DE299100C - - Google Patents

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DE299100C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A5/00Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
    • F41A5/02Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock recoil-operated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 8. JULI 1920
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- Jift 299100 -. KLASSE 72 h GRUPPE
Franz Kretz und Osias J. Pipersberg in Wien.
beim Vorlauf der Waffe erfolgt.
Patentiertim Deutschen Reiche vom 26.Mai 1916 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Selbstladevorrichtung für irgendeine Gattung von ■'Schnellfeuerwaffen (Gewehre, Karabiner, Pistolen usw.), welch letztere keinerlei Änderung erfordern, um mit der Vorrichtung in wirksamer Weise verbunden und dadurch zu einem Selbstlader zu werden.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer im allgemeinen U-förmigen Querschnitt besitzenden Blechhülle zum Einlegen des Kolbens, Mittel- und Vorderschaftes, welche Hülle mit den das Öffnen und Schließen des Verschlusses der Waffe bewirkenden Organen versehen ist und als Gleitbahn für die durch den Rückstoß und ein Vorholmittel in der Blechhülle hin und'-her bewegte Waffe dient.
Der zur Öffnungs- und Schließbewegung des Verschlüsse ausgenutzte.Rückstoß wird von einer auf das Kolbenende wirkenden Feder aufgenommen; bei der durch den Rückstoß bewirkten Rückwärtsbewegung der Waffe in der Blechhülle wird außer dieser Feder noch eine zweite Feder gespannt, die
■*5 auf das Griffstück wirkt. Während der Vorbewegung der Waffe in ihre ursprüngliche Lage — durch die erstgenannte Feder — wird zufolge der Entspannung der zweiten Feder ein mit letzterer verbundener Schieber betätigt und durch diesen vorerst das Öffnen und am Ende seiner Bewegung das Schließen des Verschlusses' veranlaßt. ;
Die Zeichnung* veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform der Selbstladevorrichtung in Verbindung mit einem Schnellfeuerkarabiner. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung mit dem eingelegten, in seiner Anfangslage befindlichen Karabiner. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Selbstladevorrichtung allein, wobei einzelne Teile weggelassen sind. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-A der Fig. ι. Fig. 4 zeigt die Lage des Karabiners in der Vorrichtung nach abgegebenem Schusse. Fig. 5 zeigt die Hauptteile der Selbstladevorrichtung in vergrößertem Maßstäbe. Fig. 6 und 7 stellen im Längs- und Querschnitt die Schieber- oder Riegelanordnung dar. _
Die Selbstladevorrichtung besteht aus einer, im Querschnitt. U-f örmigen, von vorn nach hinten entsprechend der Umrißlinie der Waffe an Höhe zunehmenden Blechhülle 1, welche sämtliche zur Hervorbringung der Selbstladewirkung erforderlichen Bestandteile tagt, so daß die Waffe selbst, so wie sie ist, für die geringste bauliche Abänderung in Verwendung genommen werden kann und ebenso durch bloßes Herausnehmen aus der Blechhülle sofort aus einem Selbstlader zu einer gewöhnlichen Schnelladewaffe wird.
Die in die Vorrichtung eingebrachte Waffe · wird mit dem Kolben in einem Schuh 2 gelagert, welcher sich gegen eine Druckfeder 3 stützt und mittels in Schlitzen 4 des rückwärtigen Hüllenteiles eingreifender Zapfen 5 gerade geführt ist. Mit dem Vorderschaft lagert die Waffe in dem entsprechend verengten und niedriger gehaltenen vorderen Teil
der Hülle ι und erhält auf diese Weise auch eine entsprechende . Führung, wobei ein Scharnierband 6 das Austreten der Waffe nach oben aus der Blechhülle verhindert.
' An der Außenseite der Blechhülle ist in einer entsprechenden Führung ein mit dem Griffstück 7 der Waffe mittels einer Gabel 8 (bei Geradzugverschluß) oder mittels eines gekrümmten, einen Schraubengangschlitz enthaltenden Mitnehmers (bei Drehverschluß) kuppelbarer Schieber 9 gelagert, welcher unter dem Einfluß einer Feder 10 steht, die an der die Führung des Schiebers 9 bildenden Verschalung 11 befestigt ist.
Bei dem durch, den abgegebenen Schuß bzw. durch den hierbei verursachten Rückstoß bewirkten Zurückgleiten der AVaffe in der Hülle ι wird einerseits die Druckfeder 3 gespannt, anderseits, veranlaßt durch den mit dem Griffstück gekuppelten Schieber 9, die mit dem Ende 12 des Schiebers verbundene Zug- bzw. Schließfeder 10 gespannt.
Das Öffnen das Verschlusses vollzieht sich beim Vorgleiten der Waffe in ihre Anfangslage. Um dies be\virken zu können, ist folgende Einrichtung getroffen:
An der Außenseite der Hülle 1 unter dem
Schieber 9 ist eine verschiebbare Stange 13
/ vorgesehen, welche mittels einer in einen schrägen Schlitz eines lotrecht verschiebbaren Sperrschiebers 14 eingreifenden Schraube 15 diesen Schieber 14 betätigt.
