DE306471C - - Google Patents

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DE306471C
DE306471C DENDAT306471D DE306471DA DE306471C DE 306471 C DE306471 C DE 306471C DE NDAT306471 D DENDAT306471 D DE NDAT306471D DE 306471D A DE306471D A DE 306471DA DE 306471 C DE306471 C DE 306471C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/34Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with ozone; by hydrolysis of ozonides

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Description

Versuche, Kohle, insbesondere Steinkohle, in lösliche, auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften verwertbare Stoffe zu verwandeln, sind früher vielfach gemacht worden. Erwähnt sei die Behandlung mit Permangarat, Salpetersäure und sogenannter bromierter Lauge (vgl. Hinrichsen-Muck, Chemie der Kohle, Seite 201 bis 207). Die Einwirkung dieser Stoffe auf die Kohle ist aber nur gering.
xo Bei Versuchen zur Ermittelung der Gründe für die Selbstentzündung der Kohle hat man auch Luft oder Sauerstoff unter steigender Erhitzung auf die Kohle einwirken lassen. Hierbei wurde unter anderem die Entstehung von Huminsäuren beobachtet, das heißt von Stoffen, die erst durch Zusatz von Alkalien in Lösung gebracht werden konnten.
Ebenso ist die Einwirkung von ozonisierter Luft oder ozonisiertem Sauerstoff, auf die Kohle bekannt. Auch hierbei erfolgt unter den befolgten Arbeitsbedingungen lebhafte Reaktion, die bis zur Selbstentzündung der Kohle führt.
Es wurde nun gefunden, daß man bei dauernder Mäßigung und ausreichender Fortführung der Reaktion des Ozons auf die KoIiIe, z. B. auf Steinkohle, zweckmäßig in feiner Verteilung trocken oder feucht unter Vermeidung stärkerer Erwärmung Verbindungen, die schon, in Wasser löslich sind, erhalten und mit der Zeit nahezu die gesamte Kohle in Lösung bringen kann. Die eingedampften Lösungen hinterlassen dann eine saure hygroskopische Masse, die einen auffallenden Geruch nach Karamel aufweist.
Beispiel I.
9,6 g westfälische Steinkohle (Fettkohle mit 78 Prozent Koksausbeute) wird aufs feinste gepulvert und in Wasser aufgeschwemmt. In die Masse ward bei Zimmertemperatur ozon'sierter Sauerstoff eingeleitet. Nach mehrtägigem Einleiten wird' nitriert. Auf dem Filter verbleiben nur noch 0,7 g Kohle; es sind also über 92 Prozent aufgelöst. Das FiItrat ist tiefbraun gefärbt und liefert beim Eindampfen 9,2 g eines wasserlöslichen Erzeugnisses von saurem Charakter mit Karamelgeruch. Die chemische Konstitution der so erhaltenen organischen Säure ist noch nicht bekannt. Sie ist leicht löslich in Wasser, weniger leicht in Alkohol und fast unlöslich in Äther.
Für manche Zwecke ist es von Vorteil, zwecks Mäßigung oder Verstärkung der Wirkung des Ozons, die Ozonisierung nicht nur bei Gegenwart von Wasser, sondern auch bei Gegenwart von Säuren oder Basen oder Salzen oder sonstigen neutralen Körpern vorzunehmen. In allen Fällen aber besteht das Wesentliche des Verfahrens in der Einwirkung des Ozons auf die Kohle unter Bedingungen, die den Eintritt höherer Erwärmung oder gar Selbstentzündung ausschließen, und seiner Fortführung, bis die Überführung der Kohle in lösliche organische Verbindungen stattgefunden hat.
Beispiel II.
10 g fein gepulverte Steinkohle (Fettkohle) wird in 100 ecm Eisessig suspendiert und
24 Stunden mit 6 prozentigem Ozon behandelt. In dieser Zeit gehen annähernd 50 Prozent der Kohle mit^ rotbrauner Farbe in Lösung. Αιίέΐι ausufern unlöslich gebliebenen Teil lassen,· sich η achträglj.^.. durch Behandeln mit Alkohol noch weitere 10 Prozent ausziehen. Eisessig wird durch Ozon kaum angegriffen.
Die Einwirkung des Ozons beschränkt sich keineswegs auf Steinkohlen. Auch andere Kohlenarten, z. B. Braunkohlen, zeigen ein ähnliches Verhalten. Insbesondere bei diesen ist es notwendig, durch Niedrighalten der Temperatur darauf zu achten, daß nicht an Stelle der Bildung löslicher organischer Verbindungen Selbstentzündung eintritt (vgl. die Zeitschrift Braunkohle, Jahrgang 7, Seite 69 ff). Bei der Aufschließung der Kohle mit Ozon gemäß der Erfindung erfolgt also keine weitgehende Zerstörung, sondern es entstehen in hoher Ausbeute Erzeugnisse, die im wesentlichen aus einem Gemenge komplizierter und einfacher organischer Säuren bestehen und deshalb im Gegensatz zu der unlöslichen Kohle zu den verschiedensten chemischen Zwecken weiter Verwendung finden können.

Claims (1)

  1. Pate nt-An SPRU ch:
    Verfahren zur Überführung von Kohle in lösliche organische Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Kohle für sich oder in Gegenwart anderer geeigneter Stoffe unter Vermeidung stärkerer Erwärmung so lange Ozon einwirken läßt, bis die Kohle größtenteils in'wass
    lösliche Stoffe übergeführt ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889744C (de) * 1942-01-20 1953-09-14 Bernhard Juettner Verfahren zur Herstellung von Gemischen wasserloeslicher aromatischer Carbonsaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889744C (de) * 1942-01-20 1953-09-14 Bernhard Juettner Verfahren zur Herstellung von Gemischen wasserloeslicher aromatischer Carbonsaeuren

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