DE249136A - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES /i
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 249136 -KLASSE 21 a. GRUPPE
Zusatz zum Patent 233810 vom 3. Mai 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1911 ab. Längste Dauer: 2. Mai 1925.
Das Patent 233810 hat eine Anordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen zum Gegenstande, durch die es den Teilnehmern sogenannter Gesellschaftsleitungen möglich gemacht wird, sich im Amt mit Rückrufeinrichtungen zu verbinden, durch die Rufstrom in die eigene Leitung entsendet wird, so daß Teilnehmer der gleichen Gesellschaftsleitung angerufen werden können. Die Erfindung betrifft eine Ausbildung der in dem erwähnten Patent beschriebenen Einrichtung, durch die der Rückruf in die eigene Leitung ausgeführt werden kann, ohne daß es erforderlich wird, die Wähler des Amtes einzustellen bzw. besondere Anschlußkontakte für die Rückrufeinrichtungen an ihnen vorzubehalten und so die Gesamtaufnahmefähigkeit des Amtes einzuschränken.
Gemäß der Erfindung werden die Rückrufeinrichtungen den zu den Gruppenwählern, vorzugsweise den ersten Gruppenwählern, führenden Zuleitungen zugeordnet. Sie werden dabei von durch besondere Schalthandhabungen an der Teilnehmerstelle in Wirkung zu setzenden Relaiseinrichtungen derart abhängig gemacht, daß sie durch einen anrufenden Teilnehmer willkürlich in Verbindung mit der von diesem durch seinen Vorwähler ο. dgl. in bekannter Weise belegten Zuleitung gebracht und in Tätigkeit gesetzt werden.
Durch die Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in An wendung auf ein sogenanntes Schleifensystem dargestellt. An die Gesellschaftsleitung L sind im dargestellten Falle nur zwei Sprechstellen I und II angeschlossen. Wenn der Teilnehmer I das Amt anruft, so stellt sich der der Leitung L zugeordnete Vorwähler VW in bekannter Weise auf die Zuleitung ait bt eines freien ersten Gruppenwählers GW ein. Nach der Belegung der Zuleitung sind die Relais A und B in Brücke zu der Teilnehmerleitung eingeschaltet.
Wenn der Teilnehmer irgendeinen anderen Teilnehmer des Amtes zu sprechen wünscht, so handhabt er in üblicher Weise seine Nummernscheibe, wodurch die Relais A und B wiederholt stromlos werden. Diese veranlassen eine Einstellung des Gruppenwählers GW und weiter folgender Wähler auf die gewünschte Leitung. Beabsichtigt er dagegen den Teilnehmer II der eigenen Gesellschaftsleitung zu sprechen, so drückt er eine Taste T seiner Sprechstelle und legt dadurch einen Widerstand w in die Leitungsschleife. Infolge dieser Widerstandseinschaltung läßt das Relais B seinen Anker fallen, während das empfindlicher ausgebildete Relais A seinen AnkeV festhält. Es kommt dann ein Stromfluß von Erde über den Arbeitskontakt 1 des Relais A, die Leitungen 2, 3, 4, den Ruhekontakt 5 des Relais B, den Ruhekontakt 6 des Kopfschalters K am Gruppenwähler GW, die Leitung 7, ein Relais 8 der Rückrufeinrichtung RR (die
hier am abgehenden Ende der Leitung ax, bx angeordnet ist) und die Wicklung 9 eines Relais 10 der Rückrufeinrichtung zur Batterie G zustande. Der Stromfluß erregt zunächst nur das Relais 9, das durch Schließen seines Kontaktes 11 einen Schaltmagneten Sm in einen Unterbrecherstromkreis einschaltet. Dieser setzt eine Welle χ in Umdrehung, auf der zwei Kontaktscheiben 12 und 13 angebracht
ίο sind. Die Scheiben schließen bei der durch Sm bewirkten Drehung der Welle χ abwechselnd die Stromkreise für Relais 14 und 15, durch deren Ansprechen Rufstromquellen Q1, Q2 an die Arbeitskontakte des Relais 8 angelegt werden. Zugleich wird über Arbeitskontakte der Relais 14 und 15 die Wicklung 16 des Relais 10 der Wicklung 9 dieses Relais parallel geschaltet, wodurch der Stromfluß über das Relais 8 in dem oben beschriebenen Kreise derart verstärkt wird, daß nun auch 8 zum Ansprechen kommt. Infolgedessen wird jetzt abwechselnd, je nachdem das Relais 14 oder 15 erregt ist, über die Kontakte 17 und 18 des Relais 8 der Rufstrom von Q1 oder Q2 in die Gesellschaftsleitung L entsendet werden. Ist z. B. der Wecker des Teilnehmers I auf den Wechselstrom von Q1 abgestimmt, derjenige von II auf den Strom von Q2, so wird beim Ansprechen von 15 der Teilnehmer II angerufen. Das periodische Anrufen des Teilnehmers II findet so lange statt, als die Taste T gedrückt wird. Meldet sich der Teilnehmer II, so wird der Teilnehmer I die Taste in die Ruhelage zurückkehren lassen und die beiden Teilnehmer sind dann am Ende der Leitung L zusammengeschaltet. Sie beziehen Speisestrom über die beiden Relais A und B.
