat zum Verzapfen anderer Flüssigkeit direct vom Fafs, als: Wein,
Spirituosen, Petroleum etc. vortheilhaft verwendet werden.
Beiliegende Zeichnung stellt in Fig. 1 den Durchschnitt, in Fig. 2 die Vorderansicht mit
abgebrochener Vorderwand, in Fig. 3 die Oberansicht des unteren Theils, in Fig. 4 die Oberansicht
des oberen Theils dar; Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Zählwerks.
A ist ein Kasten von Holz, in welchen die gufseiserne Platte B festgeschraubt ist, an die
drei kleine Säulchen abc, Fig. 1, 2 und 3,
angegossen sind. Auf letzteren ist mittelst Schrauben ein Pumpencylinder C, hier von ca.
% 1 Inhalt, von Glas befestigt, der durch die Platten D und E unten und oben geschlossen
wird. Durch die Stopfbüchse F in der oberen Platte geht die in der Schlittenführung G befestigte
Kolbenstange H hindurch. Der an diese angehängte Kolben/ wird durch den von
Hand bewegten Hebel K vermittelst der Zugstange L und des Hebels M auf- und niederbewegt.
Der Hebel K wirkt zunächst auf die Stange M, so dafs, wie Fig. 1 leicht ersichtlich macht, das
Niederdrücken des Hebels K zunächst ein Drehen des Dreiwegehahns N veranlafst. Der
Dreiwegehahn N dreht sich vor jeder Abwärtsbewegung des Kolbens/ in die aus Fig. 1,
2 und 3 ersichtliche Lage, in welcher das im unteren Theile des Cylinders C befindliche Bier
durch das Rohr O in ein darunter gehaltenes Glas abfiiefsen kann.
Bei der nächstfolgenden Aufwärtsbewegung des Hebels K dient nun das Führungsstück G
dem Hebel M ebenfalls infolge der Kolbenreibung so lange als fester Punkt, bis der Schieber
JP in Fig. ι so weit als möglich herabgedrückt
ist, wodurch dann der Hahn JV vermittelst des an demselben befestigten Zahnsegmentes R
und der Zahnstange Q eine Vierteldrehung gemacht hat, worauf das im Fafs befindliche Bier
durch den Kanal S des Hahnes in den Cylinder gesogen werden kann. Das bis auf den Boden
des Fasses gehende Rohr T ist mit demselben luftdicht verbunden. Gleichzeitig mit der Entleerung
des im unteren Theile des Cylinders befindlichen Bieres füllt sich der obere Theil mit
Luft, welche durch die Rundbohrung d des Hahnes N und die Gummischlauchverbindung
der beiden Stutzen U V am oberen und unteren Deckel demselben zugeführt wird.
Bei der erneuten Füllung des Untercylinders dagegen wird die im Obercylinder befindliche
Luft durch das Rohr w in das Fafs gedrückt.
Es gelangt hierdurch bei jedem Hub ebensoviel Luft in das abgeschlossene Fafs, als Bier
aus demselben entnommen wird.
Um mittelst des Apparates nur immer bestimmte Quantitäten Bier zapfen zu können, ist
die Kolbenbewegung hier den am meisten vorkommenden Maafsen V4, V3, '/2 1 entsprechend
genau begrenzt. Es geschieht dies durch den Schieber X, welcher durch den Kniehebel Y
nebst Gelenk Y1 bewegt wird; der Schieber X
trägt zwei Ansätze Z, welche dem Gleitstück G als Anschlag dienen, wodurch die Hubbegrenzung
des Kolbens erfolgt. Der Kniehebel Y ist mit einer Arretirung versehen, die in die Einschnitte
des Segments t einschnappt und dadurch die genaue Einstellung des Schiebers X
sichert. Soll der Cylinder ganz entleert werden, so wird der Hebel y in den untersten Einschnitt
des Segments t gestellt und dadurch der Schieber X so weit vorgezogen, dafs der
Führungsbacken G an dem Anschlage ζ vorbei ganz herabgedrückt werden kann. Mit Hülfe
der letzt beschriebenen Einrichtung kann man also beliebig '/4, V3 oder '/2 1 Bier einlassen.
Die verschiedenen Maafse jedes für sich zu zählen, dient das in dem Kasten angebrachte
dreifache Zählwerk.
Am Ende des Hahnkegels N ist ein kleiner Hebel e und an diesem die Zugstange /, Fig. 1
und 2, so angebracht, dafs dieselbe sich beim jedesmaligen Schliefsen und Oeffnen des Hahnes
auf- bezw. abwärts bewegt. Diese Bewegung wird auf drei kleine Hebel g1 g2 g3 im Zählwerk
Fig. s übertragen, an welchen je ein kleiner Sperrkegel kl h2 hz angeschraubt ist,
diese greifen, durch eine Feder niedergedrückt, in die entsprechenden Sperrrädchen Pi2P ein,
sobald sie durch die Rückbewegung der Schieber k' k 2 k 3 freigelassen werden, wie dies in
Fig. 2 und 5 bei dem Schieber k3 der Fall ist. Die Bewegung des Hebels Y überträgt sich
durch das Verbindungsglied m auf die Platte /, deren Kantseite mit Einschnitten versehen ist,
in welche die Schieber klk*k3 durch Federn
angedrückt einfallen können. Je nach der Stellung des Hebels Y fällt jedesmal derjenige
Schieber k in die in der Platte / befindliche entsprechende Lücke / lρ 2/3, welcher zu demjenigen
Zeigerwerk gehört, das der Hebelstellung und dem dadurch bedingten Maafse Bier entspricht. Es wird also stets nur dasjenige
Maafs gezählt, welches gezapft werden soll.
Der an der vorderen Wand des Kastens mittelst der Schraube n, Fig. 2, befestigte Winkelhebel
ο dient zur Arretirung des Hebelwerkes Y und verhindert jede Verstellung desselben, sobald
das betreffende Maafs am Zeigerwerk angezeigt ist. Es ist nur möglich, das angezeigte
Maafs auszuschenken, und der Hebel Y kann erst dann wieder bewegt werden, wenn ihn
der Kniehebel ο wieder freiläfst, was nur nach dem Aufwärtsziehen des Hebels K bis in seine
höchste Stellung geschieht, indem der an der Zugstange L befestigte Anschlagstift q den Kniehebel
ο aushebt.
Um das Fafs vor dem Abzapfen durch Einpumpen von Luft so viel als möglich unter
Druck zu setzen, ist an dem Rohr T ein Wechselhahn χ angebracht, welcher dieses vom Cylinder
abschliefst und statt Bier Luft in denselben einläfst. Damit nun aber bei diesem Einpumpen
von Luft das Zählwerk aufser Thätigkeit gesetzt wird, ist der Hahn, Fig. 5, durch den Hebel ze/1
und die Zugstange u so mit der Platte r verbunden, dafs sich letzterer beim Abschliefsen
des Cylinders vom Bierrohr soviel verschiebt, dafs keiner der Schieber K mit den betreffenden
Stiften ί in die Lücken ν einfallen kann, wodurch
alle drei Klinken h verhindert werden, in die Sperrrädchen i einzugreifen, was ein
Stillstehen des Zählwerkes beim Lufteinpumpen zur Folge hat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Construction eines Bierdruck- und Mefs-Apparates und die dabei angewendeten eigenthümlichen Combinationen der einzelnen Theile, wie beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3198C true DE3198C (de) |
Family
ID=282267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3198D Active DE3198C (de) | Bier-Druck- und Mefs-Apparat in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Konstruktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3198C (de) |
-
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- DE DENDAT3198D patent/DE3198C/de active Active
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