DE307166C - - Google Patents

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DE307166C
DE307166C DENDAT307166D DE307166DA DE307166C DE 307166 C DE307166 C DE 307166C DE NDAT307166 D DENDAT307166 D DE NDAT307166D DE 307166D A DE307166D A DE 307166DA DE 307166 C DE307166 C DE 307166C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G7/00Distillation of hydrocarbon oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

Bei der bisher üblichen Verschwelung von bituminösen Stoffen, wie Braunkohle, Schiefer, Lignit, in Schwelöfen gewinnt man einen Teer, der neben der Gewinnung von reichlichen Mengen hochschmelzbaren Paraffins nur die Gewinnung von wenig viskosen ölen gestattet.
Auch wenn man die Vergasung der bituminösen Stoffe, z. B. der Braunkohle bzw.
ίο der brikettierten Braunkohle, in den gewöhnlichen Schachtgeneratoren unter Gewinnung von Nebenprodukten vornimmt, liefert der dabei entstehende Generatorteer selbst bei sorgfältigster Weiterverarbeitung keine brauchbaren Schmieröle und auch nur geringe Mengen von schwer gewinnbarem Paraffin.
Es hat sich nun gezeigt, daß, wenn man
die bituminösen Stoffe unter Vermeidung einer zu weitgehenden Zersetzung verschwelt und den gewonnenen Teer wiederum unter Vermeidung einer weitgehenden Zersetzung der Destillation unterwirft, hochviskose, hochentflammbare Schmieröle in guter Ausbeute erhalten werden. Die Verschwehmg als erster Teil des Verfahrens wird nicht ausschließlich durch äußere Hitze oder Verbrennung der Kohle ausgeführt, sondern teils durch. äußere Hitze und teils durch heiße . Gase, welche das zu verschwelende Material durchstreichen. Durch die Gase wird die Erwärmung des Materials in Unterstützung der von außen angewandten Wärme bewirkt und gleichzeitig durch die hindurchstreichen- ] den Gase die aus dem Material gebildeten Öle usw. der weiteren Umbildung durch- die ; Hitze entzogen. Hierfür ist es notwendig, ' daß eine hinreichende Menge von Gas durch ; das zu verschwelende Material hindurchtritt, um eine genügende Wärmemenge auf dasselbe zu übertragen und die kondensierbaren j Stoffe vor ihrer Zersetzung zu entfernen. Die Verschwelung kann z. B. in einem Generator mit eingesetzter Vorschwelkammer, wie er in den Patenten 169127 und 186861 ι oder nach System Pinsch (s. von !hering, Die Gasmaschine 1. Teil, S. 244 unten) beschrieben ist, bzw. in einem Generator mit möglichst ausgedehnter Verschwelung erfolgen. Das Austreiben des Teers aus der Braunkohle geschieht hierbei sowohl durch die Wärme der die Schwelkammer umstreichenden Gase als auch durch das die Schwelkammer selbst bzw. den hohen Vorschwelraum durchziehende heiße Generatorgas.
Es wurde nun gefunden, daß, wenn man den in solchen Generatoren erzeugten Teer einer schonenden, eine Zersetzung vermeidenden Destillation mit überhitztem Wasserdampf oder mit überhitztem Wasserdampf und unter Anwendung von Vakuum unterwirft, überraschender Weise sich sehr erhebliche Mengen von hochviskosen und hoch-

Claims (1)

