DE31758C - Neuerung an elektromagnetischen Zeichengebern - Google Patents
Neuerung an elektromagnetischen ZeichengebernInfo
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- DE31758C DE31758C DENDAT31758D DE31758DA DE31758C DE 31758 C DE31758 C DE 31758C DE NDAT31758 D DENDAT31758 D DE NDAT31758D DE 31758D A DE31758D A DE 31758DA DE 31758 C DE31758 C DE 31758C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L15/00—Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
- H04L15/24—Apparatus or circuits at the receiving end
- H04L15/28—Code reproducing apparatus
- H04L15/285—Telegraph sounders; Apparatus for acoustic reception
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- Signal Processing (AREA)
- Electromagnets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
(Staat Nevada, V. S. A.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1884 ab.
Diese Erfindung besteht in einer gewissen Einrichtung in elektromagnetischen Apparaten,
welche zum Gebrauch in normal geschlossenem Stromkreise bestimmt sind.
Diese Einrichtung wird in folgendem in Verbindung mit einem Telegraphen - Klopfer oder
-Sounder beschrieben und ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist ein Grundrifs eines mit dieser
Neuerung ausgestatteten Klopfers,
Fig. 2 ein Längenschnitt nach der Liniey-y
der Fig. 1,
Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie x-x
der Fig. i,
Fig. 4 eine schematische Skizze, welche das Princip dieser neuen Einrichtung erläutert.
A bezeichnet den Elektromagneten, B seine Armatur, C den Armaturhebel, welcher, wie
gebräuchlich, an der Vorder- sowohl als Rückseite mit Anschlägen oder Einhaltvorrichtungen
versehen ist, und D die Zugfeder, welche die Armatur gegen die rückwärtige Einhaltvorrichtung
zu halten bestrebt ist. Der Magnet sowie die Träger E und E1 stehen auf der metallenen
Basis F. An jedem der Kerne A1 des Magneten
sind zwei Spiralen angeordnet, von welchen die mit α bezeichnete eine Spirale von
geringem Widerstand und direct auf dem Kern angeordnet ist, während die mit b bezeichnete
eine Spirale von bedeutend höherem Widerstände ist und die Spirale α umgiebt.
Die gleichen Spiralen der beiden Kerne sind auf die gebräuchliche Weise zusammen verbunden,
so dafs, streng genommen, der Magnet eigentlich nur eine dicke und eine dünne Spirale
besitzt.
t>as eine Ende der dünnen Spirale b ist
durch Draht n> mit der Klemme P verbunden.
Das an demselben Kern befindliche Ende der dicken Spirale α ist durch einen Draht wx
mit derselben Klemme P verbunden. Das andere (am anderen Kern befindliche) Ende
der dünnen Spirale b ist durch einen Draht w2
mit der Klemme P1 verbunden. Das andere (ebenfalls am anderen Kern befindliche) Ende
der dicken Spirale α ist durch einen Draht w%
mit einer Contactsäule Q. verbunden, welche an ihrem oberen Ende mit einer justirbaren,
d. h. verstellbaren Contactspitze q versehen ist, die im Pfade oder in der Bahn einer am rückwärtigen
Ende des Armaturhebels befestigten Contactfeder c angeordnet ist. Der Armaturhebel
ist mit der Klemme P1 elektrisch verbunden, und zwar im vorliegenden Falle durch
die Tragsäule E, die metallene Basis F und
den dicken Draht »/*.
Angenommen nun, der Klopfer oder Sounder wäre bei einer Localbatterie zu verwenden, die
einen Widerstand von einer Einheit hat, und zwar einschliefslich des Leiters, welcher dieselbe
mit dem Klopfer oder Sounder verbindet, dann sollte die Spirale α von geringem Widerstände
denselben Widerstand, nämlich eine Einheit, besitzen.
Der Erfinder macht diese Spiralen vorzugsweise aus Draht von einer solchen Dicke
oder Stärke, dafs jede derselben den halben Raum der Spule einnimmt. Die Spirale b hat
einen 3 ο mal so grofsen Widerstand als die Spirale a.
Wenn die Armatur vom Magneten angezogen wird, findet zwischen der Contactfeder c und
der Contactspitze q eine Unterbrechung des durch die Spirale α von geringem Widerstände
führenden Stromkreises statt, während der durch die Spirale b von hohem Widerstände
führende wohl ununterbrochen bleibt, jedoch insofern beeinflufst wird, als, wenn nach Unterbrechung
des Stromkreises die Feder D die Armatur gegen den rückwärtigen Einhalt zieht
und an der anderen Seite den Contact zwischen c und g herstellt und nun ein neuer
Strom in die Spiralen gesandt, d. h. eine Schliefsung bewerkstelligt wird, dieser Strom
auf die beiden Spiralen im umgekehrten Verhältnifs ihrer Widerstände vertheilt, d. h. in
einem grofsen Mafse von der dünnen Spirale abgelenkt wird.
