DE576027C - Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen Anschlussstellen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen AnschlussstellenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen und bezweckt,
in besonders einfacher und betriebssicherer Weise eine-Geheimhaltung einer Sprech-S
verbindung zu ermöglichen.
Erreicht wird dieses dadurch, daß durch die den Aufbau einer Verbindung einleitenden
Schaltmaßnahmen (Abnehmen des Hörers o. dgl.) seitens eines anrufenden Teilnehmers Schaltmittel
wirksam werden, welche das Schrittschaltwerk der anrufenden Stelle auf den der
anrufenden Stelle zugeordneten Kontakt einstellen. :
Infolge einer derartigen Anschaltung der anrufenden Stelle an die Gesellschaftsleitung werden besondere Kontakte im Schrittschaltwerk, über welche die Anschaltung an die Gesellschaftsleitung bei Anruf erfolgt, erspart, da hierzu dieselben Kontakte Verwendung finden
Infolge einer derartigen Anschaltung der anrufenden Stelle an die Gesellschaftsleitung werden besondere Kontakte im Schrittschaltwerk, über welche die Anschaltung an die Gesellschaftsleitung bei Anruf erfolgt, erspart, da hierzu dieselben Kontakte Verwendung finden
so können, auf welche, wenn die Anschlußstelle der Gesellschaftsleitung angerufen wird, das
Schrittschaltwerk eingestellt wird.
Jeder Kontakt des Schrittschaltwerkes kann somit mit einer Anschlußstelle belegt werden.
Weiterhin ist es nicht erforderlich, Sprechstellen mit besonderen, aus dem Rahmen der
üblichen Fabrikation fallenden Schaltelementen (besonders ausgebildetem Hakenumschalter oder
Relais mit großer Kontaktzahl) in Anwendung zu bringen, so daß ohne Vorsehung besonders
ausgebildeter Schalteinrichtungen eine Sperrung der Gesellschaftsleitung bei Benutzung durch
eine Anschlußstelle für alle weiteren Anschlußstellen erreicht wird.
Als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens
ist in der Abbildung eine Gesellschaftsleitung dargestellt, an die z. B. die Teilnehmer
T1 und T2 angeschlossen sind.
Die Teilnehmer Tt und T2 können in abgehender Richtung sowohl untereinander Rück-
ruf als auch mit anderen nicht an der Gesellschaftsleitung VL liegenden Teilnehmern eine
Gesprächsverbindung herstellen. Ebenso können die' Teilnehmer T1 und T2 in ankommender
Richtung über die Verbmdungsleitung VL von Teilnehmern, welche nicht an der gemeinsamen
Leitung liegen, erreicht werden.
An Jeder Teilnehmerstelle sind Schrittschaltwerke, welche von Drehmagneten Dm1 und Dm2
usw. beeinflußt werden, vorgesehen. Sämtliche Schrittschaltwerke bewegen sich stets im Gleichschritt.
Sie betätigen je zwei Kontakte, und zwar je einen Ruhekontakt, Zk9 bzw. 9A0,
welcher an allen Teilnehmerstellen geschlossen
ist, wenn sich das Schrittschaltwerk in der Ruhelage befindet und außerdem je einen Arbeitskontakt, z.B. 5&2 t>z"w. 12A1, welcher nur an
der Teilnehmerstelle geschlossen wird, deren Rufnummer der Stellung des Schrittschaltwerkes
entspricht.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
1 Dr. Maximilian Mathias in Berlin-Charlottenburg.
Für den vorliegenden Erfindungsgedanken ist es nur von Interesse, den Verbindungsaufbau
in abgehender Richtung zu erläutern.
Hebt der -Teilnehmer T1 seinen Hörer ab, so
kommt dadurch folgender Stromkreis zustande Erde, Relais JS1, Teilnehmer T1, Kontakt 13 «si
der Nummernscheibe, Kontakt H^1, Ruhekontakt
9A0 des Schrittschaltwerkes, α-Ader der
Gesellschaftsleitung VL, Kontakt 18 c, Schaltarm da^ des Abgreifschalters in Stellung 0,
Relais X, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis sprechen die Relais B1 und X an. Durch
Schließen· des Kontaktes 14O1 wird der Teilnehmer
T1 über einen Kondensator an die δ-Ader der Gesellschaftsleitung angeschaltet.
