DE28590C - Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen für die Papierfabrikation - Google Patents

Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen für die Papierfabrikation

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DE28590C
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Germany
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paper manufacture
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DENDAT28590D
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Dr. H. SELLNICK in Leipzig
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SB: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1884 ab.
Die vorher zweckentsprechend zerkleinerten Rohmaterialien (Holz, Stroh etc.) werden in geschlossenen Körben behandelt, welche mittelst eines Laufkranes und darauf verschiebbarer Katze fortbewegt werden und mit Differentialflaschenzug gehoben und gesenkt werden können.
Die Körbe c sind sammt Deckel und Boden aus durchlochtem Eisenblech hergestellt. Sie werden von einem dreiarmigen Bügel f erfafst, gehoben und mittelst des Kranes k leicht überall hin transportirt. Die Späne werden in diese Körbe fest eingestampft, sodann werden sie in die Einweichbottiche a, Fig. 1 und 2, bezw. A1 bis A6 gestellt, welche mit Lauge angefüllt sind, und 24 Stunden darin stehen gelassen. Die Körbe stehen allseitig, auch am Boden, etwa 50 mm vom Bottich ab, und in ihrer Mitte ist ein ebenfalls durchlochter Rohreinsatz d, der das Zutreten der Lauge in das Innere befördert; beim späteren Auskochen ermöglicht dieses Rohr eine bessere Circulation des Wassers (s. B) und auch bereits während des Einweichens wird dasselbe dazu benutzt, die Stagnation der Lauge zu unterbrechen und die Materialien mit frischen Laugeschichten in Berührung zu bringen. Zu diesem Behufe wird von Zeit zu Zeit vom Arbeiter ein Kolben m bei A1 in das Rohr gestofsen, wodurch der ganzen Flüssigkeit eine sehr energische Bewegung mitgetheilt wird.
Nach der 2 4 stündigen Maceration werden die Körbe aus den Bottichen herausgehoben und durch Hängenlassen abgetropft; sodann kommen dieselben einige Minuten in einen Bottich A7 mit warmem Wasser, um von der äufserlich noch anhaftenden Lauge befreit zu werden. Dieses Wasser, welches öfters gebraucht werden kann, wird schliefslich zur Herstellung frischer Lauge verwendet und ist mit einem Ablafs nach dem Laugenbehälter D verbunden, von dem aus die Flüssigkeit nach C gepumpt wird. Die Späne absorbiren etwa den sechsten Raumtheil der Lauge. Die Bottiche werden um den Betrag dieser in den Spänen aufgenommenen Lauge wieder mit frischer Lauge angefüllt, die, in einem höher stehenden Bottich C bereit gehalten, ihnen durch eiserne Röhren zufliefst. Es wird also die Lauge ohne Verlust immer wieder gebraucht und davon nur so viel verbraucht, als die Späne absorbiren.
Der Kochkessel B ist wegen der Wasserwallung etwas höher als die Einweichbottiche A1 bis A6 ; er wird durch ein Schlangenrohr F geheizt und mit einem Deckel überdeckt, um die Lästigkeit des Brodels abzuhalten. Dafs derselbe auch unter Druck gesetzt werden kann, ist nicht ausgeschlossen.
Der Erfinder vermeidet den Dampfdruck, weil derselbe eine solche Temperatur mit sich führt, dafs darunter die Materialien an Farbe und Ausbeute leiden. Es werden bei zu hoher Temperatur Destillationsproducte erzeugt, die Carbonisation der Masse befördert und dabei »Stoff« verbraucht, der als Papierstoff gewonnen werden kann. Der Kochkessel wird mit Wasser gefüllt; dieses und die hinzutretende Wärme genügen, um die Lösung der Inkrusten mittelst der vorher eingelaugten Alkalien zu lösen und zu extrahiren. Die ausgekochten Stoffe werden von Zeit zu Zeit durch den Hahn H abgezogen.
Nachdem die Späne aus dem Kochkessel gehoben, werden sie weiter verarbeitet. Sie lassen
sich durch Stampfen oder Kollergänge leicht in Faserbündel auflösen, wobei die gelösten Inkrusten durch zufliefsendes Wasser ausgespült werden.
Sodann wird die Masse in Holländern oder anderen geeigneten Apparaten fertig gebleicht und zu Papierstoff verarbeitet.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Das Behandeln der zerkleinerten Rohstoffe, und zwar das Einweichen, Transportiren und Kochen derselben in geschlossenen perforirten Körben c.
    Der inmitten der Körbe c angeordnete Rohreinsatz d.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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