DE300102C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/22—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil
- H01H47/223—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil adapted to be supplied by AC
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Auslösung von Schaltbewegungen durch
schwache Wechselströme, wie sie beispielsweise in den Empfangsapparaten für drahtlose Teler
graphie zur Verfügung stehen. Die Vorrichtung ,bedient sieh .in bekannter Weise eines Mikrophonrelais,
durch das die schwachen Wechselströme gesandt werden, so daß sie den Widerstand des in einem Orts-Gleicbstromkreis Hegenden
Mikrophons verändern und durch die damit verbundene Stromänderung ein in den
Gleichstromkreis eingeschaltetes Umschalterelais Wirkung bringen. Hierbei hat sich der
Nachteil ergeben, daß die durch die Temperatur und sonstige Einflüsse bedingten allmählichen
Änderungen des Mikrophonwiderstandes sich störend für die Wirkungsweise des Umschalterelais
bemerkbar machen.
Es sind ferner Schaltungsanordnungen bekannt geworden, bei denen der das Mikrophon
enthaltende Gleichstromkreis über einen Widerstand geringen Wertes, und zwar die Primärwicklung
eines Übertragers, geschlossen und an die Enden dieses Widerstandes in Reihe mit
einem Kondensator ein Vibrationsrelais angeschlossen ist. Dieses beeinflußt seinerseits ein
Umschalterelais, dessen Anker in zwei Lagen, . je nachdem das Vibrationsrelais schwingt oder
in Ruhe verharrt, die gewünschten Schaltvorgänge hervorruft. Bei dieser Anordnung ist
zwar der Schaltvorgang unabhängig von den allmählichen Änderungen des Mikrophonwiderstandes,
sie hat aber den Nachteil gegenüber der zuerst geschilderten, daß das Mikrophonrelais
das Umschalterelais erst unter Zwischenschaltung eines Vibrationsrelais beeinflußt, das
einen weiteren, und zwar einen sehr empfindlichen Apparat darstellt.
Gemäß der Erfindung sind die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermieden und deren
Vorteile dadurch vereinigt, daß das Umschalterelais in Reihe mit einem Kondensator geschaltet
und diese Kombination parallel zu einem vorzugsweise induktionslosen Widerstand
des Mikrophonkreises gelegt ist. Vorteilhaft ist es hierbei, in den Mikrophonkreis einen
Widerstand ,erheblichen Wertes einzuschalten und das Umschalterelais an dem Mikrophon
des Empfangsrelais selbst abzuzweigen. Hierbei-wird der Mikrophonstrom infolge des hohen
Widerstandes praktisch fast gleichbleibend gehalten ; dennoch üben die durch den Mikrophonmagneten
bedingten raschen Änderungen des Mikrophon Widerstandes den möglichst großen Einfluß auf den Stromkreis des Umschalterelais
aus. Dieser selbst ist mit einer derartigen Selbstinduktion versehen, daß das Umschalterelais
nur bei Beginn oder Aufhören der Wechselströme durch den Lade- oder Entladestrom
des Kondensators in Tätigkeit gesetzt wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindüngsgegenstandes dargestellt.
In Fig. ι ist an eine Leitung L, über die Wechselstromstöße gesandt werden, die Wicklung
e eines Mikrophonrelais M gelegt. Das Mikrophon m ist in Reihe mit einem induk- _
tionsfreien Widerstand w an eine Batterie B angeschlossen. Mit den Endpunkten dieses
Widerstandes ist ein Stromkreis verbunden, der in Reihe einen Kondensator c, einen induktionsfreien
Widerstand r, eine Drosselspule d und ein durch sein Schaltorgan ο Kontakte k
beeinflussendes, polarisiertes Relais R enthält. Durch die Wechselstromstöße und die
zwischenliegenden Strompausen in der Wicklung e des Relais M wird der mittlere Widerstand
des Mikrophons in abwechselnd erhöht und verringert und dadurch in entsprechender Weise
die Stärke des den Widerstand w durchfließenden
Stromes. Die hierdurch hervorgerufenen Potentialänderungen an diesem Widerstand bewirken
die Umlegung des Kontaktorganes ο des polarisierten Relais R an den einen oder
den anderen der Kontakte k. Der Kondensator c hält den Gleichstrom vom Relais fern
und macht damit das Relais unabhängig von allen unbeabsichtigten langsamenVeränderungen
des Mikrophonwiderstandes. Die Drosselspule d hat den Zweck, die der Wechselstromkurve
entsprechenden Stromschwankungen derartig zu drosseln, daß durch sie keine Einwirkung auf
das Relais R ausgeübt wird. Der Widerstand r ist derart einstellbar, daß für die bei dem jeweiligen
Verwendungszweck in Betracht kommenden Stromstoßzahlen keine Resonanz in dem Stromkreis des Relais R eintreten kann.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist der Kondensatorstromkreis nicht an den Widerstand w,
sondern an das Mikrophon m selbst angeschlossen. Wenn hierbei der Widerstand w
genügend hoch, beispielsweise gleich dem Zehnfachen des Mikrophonwiderstandes, bemessen
wird, machen sich die unbeabsichtigten Änderungen des Mikrophonwiderstandes auf den
Stromfluß im Mikrophonkreis praktisch nicht mehr bemerkbar; trotzdem üben die durch die
Wechselstromerregungen des Mikrophonrelais bewirkten Änderungen des Mikrophonwider-Standes
den gewünschten Einfluß auf das Relais R aus. Im übrigen dienen in dem Kondensatorkreis
die Drosselspüle und der regelbare Widerstand den gleichen Zwecken wie bei der
Anordnung nach Fig. 1.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Auslösung von Schaltvorgängen durch schwache Wechselströme
mittels eines Mikrophonrelais, dadurch gekennzeichnet, daß das die Schaltvorgänge
in zwei Schaltlagen bewirkende Umschalterelais in Reihe mit einem Kondensator und
mit diesem zusammen parallel zu einem Widerstand des Mikrophonkreises, zweckmäßig
zu dem Mikrophon selbst geschaltet ist, wobei der Mikrophonstromkreis ganz
oder nahezu induktionsfrei, dagegen der Stromkreis des Umschalterelais derart induktiv
ist, daß das Umschalterelais nur bei Beginn oder Aufhören der Wechselströme
durch den Lade- oder Entladestrom des Kondensators in Tätigkeit gesetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis des Umschalterelais ein zweckmäßig regelbarer,
induktionsfreierWiderstand eingeschaltet ist.
Hierzu
Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300102C true DE300102C (de) |
Family
ID=554123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300102D Active DE300102C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300102C (de) |
-
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