Durch Erregung des Relais X kommt über den Kontakt 20 % eine Erregung des Relais Y1 zustande
über: Erde, Schaltarmda2 des Abgreifers,
Kontakte 2o#, 19 y2, Relais Y1, Batterie,
Erde. Durch Schließen des Kontaktes 15 wird ein Stromstoß auf den Drehmagneten Da
des Abgreif schalters und durch den Kontakt 17 yx
ein Stromstoß auf sämtliche an der δ-Ader der Gesellschaftsleitung VL liegende Schaltmagnete
der Schrittschaltwerke an den einzelnen Teünehmerstellen (z. B. Dm1 bzw. Dm2 usw.) gegeben.
Es werden demzufolge sämtliche Schrittschaltwerke an den Teünehmerstellen und der
Abgreifschalter im Gleichschritt fortgeschaltet. Bei der Erregung des DrehmagnetenDa des
Abgreif schalters wird der Kontakt 16 da geschlossen, so daß das Relais Y2 erregt wird über:
Erde, Batterie, Relais Y2, Kontakt 16 da des
Drehmagneten Da des Abgreifschalters, Erde. Das Relais Y2 veranlaßte die Öffnung seines
Kontaktes 19 y2, so daß das ReIaIsY1 abfällt
und am Kontakt 15 yx den Stromstoßkreis für
den Drehmagneten Da des Abgreif schalters und am Kontakt 17 yx den Stromstoßkreis für die
Drehmagnete Dm1 bzw. Dm2 der Schrittschaltwerke
an den einzelnen Teünehmerstellen auftrennt. Demzufolge wird auch das Relais Y2
durch Öffnen des Kontaktes 16 da stromlos. Nach dem ersten Drehschritt kommt folgender
Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Relais A, Widerstand Wi2, Kontakt 27W2, Kontaktsegment
und Schaltarm ^a1 des Abgreifschalters,
Kontakt 18 c, α-Ader der Gesellschaftsleitung VL, Kontakt 12 A1 des Schrittschaltwerkes der Teünehmerstelle
T1, Kontakt 8^m1 des Drehmagneten
Dm1 des Schrittschaltwerkes, Kontakte TZp1, T^nSi1 der Nummernscheibe, Teilnehmer
T1, Relais S1, Erde. In diesem Stromkreise
wird das Relais A erregt und verhindert durch
Öffnen seines Kontaktes 22« eine abermalige Erregung des Relais Y1 und somit eine weitere
Fortschaltung des Abgreifschalters und der
; Schrittschaltwerke an den einzelnen Teünehmerstellen.
Durch Schließen des Kontaktes 32 a kommt ein Erregerstromkreis für das Relais V1
zustande über: Erde, Batterie, WiderstandWiz,
Relais V1, Kontakt 32«, Erde, Durch Schließen
des Kontaktes 28 α werden die Adern O1, bx, die
zu einem Vorwähler VW führen mögen, überbrückt über: Kontakt 28«, DrosselspulenDr1
und Dr2, Kontakt 30A1. Es wird nun in bekannter
Weise ein Vorwähler, der in der Abbüdung nicht dargestellt ist, zur freien Wahl
eines nachgeordneten Nummernstromstoßempfängers angelassen. Die Einstellung des Vor-Wählers
auf diesen Nummernstromstoßempfänger, seine Sperrung und Stillsetzung ist hier
nicht von Interesse.
DuTch Aussendung von Nummernstromstößen,
d.h. durch stoßweise Öffnung des Kontaktes 13MSi1, kann der Teilnehmer T1 nun
weitere Schalteinrichtungen beeinflussen und so die gewünschte Verbindung herstellen.
Er kann jetzt entweder einen Teilnehmer, welcher nicht an der Gesellschaftsleitung VL
Hegt, erreichen oder eine Verbindung mit einem Teilnehmer der Gesellschaftsleitung herstellen.
