DE65868C - Membran-Flüssigkeitsmesser - Google Patents

Membran-Flüssigkeitsmesser

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DE65868C
DE65868C DENDAT65868D DE65868DA DE65868C DE 65868 C DE65868 C DE 65868C DE NDAT65868 D DENDAT65868 D DE NDAT65868D DE 65868D A DE65868D A DE 65868DA DE 65868 C DE65868 C DE 65868C
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DE
Germany
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membrane
liquid
lever
liquid meter
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65868D
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English (en)
Original Assignee
Firma KOCH, BANTELMANN & PAASCH in Magdeburg-Buckau
Publication of DE65868C publication Critical patent/DE65868C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/20Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having flexible movable walls, e.g. diaphragms, bellows

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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die bekannten Flüssigkeitsmesser, sowohl die mit hin- und hergehenden Kolben, als die mit Kreiselrädern arbeitenden, sind mit Mängeln behaftet, welche auf die Dauer zuverlässige Messungen unmöglich erscheinen lassen.
Denn die Bedingungen für genau wirkende Kolbenflüssigkeitsmesser, als da sind: Herstellung derselben mit peinlichster Sorgfalt, beständige Reinheit der Flüssigkeiten, sehr nahe gleichbleibende Temperatur derselben unter gleichen Druckverhältnissen, lassen sich in den seltensten Fällen nur erfüllen, um so weniger, als die Genauigkeit der Messung selbst bei Erfüllung dieser Bedingungen mit zunehmendem Betriebsamer der Messer ziemlich rasch abzunehmen pflegt.
Noch gröfser ist der Ungenauigkeitsgrad bei den Geschwindigkeitsmessern mit von dem zu messenden Flüssigkeitsstrom in Umlauf gesetztem Flügelrad oder Schraube; die Natur dieser Messung macht es erklärlich, dafs sie in manchen Fällen, wie z. B. zum Messen von Kesselspeisewasser und dicken Flüssigkeiten überhaupt, wenig geeignet sind, sofern nur einigermafsen Ansprüche an die Genauigkeit der Arbeit gestellt werden.
Den erwähnten Mängeln abzuhelfen und bezw. auch anderweite, sich aus dem Folgenden ergebende Vorzüge zu bieten, bezweckt der nachstehend erläuterte Flüssigkeitsmesser. Bei demselben bewirkt eine einzige als Scheibenkolben ausgebildete Membran, welche zweien gleichartigen Flüssigkeiten als Scheidewand dient, ihrerseits die Umsteuerung eines einzigen, zugleich Ein- und Auslafsmittels (z. B. Drehschiebers) für die Flüssigkeit, um dadurch selbst von dieser in abwechselnd hin- und hergehende Bewegung versetzt zu werden. Der von aufsen verstellbare Hub der Membran wird stets nach seiner jeweiligen Gröfse mittelst eines eigenartigen Zählwerkes angezeigt, so zwar, dafs selbst der kleinste Weg der Membran, entsprechend dem geringsten Flüssigkeitsausflufs, volle Beachtung und bezw. Aufzeichnung findet. Um nichts zu versäumen, was die gröfste Genauigkeit der Messung sichert, ziehen wir endlich vor, ein mit einer schweren Flüssigkeit gefülltes schwingendes Rohr zur Vermittelung einer rechtzeitigen Umsteuerung in den bezüglichen Mechanismus einzuschalten.
Eine Ausführungsform des hiermit nach seinen Grundzügen angedeuteten neuen Flüssigkeitsmessers findet Darstellung auf der Zeichnung, worauf Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt des Apparates, Fig. 3 einen Einzeltheil F desselben im Grundrifs, Fig. 4, 5 und 6 nach Ansicht, Grundrifs und Querschnitt das Mittel zur Uebertragung aller Bewegungen der Membran auf ein Zählwerk veranschaulichen.
