DE313803C - - Google Patents

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DE313803C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

Das Fetten von Leder geschieht mit Hilfe von Fettemulsionen, aus welchen die fein verteilten Öle und Fette gleichmäßig vom Leder aufgenommen werden. Je gleichmäßiger verteilt die Öle und Fette in der Emulsion enthalten sind, um so besser und gleichmäßiger dringen sie ins Leder ein.
Die beste Emulsion ist das Eigelb, welches namentlich zur Herstellung des feinsten Leders,
ίο des Glaceleders, dient. Das im Eigelb enthaltene 'Emulgierungsmittel ist das Eiweiß. Für weniger feine Ledersorten dient der Degras, welcher Seifen und Eiweißstoffe als Emulgierungsmittel enthält, ferner andere Ölseifenemulsionen. Außerdem verwendet man Öllösungen, welche durch Sulfurierung der öle erhalten werden. Die Ölseifenemulsionen und die sulfurierten öle, welche hauptsächlich der Fettung von Chromleder dienen, haben den Nachteil, daß sie durch die Säure des Leders leicht zersetzt werden und so das Leder wohl äußerlich fetten, aber nicht eindringen können.
. Es wurde gefunden, daß man die zur Fettung
des Leders nötige gleichmäßige Verteilung der Öle und Fette sehr schön erzielt, indem man sie mit hochkolloidalem Ton und ähnlichen Mineralien mischt. Solche Mischungen lassen sich ganz gleichmäßig mit Wasser anrühren, ohne Fett abzuscheiden. Sie dringen in diesem Zustand leicht ins Leder ein und fetten es zugleich.
Die Wirkung' wird erhöht, , wenn man die · Fettung in der Wärme vornimmt und auch wenn man außer dem Fett noch ein flüchtiges Fettlösungsmittel, wie Aceton, Benzin usw. beimischt. Es lassen sich so alle Arten von Fetten und ölen, auch sulfurierte, dem Leder einverleiben. ,' ■ .
Auch bei der Fettgerbung mit Tran lassen sich solche Trantonmischungen zweckmäßig verwenden und beschleunigen hierbei die1 Gerbung.
Beispiel: ,
Herstellung von Glaceleder.
100 kg Blößen werden mit einer Mischung von-8 kg Alaun, 3 kg Kochsalz, 10 kg Ton, 2- kg Eieröl und 80 Liter Wasser im Gerbfaß ι Stunde gewalkt, nach 24 Stunden zum Trocknen aufgehängt, getrocknet und wie üblieh auf Glaceleder weiter verarbeitet.
Das Öl wird mit dem Ton vor der Beimischung zu der Alaunsalzlösung ganz gleichmäßig fein verrieben.
Im angegebenen Ausführungsbeispiel kann Eieröl durch andere Öle oder Fette ersetzt werden, wie durch Rizinusöl, Klauenöl, Olivenöl, Tran u. a. '
Es ist bereits bekannt, zum Gerben Mischungen von Metallseifen, insbesondere Eisenseife, mit Ton und Öl zu verwenden. Der Zusatz von Ton soll hierbei zur Vermeidung der Klumpen-
bildung dienen, und der Zusatz von Öl ebenso wie dej von ,Kochsalz ist, wie auch sonst, wegen der ZügigKeit des Leders erforderlich.' :;; .,,.:;;, .'■£ j-,'Ί A-. Von diesem Gerbverfahren mittels Metallseife war nicht abzuleiten, daß Ton1 allein zur Herstellung von Ölemulsionen zur Fettgerbung und zur Fettung von Leder nicht nur geeignet ist und ausreicht, sondern auch die oben erwähnten Vorteile bietet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von ' Fettemulsionen zum ,Fetten von Leder aller Art und zur Fettgerbung, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verwendende öl oder Fett durch Verreiben mit hochkolloidalem Ton oder ähnlichen Mineralien gegebenenfalls unter Zusatz eines flüchtigen Fettlösungsmittels, emulgiert wird.
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