Will der Teilnehmer T5 eine Verbindung in
der zuerst genannten Richtung herstellen, so sendet er beispielsweise zunächst drei Stromstoße
aus; dadurch wird in bekannter Weise der dem Vorwähler nachgeordnete, hier nicht
dargestellte Nummerstromstoßempfänger eingestellt, da während der stoßweisen Unterbrechung
der Teünehmerschleife das Relais A stoßweise abfällt und die Überbrückung der
Adern O1, O1 am Kontakt 28« stoßweise aufhebt.
Beim ersten Abfall des Relais A kommt eine Erregung des Relais F2 zustande in dem ,,
Stromkreise: Erde, Batterie, Widerstand Wi3, Kontakt 31a, Wicklung II des Relais F2, Kontakt
33^1, Erde. Das Relais F2 schließt durch
seinen Kontakt 29D2 die Drossel Df1 kurz, um
eine einwandfreie Stromstoßgabe zu erhalten. c:
Außerdem wird durch die Stromstoßgabe der Drehmagnet Dm0 des Mitlaufschaltwerkes erregt
über: Erde, Batterie, DrehmagnetDm0
des Mitläufers, Kontakte 34«, 35 f; 37%, Erde.
Das Mitlaufschaltwerk wird entsprechend der ausgesandten Sfromstoßreüae auf den dritten
Kontakt eingestellt. Nach Ablauf der Stromstoßreihe, d. h. sobald d§r Kontakt 32« längere
Zeit geschlossen bleibt, fällt das Relais F2 infolge
Kurzschlusses seiner Wicklung II ver- c ... zögert ab. Dadurch kommt folgender Stromkreis
zustande: Erde, Batterie, Kontakte 44^1,
v2, Schaltarm dmo% des Mitläufers, Kontakt 3
der Kontaktbank des Mitlaufschaltwerkes, Relais F, Batterie, Erde. Das Relais F legt sich ?
durch Schließen seines Kontaktes 51/" in einen
Haltestromkreis über: Erde, Batterie, Relais F, Kontakte 51 f, 52 vv Erde. Durch Öffnen des
Kontaktes 35 f erfolgt eine Auftrennung des Stromstoßkreises für den Drehmagneten Dm0 ,
des Mitlauf schaltwerkes, so daß bei der nächsten Stromstoßreihe dieser Drehmagnet nicht mehr
beeinflußt wird, sondern diese Stromstoßreihe
und alle nachfolgenden nur die dem Vorwähler nachgeordneten Nummernstromstoßempfänger
zur Einstellung auf den gewünschten Teilnehmer beeinflussen. Es ist demnach durch die Aussendung
der ersten Stromstoßreihe die vom Teilnehmer T1 gewünschte Verkehrsrichtung gekennzeichnet.
Will nun aber der Teilnehmer T1 eine Verbindung
mit dem Teilnehmer T2, welcher an
to derselben Gesellschaftsleitung liegt, herstellen, so vollziehen sich im einzelnen folgende Schaltvorgänge:
Besteht beispielsweise in diesem Falle die erste Stromstoßreihe aus zwei Stromstößen, so
wird der Mitläufer dieser Stromstoßreihe entsprechend in dem schon erwähnten Erregerkreise
des Drehmagneten Dm0 des Mitläufers auf den Kontakt % geschaltet. Nach dem Abfall
des Relais F2 nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe kommt folgender Stromkreis
zustande: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais H1, Kontakt %, Schaltarm dm02, Kontakte
45 V2, 44W1, Erde. In diesem Stromkreis
spricht das Relais III an und legt sich mit seiner Wicklung II durch Schließen des Kontaktes39Äx
in folgenden Haltestromkreis: Erde, Batterie, Wicklung II des ReIaIsIf1, Kontakte 39A1,
38y2. 37*Ί>
Erde·
Sendet der Teilnehmer die nächste Stromstoßreihe, die wiederum aus zwei Stromstößen
bestehen mag, aus, so wird in der schon beschriebenen Weise der Mitläufer auf den Kontakt
ii2 fortgeschaltet. Nach Ablauf der Stromstoßreihe
kommt wiederum durch Abfall des Relais F2 folgender Stromkreis zustande: Erde,
Batterie, Wicklung I des ReIaIsIf2, Kontakt
46A1, Kontakt W2, Schaltarm dm02, Kontakte
45 V2, 44%, Erde. In diesem Stromkreise spricht
das Relais H2 an und legt sich über seinen Kontakt
40A2 mit seiner Wicklung II in einen Haltestromkreis
über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais If2, Kontakte 40A2, 41^, 42^1, Erde.