Die Rückrufeinrichtung ist der Verbindungsleitung O1, O1 in solcher Weise zugeordnet, daß sie nicht in Tätigkeit treten kann, wenn der anrufende Teilnehmer eine normale Verbindung herstellen will. Zu diesem Zweck ist der oben erwähnte Stromkreis, der die Inbetriebsetzung der Rückrufeinrichtung veranlaßt, über den Ruhekontakt 6 des Schalters K geführt. Ist der Gruppenwähler durch Schaltimpulse von der Teilnehmerstelle aus einmal aus der Ruhelage gebracht, so ist der Kontakt 6 geöffnet und RR kann nicht in Tätigkeit treten, selbst wenn die Taste T nachträglich gedrückt wird. Falls die Rückrufeinrichtung nicht, wie dargestellt, so ausgebildet ist, daß nach einmaliger Inbetriebsetzung die verschiedenen Rufwechselströme abwechselnd in die Leitung gesandt werden, sondern wenn sie (was dort zweckmäßig ist, wo an die Leitung mehr als zwei Sprechstellen angeschlossen sind) so ausgebildet wird, daß dem anrufenden Teilnehmer die Möglichkeit gegeben wird, durch besondere Schaltmanipulationen, z. B. durch ein Aufziehen der Nummernscheibe nach Drücken der Taste T, eine bestimmte Rufstromart auszuwählen und in die Gesellschaftsleitung zu entsenden, so wird man zweckmäßig an der Rückrufeinrichtung auch Einrichtungen vorsehen, die bei der Aussendung derartiger Impulse zur Wahl einer bestimmten Rufstromquelle die Amtswähler, im vorliegenden Fall also den ersten Gruppenwähler GW, unwirksam machen. Das könnte beispielsweise in der Art geschehen, daß man das Relais B empfindlich, aber langsam wirkend herstellte, während das Relais A schnell arbeitend aber unempfindlich gehalten würde. Beim Drücken der Taste T würde dann A seinen Anker fallen lassen und B ihn festhalten, und an diesem Zustande würde auch durch die kurzen Unterbrechungen der Leitungen bei der Impulsgabe nichts geändert werden. Die Impulse wurden dann nur auf besondere Impulsrelais in der Rückrufeinrichtung einwirken, die die Einschaltung eines Drehschalters o. dgl. auf die gewünschte Rufstromquelle veranlassen würden; sie könnten aber das Impulsrelais A nicht beeinflüssen, da ja dessen Anker schon vorher abfiel. Auch könnte die Einrichtung so getroffen sein, daß die Relais A1 und B, nachdem sie einmal so beeinflußt sind, d^.ß sie die Rückrufeinrichtung in Gang setzen, mittels eines Schaltkontaktes dieser Einrichtung von der Sprechleitung abgeschaltet werden.

Claims (3)

Pa tent- Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen nach Patent 233810, dadurch gekennzeichnet, (daß die Rückruf einrichtungen (RR) den zu den (z. B. ersten) Gruppenwähler (GW) führenden Zuleitungen (av O1) zugeordnet und von durch besondere Schalthandhabungen (Taste T) an der Teilnehmerstelle (I) in Wirkung zu setzende Relaiseinrichtungen (A, B) derart abhängig gemacht sind, daß sie durch einen anrufenden Teilnehmer willkürlich in Verbindung mit der in bekannter Weise belegten Zuleitung (alt B1) gebracht bzw. gehalten werden, ohne daß es erforderlich ist, den zugehörigen Wähler einzustellen und an diesem besondere Anschlußkontakte für die Rückrufeinrichtungen vorzubehalten.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einer Verbindungsleitung Λ, bx) zugeordnete Rückrufeinrichtung (RR) derart abhängig von dem der gleichen Leitung zugewiesenen Wahlschalter (GW) gemacht ist, daß die bei Inbetriebnahme des letzeren eintretenden Schaltvorgänge (öffnung des
Kontaktes 6) die Rückrufeinrichtung unwirksam machen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einer Verbindungseinrichtung (ax, bx) zugewiesene Wahlschalter (GW) derart abhängig von der der gleichen Verbindungsleitung zugewiesenen Rückrufeinrichtung (RR) gemacht ist, daß er durch bei Inbetriebnahme der letzteren eintretende Schaltvorgänge (z. B. Ankerabfall des Relais A) gesperrt bzw. unwirksam gemacht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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