DE531629C - Anordnung zur mechanischen Regelung von Dampfkesselfeuerungen - Google Patents

Anordnung zur mechanischen Regelung von Dampfkesselfeuerungen

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DE531629C
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DE
Germany
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steam
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air
arrangement
fuel
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Expired
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DES81264D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Ferdinand Koehler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Anordnung zur mechanischen Regelung von Dampfkesselfeuerungen Aufgabe einer mechanischen Kesselregelung ist es, die Dampferzeugung dem Dampfbedarf anzupassen. Mit der im Dampf abzuführenden Energiemenge muß also die im Brennstoff zuzuführende Energiemenge ins Gleichgewicht gebracht werden, d. h. es sind zwei Mengen sowohl ihrem physikalischen wie ihrem materiellen Werte nach gegeneinander abzuwägen. Dieser Grundsatz wird dadurch verwirklicht, daß man die Regelanordnung unter den Einfluß zweier Mengenmesser stellt, von denen der eine die abgehende Energiemenge, also die Dampfmenge, der andere die zufließende Energiemenge, also die Menge des Brennstoffes oder der Verbrennungsluft, mißt. Solange das Gleichgewicht zwischen beiden Mengen vorhanden ist, heben sich die Wirkungen der beiden Impulse auf. Änderungen in der einen oder anderen Menge rufen eine Veränderung in der Stellung eines Regelgliedes hervor, das die Größe der zufließenden Energiemengen beeinflußt.
  • Es gibt nun eine Reihe von Betriebsfällen, in denen die lineare Abhängigkeit zwischen der primären und der sekundären Regelgröße, die in Abhängigkeit von der primären verändert werden soll, nicht erwünscht ist. Ein solcher Fall kann z. B. bei der Einregelung der Verbrennungsluft bei Belastungsänderungen der Kesselanlage vorliegen. Während bei Schwankungen um die normale Belastung herum einer Änderung der Dampfmenge eine direkt proportionale Änderung der Menge des Brennstoffes und der Verbrennungsluft entsprechen kann, ist es vielfach erwünscht, daß die Luftmenge bei kleinen Belastungen nicht im gleichen Verhältnis abnimmt, sondern daß in diesem Falle mit einem größeren oder kleineren Luftüberschuß gearbeitet wird als bei der normalen Belastung.
  • Diesen Betriebsbedingungen kann durch die Anordnung gemäß, der Erfindung dadurch Genüge geleistet werden, daß bei der Verwendung zweier Mengenmesser, deren Impulse auf den Regler einwirken, die Änderungen der- Gegenkräfte, die den Impulskräften das Gleichgewicht halten, bei beiden Impulsen nach verschiedenen, den Betriebsbedingungen entsprechenden Gesetzen verlaufen. Die Anordnung kann dabei in der Weise getroffen sein, daß sich die Abweichung der beiden Bewegungsgesetze über den ganzen Regelbereich oder nur über einen Teil davon erstreckt.
  • Das Schema einer Regelanordnung gemäß der Erfindung ist in der Abb. i dargestellt. Es handelt sich bei dieser Regelanordnung darum, der in der Leitung i strömenden Dampfmenge die Zufuhr der Verbrennungsluft durch die Leitung z anzupassen. Hierzu dient ein Regelwiderstand 3 für den Antriebsmotor q. eines Ventilators 5. Einzuregeln ist die Stellung des Widerstandes 3. Hierfür ist eine Hilfssteuerung 6 vorgesehen, die mit einem Kraftkolben 7 zusammenarbeitet. Die Kolbenstange 8 des Kolbens 7- ist mit dem Hebel 9 des Widerstandes 3 gekuppelt. Zur Messung der in der Leitung i strömenden Dampfmenge ist eine Stauscheibe io eingebaut, die durch Leitungen i t und i 2 mit einem Membrangehäuse 13 verbunden ist. Mit der Membran 14 dieses Taktgebers ist über eine Stange 15 und einen Hebel 16 der Steuerstift 17 der Hilfssteuerung 6 gekuppelt. Die Gegenkraft der Membran 14 wird gebildet durch eine Feder 18, deren Kraft bekanntlich in einem linearen Verhältnis zu ihrem Federweg steht.
