DE299293C - - Google Patents

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DE299293C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
--M 299293 -.-KLASSE 22 h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. November 1916 ab.
Das Rohharz der Schwarzföhren wird zur
Gewinnung desv Terpentinöles und des KoIo-
. pboniums bekanntlich einer Trocken- oder Dampfdestillation unterworfen, bei welcher das Terpentinöl in die Vorlagen übergeht, während man das noch flüssige Kolophonium von den Holzbestandteilen durch Absieben trennt; die auf dem Siebe zurückbleibenden Holzbestandteile halten nur einen ganz geringen Prozentsatz von Kolophonium zurück und werden vorzüglich zur Fabrikation von Briketts oder Unterzündern verwendet. Dieses Verfahren ist jedoch für die Aufarbeitung von Fichtenpech und Scharrharz 'nicht anwendbar,
*5 weil dieselben im erwärmten Zustande eine breiige Masse bilden, bei welcher das bei Verarbeitung von Schwarzföhrenharz übliche Absieben des Kolophoniums von den Holzbestandteilen nicht anwendbar ist.
Um diese sowie andere sich ähnlich verhaltende Rohharzarten von den Holzbestandteilen zu trennen, werden dieselben der vorliegenden Erfindung' gemäß einem bei normalem oder Überdruck ausgeführten Kochprozesse in Wasser oder in bei höheren Temperaturen siedenden Flüssigkeiten (Salzlösungen) unterworfen, wodurch das Rohharz in eine schäumende Emulsion übergeführt wird, welche infolge ihrer Dünnflüssigkeit vom Holz leicht abgeschieden und nach dem Erkalten dem üblichen Destillationsprozeß zugeführt werden kann. Den Kochflüssigkeiten können eventuell öle zugesetzt werden.
Die Ausführung des Verfahrens erfolgt in der Weise, daß das Rohharz der Fichten bzw. das Scharrharz in aus Siebmaterial hergestellt ten Körben dem Kochprozesse unterworfen und die hierbei entstehende schäumende Emulsion in geeigneter Weise aus dem Kessel abgelassen wird, worauf die die Holzrückstände enthaltenden Körbe entleert und neu beschickt werden.
In der Zeichnung ist ein zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneter Apparat beispielsweise in schematischem Querschnitte gezeigt.
Dieser Apparat besteht aus einem mit abnehmbarem Deckel h versehenen Kessel m, in welchem ein aus starkem Sieb oder perforiertem Blech hergestellter Korb η eingehängt ist, dessen aus vollem Blech hergestellte Decke α kegelförmig abgedacht und mit einer Öffnung versehen ist, welche von einer gleichfalls aus Sieb hergestellten abnehmbaren Haube b überdeckt ist. Unterhalb des Korbes η ist ein mit Düsenöffnungen versehenes Ringrohr ο angeordnet, welches mit der Dampfzuleitung in Verbindung steht.
Der Kessel ist in üblicher Weise mit Manometer, Wasserstandsanzeiger, Schauglas und am Boden sowie im Niveau der Decke α des Korbes η mit AbJaßöffnungen t, s und in der Nähe des Bodens mit einer verschraubbaren Putzöffnung u ausgestattet.
Die Ausführung des Verfahrens erfolgt mit Hilfe dieses Kessels in der Weise, daß der Korb η nach dem Abheben des Deckels h und der Haube b mit dem zur Verarbeitung gelangenden Fichtenpech oder Scharrharze gefüllt wird, worauf der Kessel ungefähr bis zur Höhe der Decke α mit der Kochflüssigkeit
gefüllt wird. Durch den mittels Zuleitung von Dampf nunmehr eingeleiteten Kochprozeß wird das Rohharz in eine wässerige Emulsion übergeführt, welche in Schaumform teils durch den Siebboden dringt, teils in den Siebdom gelangt, und durch letzteren auf die feste geneigte Deckfläche α überfällt, von welcher sie durch die im Niveau der letzteren liegenden Öffnungen t abgelassen wird.
ίο Die so gewonnene Emulsion wird nunmehr in üblicher Weise der Trockendestillation bzw. der Terpentinöl- und Kolophoniumgewinnung zugeführt. Der in dem Siebeinsatz verbleibende Rückstand besteht fast ausschließlich aus den Holzbestandteilen, welche nur einen geringen Prozentsatz an Kolophonium enthalten und der üblichen Verwendung zugeführt werden. Im Interesse der leichteren Entleerung des Siebeinsatzes kann derselbe eventuell aushebbar angeordnet werden; wird auf die Aushebbarkeit verzichtet, so können auch innerhalb des Korbes η Heizschlangen angeordnet werden.

Claims (2)

Pat ent-An spktj c he:
1. Verfahren zur Ausscheidung der Holzbestandteile aus Fichtenrohharzen, Scharrharzen und ähnlich sich verhaltenden Harzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohprodukt in einem aus Siebmaterial gebildeten Korbe einem Kochprozesse in Wasser oder schwersiedenden Flüssigkeiten mit oder ohne Zusatz von Ölen bei normalem oder Überdruck unterworfen und die durch den Kochprozeß sich bildende Emulsion aus dem Kessel abgelassen wird.
2. Kessel mit Siebeinsatz zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Decke (a) des zur Aufnahme des Rohmateriales bestimmten Siebeinsatzes (n) aus vollem Material besteht, von einer mit einem Siebdom (b) überdeckten Öffnung gegen die ' Kessel-. wand abfällt, und daß letztere im Niveau ihrer Stoßkante mit der Decke (a) des Siebeinsatzes (n) mit Abflußöffnungen (t) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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