DE826643C - Verfahren zur Mittelwertbildung aus zeitlich stark veraenderlichen Werten einer Messgroesse, insbesondere zur Messung schwingender Stroemungen - Google Patents

Verfahren zur Mittelwertbildung aus zeitlich stark veraenderlichen Werten einer Messgroesse, insbesondere zur Messung schwingender Stroemungen

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DE826643C
DE826643C DE1949P0037166 DEP0037166D DE826643C DE 826643 C DE826643 C DE 826643C DE 1949P0037166 DE1949P0037166 DE 1949P0037166 DE P0037166 D DEP0037166 D DE P0037166D DE 826643 C DE826643 C DE 826643C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F1/00Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
    • G01F1/72Devices for measuring pulsing fluid flows

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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

  • Verfahren zur Mittelwertbildung aus zeitlich stark veränderlichen Werten einer Meßgröße, insbesondere zur Messung schwingender Strömungen Bei der Erfassung von Meßwerten, die kurzzeitig starken Änderungen unterliegen, stößt eine Mittelwertbildung über bestimmte Zeiträume und eine Benutzung dieser Mittelwerte als Impuls für Regler auf besondere Schwierigkeiten. Eine beliebige Dämpfung der Zeigerbewegung, z.B. durch Reibung, kann zwar zur Einstellung einer gleichmäßigen Anzeige führen.
  • Diese erfüllt aber nicht ohne weiteres die Bedingung, daß die Über- und Unterschreitungen dieser Anzeige durch die tatsächlichen Werte über die Zeit integriert sich aufheben bzw. gleich Sull sind. Das im folgenden beschriebene \'erfahren erfüllt diese Bedingung. Erfindungsgemäß wird die Bewegung des den Mittelwert anzeigenden Gliedes so beeinflußt, daß dessen Geschwindigkeit dem Unterschied verhältnisgleich ist, der jeweilig zwischen dem tatsächlichen Meßwert und dem angezeigten Wert besteht. In diesem Falle ist der Weg, den der Zeiger während einer Überschreitung des angezeigten Wertes durch die tatsächlichen Werte zurücklegt Darin bedeuten s den Weg des Zeigers, c einen von der Art der Dämpfung abhängigen konstanten Bei wert, A die jeweilige Überschreitung des angezeigten Wertes durch den tatsächlichen, dt das Differential der Zeit.
  • Bei einer Unterschreitung des angezeigten Wertes wird ein entsprechender Weg in entgegengesetzter Richtung zurückgelegt. Durch geeignete Bemessung des Beiwertes werden die Wege klein gehalten, so daß der Zeiger praktisch einen Wert anzeigt, für welchen das Integral (Summe der Über-und Unterschreitungen) gleich Null wird.
  • Das oben beschriebene Verfahren läßt sich für das gesamte Gebiet der MeB und Regeltechnik anwenden.
  • Es soll im folgenden an einigen Beispielen der Strömungsmessung erläutert werden.
  • In Abb. I ist die Welle I mit einem Strömungsmesser so verbunden, daß der Ausschlagwinkel der Welle jeweils der durch eine Leitung strömenden Menge verhältnisgleich ist.
  • Es ist vorausgesetzt, daß sich die Welle unter dem Einfluß der schwingenden Strömung so schnell hin und her bewegt, daß eine unmittelbare Anzeige nicht möglich ist. Die Welle 1 trägt einen Hebel 2 aus Federstahl mit einer Bohrung 3. Durch diese geht ein Ring 4, der mittels der Querverbindung 5 auf der Welle I frei drehbar gelagert ist. Wenn die Welle I und der Hebel 2 sich drehen, wird vermittels der Anschläge 6 und 7 ein Drehmoment auf den Ring 4 ausgeübt. Der Federhebel 2 ist so geeicht, daß dieses Drehmoment dem Ausschlag des Hebels 2 gegenüber dem Ring 4 verhältnisgleich ist. Andererseits ist die Federkraft so schwach, daß sie die Schwingungen der Welle I nur unwesentlich beeinflußt. Am unteren Ende greift der Ring 4 mit einer Verzahnung 8 in die Verzahnung g der Kolbenstange 10 ein, die einen mit kapillaren Öffnungen II versehenen Kolben 12 trägt.
  • Dieser bewegt sich in dem mit Ö1 gefüllten Zylinder I3.
