DE383C - Selbsttätiger DickflüsMgkeits - Volumen -Mefsapparat - Google Patents
Selbsttätiger DickflüsMgkeits - Volumen -MefsapparatInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
- G01F3/14—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body
- G01F3/16—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders
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Description
1877.
Klasse 42.
ROBERT PZILLAS in BRIEG. Selbstthätiger Dickflüssigkeits-Volumen-Mersapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1877 ab.
1. Fig. ι links ein Schnitt nach der Länge,
rechts, Seitenansicht.
2. - 2 Vorderansicht.
3. - 3 links Schnitt nach der Quere, rechts
Grundrifs.
4. - 4 bis 7, verschiedene Stellungen der
Steuerung.
Der ganze Apparat besteht im wesentlichen:
Der ganze Apparat besteht im wesentlichen:
1. Aus dem Mefsgefafs A.
2. Aus der Steuerung B.
3. Aus dem Zählwerk C.
i. Das Mefsgefafs A. Dieses bildet einen
Cylinder α von 2,10 dm Durchmesser und 4,21 dm
Länge aus Gufseisen mit Messingeinsatz, in welchem der für die Reinigung bestimmte Kolben
b, Fig. i, 3, 5, 7 von 1,284 dm Höhe hin-
und hergleitet, aber dabei immer um 2 mm von jedem Ende des Cylinders zurücksteht,
so dafs alsdann die ganze Cylinderlänge nur (421-—128,4 — [2 . 2]mm) = 288,6 mmist. Diese
Länge entspricht bei einem Durchmesser von 2,10 dm einem Inhalte von 10 qdm = 10 1. An
dem Cylinder α, Fig. 1, 3, 5, 7 schliefsen
sich oben und unten die Kanäle c d e /, Fig. 1, 4-—7 an., wovon c und d gemeinschaftlich in
das Einflufsrohr g, Fig. 1, 2, 3, e und/ in das Ausflufsrohr h, Fig. 1, 2 auslaufen. Findet der
vorliegende Apparat Verwendung, z. B. in Spiritus-Brennereien zum Messen von Maische, so
steht der Rohrstutzen g, Fig. 2 mit derjenigen Pumpe in Verbindung, welche die Maische aus
dem Gährbottig hebt; den anderen Rohrstutzen k verbindet ein Rohr mit dem Vorwärmer des
Destillir-Apparates.
2. Die Steuerung B. Diese hat den Zweck, die Füllung bezw. Entleerung des Mefsgefäfses
vermittelst der Kreisschieber i (k) zu reguliren und die beiden Stirnflächen des Kolbens b
durch die Kreisschieberfiächen i (Jt) zu reinigen. Zunächst ist an jedem der beiden Kreisschieber
i (k) ein Kreisausschnitt vorhanden, welcher einerseits die Oeffnung durch den einen
Schieber i, Fig. 5, 7 gegen den Rohrstutzen g den Kanal c und das Mefsgefafs a, andererseits
die Oeffnung durch den anderen Schieber k, Fig. S, 7 gegen den Rohrstutzen h, den Kanal/
und das Mefsgefafs α bildet, oder es findet das Oeffnen in der umgekehrten Reihenfolge statt,
derart, das einerseits der Schieber i das Mefsgefafs nach dem Kanal c und zugleich andererseits
der Schieber k nach dem Kanal d öffnet, so dafs, wenn sich das Mefsgefafs α zur einen
Seite vermittelst irgend eines Druckes durch den Rohrstutzen g füllt, sich das Mefsgefafs zur
anderen Seite durch eben denselben Druck durch den Stutzen h als gemessen entleert.
Den wesentlichsten Theil dieser Steuerung bildet der Kolben /, Fig. 1, 3, 4, 5, 6, 7 des
Cylinders ζ. Er steht mit der zu messenden Maische in directer Berührung und steigt durch
einen bestimmten Druck, Pumpendruck, gleich nach der Füllung des Mefsgefäfses in die Höhe,.
steuert um, und sinkt während der Entleerung des Mefsgefäfses in die alte Stellung zurück.