Besteht die nächste Stromstoßreihe aus vier Stromstößen, so wird der Mitläufer auf den
Kontakt % fortgeschaltet, so daß nach Ablauf der Stromstoßreihe folgender-Erregerstromkreis
zustande kommt: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais H3, Kontakt 47A2, Kontakt ns, Schaltarm
^w02 des Mitläufers, Kontakte 45 W2, 44%,
Erde. In diesem5 Stromkreis spricht das Relais If3 an und legt sich mit seiner Wicklung II über
den Kontakt 43A3 in einen Haltestromkreis.
Besteht die folgende Stromstoßreihe wiederum
aus vier Stromstößen, so erreicht der Schalt- arm dm02 des Mitläufers den Kontakt ^4 und
veranlaßt nach Abfall des Relais F2. nach Ablauf
der Stromstoßreihe eine Erregung des Relais H1 über: Erde, Batterie, Wicklung I
des Relais If4, Kontakte 48A3, %, Schaltarm
dm02, Kontakte 45 V2, 44»x, Erde. Durch Schließen
des Kontaktes 53A4 legt sich das Relais If4
mit seiner" Wicklung II in einen Haltestromkreis, der verläuft über: Erde, Batterie, Wicklung
II des Relais Hit Kontakte 53A4, 54U1,
Erde. Durch Öffnen des Kontaktes 30A4 wird die zwischen den Adern Ct1 und O1 liegende
Brücke aufgetrennt, so daß sämtliche mit den bisher ausgesandten vier Stromstoßreihen eingestellten
Nummernstromstoßempfänger und der eingestellte Vorwähler ausgelöst werden.
Sendet jetzt der Teilnehmer T1 als letzte
Stromstoßreihe zwei Stromstöße, so wird entsprechend dieser Stromstoßreihe jetzt nur das
vorher mit den Nummernstromstoßempfängern eingestellte Mitlaufschaltwerk um zwei Schritte
fortgeschaltet, so daß nach Aberregung des Relais F2 folgender Stromkreis zustande kommt:
Erde, Kontakte 44^1, 45 v2, Schaltarm dma2,
Kontakte 2, 73A4, Relais G, Relais F, Batterie,
Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais G und F an. Durch Schließen des Kontaktes
51 f legt sich das Relais F in einen Haltestromkreis
und trennt durch Öffnen des Kontaktes 35 f den Stromstoßkreis für den Drehmagneten
Dm0 des Mitlauf Schaltwerkes auf. Das Relais G hält sich in dem Stromkreise über:
Erde, Kontakte50^1, 49g, Relais*?, RelaisF,
Batterie, Erde. Der Schaltarm dm03 des Mitläufers
steht entsprechend der Stellung des Schaltarmes dm02 des Mitläufers auf dem Kontakt
2, so daß an diesen Kontakt ein Erdpotential über den Kontakt 55 g des Relais G und den
Schaltarm dm03 angelegt ist. Nach Erregung des Relais G kommt durch Schließen des Kontaktes
24g folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Relais Y1, Kontakte 19 y2, 33 φ, 24g,
Erde. In diesem Stromkreise spricht das Relais Y1 an. Durch Schließen des KontaktesISy1
erhält der Drehmagnet!)« des Abgreifers einen Stromstoß, so daß er um einen Schritt fortgeschaltet;
außerdem wird durch Schließen des Kontaktes 173Z1 ein Stromstoß über die δ-Ader
der Gesellschaftsleitung VL zu sämtlichen an dieser Ader hegenden Drehmagneten (Dm1
bzw. Dm2) der Schrittschaltwerke der einzelnen Teilnehmerstellen gegeben. Diese Schrittschaltwerke
machen demgemäß im Gleichschritt mit dem Abgreifschalter einen Schritt. Durch Schließen des Kontaktes x6da des Drehmagneten
Da erfolgt eine Erregung des Relais Y2,
welches durch Öffnen des Kontaktes 193/3 das
Relais Y1 zum Abfall bringt, so daß sowohl alle Drehmagnete der Schrittschaltwerke 173Z1 als
auch der Drehmagnet des Abgreifschalters 15 J1
stromlos werden. Durch Öffnen des Kontaktes 38y2 wird der Haltestromkreis des ReMsIf1
aufgetrennt. Der Drehmagnet Da öffnet seinen Kontakt 16 da, so daß auch das Relais Y2 abfällt
und seinen Kontakt 193/3 für eine neue Erregung
des Relais Y1 schließt.
