DE324053C - Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren

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DE324053C
DE324053C DE1919324053D DE324053DA DE324053C DE 324053 C DE324053 C DE 324053C DE 1919324053 D DE1919324053 D DE 1919324053D DE 324053D A DE324053D A DE 324053DA DE 324053 C DE324053 C DE 324053C
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    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
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Description

AUSGEGEBEN AlH 16. AUGUST 1920
• . REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55 b GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1919 ab.
Gegenstand der Erfindung· ist ein Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose nach dem Natronverfahren. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß das zu Stücken zerkleinerte Holz mit abgeklärter Schwarzlauge behandelt und darauf mit einer Mischung von frischer (starker) Lauge und abgeklärter Schwarzlauge unter Druck mit Dampf gekocht wird. Die Masse wird dann mit Wasser gewaschen, geschliffen und weiterer Verwertung zugeführt.
Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung1 ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen Grundriß,
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Drei Kocher A sind auf einem Fundament in schräger Lage angeordnet. Senkrecht stehendeKocher sind auch verwendbar. Oberhalb der Kocher^ befinden sich drei, Behälter M (Mischgefäße) zur Aufbewahrung der Lauge. Diese Behälter M sind mit Rührwerk \rersehen. Das für die Lösung der kaustischen Soda erforderliche Wasser wird durch ein Wasserleitungsrohr V mit Zweigrohren ν jedem Behälter M zugeführt. Damit Wärme und Alkalireste in den Abgasen ausgenutzt werden können, führt vom Oben deckel jedes Kochers A ein Rohr α zu jedem
}o Mischgefäß M. Von den Mischgefäßen M führen Rohre m zu den Kochern A zwecks Einfülhing frischer Lauge,
B ist ein Behälter, in den die Schwarzlauge aus den Kochern A durch Rohre α entleert wird. K ist ein Becken, welches niedriger als der Behälter B liegt und zur Aufnahme der jederzeit vorhandenen Inkrusten konzentrierter Ablauge dient; er steht mit dem Behälter B durch eine als Schleuse ausgebildete Wand JT, die sich in Führungen heben und senken läßt, in Verbindung.
C. ist ein Behälter, der etwas höher als die Kocher A angeordnet ist. Er dient zum Sammeln geklärter Schwarzlauge und steht zu diesem Zweck mit dem Behälter B durch eine Rohrleitung l·, c in Verbindung. In diese Leitung ist eine Zentrifugalpumpe P eingeschaltet. Von dem Behälter c führt eine Rohrleitung c' zu den Röhren tn, welche von den Mischgefäßen M zu den Kochern führen.
D ist eine Dampfleitung, welche bei schrägliegenden Kochern durch Leitungen d mit dem Bodenteil und durch Leitungen df etwa mit der Längsmitte jedes Kochers in Verbindung steht, um eine wirksame Erwärmung zu erreichen. Bei senkrechten Kochern erfolgt der Dampfeintritt in den Boden der Kocher mittels eines oder mehrerer Rohre.
B ist ein Elektrolyseur für die Zersetzung von Kochsalz; er ist durch eine Leitung e an die eine Zentrifugalpumpe P angeschaltet, die mit den Mischgefäßen M in Verbindung steht.
• Das Material, Fichten- oder Föhrenscheite
