DE206902C - - Google Patents

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DE206902C
DE206902C DE1907206902D DE206902DD DE206902C DE 206902 C DE206902 C DE 206902C DE 1907206902 D DE1907206902 D DE 1907206902D DE 206902D D DE206902D D DE 206902DD DE 206902 C DE206902 C DE 206902C
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DE
Germany
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steam
liquid
nozzle
formic acid
column
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Application number
DE1907206902D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/18Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal bubble plates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

S'tavntuvn öes
Si-naelSicit bee
α t'cM ι Ι'α 111 Ib.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12«. GRUPPE^
Dr. SIEGFRIED HAMBURGER in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vervollkommnung von Destillierapparaten, welche insbesondere ihre Leistung für kontinuierlichen Betrieb verbessern soll.
Bei den bisherigen Apparaten besitzen die Kolonnenboden dicht eingesetzte Dampfstutzen, über welche Näpfe gestülpt sind. Zur Beförderung der von oben nach unten wandernden Flüssigkeit dienen dabei besondere
ίο Überlaufstutzen. Der Kolonnenboden bedeckt • sich also bis zur Oberkante des Überlaufstutzens mit Flüssigkeit, und der aufsteigende Dampf drängt sich durch diese Flüssigkeit an jedem Napfe so gut wie möglich hindurch.
An den Stellen, wo der Abstand zwischen den Näpfen klein ist, findet eine gründliche Durchdringung der Flüssigkeit vom Dampfe statt. Dagegen bleiben mehr oder weniger große Flächen vom Dampf praktisch unberührt. Es ist dem Zufall überlassen, ob die Flüssigkeitsteile vom Dampf getroffen werden oder nicht. Dieser Übelstand ist besonders nachteilig, wenn es sich darum handelt, gewisse, chemische Verfahren ununterbrochen durchzuführen. Beispielsweise würden bei der kontinuierlichen Herstellung von Ameisensäure mittels eines Kolonnenapparates der bisher bekannten Einrichtung infolge der ungenügenden Behandlung der Flüssigkeit durch den Dampf Rückstände auf den Etagen zurückbleiben, die zu Reinigungen zwingen, welche mit einem kontinuierlichen Betriebe nicht vereinbar und speziell bei Ameisensäure auch gefährlich sind, da sich bei Reinigung immer noch Ameisensäuredämpfe bilden, welche bösartige Hautentzündungen hervorrufen und überdies einen Verlust an Ausbeute darstellen.
Im Gegensatz zu dieser älteren unvollkommenen Gegenstrombehandlung wird beim Erfindungsgegenstande ein durchaus vollkommener und zuverlässiger Gegenstrom dadurch sichergestellt, daß nicht mehr in den Kolonnenboden dicht eingesetzte Dampfstutzen verwendet werden, sondern zwischen den Stutzen und dem Boden ein schmaler Ringspalt frei bleibt, durch welchen die Flüssigkeit nach unten fließt, so daß einmal eine völlig gleichmäßige Behandlung der Flüssigkeit vom Dampf gesichert, also die Entfernung von Rückständen nicht mehr nötig ist und zweitens die Überlaufstutzen entbehrlich gemacht sind.
Fig. ι zeigt eine Gesamteinrichtung, beispielsweise zur Herstellung von Ameisensäure.
Fig. 2, 3 und 4 veranschaulichen die neue Anordnung in verschiedenen Formen.
Die Herstellung von Ameisensäure mit dem neuen Apparat sei als Beispiel kurz beschrieben: In den Bottichen A1 und A2 wird die Formiatlösung oder -mischung bereitet; ein Bottich B ist vorgesehen, um eventuell die betreffende Säure erst im Gegenstromapparat D zuzusetzen.
Der Gegenstromapparat D ist wie die gebräuchlichen Kolonnenapparate aus Elementen zusammengesetzt, die von den Kolonnenboden D1 und Zylinderstücken Z)2 gebildet werden. In die Kolonnenboden sind nun abweichend von der bisher bekannten Einrichtung die Dampfstutzen D3 nicht dicht eingesetzt, sondern zwischen den Dampfstutzen
und den Kolonnenboden wird ein entsprechend schmaler Ringraum oder eine Lücke freigelassen und über den so eingesetzten Dampfstutzen der Napf Z)4 gestülpt. Letzterer kann, wie aus den Fig. 2, 3 und 4 hervorgeht, von verschiedener Form sein.
Durch die Dampfeinströmung C1 tritt direkter Dampf von unten ein, während von oben die Formiatlösung in dünnem Strahl zugelassen wird. Die Lösung tropft oder fließt auf die Näpfe und strömt in ganz dünner Schicht über dieselben. Der Dampf steigt durch die Stutzen D3 auf und durchdringt die dünne Schicht der Flüssigkeit etwa in der durch Fig. 4 veranschaulichten Weise von innen nach außen. Die vom Dampf getroffene Flüssigkeit fließt dann durch den Ringraum außerhalb des Stutzens D3 in die nächste Etage herunter. Es ist also hier ein vollkommener Gegenstrom geschaffen; Flüssigkeitsteilchen, welche nicht vom Dampf getroffen werden, sind nicht vorhanden; Rückstände können sich auf den Kolonnenboden nicht ansammeln. Im. übrigen ist die Einwirkung des Dampfes auf die Flüssigkeit im neuen Apparat auch deswegen noch erheblich vollkommener, als jetzt die Flüssigkeit nicht mehr durch ein Überlaufrohr von einem Flüssigkeitsstand zum andern gebracht wird, sondern in Form von vielfachen Ringschleiern von Etage zu Etage fließt. Der Dampf muß aber unterhalb der Stutzen D3 auch alle diese Ringschleier von außen nach innen durchdringen, so daß tatsächlich die Flüssigkeit in jedem Element jetzt zweimal der Dampfeinwirkung ausgesetzt ist.
Die Ameisensäuredämpfe werden von der Haube G aufgefangen und in das Kühlgefäß H übergeleitet, wo sie kondensieren. Die Ameisensäure fließt aus der Kühlschlange in den Behälter /, von wo sie nach Bedarf abgezogen wird. Die durch Zersetzung des Formiats entstandenen Nebenprodukte fallen in den Behälter C und können von hier nach Bedarf in den transportablen Behälter K abgelassen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Mit Kolonnenboden versehene Destilliervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß . die Dampfstutzen, durch welche der Dampf von den unteren Abteilungen in die oberen übertritt, ringsum mit geeignetem Spielraum in die Abteilungsböden eingesetzt sind, so daß die vom Dampf zu behandelnde Flüssigkeit an jedem Dampfstutzen vorbei sofort in die nächst untere Abteilung fließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907206902D 1907-07-21 1907-07-21 Expired DE206902C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE206902T 1907-07-21

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DE206902C true DE206902C (de) 1909-02-13

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ID=33494657

Family Applications (1)

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DE1907206902D Expired DE206902C (de) 1907-07-21 1907-07-21

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