  • Um die Luftmenge gegen die Dampfmenge abzuwägen, ist in die Leitung 2 ebenfalls eine Stauscheibe i9 eingebaut, die in gleicher Weise durch Leitungen 2o und 21 mit einem Rückführer 22 in Verbindung steht. Die Membran 23 des Rückführers ist über eine Stange 24 ebenfalls mit dem Hebel 16 gekuppelt.
  • Die Wirkungsweise des Reglers ist folgende. Es sei angenommen, der Dampf durchströme die Leitung i in der Richtung des Pfeiles 25 und der Bedarf der an diese Leitung angeschlossenen Verbraucher wachse. Hierdurch wird bei zunächst gleichbleibender Dampfmenge der Druck hinter der Stauscheibe io abfallen, die Druckdifferenz zwischen den Leitungen 12 und i i also ansteigen. Unter der Wirkung dieser Druckdifferenz bewegt sich die Membran 14 aufwärts und verstellt über die Stange 15 und den Hebel 16 bei feststehendem Drehpunkt 26 den Steuerstift 17 aufwärts. Dadurch wird dem bei 27 eintretenden Drucköl ein Weg durch den Kanal 28 über den Kolben 7 freigegeben. Der Kolben 7 bewegt sich abwärts und verstellt dabei den Hebel 9 des Widerstandes 3 in dem Sinne, daß sich die Drehzahl des Motors 4 und damit die Fördermenge des Ventilators 5 vergrößert. Einer Vergrößerung des Dampfbedarfs entspricht also eine Vergrößerung der Menge der Verbrennungsluft und damit zusammenhängend eine Vergrößerung der der Feuerung zugeführten Energie. Die Vergrößerung darf jedoch nicht beliebig weit verlaufen, sondern muß in dem Augenblick aufhören, in dein das Gleichgewicht zwischen Dampf und Luft wiederhergestellt ist. Diesem Zwecke dient der Rückführer 22. Bei einer Vergrößerung der in der Leitung 2 strömenden Luftmenge steigt auch die Druckdifferenz an der Stauscheibe i9 und in den Leitungen 2o und 21 an. Die Membran 23 wird infolgedessen nach unten durchgebogen und verstellt über die Stange 24 und den Hebel 16 bei feststehendem Drehpunkt 29 den Steuerstift 17 wieder zurück in seine Decklage. Dadurch wird der Regelvorgang beendet.
  • Wäre die Membran 23 wie die Membran 14 durch eine Feder gegenbelastet, so würde einer Veränderung der in der Leitung i strömenden Dampfmenge eine proportionale Änderung der in der Leitung :2 strömenden Luftmenge folgen. Es soll jedoch dieses Proportionalitätsverhältnis in einem bestimmten Sinne abgeändert werden. Zu diesem Zwecke ist eine Einrichtung geschaffen, die 'die Gegenkraft der Membran 23 nach diesem gewollten Gesetz beeinflußt. Hierzu ist in dem Ausführungsbeispiel ein mit einer Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, gefülltes Gefäß 30 mit einem Schwimmer 31 vorgesehen. Je nach der Durchbiegung der Membran 23, d. h. je nach der Änderung der Verdrängungstiefe des Schwimmers 31, wird infolge des Auftriebs eine größere oder kleinere Gegenkraft ausgeübt, die bei kreiszylindrischer Innenform des Gefäßes 30 sich proportional mit der Eintauchtiefe ändern würde. Zur Abänderung dieses Verhältnisses ist im Gefäß 30 eine Einlage 32 angeordnet, die in diesem Falle kegelförmig gestaltet ist. Einer Durchbiegung der Membran 23 um die Längeneinheit entspricht in diesem Falle keine lineare Veränderung der Eintauchtiefe und damit der durch den Auftrieb des Schwimmers 31 hervorgerufenen Gegenkraft, sondern bei der Abwärtsbewegung der Membran 23 eine vergrößerte Gegenkraft infolge starker Zunahme der Eintauchtiefe, bei der Aufwärtsbewegung eine verkleinerte Gegenkraft infolge verringerter Abnahme der Eintauchtiefe.