Die Wirkung und der Zweck dieser Einrichtung werden erklärlich, wenn man sich die
auf einander folgenden Stellungen der verschiedenen Theile des Apparates vergegenwärtigt,
die diese einnehmen, wenn der Klopfer während der Uebersendung einer Botschaft den
Unterbrechungen und Schliefsungen des Stromkreises zufolge operirt.
Wie in der schematischen Skizze, Fig. 4, dargestellt ist, wird angenommen oder vorausgesetzt,
dafs der Klopfer oder Sounder durch Drähte I I in einen Localstromkreis eingeschlossen
ist, welcher durch das gebräuchliche Relais R geschlossen wird. Der Strom passirt
nun blos durch die Spiralen b von hohem Widerstände, welche die Kerne hinreichend
magnetisiren, um sie zu veranlassen, den Armaturhebel gegen die Wirkung der Zugfeder
auf seiner vorderseitigen Einhaltvorrichtung zu halten; diese Spiralen würden jedoch
die erwähnten Kerne nicht hinreichend magnetisiren, um dieselben zu veranlassen, die Armatur
prompt anzuziehen, wenn der Hebel sich in seiner rückwärtigen Stellung befände. Wenn
das Relais den Localstromkreis unterbricht, wird die Armatur durch die Zugfeder von den
Magnetpolen weggezogen und die Contactfeder c trifft die Contactspitze q und schliefst dadurch
die Unterbrechung der durch die Spirale α von geringem Widerstände führenden Stromkreisbahn.
Es passirt jedoch selbstverständlich kein Strom, bis das Relais den Localstromkreis
schliefst, worauf nahezu der ganze Strom (nämlich 80/31) von der Batterie durch die erwähnte
Spirale passirt, jedoch blos für einen Augenblick, da der Stromkreis durch die Spirale von
geringem Widerstände wieder unterbrochen wird, wenn die Kerne unter der kräftigen Wirkung
dieser Spirale die Armatur prompt anziehen und den Hebel veranlassen, an seine vordere Einhaltvorrichtung zu schlagen, während
die Feder c aufwärts und aufser Contact mit der Spitze q geworfen wird. Der Strom
geht nun blos durch die Spirale von hohem Widerstände, welche eben hinreichend wirksam
ist, um, wie oben erklärt wurde, die Armatur niederzuhalten.
Diese Einrichtung ermöglicht es, bei verhältnifsmäfsig geringem ökonomischen Gebrauch
an Strom, ein promptes, leichtes, deutliches und verlässliches Functioniren des Klopfers zu
sichern.
Diese Einrichtung kann mit gleichem Vortheil bei anderen elektromagnetischen Apparaten
ähnlicher Art, wie Zeichengeber, Manipulatoren u. dergl. (für Benutzung mit normal geschlossenem
Stromkreise), angewendet werden.
Es mufs noch bemerkt werden, dafs die elektrische Verbindung des Armaturhebels mit
der Klemme P1 auf irgend eine andere Weise hergestellt werden kann, ohne vom Wesen
dieser Erfindung abzuweichen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei elektromagnetischen Apparaten, wie Klopfer, Zeichengeber, Manipulatoren u. dergl., für Benutzung mit normal geschlossenem Stromkreise die Einrichtung, den Elektromagneten mit zwei Spiralen, einer von hohem und einer von geringem Widerstände, zu versehen, deren Verbindungen so hergestellt sind, dafs bei jedesmaliger Schliefsung des unterbrochenen Stromkreises der durch die dicke Spirale gehende Strom den Armaturhebel an den Magneten anzieht, dadurch jedoch sofort unterbrochen wird und der nun durch die dünne Spirale allein gehende Strom den Armaturhebel am Magneten festhält, welche Einrichtung es ermöglicht, bei verhältnifsmäfsig geringem ökonomischen Gebrauch an Strom ein promptes, leichtes, deutliches und verläfsliches Functioniren der oben erwähnten Apparate zu sichern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31758C true DE31758C (de) |
Family
ID=307821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31758D Expired - Lifetime DE31758C (de) | Neuerung an elektromagnetischen Zeichengebern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31758C (de) |
-
0
- DE DENDAT31758D patent/DE31758C/de not_active Expired - Lifetime
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