von ίο bis 13 cm Durchmesser und von 60 cm Länge, werden längsweise durchgeschnitten, damit die Lauge in das Holz vollständig eindringen kann. Größere Scheite werden gespalten. Die Scheite werden zweckmäßig in trockenem Zustande in die Kocher/i geschafft, worauf Schwarzlauge (abgeklärt) in die Kocher aus dem Behälter C durch die Rohre c' und m eingefüllt wird. Wenndie Scheite nach einer gewissen Zeit mit Schwarzlauge gesättigt sind, wird ein Teil der Schwarzlauge durch die Leitung a' entfernt, und durch das Rohr »wird frische Lauge H Na O von den Mischgefäßen M zugeführt. Alsdann wird Dampf durch die Rohre d und d' in die Kocher A eingelassen. Das Dampfkochen findet während 6 bis 8 Stunden unter einem Druck von 4 bis 9 Atm. statt, wobei die Dauer j e nach der ursprünglichen Trockenheit der Scheite und der Beschaffenheit des Holzes wechselt. Nachdem das Kochen beendet ist, wird der Dampf abgesperrt, worauf der Kocher etwa eine Stunde unter Druck stehen bleibt. Hierauf wird die Leitung a' zur Entfernung der Schwarzlauge in den Behälter B geöffnet. Nach dem Ablassen der Lauge aus den Kochern werden die Scheite mit einem kräftigen Wasserstrahl gewaschen und' alsdann nach der Schleiferei geschafft, wo sie geschliffen und sortiert oder gereinigt und gehackt werden.
Die Kocher A werden jetzt mit neuen Scheiten und mit Schwarzlauge von dem Behälter C gefüllt. Für das jedesmalige Kochen wird von dieser Schwarzlauge gezapft, wobei dieselbe mit neuer Lauge von den Mischgefäßen JIi aufgefrischt wird. Diese Auffrischung kann auch, wenn es gewünscht wird, in den Mischgefäßen M erfolgen. Bei dem ersten Einsatz, bevor man noch einige Schwarzlauge bekommen hat, wird die Lauge von den Mischgefäßen M etwas stärker als bei den nachfolgenden Kochprozessen gehalten. Das Verhältnis zwischen der Schwarzlauge dürfte ungefähr konstant gehalten werden; die gesammelte Menge für jedes Kochen ist so groß, daß der Kocher ungefähr gefüllt wird.
OqV1 erste Einsatz hält ungefähr 8° Be, der nachfolgende Einsatz von Starklauge hält ungefahr 70 Be und die Mischung ungefähr 8° Be, indem bei Verwendung von Schwarzlauge ungefähr i° Be kaustische Soda gewonnen wird. Die kaustische Soda, vorzugsweise von Elektrolyseuren für Zersetzung von Kochsalz, hält am vorteilhaftesten ungefähr 150 Be. DieseLauge wird in denMischgefäßenM mittels der Abgase von dem Kochern und mit Zusatz von Wasser und Schwarzlauge bis 70 Be verdünnt.
Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens richtet man sich zweckmäßig so ein, daß während des Kochens in einem oder mehreren Kochern die Entleerung von Schwarzlauge und Holzscheiten aus anderen Kochern vorgenommen wird, während in einem dritten Satz von Kochern das Einbringen von Stöcken und Schwarzlauge erfolgt, so daß man mit wenig Personal einen kontinuierlichen Betrieb erreichen kann.
Die erhaltene Masse wird zur. Herstellung gewisser Papiersorten benutzt, indem diese Masse (Halbzellulose) anstatt einer Mischung von Zellulose und mechanischer Holzmasse verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zu Stücken zerkleinertes Holz mit abgeklärter Schwarzlauge im Kocher ohne Dampfzusatz behandelt, darauf mit einer Mischung von Starklauge (frischer Lauge) und abgeklärter Schwarzlauge unter Druck gekocht wird, wonach die Masse gewaschen, geschliffen und weiterer Verwendung zugeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919324053D 1919-01-20 1919-03-03 Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren Expired DE324053C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO88950X 1919-01-20

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DE324053C true DE324053C (de) 1920-08-16

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DE1919324053D Expired DE324053C (de) 1919-01-20 1919-03-03 Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren

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US (1) US1365039A (de)
AT (1) AT88950B (de)
DE (1) DE324053C (de)
FR (1) FR519467A (de)

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Publication number Publication date
US1365039A (en) 1921-01-11
FR519467A (fr) 1921-06-10
AT88950B (de) 1922-07-10

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