  • Macht nun die Welle I eine Drehung, so wird der Federhebel 2 gebogen. Der Ring 4 kann dieser Bewegung nur so schnell folgen, wie das Öl durch die Kapillaröffnungen II strömt, d. h. gemäß der Charakteristik der Feder 2 mit einer Geschwindigkeit, die dem Ausschlagwinkel der Welle I verhältnisgleich ist.
  • Der Weg, den der Kolben zurücklegt, bzw. die entsprechende kleine Drehung des Ringes 4, ist also dem Produkt aus der Größe und der Zeit des Ausschlages der Welle I verhältnisgleich. Der Kolben kommt praktisch zur Ruhe, wenn die Summe aller Wege des Kolbens gleich Null ist, d. h. die Summe aller Produkte (Integrale) aus Größe und Zeit der Ausschläge der Welle I gleich Null ist. Dann ist aber auch die Summe aller Abweichungen der Menge des strömenden Mittels vom Mittelwert gleich Null. Ein mit dem Ring 4 verbundener Zeiger gibt demnach die Menge des strömenden Mittels an. Den Grad der Dämpfung kann man durch die Anzahl der kapillaren Offnungen ii einstellen. Werden größere Öffnungen vorgesehen, muß die Charakteristik der Feder 2 entsprechend geändert werden, z. B. so, daß das auf dem Ring 4 ausgeübte Drehmoment dem Quadrat des Ausschlags des Hebels 2 verhältnisgleich ist.
  • Es sind noch zahlreiche andere Ausführungsarten der Dämpfung möglich, auch solche, bei denen die Welle I und der Strömungsmesser die Schwingungen selbst nicht mitmachen, sondern unmittelbar den Mittelwert anzeigen. Zu diesem Zweck muß z. B. in Abb. I der Ring 4 starr mit der Welle I verbunden werden. Diese kann andererseits mit einer Pendelklappe eines Strömungsmengenmessers verbunden sein. Das von dem strömenden Mittel auf die Pendelklappe ausgeübte Drehmoment wird dadurch aufgehoben, daß in die linke Seite des Zylinders I3 durch eine Pumpe eine je Zeiteinheit konstante Menge 01 fortlaufend eingeführt, welche durch die Öffnungen II des Kolbens 12 auf die andere Seite des Zylinders 13 und von dort zur Pumpe zurückfließt. Bei schwingender Strömung bzw. Ausübung der entsprechenden zeitlich veränderlichen Drehmomente durch einen Strömungsmesser auf die Welle 1 begibt sich diese in eine mittlere Lage, bei welcher die Summe der Über-und Unterschreitungen des Mittelwertes durch das strömende Mittel gleich Null ist, da die Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben abwechselnd nach links und nach rechts bewegt wird, jeweils der Durchflußmenge verhältnisgleich ist, um welche der Mittelwert über- bzw. unterschritten wird.
  • Die oben beschriebene Einrichtung eignet sich besonders in Verbindung mit Strömungsmessern, bei welchen der Differenzdruck an einer Drosselstelle im gesamten Meßbereich konstant gehalten wird und die Drosselöffnung bei Änderung der Strömung geändert wird. Er läßt sich bei zweckentsprechender Ausgestaltung aber auch in Verbindung mit solchen Strömungsmessern verwenden, bei welchen die Drosselöffnung konstant und der Difierenzdruck veränderlich ist.