In dem durch Deckel B abgeschlossenen Gehäuse A ist die Membran E mit ihren Rändern befestigt, das Gehäuse in zwei Kammern I und II abtheilend. Jede derselben steht in Kanalverbindung mit einem Schieberkasten C bezw. mit dem Steuerungsmittel, als welches beispielsweise ein Rundschieber D auftritt. An die Membran E schliefst sich die Führungs-
stange F an, in deren rahmenartiger Erweiterung eine Spindel H mit den beiden durch Drehung derselben verstellbaren Muttern G G1 (s. Fig. ι und 3) gelagert ist. Je nach Rechtsund Linksdrehung von H nähern oder entfernen sich beide Muttern von einander.
Die Spindel H geht nach aufsen und kann mittelst aufgesetzten Schlüssels behufs Veränderung des gegenseitigen Abstandes der Muttern gedreht werden.
Ein Gewichtshebel / ist in der Nähe seiner unten liegenden Drehachse f mit von besonderen Armen getragenen Rollen dd ausgerüstet; übrigens fällt seine Bewegungsebene mit denen von Rollen Cc zusammen, die von den vorerwähnten Muttern G G1 getragen werden; die Zapfen dieser Rollen laufen in Längsschlitzen der bügel- oder rahmenartigen Führungsstange F, die Muttern GG1 so an einer Drehung verhindernd. Zweckmäfsigerweise wird der Kopf des Gewichtshebels als ein theilweise mit Quecksilber angefülltes Rohr gebildet.
Die Verbindung des soweit geschilderten Mechanismus nach dem Schieber D hin stellt ein Pendelhebel K her, welcher bei g Lagerung findet und, mit seinen beiden Zweigen den Gewichtshebel J umgreifend, unten in die Bewegungsspur der Rollen d d fällt.
Mittelst Stückes h steht die Führungsstange F noch in Zusammenhang mit dem Uebertragungswerk L und bezw. der nach einem Zählwerk Z hinführenden Welle M, Fig. 1 und 2.
Wie aus Fig. 4, 5 und 6 ersichtlich, setzt sich erwähntes Uebertragungswerk zusammen aus zwei gerade geführten, unter sich zu einem festen Ganzen (übereck liegenden Rahmen) vereinten Zahnstangen QQ1, ferner aus Zahnrädern O O1, welche in Verbindung stehen mit zwei Schnepperrädern P Pl und mit diesen frei drehbar auf der Welle M sitzen, die selbst in fester Verbindung mit der Schnepperscheibe N steht. Die beiden Zahnräder stehen in Eingriff mit den Zahnstangen, das eine O mit der oberen Q, das andere O1 mit der unteren Zahnstange Q1. Die Drehungsrichtung beider Zahnräder ist darum stets eine entgegengesetzte; treibend auf die Scheibe N wirkt aber abwechselnd immer nur eines der beiden Schnepperräder, und zwar das vor der Scheibe N liegende P1 bei der Bewegung von QQ1 in der eingezeichneten Pfeilrichtung, das hinter der Scheibe N liegende P bei der entgegengesetzten Pfeilrichtung, während immer das andere Rad leer geht. Die Wirkung ist, dafs immer eines der Zahnräder O O1 bei der geringsten Hin- oder Hergangsbewegung der Membran E, und somit der Theile FhQQ1, in gleichem Drehungssinn mittelst der Räder PP1 drehend auf die Scheibe N (s. Pfeil) bezw. auf das Zählwerk Z fortlaufend einwirkt.
Dadurch ist erzielt, dafs jede auch nur tropfenweise verdrängte Flüssigkeitsmenge genau zur Anzeige gelangt.
Ist der Messer in Thätigkeit, so fliefst ihm die Flüssigkeit durch den Stutzen a, Fig. 2, zu, tritt bei der Stellung der Theile nach Fig. 1 in der Pfeilrichtung durch Schieber D in die Kammer I ein und drängt die Membran E nach rechts, die Führungsstange F derselben trifft mit ihren links gelegenen Röllchen c c an die Arme des Gewichtshebels J an urtd bewegt denselben in Richtung auf seine senkrechte Mittellage zu.
