DE289407C - - Google Patents

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DE289407C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/02Non-polarised relays
    • H01H51/04Non-polarised relays with single armature; with single set of ganged armatures
    • H01H51/06Armature is movable between two limit positions of rest and is moved in one direction due to energisation of an electromagnet and after the electromagnet is de-energised is returned by energy stored during the movement in the first direction, e.g. by using a spring, by using a permanent magnet, by gravity

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 289407 KLASSE 21c. GRUPPE
HANS KRÖNER in MÜNCHEN.
und Telegraphenanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1914 ab.
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais zum Ableiten von Fremdströmen, bei welchem ein Kippanker einen Schleppkontakt beeinflußt, in dessen Arbeitslage die Fremdströme von den entsprechenden Apparaten, zumeist Schwachstromapparaten, abgehalten werden. Gegenüber bekannten Relais dieser Art kennzeichnet sich die Erfindung durch das eigenartige Zusammenarbeiten des
ίο Kippankers mit dem Schleppkontakt, das am besten an Hand der Zeichnung erläutert wird. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines solchen Relais in Fig. ι im Längsschnitt und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt. Fig. 3 zeigt das Schaltungsschema. Das Relais besteht aus einem Elektromagneten, dessen Kern α von einer oder zwei Spulen b, b1 erregt wird. Der im Querschnitt etwa U-förmige Anker d ist als Kippanker ausgestaltet, indem er um eine unten und nach rückwärts verlegte Achse e schwingbar gelagert ist, so daß der Anker ein ihn vom
Kern α entfernendes Überfallgewicht besitzt.
Am Außenkörper f des Elektromagneten ist vor dem Anker d eine Metallbrücke g befestigt, die durch den Körper f geerdet ist und einen zwischen die Ankerseitenschenkel ragenden Kontakt, z. B. ein Kohlenklötzchen h, trägt. Die Rückseite der Metallbrücke g dient dem Anker ä als Anschlag oder Rast. Unter der Kontaktbrücke g ist ein Schleppkontakt angeordnet, der aus einem um die Achse i drehbaren Körper k besteht, auf welchem zwei Kontakte, z. B. Kohlenkontakte nt, ni1, isoliert voneinander befestigt sind, welche unter dem Kontaktklotz h liegen. Die Kontakte m, m1 sind in geeigneter Weise, z.B..mit Hilfe von Kupferblättern I und Leitungen u, u1 (vgl. auch Fig. 3), mit den Spulen b, b1 leitend verbun^ den. Der Schleppkontakt wird durch geeignet angreifende Federn, z. B. durch die sich gegen die Brücke g anpressenden Blattfedern 0, stets mit dem freien Ende nach aufwärts gedrückt. Dieses hat seitlich zwei zapfenartige Vorsprünge -p, welche von unten her gegen Stifte q anliegen, die in den Seitenschenkeln des Kippankers befestigt sind.
An der vorderen Spulenwand w kann oben eine Kontaktfeder χ angebracht sein, die durch eine Nase y des Ankers d gegen einen Kontakt ζ gedrückt wird, sobald der Anker d vom Kern α angezogen wird.
Hierdurch kann irgendein Anrufsignal oder ein anderes sieht- oder hörbares Zeichen, z. B. eine Signallampe, eine Glocke o. dgl., betätigt werden.
Das Relais ist nach dem in Fig. 3 angegebenen Schema so in die Leitung eingeschaltet, daß jeder Leitungsast v, v1 an das eine Ende s, s1 der Spulen b, b1 angeschlossen ist, deren andere Enden t, t1 mit irgendeinem elektrischen Apparat r, z. B. einem Fernhörer, verbunden sind, von welchem schädliche Fremdströme abgehalten werden sollen. Die Kohlenkontakte m, m1 sind durch die Leitungen u,
parallel zum Apparat r geschaltet. Der An-
u1
ker d stellt im Schema zugleich die mit der Erde verbundene Brücke g, h dar. .