Bei dem ersten Schritt des Abgreifschalters nach Einstellung des Mitläufers erfolgt eine
Erregung des Relais P1 an der anrufenden Teilnehmerstelle
T1 in der folgenden Weise:
Bei Anruf des Teilnehmers T1 hatte sich das
Schrittschaltwerk auf den anrufenden Teilnehmer T1 eingestellt; es war demzufolge der
Kontakt 12A1 geschlossen. Wird, wie schon beschrieben,
durch den Stromstoß über den Kontakt 173Z1 der Drehmagnet Dw1 erregt, so öffnet
dieser bei seiner Erregung den Kontakt 8 dmx,
so daß das Relais P1 infolge Aufhebung seines Kurzschlusses an dem genannten Kontakt in
der Teilnehmerschleife erregt wird und sich durch Schließen seines Kontaktes 10^1 mit
seiner niedrigohmigen Wicklung II in einen Haltestromkreis über die «-Ader der Gesellschaftsleitung
VL legt. Nach Beendigung des ersten Schrittes ist der Kontakt 5&2 an der Teilnehmerstelle
T2 geschlossen. Der Schaltarm da3
des Abgreifschalters hat nach diesem Schaltschritt den Kontakt 2 erreicht, so daß folgender
Stromkreis zustande kommt: Erde, Kontakt 55 g, Schaltarm dm03 des Mitläufers, Kontakte2,
Schaltarm da3 des Abgreifers, Kontakt 56 yx,
Relais P, Kontakt 58 g, Widerstand TFi5, Batterie,
Erde. Das Relais P spricht in diesem Stromkreise an und trennt durch Öffnen des Kontaktes 33^ den Erregerstromkreis für das
Relais Y1 auf, so daß keine weitere Fortschaltung des Abgreifschalters und somit auch der Schritt-Schaltwerke
an den einzelnen Teilnehmerstellen erfolgen kann. Durch Erregung des Relais P wird außerdem der Haltestromkreis der Wicklung
II des Relais H2 am Kontakt 4ij!>
aufgetrennt, so daß dieses Relais abfällt und eine Beeinflussung des Thermorelais Ta, dessen Wicklung
bisher durch den Kontakt 72A2 kurzgeschlossen war, über den Kontakt 71A3 eintritt.
Dieses Relais schließt aber noch nicht seinen Kontakt 70 th, da es erst nach einer bestimmten
Zeit des Stromflusses betätigt wird. Nach Abfall des Relais H2 erfolgt die Aussendung des
Rufstromes für den gewünschten Teilnehmer T2
in folgendem Stromkreis: Erde, Batterie, Rufstromquelle RS, Kontakte 69 A3, 68A2, 67A1,
66 g, 27 V2, Kontaktsegment und Schaltarm Hax
des Abgreifschalters, Kontakte 18 c, 5&2 des
Schrittschaltwerkes an der Teilnehmerstelle Tz, Kontakt xdm2 des Schrittschaltwerkes, Kontakt
4^2, Nummernschalterkontakt 6nsi2, Teilnehmer
T2, Relais B2, Erde. In diesem Stromkreise
wird der an der Teünehmerstelle T2 befindliche
Wecker beeinflußt. Nach einiger Zeit der Rufstromaussendung, welche der Beeinflussungszeit
des Thermorelais entspricht, wird die Wicklung II des Relais H3 über den Kontakt
joth des Thermorelais Th kurzgeschlossen, so
daß es abfällt und durch Öffnen des Kontaktes 69A3 die Rufstromquelle abschaltet.