Der Kolben / schliefst dicht an der Wand des Cylinders ζ und hat einen hohlen Raum,
der für die etwaige Belastung durch Gewichte bestimmt ist, je nach dem es der auf diesen
Kolben ausgeübte Druck verlangt. In den Kolben / ist die den Kreuzkopf η tragende
Stange m, Fig. 1 mit dem einen Ende festgeschraubt und mit dem anderen Ende gleich
über den Kreuzkopf η durch das Lager g geführt. Ebenso erhalten die beiden Arme des
Kreuzkopfes η Führung durch die an dem Cylinder ζ befestigten Böcke von Fig. 1, 2, 3. Jedes
Armende des Kreuzkopfes trägt eine Zahnstange 0, bezw. ol und eine in einem Charnier
hängende Hakenstange p, bezw. q, davon greift die Zahnstange 0 (01J in das auf der Welle r (s)
lose sitzende Stirnrädchen t(u), Fig. 1, 2, 3 und die Hakenstange / (q) in die ebenfalls auf der
Welle r (s) lose sitzende Hakenscheibe ν (w). Das
Stirnrad / (u) enthält einen Sperrhaken α (b), den
eine Feder d(e), Fig. 3, seitlich in die Zähne des auf der Welle festsitzenden Sperr-Rades χ (χι)
festdrückt, so dafs das Stirnrad t (u) erst dann mit der Welle r (s) verkuppelt ist, wenn der Sperrhaken
α (b) seitlich in den einen von beiden Zähnen des Sperr-Rades x.(xl) eingreift. Dies
erfolgt nur beim Aufsteigen des Kolbens, denn beim Niedergange desselben dreht sich das
Stirnrad lose auf der Welle wieder aus den Zähnen des Sperr - Rades heraus. Aber
auch die Hakenscheibe ν (w) trägt einen Sperrhaken / (g) Fig. i, 2 der in die am Umfange
des Sperr-Rädes χ (χ1) vertheilten beiden radial
stehenden Zähne abwechselnd erst dann eingreift, wenn sich das Stirnrad t (u) zurückdreht,
erst dann steht die Hakenscheibe ν (w) mit
dem Sperr-Rade χ (χ 1J gekuppelt. Aufser dem
Sperrhaken f (g) trägt jedeHakenscheibe υ fw) einen Hebelarm h (i) mit einem am Ende des
Armes befestigten Gewichte k (I); die Welle r fs), an welcher, wie erwähnt, das Sperr-Rad χ (χ )
festsitzt, steht mit dem Kreisschieber i fk) in fester Verbindung, so dafs sich also der Kreisschieber
i fk) erst dann dreht, wenn das Sperr-Rad eine Drehung erhält. In der Mitte jeder
Schieberfläche ist eine Stahlschraube m (n), Fig. ι
eingeschraubt und zwar so, dafs sich beide berühren, damit der Kolben vom Schieber stets,
wie in obiger Berechnung angegeben, um 2 mm absteht. Dies hat den Zweck, die Reibung
zwischen den Schieberflächen und der Fläche des Kolbens b bei der Drehun'g des Schiebers i fk)
zu verhindern.
Die Steuerung wirkt auf das Mefsgefäfs in folgender Weise:
Wie aus der vorliegenden Zeichnung in der Fig. 3 ersichtlich, steht der Kolben / und die
mit ihm in fester Verbindung stehenden Theile (Hakenstange, Zahnstange und Gewichte) in der
tiefsten Stellung. Die Kanäle c und /, Fig. 7 sind geöffnet. Durch den Kanal c hat sich das
Mefsgefäfs infolge des Pumpendruckes und der Gewichtsbelastung in und um den Kolben / gefüllt:
der Kolben b ruht rechts.
Es steigt der Kolben / und die mit ihm in fester Verbindung stehenden Theile durch die
nachgepumpte Flüssigkeit, die durch das Mefsgefäfs nirgends entweichen kann (denn der Kolben
b und der Kreisschieber i bilden den Abschlufs), in die Höhe. Die Zugstange ο fo 1J
dreht vermittelst des mit dem Sperr-Rade χ (χχ)
verbundenen Stirnrades t fu) den Kreisschieber ifk) in der in Fig. 2 angedeuteten Pfeilrichtung
(nach rechts), und ebenso dreht die Hakenstange p fq), die Hakenscheibe υ fw) in der dem
Stirnrade t fu) entgegengesetzten Richtung, aber nur lose auf der Welle r fs), bis zur höchsten
Stellung in Fig. 1, wodurch der Kreisschieber k
den Kanal d und der Kreisschieber i den Kanal e in Fig. 4 ca. 1^2 des ganzen Kreis-Ausschnittes
öffnet.
In der höchsten Stellung angelangt, drängt die an der Hakenstange / (q) befestigte Schraube ί fsl)
die Stange selbst von der Hakenscheibe ν fw) weg und löst die Hakenverbindung, das gehobene
Gewicht k fl) schlägt herab mit vorangeeilten Sperrhaken f fg) an den einen der Zähne des
Sperr-Rades χ xx an, dreht dieses nebst dem
Kreisschieber i fk) und öffnet die Kanäle e fd). Das Mefsgefäfs füllt sich jetzt rechts und entleert
sich links, der Kolben b ist nach links geschoben wie in Fig. 1 und hat so die festhaftenden
Flüssigkeitstheile von dem Cylinder des Mefsgefäfses mit fortgerissen. Ebenso ist
durch die Drehung des Schiebers i fk) die Stirnfläche des Kolbens und die des Schiebers selbst
gegenseitig von den anhaftenden Flüssigkeitstheilchen gereinigt worden. Auf solche Weise
ist es nur allein möglich, ein genaues Mafs für dicke, breiartige etc. Flüssigkeiten, wie dies besonders
bei der Brennerei-Maische der Fall ist, zu erzielen.