Die Wirkungsweise des Relais ist folgende: In der Ruhestellung, also bei Stromlosigkeit, fällt der Anker ä zufolge seines kippend wirkenden Übergewichtes so weit nach vorn, daß er an der Brücke g anliegt. Hierbei sind die Kontakte m, m1 vom Kurzschlußkontakt h getrennt. Wenn nun durch die Leitungen ν, υ1
ίο ein genügend starker Strom fließt, wird der Anker d vom Elektromagneten α angezogen. Dadurch werden die Zapfen q angehoben, und der Schleppkontakt wird durch die Federn ο nachgerückt, bis die Kontakte m, m1 mit dem festen Kontakt h in Berührung kommen. Dadurch wird der Apparat r kurzgeschlossen, so daß der Strom nicht mehr durch ihn fließt. Mit Hilfe dieses Relais können also Fremdströme von den betreffenden Apparaten abgehalten werden. Es eignet sich insbesondere für Telephon- und Telegraphenanlagen, da mit ihm Fremdströme, die sonst durch den Hörer fließen und störende, unter Umständen sogar das Gehör beschädigende Nebengeräusche ver-Ursachen, sicher und wirkungsvoll vom Hörer abgehalten werden. Die Wirkung der in die Leitungen v, v1 eingeschalteten Spulen b, b1 ist dabei so berechnet, daß der Sprechstrom den Elektromagneten a. des Relais nicht genügend erregt, so daß der Anker d nicht betätigt wird. Gelangt aber irgendein Fremdstrom in die Leitung, so arbeitet das Relais in angegebener Weise und hält ihn vom Hörer ab. Handelt es sich um geerdete Fremdströme, ζ. B. atmosphärische oder Starkstromentladungen, so fließen diese durch die geerdete Brücke g ab. Gelangt irgendein anderer Fremdstrom, z. B. ein Rufstrom, in das Relais, so fließt er über die kurzgeschlossenen Kontakte m, m1 ab, ohne in den Hörer zu gelangen. :
Zufolge seiner Bauart arbeitet das Relais für jede Stromart vollständig sicher und zuverlässig. Bei Gleichstrom-Fremdströmen schlägt der ungehemmte Anker d ruckartig sofort an, wobei er dem Schleppkontakt vorauseilt. Bei Wechselstrom-Fremdströmen, besonders bei solchen mit niederer Periodenzahl, wirkt der unter dem Einfluß der Federn 0 stehende Schleppköntakt derart auf den Anker d, daß dieser beim Durchgang der Stromkurve durch Null nicht immer wieder abfällt, sondern für die Dauer des Fremdwechselstromes stets angezogen bleibt.
Durch die Rast an der Brücke kann der Kippanker so eingestellt werden, daß er, trotz seines Übergewichtes, bei dem schwächsten Fremdstrom, der im Hörer schädliche Nebengeräusche verursacht, sofort anschlägt.
Dem Relais kann irgendeine der bekannten Hochspannungs- oder Blitzschutzvorrichtungen vorgeschaltet werden, um während der Wirksamkeit von außen kommende, ungewöhnlich starke elektrische Entladungen abzuhalten.
Das Relais kann in jedem Amte und an jeder Stelle, z. B. am Arbeitstisch, angebracht werden, da es verhältnismäßig klein ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektromagnetisches Relais, dessen Kippanker einen Schleppkontakt beeinflußt, zum Ableiten von Fremdströmen, insbesondere für Telephon- und Telegraphenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Ruhelage durch sein Übergewicht vom Magneten (a) entfernt gehaltene Kippanker (d) auf den Schleppkontakt (k) im Sinne des öffnens von dessen Ableitungskontakten (w, ml, h) einwirkt, der Schleppkontakt · (k) dagegen durch Federn (0) o. dgl. entgegengesetzt 'zur Kipprichtung des Ankers (d)
    . beeinflußt wird, so daß in der Arbeitslage der Schleppkontakt (k) dem Abfallen des
    ■ vom Magneten (a) angezogenen Kippankers (d) entgegenwirkt. .. ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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