Meldet sich der Teilnehmer, so kommt eine Erregung des ReIaIsS2 zustande über: Erde,
Relais B2, Teilnehmer T2, Kontakte 6nsi2, 4^2,
5A2, α-Ader der Gesellschaftsleitung VL,
Kontakt 18 c, Schaltarm dax des Abgreif schalters,
Kontakt 27 V2, Widerstand Wi2, Relais A,
Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes762
wird der gewünschte Teilnehmer T2 über einen Kondensator an die &-Ader der Gesellschaftsleitung
VL angeschaltet, so daß die Gesprächsverbindung zwischen dem Teilnehmer T1 und T2 hergestellt ist.
Legen nach Gesprächsschluß beide Teilnehmer ihre Hörer auf, so werden zunächst die
Relais A, B1, B2 und P1 stromlos. Durch
Öffnen des Kontaktes 32« und Schließen des
Kontaktes 31a wird das Relais V1 durch Kurz-Schluß
aberregt, so daß es seinen Haltestromkreis am Kontakt 33 V1 auftrennt. Durch Öffnen
der Kontakte 50^1 bzw. 52Zz1 werden die
Relais F und G , und durch Öffnen des Kontaktes 54^1 das Relais if4 aberregt; außerdem
wird durch Öffnen des Kontaktes 55 g das
Relais P zum Abfall gebracht.
Durch Schließen des Kontaktes 36^1 erfolgt
nach Abfall der Relais A und F eine Fortschaltung des Mitlaufschaltwerkes in die Ruhelage
in dem Stromkreise: Erde, Batterie, Drehmagnet Dw0 des Mitlaufschaltwerkes, Kontakte
34a, 35/", 36^1, Kontaktsegment, Schaltarm
dm01, Wicklung I des Relais F2, Relaisunterbrecher
RU, Erde. Während der Fort- go schaltung des Mitlaufschaltwerkes wird in dem
eben erwähnten Stromkreise das Relais F2 über seine Wicklung I erregt gehalten.
Der Abgreifer Da wird gleichzeitig mit den Schrittschaltwerken an den einzelnen Teilnehmerstellen
in folgender Weise in die Ruhelage geschaltet: Nach Abfall der Relais^,
und F1 kommt folgender Erregerstromkreis für
das Relais Y1 zustande: Erde, Batterie, Relais Y1, Kontakte 193Z2, 21^1, 22 a, Kontakt-100
segment, Schaltarm da2, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 15 yx wird ein . Stromstoß zum
Drehmagneten Da des Abgreifschalters gegeben, und durch Schließen\les Kontaktes 17^1
trifft ein solcher auf die δ-Ader der Gesellschaftsleitung VL und beeinflußt dort die Drehmagnete
Dw1 bzw. Djw2 der Schrittschaltwerke
an den einzelnen Teilnehmerstellen. Bei Erregung des Drehmagneten Da kommt durch
Schließen des Kontaktes i6da eine Erregung des Relais Y2 zustande, welches durch Auftrennen
des Kontaktes 19 yz das Relais Y1 zum
Abfall bringt und demzufolge durch Auftrennung des Kontaktes 15 yx den Stromkreis
des Drehmagneten Da des Abgreif schalters und durch Auftrennung des Kontaktes 17 yx den
Stromkreis des Schrittschaltwerkes öffnet; der Kontakt 16 da öffnet den Erregerstromkreis für
das Relais Y2. Durch das wechselseitige Arbeiten der Relais Y1, Y2 und des Drehmagneten Da des
Abgreif schalters werden der Abgreif schalter und die einzelnen Schrittschaltwerke so lange fort-
geschaltet, bis der Schaltarm da2 des Abgreifschalters
die o-Stellung erreicht hat und so eine
Wiedererregung des Relais Y1 unmöglich is't.
