DE324053C - Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem NatronverfahrenInfo
- Publication number
- DE324053C DE324053C DE1919324053D DE324053DA DE324053C DE 324053 C DE324053 C DE 324053C DE 1919324053 D DE1919324053 D DE 1919324053D DE 324053D A DE324053D A DE 324053DA DE 324053 C DE324053 C DE 324053C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- black liquor
- wood
- liquor
- cellulose
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 239000002023 wood Substances 0.000 title claims description 7
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 title claims description 5
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 title claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L Sodium Carbonate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]C([O-])=O CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L 0.000 title claims description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 4
- HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M sodium hydroxide Inorganic materials [OH-].[Na+] HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 19
- 235000011121 sodium hydroxide Nutrition 0.000 description 8
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 3
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical group [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 2
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 2
- 241000218657 Picea Species 0.000 description 1
- 235000008331 Pinus X rigitaeda Nutrition 0.000 description 1
- 241000018646 Pinus brutia Species 0.000 description 1
- 235000011613 Pinus brutia Nutrition 0.000 description 1
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C3/00—Pulping cellulose-containing materials
- D21C3/02—Pulping cellulose-containing materials with inorganic bases or alkaline reacting compounds, e.g. sulfate processes
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C3/00—Pulping cellulose-containing materials
- D21C3/22—Other features of pulping processes
- D21C3/26—Multistage processes
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S162/00—Paper making and fiber liberation
- Y10S162/02—Chip soaking
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Paper (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AlH 16. AUGUST 1920
• . REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55 b GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1919 ab.
Gegenstand der Erfindung· ist ein Verfahren
zur Herstellung von Halbzellulose nach dem Natronverfahren. Das Wesen der Erfindung
besteht darin, daß das zu Stücken zerkleinerte Holz mit abgeklärter Schwarzlauge
behandelt und darauf mit einer Mischung von frischer (starker) Lauge und abgeklärter
Schwarzlauge unter Druck mit Dampf gekocht wird. Die Masse wird dann mit Wasser gewaschen, geschliffen und weiterer
Verwertung zugeführt.
Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung1 ist auf der Zeichnung
beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen Grundriß,
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Drei Kocher A sind auf einem Fundament in schräger Lage angeordnet. Senkrecht stehendeKocher sind auch verwendbar. Oberhalb der Kocher^ befinden sich drei, Behälter M (Mischgefäße) zur Aufbewahrung der Lauge. Diese Behälter M sind mit Rührwerk \rersehen. Das für die Lösung der kaustischen Soda erforderliche Wasser wird durch ein Wasserleitungsrohr V mit Zweigrohren ν jedem Behälter M zugeführt. Damit Wärme und Alkalireste in den Abgasen ausgenutzt werden können, führt vom Oben deckel jedes Kochers A ein Rohr α zu jedem
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Drei Kocher A sind auf einem Fundament in schräger Lage angeordnet. Senkrecht stehendeKocher sind auch verwendbar. Oberhalb der Kocher^ befinden sich drei, Behälter M (Mischgefäße) zur Aufbewahrung der Lauge. Diese Behälter M sind mit Rührwerk \rersehen. Das für die Lösung der kaustischen Soda erforderliche Wasser wird durch ein Wasserleitungsrohr V mit Zweigrohren ν jedem Behälter M zugeführt. Damit Wärme und Alkalireste in den Abgasen ausgenutzt werden können, führt vom Oben deckel jedes Kochers A ein Rohr α zu jedem
}o Mischgefäß M. Von den Mischgefäßen M
führen Rohre m zu den Kochern A zwecks Einfülhing frischer Lauge,
B ist ein Behälter, in den die Schwarzlauge aus den Kochern A durch Rohre α entleert
wird. K ist ein Becken, welches niedriger als der Behälter B liegt und zur Aufnahme
der jederzeit vorhandenen Inkrusten konzentrierter Ablauge dient; er steht mit dem Behälter
B durch eine als Schleuse ausgebildete Wand JT, die sich in Führungen heben und
senken läßt, in Verbindung.