Vorhin fiel das Gewicht k fl) herab, die Flüssigkeit drängte sich durch den Druck der Pumpe
und des Kolbens / in das Mefsgefäfs und da das in dem hohlen Räume des Kolbens befindliche
Gewicht so schwer abbalancirt, dafs der Kolben I eher niedersinkt, bevor die ganze
Füllung des Mefsgefäfses von der Pumpe aus erfolgt ist, so sinkt auch dieser nebst der Zahn-
und Hakenstange herab, wiederum bis zur tiefsten Stellung in Fig. 6. Der Kolben b ruht nun aber
links Fig. 1, der Kolben / beginnt zu steigen, der Schieber öffnet wieder um die Kanäle c
und /, Fig. 5, wie zu Anfang der Erläuterung, wodurch sich wiederum durch den Kanal c das
Mefsgefäfs füllt, den Kolben b weiter schiebt, bis nach rechts in der Stellung der Fig. 7 und dadurch
die vorherige Füllung durch den Kanal f entleert. Der Kolben I ist niedergesunken wie
in Fig 6, und das Spiel beginnt von neuem. Es hat sich somit nach jeder ganzen Umdrehung
des Schiebers i fk) das Gefäfs zweimal gefüllt und zweimal entleert und da eine Füllung = 10 1
entspricht, so sind auf diese Weise nach jeder ganzen Schiebertour 201 gemessen worden.
. Das Zählwerk C besteht aus der allgemein bekannten Räder - Uebersetzung im Verhältnifs 1:10, mit Zeiger und Zifferblättern versehen. Dasselbe steht mit dem Mefsgefäfs durch einen dieser Kreisschieber mittelst eines Stirnrädchens x, Fig. i, 3 in Verbindung. In beiliegender Zeichnung ist das Zählwerk links am Apparat befestigt. Das den Uebergang vermittelnde Stirnrädchen χ steht zu dem gröfseren Rade x1 im Verhältnifs 1:5, denn wie vorstehend erwähnt, werden nach jeder Schiebertour 20 1 gemessen, somit bei fünf Umdrehungen 100 1. Diese fünf Umdrehungen markiren sich an dem ersten Zeiger des Zählwerkes durch eine einmalige Tour, an dem zweiten Zeiger durch eine zehntel Tour, d. h. der Zeiger steht auf dem zweiten Zifferblatte auf der Zahl 1. So controlirt ein Zeiger den anderen und so mifst das Zählwerk bis zu einer Million und noch darüber, je nach der Anzahl der eingeschalteten Räder im Zählwerk.
. Das Zählwerk C besteht aus der allgemein bekannten Räder - Uebersetzung im Verhältnifs 1:10, mit Zeiger und Zifferblättern versehen. Dasselbe steht mit dem Mefsgefäfs durch einen dieser Kreisschieber mittelst eines Stirnrädchens x, Fig. i, 3 in Verbindung. In beiliegender Zeichnung ist das Zählwerk links am Apparat befestigt. Das den Uebergang vermittelnde Stirnrädchen χ steht zu dem gröfseren Rade x1 im Verhältnifs 1:5, denn wie vorstehend erwähnt, werden nach jeder Schiebertour 20 1 gemessen, somit bei fünf Umdrehungen 100 1. Diese fünf Umdrehungen markiren sich an dem ersten Zeiger des Zählwerkes durch eine einmalige Tour, an dem zweiten Zeiger durch eine zehntel Tour, d. h. der Zeiger steht auf dem zweiten Zifferblatte auf der Zahl 1. So controlirt ein Zeiger den anderen und so mifst das Zählwerk bis zu einer Million und noch darüber, je nach der Anzahl der eingeschalteten Räder im Zählwerk.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:a) Die Reinigung sämmtlicher Wände im Mefsgefäfs und zwar:τ. Durch die Umsteuerung der zu diesem Zwecke gewählten Kreisschieber i und k an den Stirnflächen des Kolbens b und der Schieberflächen selbst.2, Durch den hin- und hergleitenden Kolben b an der Cylinderwand.b) Die ganze Zusammenstellung der einzelnen Theile des Apparates.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE383T | 1877-07-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE383C true DE383C (de) |
Family
ID=70970145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE383DA Expired - Lifetime DE383C (de) | 1877-07-20 | 1877-07-20 | Selbsttätiger DickflüsMgkeits - Volumen -Mefsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE383C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262201B (de) * | 1961-07-21 | 1968-03-07 | Karlheinz Heitkamp | Vorrichtung zum Abquetschen von Schlauchware, insbesondere Trikotschlauchware |
-
1877
- 1877-07-20 DE DE383DA patent/DE383C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262201B (de) * | 1961-07-21 | 1968-03-07 | Karlheinz Heitkamp | Vorrichtung zum Abquetschen von Schlauchware, insbesondere Trikotschlauchware |
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