Claims (12)
1. Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den
einzelnen Anschlußstellen, dadurch gekennzeichnet, daß durch die den Aufbau einer
Verbindung einleitenden Schaltmaßnahmen (Abnehmen des Hörers o. dgl.) seitens eines
anrufenden Teilnehmers Schaltmittel (Da) wirksam werden, welche das Schrittschaltwerk
(Dm1) der anrufenden Stelle auf den der anrufenden Stelle zugeordneten Kontakt (Schließen des Kontaktes 12A1) einstellen,
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, ao dadurch gekennzeichnet, daß die anrufende
Anschlußstelle nach Einstellung des Schrittschaltwerkes über einen Kontakt (12A1 bzw.
5A2) desselben an die Gesellschaftsleitung
angeschaltet wird.
zs
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anreiz zur Einstellung der Schrittschaltwerke an den
einzelnen Anschlußstellen über einen in der Ruhestellung desselben geschlossenen Kontakt
(9A0 bzw. 2A0) bei Anruf einer Anschlußstelle
herbeigeführt wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel
zur Steuerung der Schrittschaltwerke in der der Gesellschaftsleitung zugänglichen
Vermittlungsstelle angeordnet sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel
allen Anschlußstellen der Gesellschaftsleitung gemeinsam zugeordnet sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aussendung
von die gewünschte Anschlußstelle der einen Gesellschaftsleitung kennzeichnenden
Stromstoßreihen Schaltmittel (Da) wirksam werden, welche selbsttätig die Einstellung
der auf dem Kontakt der anrufenden Anschlußstelle eingestellten Schrittschalt-'
werke auf den Kontakt der gewünschten Anschlußstelle herbeiführen.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe
Schaltmittel, welches bei Anruf die Schrittschaltwerke auf den Kontakt der anrufenden
Anschlußstelle einstellt, bei Rückruf auch die Weiterschaltung der Schrittschaltwerke
auf den Kontakt der gewünschten Anschlußstelle veranlaßt.
■ 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel
aus einem Schrittschaltwerk besteht, welches bei Anruf einer Anschlußstelle angelassen
wird und bei Einstellung der Schrittschaltwerke an den einzelnen Anschlußstellen
auf den der anrufenden Anschlußstelle entsprechenden Kontakt durch Schließung eines Prüfstromkreises über die Gesellschaftsleitung
und das Schrittschaltwerk der anrufenden Stelle stillgesetzt wird.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, ^o
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel eine Stromstoßempfangseinrichtung (Relais A) an die Gesellschaftsleitung anschaltet.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Prüfeinrichtung
für die Stillsetzung des Schaltmittels bei Einstellung der Schrittschaltwerke an den
einzelnen Anschlußstellen das Stromstoßempfangsrelais der Gesellschaftsleitung dient.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel nach Kennzeichnung der gewünschten Anschlußstelle der anrufenden Gesellschaftsleitung
erneut angelassen und durch einen 8g Prüfstromkreis stillgesetzt wird, welcher über
eine der zur Bestimmung der Verkehrsrichtung dienende Einrichtung geschlossen
wird.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,;
dadurch gekennzeichnet, daß der Anreiz zur Einstellung des Schaltmittels-über die eine
Ader und die von diesem zur Einstellung der Schrittschaltwerke an den einzelnen Anschlußstellen
ausgesandten Stromstöße über die andere Ader verlaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90366D DE576027C (de) | 1929-03-08 | 1929-03-08 | Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen Anschlussstellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90366D DE576027C (de) | 1929-03-08 | 1929-03-08 | Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen Anschlussstellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE576027C true DE576027C (de) | 1933-05-06 |
Family
ID=7515758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES90366D Expired DE576027C (de) | 1929-03-08 | 1929-03-08 | Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen Anschlussstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE576027C (de) |
-
1929
- 1929-03-08 DE DES90366D patent/DE576027C/de not_active Expired
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