DE299454C - - Google Patents

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DE299454C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
    • H04Q5/14Signalling by pulses
    • H04Q5/16Signalling by pulses by predetermined number of pulses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der, Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Anlage, bei welcher die Sprechstellen an gemeinsamen Leitungen liegen und durch schrittweises Fortbewegen eines Zeigerschaltwerkes mit Hilfe von Induktorstrom wahlweise angerufen werden. Bei derartigen Anlagen mußte bisher während des wahlweisen Anrufes ein über eine Skala schrittweise geführter Zeiger beobachtet werden, der in seiner jeweiligen
ίο Stellung die Sprechstelle anzeigte, deren Anrufwecker mit der rufenden Station verbunden war. Nicht nur das ständige Beobachten eines Zeigers wurde lästig empfunden, sondern auch Unregelmäßigkeiten in der Fortbewegung der Schaltwerke traten ein, weil der Induktor unwillkürlich langsamer gedreht wurde, wenn der Zeiger der Markierung näher kam, welche die verlangte Sprechstelle kennzeichnete.
Man hat diese Nachteile dadurch zu beseitigen versucht, daß man mit dem Induktor eine mit Zähnen und Zahnlücken versehene Scheibe kuppelte. Ein einstellbarer Sektor gab von diesen Zähnen jeweils nur so viel frei, als Stromstöße zur Einschaltung der verlangten Station notwendig waren. Sobald eine Gleitfeder von den Zähnen auf den Umfang des Sektors kam, wurde bei der Weiterbewegung des Induktors nebst Zahnscheibe ein Dauerstromfiuß erzeugt, wodurch nicht mehr die Schaltwerke, sondern nur der Wecker der ■ eingeschalteten Station in Tätigkeit gesetzt wurde. Diese Einrichtung hat, abgesehen von der notwendigen Kupplung, welche die Einrichtung verteuert, den Nachteil, daß nicht jede beliebige Wahleinrichtung benutzt werden kann, und daß die Zeitdauer der Stromstöße verschieden ist, je nachdem ob der Induktor schneller oder langsamer gedreht wird.
\ Gemäß der Erfindung wird der Induktorstrom über einen von dem Induktor unabhängigen Stromstoßsender geführt und die dadurch bewirkte wahlweise Einstellung der Schaltwerke sämtlicher Nebenstellen während des Rückgangs des Stromstoßsenders in die Ruhelage herbeigeführt, in der selbsttätig eine Umschaltung erfolgt, durch welche der Induktorstromkreis von den Schaltwerken abgeschaltet und mit dem Anrufwecker der verlangten Station verbunden wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben, und zwar ist eine Nebenstellenanlage mit zwei Sprechstellen 10 und 20 gewählt worden, bei der keine Erdverbindung vorhanden ist. Die Sprechstellen 10 und 20 liegen an gemeinsamen Leitungen a, b und sind u. a. mit einem Induktor /, einem Stromstoßsender S, einem Anrufwecker W und einem Schaltwerk M
ausgerüstet. Außerdem sind besondere Signalapparate g vorgesehen, welche die Sprechstellen im Gesprächszustand als besetzt kennzeichnen. Das Ausführungsbeispiel zeigt gleichzeitig eine neue Lösung für die selbsttätige Zurückstellung der Schaltwerke nach Beendigung des Wahlaktes, ohne daß durch deren Zurückstellung die Besetztsignale g beeinflußt werden. Der Stromstoßsender 5 ist derart eingerichtet, daß
ίο er den Stromkreis, in den er eingeschaltet ist, in seiner Ruhelage schließt. Das Wählerwerk M wird zweckmäßig mit Hilfe eines Relais R fortgeschaltet, und zwar dient die Spule d der schrittweisen Fortbewegung des Schalt-Werkes, während ein träge arbeitender und darum auf Stromstöße nicht ansprechender Elektromagnet e die Zurückstellung des Schaltwerkes in die Ruhelage bewirkt, beispielsweise in der Weise, daß eine nicht dargestellte Spannfeder ausgelöst wird. Bei der schrittweisen Fortbewegung des Schaltwerkes M wird eine Kontaktfeder i im Kreise herumgeführt und greift bei dieser Bewegung gegen einen an der Signalscheibe g befindlichen Stift t, so daß die Scheibe in die Besetzstellung gerückt wird, in der sie, da sie beispielsweise unter Federkraft steht, durch einen Haken I gesperrt wird. Beim Zurückfallen der Feder i in die Ruhestellung stößt sie gegen eine Kliuke h, ohne dadurch den Sperrhaken I zu beinflussen.