Ist der Kopf des Hebels / ein wenig über die Mitte nach rechts gelangt, so bewirkt der Zuflufs des Quecksilbers nach der rechten Seite des Kopfes von J hin ein schnelles Weiterbewegen des Hebels / in dieser Richtung; die Rollen d treffen dabei gegen die unteren Enden des Pendelhebels K, und dessen am oberen Ende vorgesehener Zahn i veranlafst die Umsteuerung des Steuermittels D derart, dafs alsbald die Flüssigkeit aus dem Schieberkasten nach der anderen Kammer II geführt wird. Die nunmehr beginnende rückkehrende Bewegung der Membran preist zugleich die gemessene Flüssigkeit aus der Kammer I durch den Schieber D und Stutzen b hindurch nach aufsen.
Während der ganzen Bewegung der Membran nach rechts wirkte das Üebertragungswerk L drehend auf die Scheibe N bezw. Welle M ein, und während der folgenden Bewegung nach links und aller weiter folgenden setzt sich diese Drehung fort.
Hat .man durch Weiterzusammenschrauben der Muttern G G1 ('von aufsen bei H) den Ausschlag des Hebels J verkleinert, so erfolgt die Umsteuerung durch K selbstredend entsprechend früher. Eine Hubbegrenzung der Membran ist darum überflüssig.
Bei ganz heifsen Flüssigkeiten stellt man mit Vortheil den kleinsten Hub der Membran ein, legt auch die Ein- und Austrittskanäle höher, um zu sichern, dafs die Flüssigkeit sich nur im Schieberkasten und bezw. den anschliefsenden Kanälen bewegt, mit der Membran also gar nicht in Berührung kommt und so diese vor Zerstörung, überhaupt schädlicher Beeinflussung bewahrt. Dieselben Vortheile bietet der so arbeitende Messer bei OeI oder ölartigen Flüssigkeiten.
Wenngleich die Benutzung eines Rundschiebers (wie D in der Zeichnung) besonders zweckmäfsig erscheint, so ist die Wirkung des Flüssigkeitsmessers keineswegs daran gebunden; vielmehr kann an seine Stelle im Bedarfsfall auch ein anderes Umsteuermittel treten.
Wie eine jede Pumpe bei geeigneter Leitung der zu fördernden Flüssigkeit als Kraftmaschine
zu wirken vermag, so gilt dies in erhöhtem Mafse von dem vorliegenden Messer deshalb, weil die Membran E eine so ausgedehnte Druckfläche darbietet, dafs sehr bedeutende Kraftäufserungen bezw. Arbeitsleistungen zu erzielen sind; in diesem Falle läfst man, wie in Fig. ι durch gestrichelte Linien angedeutet, die Führungsstange F nach aufsen treten, unter geeigneter Weiterbenutzung von deren Hin- und Hergangsbewegungen.
Temperatur- und Druckschwankungen haben im allgemeinen bei der Einfachheit der Einrichtung keinen Einflufs auf die Genauigkeit der Arbeit; es finden Reibungen nur in kaum nennenswerthem Mafse statt; ersichtlicherweise sind wenig Theile vorhanden, die undicht werden oder beim Erwärmen sich festsetzen können. Schlamm beeinträchtigt die Arbeit nicht, weil sich am Boden, leicht entfernbar, absetzend.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein ohne Hubbegrenzung seiner Membran (E) arbeitender Flüssigkeitsmesser, welcher dadurch in verschiedenen Mengen (selbst tropfenweise) zulaufende Flüssigkeiten zu messen ermöglicht, dafs die Führungsstange (F) mit in verstellbarem Abstand stehenden Rollen (c c) einen (bei f unterstützten) Gewichtshebel (J) und dieser den Umsteuerhebel (K) beeinflufst, wobei jede Membranschwingung mittelst eines Uebertragungswerkes (L) (s. Fig. i, 4, 5 und 6) und Zählwerkes (Z) in fortlaufender Drehung genau aufgezeichnet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65868D Membran-Flüssigkeitsmesser Expired - Lifetime DE65868C (de)

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