  1. entflammbaren Schmierölen gewinnen lassen, die beispielsweise als Lagerschmieröle für schwerbelastete und schnellaufende Maschinenteile den aus Erdölen erzeugten Schmicrölen nicht nachstehen.
    So wurden beispielsweise bei der unter Anwendung1 von Wasserdampf und Vakuum vorgenommenen Destillation von Braunkohlentecr, welcher durch Vergasen von Braunkohlenbriketts im Generator mit eingesetzter Schwelkammer erzeugt worden war, etwa 20 Prozent eines Maschinenöles mit Viskosität von 6,2 bei 500 und i88° Flammpunkt und etwa 10 Prozent eines Spindelöls mit A^iskosität von 4 bis 200 und 150° Flammpunkt gewonnen, ohne daß die Gewinnung von Paraffin gegenüber dem in den gebräuchlichen Schwelöfen erzeugten Braunkohlenteer, was sowohl Menge als auch Güte anbelangt, eine Einschränkung erfuhr.
    Dieses Ergebnis ist durchaus neu und konnte nach dem bisher Bekannten nicht vorausgesehen werden.
    Es ist überhaupt nicht möglich, hochviskose und hochentflammbare Schmieröle ans Schwel- oder Generatorteeren lediglich auf dem Wege der gewöhnlichen Destillation ohne Vakuum und ohne Wasserdampf zu erreichen, und solche Schmieröle waren bisher auch nicht bekannt. Um diese zu gewinnen, j ist es durchaus notwendig, daß man von einem j Teer ausgeht, der durch Verschwelung im Generator erhalten wurde.
    Bei gewöhnlicher Destillation gibt auch :
    dieser Generatorteer keine Schmieröle eben- ; sowenig wie der normale Schwelteer, z. B. ; der Thüringer Industrie, selbst bei der Wasserdampfdestillation.
    Erst dadurch, daß der unter Vorschwelung j bzw. unter ausgedehnter Verschwelung gewonnene Teer aus der Vergasung bitunii- j nöser Stoffe, insbesondere aus Braunkohlen oder Braunkohlenbriketts, einer schonenden Destillation unterworfen, wird, ist die Gewinnung hochviskoser und hochentflamm- : barer Schmieröle aus solchen Teeren möglich geworden.
    Geradezu als ausgeschlossen wurde es weiter betrachtet, im Verlaufe einer schonenden Destillation auch Paraffin in gleicher Ausbeute zu gewinnen, wie bei der Destillation ohne Wasserdampf. So bemerkt Scheidthauer (Die Fabrikation der Mine- ralöle, Seite 110, Absatz 1), daß die Destillation des Teeres unter Benutzung von Wasserdampf keine Anwendung gefunden hat und das festgestellt worden ist, daß dadurch die Paraffinausbeutc vermindert wird, denn das im Teer noch enthaltene Bitumen destilliert dann, ohne sich zu zersetzen.
    Die bisherige Meinung, daß das Paraffin nur durch die zersetzende Destillation des Bitumens aus dem Teer gewinnbar wird, ist durch vorliegendes Verfahren widerlegt, denn bei diesem Verfahren wird neben, der Erzeugung hochviskoser und hochentflamimbarer Schmieröle, die nur durch schonende Destillation möglich ist, fast genau derselbe Prozentsatz hochwertigen Paraffins ohne besondere Schwierigkeit gewonnen, wie bei der gewöhnlichen Destillation.
    Die Ausführung des Verfahrens kann beispielsweise in folgender Weise geschehen:
    Stückige Braunkohle bzw. Braunkohlenbriketts oder bituminöser Schiefer, Lignit u. dgl. werden im Generator mit eingesetzter Vorschwelkammer bzw. in einem Generator mit möglichst ausgedehnter Verschwelung vergast und der hierbei entstehende Teer in üblicher AVeise abgeschieden und entwässert. Der ' Braunkohlenteer wird darauf einer schonenden Destillation mit überhitztem Wasserdampf oder im Vakuum und unter gleichzeitiger Anwendung von überhitztem Wasserdampf unterworfen. Aus den erhaltenen Destillaten wird nach vollständiger Entwässerung das Paraffin in üblicher Weise durch Kühlung und Filtration abgeschieden. Die erhaltenen Öle liefern nach nochmaliger schonender Redestillation Schmieröle von der' oben angegebenen Beschaffenheit und Menge.
    Ρλ tent- A ν s ρ u u c Ii:
    Verfahren zur Gewinnung von hoch- 9" viskosen und hochentflammbaren
    Schmierölen aus bituminösen Stoffen, insbesondere Braunkohlenteer, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ausgangsstoffe, \vie z. B. Braunkohle oder Braunkohlenbriketts, in Generatoren mit ausgedehnter Verschwelung vergast und den dabei erzeugten Teer einer möglichst schonenden Destillation mit überhitztem Wasserdampf, gegebenenfalls im Yakuum, unterwirft.
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