Wird dagegen die Feder i aufs neue einen Schritt vorwärts geschaltet, so komnt sie gegen die Klinke h, welche den Sperrhaken I auslöst,
■ so daß die Signalscheibe g in die Ruhestellung zurückkehrt. Sobald die Feder i aus der Ruhestellung kommt, wird ein Kontakt 42 geschlossen. Die bei abgenommenem Fernhörer in Brücke zur Doppelleitung a, b liegenden Sprechapparate sind als für die Erfindung unwesentlich auf der Zeichnung fortgelassen worden. B bezeichnet eine Gleichstrombatterie, die auch gleichzeitig als Sprechbatterie verwendet werden kann.
Die Wirkungsweise der Schaltung gestaltet sich wie folgt: Verlangt der Teilnehmer der Sprechstelle Nr. 10 den Teilnehmer der Sprechstelle Nr. 20, so wird der Stromstoßsender S auf die Zahl 20 eingestellt, und beim Ablauf des Senders S werden bei gleichzeitigem Drehen des Induktors / zwanzig Stromstöße /, 34, 35, a, R, 44, b, 44, S, J über die Leitungen as b und das Relais R geschickt. Die Relais R werden zwanzigmal hintereinander erregt, und infolgedessen wird auch der schnell ansprechende Schaltwerkselektromagnet d zwanzigmal hintereinander von einem Ortsstromkreis B, 30, 31, d, 32, 33, B durchflossen, so daß die Feder i zwanzig Schritte weiter und bei der Sprechstelle Nr. 20 auf den Kontakt c geschaltet wird. Die Kontakte c sind bei den verschiedenen Sprechstellen in bekannter Weise versetzt angeordnet, so daß jeweils immer nur eine Sprechstelle durch das Schaltwerk M in die Anrufstellung gebracht wird. Bei weiterem Drehen des Induktors / fließt dessen Strom über 34, 35, a, Wecker W der Sprechstelle Nr. 20, c, i, 36, 37, 38 (der Kontakt 38 ist geschlossen, da der Induktorstrom infolge des Ablaufes des Senders S jetzt das Relais R dauernd einschaltet, so daß auch die Elektromagnetspule d ihren Anker 37 angezogen hält), b, 44, Sender S und Induktor / der Sprechstelle 10. Infolgedessen ertönt der Anrufwecker W an der Sprechstelle Nr. 20, der Teilnehmer meldet sich, und die Gesprächsabwicklung erfolgt in bekannter Weise.
Sobald der Induktor / nicht mehr gedreht wird, werden die Relais R und die Elektromagnetspule d stromlos und die Kontakte 39, 40 geschlossen. Es fließt infolgedessen jetzt bei sämtlichen Sprechstellen von der Batterie B ein Ortsstrom über 40, 41, e, 42, 43, 37, 39, 33 zurück zur Batterie B, der die Zurückstellung der Federn i in die Ruhelage bewirkt, ohne daß die Sperrsignale g beeinflußt werden.
Nach Beendigung des Gespräches dreht eine der Sprechstellen aufs neue den Induktor /, wodurch die Federn i wiederum fortgeschaltet werden. Sobald letztere gegen die Klinken h kommen, werden die Sperrhaken I ausgelöst, go und die Signalscheiben g gehen in die Ruhestellung zurück. Nach Beendigung der Stromgabe kommen auch wieder die Relais R und die Elektromagnetspulen d in Ruhe, die Kontakte 39, 40 werden wiederum geschlossen, und die Zurückstellung der Zeiger i in die Ruhelage erfolgt wie vorhin beschrieben.
An Stelle der Wählerscheiben S können natürlich beliebig andere Stromstoßsender benutzt werden. Ebenso können die Signalapparate g anstatt mechanisch auch elektrisch betätigt werden.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Schaltungsanordnung für mehrere an einer gemeinsamen Leitung liegende Nebenstellen, deren Anruf durch schrittweises Fortbewegen eines Zeigerschaltwerkes bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Induktorstrom über einen von dem Induktor unabhängigen Stromstoßsender (S) geführt und die dadurch bewirkte wahlweise Einstellung der Schaltwerke (M) sämtlicher Nebenstellen (10, 20) während des Rückganges des Stromstoßsenders in die Ruhelage bewirkt wird, in der selbsttätig eine Umschaltung erfolgt, durch welche der Induktorstromkreis von den Schaltwerken (M) abgeschaltet und mit dem An-
    rufwecker (W) der verlangten Station verbunden wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschalten der Schaltwerke (M) ein Signalapparat (g) betätigt wird, welcher bei der Zurückstellung der Schaltwerke in die Ruhestellung unbeeinflußt bleibt und erst nach Beendigung des Gespräches durch Einwirkung eines der am Gespräch beteiligten Sprechstellenteilnehmer (z. B. io) außer Tätigkeit gesetzt wird. .
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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