  • Die Ausbildung des Einsatzkörpers 32 richtet sich jeweils nach den Betriebsbedingungen. In Abb. 2 ist ein Schwimmergefäß dargestellt, das die umgekehrte Wirkung der Anordnung nach der Abb. i besitzt, d. h. bei abwärtsgehendem Schwimmer ist die Änderung der Gegenkraft je Längeneinheit des Schwimmerweges geringer als bei aufwärtsgehendem. .
  • In Abb.3 ist ein Schwimmergefäß dargestellt, bei dessen Verwendung die Abw eai.chung vom Proportion.alitätsgesetz erst nach Zurücklegung eines bestimmten Schwimmerweges eintritt. Bis zur Höhe h ist der Einsatz als Kreiszylinder ausgebildet und erst bei der Höhe hl kegelig. Während des Differenzweges w ist die Proportionalität zwischen den beiden Mengenmessern 13 und 22 gewahrt.
  • In den bisherigen Ausführungen war angenommen, daß der von der Leitung i ausgehende Mengenimpuls durch eine unmittelbar auf die Hilfssteuerung einwirkende Feder ausgeglichen sei. Bei dieser Anordnung geht die Mernbranbewegung in Abhängigkeit von der Strömungsmenge nach einem quadratischen Gesetz vor sich. Die Verschiedenheit der Bewegungsgesetze zwischen Taktgeber 13 und Rückführer 22 ist dabei durch den Einbaukörper 32 in den Zylinderrauen 30 hergestellt. Ändert man das quadratische Bewegungsgesetz des Taktgebers 13, z.B. dadurch, daß man die Feder nicht unmittelbar, sondern über Wälzhebel in der Weise wirken läßt, daß zwischen Dampfmenge und Taktgeberbewegung ein lineares Gesetz besteht, so müßte zur Durchführung der Erfindung der an sich parabolisch zu gestaltende Einsatzkörper 32 in seiner Form entsprechend geändert werden, um den erforderlichen Bewegungszusammenhang zu wahren.
  • Naturgemäß kann auch die Gegenkraft für den Taktgeber 13 durch eine Flüssigkeitssäule entsprechend der Anordnung für den Rückführer 22 ausgebildet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCfIE: i. Anordnung zur mechanischen Regelung von Dampfkesselfeuerungen, bei der die zuzuführende Luft- oder Brennstoffmenge nach der abzuführenden Dampfmenge eingeregelt wird und zu diesem Zweck zwei Mengenimpulse (z. B. Dampf, Luft oder Dampf, Brennstoff) gemeinsam auf eine Hilfssteuerung für die Stellwerke zur Luft- oder Brennstoffregelung einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen der Gegenkräfte, die den Impulskräften das Gleichgewicht halten, nach verschiedenen, den Betriebsbedingungen entsprechenden Gesetzen verlaufen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenkraft des von der einzuregelnden Größe (Luft, Brennstoff) abgeleiteten Impulses (23) eine Flüssigkeitssäule (3o bis 32) dient, deren Druckhöhe sich wegen der Verwendung besonders gestalteter Verdrängerkörper (Schwimmer, Behälter) mit dem von dem Schwimmer zurückgelegten Weg ungleichmäßig ändert.
DES81264D 1927-08-16 1927-08-16 Anordnung zur mechanischen Regelung von Dampfkesselfeuerungen Expired DE531629C (de)

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