  • Ein weiteres Anwendungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Gedanken, wonach die Geschwindigkeit der Bewegung einer Anzeigevorriclltung dem Unterschied verhältnisgleich sein soll, um welche der jeweilige Meßwert vom angezeigten Mittelwert abweicht, ist in Abb. 2 dargestellt. Durch die Leitung 14 und die Drossel 15 fließt beispielsweise Preßluft, die in einem Kolbenkompressor erzeugt wird und deshalb mit normalen Strömungsmessern nicht meßbar ist. Der Druck vor und hinter dem Staurand 15 wird durch die Leitungen I6 und 17 in die Räume I8 und 19 übertragen. Diese sind zum Teil mit einer Flüssigkeit angefüllt. Die Flüssigkeitsspiegel werden durch die Schwimmer 20 und 2I und die mit diesen starr verbundenen Ventile 22 und 23 immer auf konstanter Höhe gehalten. Die Räume 18 und 19 sind durch eine Leitung 24 mit einem Staurand 25 miteinander verbunden. Durch die Leitung 26 wird die Flüssigkeit mittels einer Pumpe 27 und dem Motor 28 aus dem Gefäß 29 in dem Maße in den Raum I8 gedrückt, wie der Schwimmer 20 und das Ventil 22 dieses zulassen. Durch das Ventil 23 gelangt das Wasser in die Leitung 30, in welcher sich eine Drossel 3I befindet.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Infolge des höheren Druck es im Raum I8 strömt die Flüssigkeit durch den Staurand 25 in den Raum I9, und zwar ist dieser Strom dem Strom in der Hauptleitung 14 verhältnisgleich. Über der Düse 3I sammelt sich das Wasser. Die Höhe des Wasserstandes ist ein Maßstab für die mittlere Strömungsmenge, denn die mittlere Durchflußgeschwindigkeit durch die Düse 3I ist verhältnisgleich dem Wert 1 hrn, worin hm die Höhe der Wassersäule im Rohr 30 ist. Mit einer verhältnisgleichen Geschwindigkeit bewegt sich der Wasserspiegel über der Düse 3I nach unten. Die durch das Ventil 23 zulaufende Wassermenge ist jeweils der Strömungsmenge in der Leitung 14 bzw. dem Aus- druck 1k verhältnisgleich, wobei h der am Staurand 15 und dem Staurand 25 herrschende Druckunterschied ist. Durch den Zulauf des Wassers bewegt sich der Wasserspiegel über der Düse 3I nach oben mit einer Geschwindigkeit, welche dem Wert Yh verhältnisgleich ist. Die tatsächliche Geschwindigkeit, mit welcher sich der Wasserspiegel bewegt, ist also verhältnisgleich dem Ausdruck Wh l/hm und damit ist wieder die Bedingung erfüllt, daß die Geschwindigkeit der Anzeigevorrichtung der Abweichung des tatsächlichen Wertes vom Mittelwert verhältnisgleich ist. Ein auf diesem Spiegel angebrachter Schwimmer würde also den Mittelwert der durch Leitung 14 strömenden Menge anzeigen.
  • Die oben wiedergegebenen Beispiele beschränken sich auf hydraulische Lösungen des Problems. Es sind aber auch mechanische und elektrische Lösungen für das Erfindungsprinzip möglich.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Mittelwertbildung aus zeitlich stark veränderlichen Werten einer Meßgröße, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Bewegung des den Mittelwert anzeigenden Gliedes der Abweichung des jeweiligen Meßwertes vom Mittelwert durch hydraulische Mittel verhältnisgleich gemacht wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I; gekennzeichnet durch die Verwendung eines mit Öffnungen (11) versehenen Kolbens (I2), der sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder (I3) bewegt und durch die Kraft eines Federhebels (3) in der Weise beeinflußbar ist, daß die Kraft eine bestimmte Funktion des Ausschlages des Federhebels ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Öffnungen versehener in einem mit Flüssigkeit angefüllten Zylinder befindlicher Kolben starr mit einem Meßgerät verbunden ist, welches eine von der Meßgröße abhängige Kraft überträgt, und daß in diesen Zylinder von der einen Seite fortlaufend eine bestimmte Flüssigkeitsmenge eingeführt wird, welche die Öffnungen des Kolbens durchströmt und an der anderen Seite wieder abgeführt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I bei der Messung schwingender Strömungen gekennzeichnet durch die Anordnung zweier mit Flüssigkeit gefüllter Räume (I8, I9), welche unter Konstanthaltung des Flüssigkeitsinhalts vom Druck vor und hinter einem Staurand (I5) beeinflußbar sind, und die durch eine mit einer Drossel (25) versehenen Leitung (24) verbunden sind, so daß durch diese Drossel jeweils eine Flüssigkeitsmenge strömt, welche der in der Hauptleitung strömenden Menge verhältnisgleich ist und welche mittels einer Düse o. dgl. meßbar ist.
  5. 5. Verfahren zur Mittelwertbildung aus zeitlich stark veränderlichen Werten einer Meßgröße, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Bewegung des den Mittelwert anzeigenden Gliedes der Abweichung des jeweiligen Meßwertes vom Mittelwert durch mechanische oder elektrische Mittel verhältnisgleich gemacht wird.
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