C. ist ein Behälter, der etwas höher als die Kocher A angeordnet ist. Er dient zum Sammeln
geklärter Schwarzlauge und steht zu diesem Zweck mit dem Behälter B durch eine
Rohrleitung l·, c in Verbindung. In diese Leitung ist eine Zentrifugalpumpe P eingeschaltet.
Von dem Behälter c führt eine Rohrleitung c' zu den Röhren tn, welche von
den Mischgefäßen M zu den Kochern führen.
D ist eine Dampfleitung, welche bei schrägliegenden Kochern durch Leitungen d mit dem
Bodenteil und durch Leitungen df etwa mit der Längsmitte jedes Kochers in Verbindung
steht, um eine wirksame Erwärmung zu erreichen. Bei senkrechten Kochern erfolgt der
Dampfeintritt in den Boden der Kocher mittels eines oder mehrerer Rohre.
B ist ein Elektrolyseur für die Zersetzung von Kochsalz; er ist durch eine Leitung e an
die eine Zentrifugalpumpe P angeschaltet, die mit den Mischgefäßen M in Verbindung
steht.
• Das Material, Fichten- oder Föhrenscheite
• Das Material, Fichten- oder Föhrenscheite
von ίο bis 13 cm Durchmesser und von 60 cm
Länge, werden längsweise durchgeschnitten, damit die Lauge in das Holz vollständig eindringen
kann. Größere Scheite werden gespalten. Die Scheite werden zweckmäßig in trockenem Zustande in die Kocher/i geschafft,
worauf Schwarzlauge (abgeklärt) in die Kocher aus dem Behälter C durch die
Rohre c' und m eingefüllt wird. Wenndie Scheite nach einer gewissen Zeit mit Schwarzlauge
gesättigt sind, wird ein Teil der Schwarzlauge durch die Leitung a' entfernt, und
durch das Rohr »wird frische Lauge H Na O
von den Mischgefäßen M zugeführt. Alsdann wird Dampf durch die Rohre d und d' in die
Kocher A eingelassen. Das Dampfkochen findet während 6 bis 8 Stunden unter einem
Druck von 4 bis 9 Atm. statt, wobei die Dauer j e nach der ursprünglichen Trockenheit
der Scheite und der Beschaffenheit des Holzes wechselt. Nachdem das Kochen beendet ist,
wird der Dampf abgesperrt, worauf der Kocher etwa eine Stunde unter Druck stehen
bleibt. Hierauf wird die Leitung a' zur Entfernung der Schwarzlauge in den Behälter B
geöffnet. Nach dem Ablassen der Lauge aus den Kochern werden die Scheite mit einem
kräftigen Wasserstrahl gewaschen und' alsdann nach der Schleiferei geschafft, wo sie
geschliffen und sortiert oder gereinigt und gehackt werden.
Die Kocher A werden jetzt mit neuen Scheiten und mit Schwarzlauge von dem Behälter
C gefüllt. Für das jedesmalige Kochen wird von dieser Schwarzlauge gezapft, wobei
dieselbe mit neuer Lauge von den Mischgefäßen JIi aufgefrischt wird. Diese Auffrischung
kann auch, wenn es gewünscht wird, in den Mischgefäßen M erfolgen. Bei dem
ersten Einsatz, bevor man noch einige Schwarzlauge bekommen hat, wird die Lauge
von den Mischgefäßen M etwas stärker als bei den nachfolgenden Kochprozessen gehalten.
Das Verhältnis zwischen der Schwarzlauge dürfte ungefähr konstant gehalten werden;
die gesammelte Menge für jedes Kochen ist so groß, daß der Kocher ungefähr gefüllt
wird.
OqV1 erste Einsatz hält ungefähr 8° Be, der
nachfolgende Einsatz von Starklauge hält ungefahr
70 Be und die Mischung ungefähr 8°
Be, indem bei Verwendung von Schwarzlauge ungefähr i° Be kaustische Soda gewonnen
wird. Die kaustische Soda, vorzugsweise von Elektrolyseuren für Zersetzung von Kochsalz,
hält am vorteilhaftesten ungefähr 150 Be. DieseLauge wird in denMischgefäßenM
mittels der Abgase von dem Kochern und mit Zusatz von Wasser und Schwarzlauge bis 70
Be verdünnt.
Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens richtet man sich zweckmäßig so ein,
daß während des Kochens in einem oder mehreren Kochern die Entleerung von Schwarzlauge
und Holzscheiten aus anderen Kochern vorgenommen wird, während in einem dritten
Satz von Kochern das Einbringen von Stöcken und Schwarzlauge erfolgt, so daß man mit wenig Personal einen kontinuierlichen
Betrieb erreichen kann.
Die erhaltene Masse wird zur. Herstellung gewisser Papiersorten benutzt, indem diese
Masse (Halbzellulose) anstatt einer Mischung von Zellulose und mechanischer Holzmasse
verwendet werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zu Stücken zerkleinertes Holz mit abgeklärter Schwarzlauge im Kocher ohne Dampfzusatz behandelt, darauf mit einer Mischung von Starklauge (frischer Lauge) und abgeklärter Schwarzlauge unter Druck gekocht wird, wonach die Masse gewaschen, geschliffen und weiterer Verwendung zugeführt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO88950X | 1919-01-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE324053C true DE324053C (de) | 1920-08-16 |
Family
ID=19891578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919324053D Expired DE324053C (de) | 1919-01-20 | 1919-03-03 | Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1365039A (de) |
| AT (1) | AT88950B (de) |
| DE (1) | DE324053C (de) |
| FR (1) | FR519467A (de) |
-
1919
- 1919-03-03 DE DE1919324053D patent/DE324053C/de not_active Expired
- 1919-04-05 US US287806A patent/US1365039A/en not_active Expired - Lifetime
- 1919-04-23 AT AT88950D patent/AT88950B/de active
-
1920
- 1920-09-08 FR FR519467A patent/FR519467A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1365039A (en) | 1921-01-11 |
| FR519467A (fr) | 1921-06-10 |
| AT88950B (de) | 1922-07-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE324053C (de) | Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren | |
| DE566153C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Furfurol | |
| DE747236C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines veredelten Zellstoffes aus cellulosehaltigen Stoffen | |
| DE258201C (de) | ||
| CH90716A (de) | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. | |
| DE556001C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff, Terpentinoel und anderen OElen, Harzen, Balsamen und Lignin | |
| DE380942C (de) | Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern mit Chlor | |
| SU56045A1 (ru) | Способ получени волокна из луба | |
| DE299293C (de) | ||
| DE288019C (de) | ||
| DE332100C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Erdoel aus OElsand oder anderem oelhaltigen Gestein | |
| DE558706C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur UEberwachung des Kochvorganges von pflanzlichem Fasergut in einem Kocher | |
| DE27333C (de) | Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse | |
| AT155534B (de) | Vorrichtung zum Entziehen von Stoffen aus festen tierischen Produkten. | |
| DE414323C (de) | Verfahren zur Erzeugung von gasfreiem Dampf durch Einfuehrung gluehender fester Stoffe, wie Koks, Schlacken und Asche von Hochoefen, in das Wasser eines Kessels | |
| DE409040C (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leder durch Gerben | |
| DE391969C (de) | Verfahren zur Hydrolyse der Zellulose in Pflanzenstoffen, insbesondere in Holz | |
| AT120250B (de) | Verfahren zum Ausräumen von Baumwollfasern aus geschlossenen Gefäßen. | |
| DE583324C (de) | Verfahren zur Herstellung von Furfurol | |
| DE589751C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus zellstoffhaltigem Fasergut | |
| AT72881B (de) | Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Faserstoff aus Holz oder anderen pflanzlichen Stoffen. | |
| DE389348C (de) | Verfahren zur Destillation von Teer u. dgl. | |
| DE577850C (de) | Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Stoffen mit verduennten Saeuren | |
| DE79102C (de) | Verfahren zum Entlüften von Faserstoffen | |
| DE28590C (de) | Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen für die Papierfabrikation |