Die Stange 13 ist zu diesem Behufe mit einer an den Hülle 1 befestigten Feder 16 verbunden, die bestrebt ist, den Schieber 14 bzw. die Stange 13 zurückzuziehen, so daß der erstere von dieser Stange 13 beständig nach oben gedrückt wird.
Gleitet die Waffe in der Blechhülle infolge des Rückstoßes samt dem Gabelschieber 9 zurück, so wird der vorher von dem darüber gelagerten Schieber 9 nach unten gedrückte Sperrschieber 14 frei und bewegt sich unter der Wirkung der Feder 16 auf die Stange 13.
nach oben, so daß der mit dem Griffstück verbundene Gabelschieber 9 durch den Sperrschieber 14 beim Vorgange der Waffe festgestellt ist und somit beim weiteren Vorgang der Waffe der Verschluß geöffnet wird.
Zur Auslösung des Verschlusses, der die in Fig. ι in gestrichelten Linien angedeutete Stellung einnimmt bzw. zur Freigabe des unter dem Einflüsse der noch nicht entspannten Feder 10 stehenden Gabelschiebers 9 trägt die Stange 13 an ihrem Vorderende einen in die Bahn der Waffe ragenden Arm 17, auf welchen die Waffe bzw. das Magazin derselben am Ende des Vorganges (nachdem die leere Patronenhülse ausgeworfen und eine neue Patrone in die Bahn des Verschlußkolbens getreten ist) drückt, diesen Arm nach vorn verschiebt und mittels der in ■ dem Schlitz des Sperrschiebers 14 eingreifenden Schraube 15 diesen Schieber 14 herunterbewegt, so daß sich der Verschluß schließen und der nächste Schuß abgegeben werden kann.
Die Kuppelung des Abzugzüngeis 18 der Waffe mit dem Abzüge der Selbstladevorrichtung erfolgt mittels des an der Hülle 1 angebrachten Züngeis 19, das mittels einer verschiebbaren Kupplung 2o auf ein an dem Züngel 18 angreifendes, zweckmäßig nach hinten verdrehbares Züngel 21 wirkt, das ! beim Rücl-avärtsgleiten der Waffe zur Seite geschwenkt wird und diese] Bewegung der Waffe nicht behindert.
Weiter ist noch eine Vorrichtung vorgesehen, die den Verschluß nach Abgabe der letzten Patrone offen hält.
j Über der den Sperrschieber 14 beeinfiussenden Stange 13- ist eine zweite verschieb- ! bare Stange 22 gelagert, welche mittels einer Feder 22' mit der Stange 13 verbunden ist und einen Langschlitz besitzt, in welchen die Schraube 15 eingreift. Ein an dem Vorderende der Stange 22 angebrachter Arm 23 ragt gleichfalls, jedoch mit einer Voreilung gegenüber dem Arme 17 der Stange 13, in die Bahn des .Magazins.
Die Stange 22 trägt an ihrem rückwärtigen Ende einen dünnen Arm 24, welcher zusammen mit einem federnd gemachten Zahn 25 an diese Stange angelenkt und verdrehbar ist und einer verschiebbaren Zahnstange 26 vorgelagert. ist.
Letztere ist in einem Gehäuse zwischen Leisten 27 geführt und trägt außen vor diesem Gehäuse einen in einem Schlitz 28 desselben beweglichen, verdrehbaren Handgriff 29, der einen im ■ Innern des Gehäuses liegenden Exzenter 30. trägt.
Bewegen sich beide Stangen 13 und 22 unter dem Druck der gleitenden Waffe .nach vorn, so wird nach jedem Schuß die Zahnstange 26 mittels des Zahnes 25 um eine Zahnlänge (die Anzahl der Zähne sowie die Abmessungen der Zahnstange entsprechen der Anzahl der im Magazin untergebrachten Patronen) nach vorn bewegt, bis schließlich das etwas zugespitzte Ende der Zahnstange 26 unter den Sperrschieber 14 sich einlegt, so daß dieser sich nicht mehr, herunterbewegen kann und mit Bezug auf den Gabelschieber 9 in Sperrstellung festgehalten ist.
Die Auslösung erfolgt mittels des auf dem Handgriff 29 sitzenden Exzenters 30, der bei Verdrehen des Handgriffes 29 den Arm 24 mit dem Zahn 25 hebt und letzteren außer Eingriff mit der Zahnstange 26 bringt, so daß diese nunmehr von Hand in die Anfangsstellung zurückgebracht werden kann, worauf
durch Zurückdrehen des Exzenters der Za.hn 25 sich unter dem Druck seiner Feder neuerdings mit der Zahnstange 26 kuppelt bzw. mit deren erstem Zahn in Eingriff ge-
■.5 langt. ■■-..■■.
Ein besonderer Vorteil dieser Selbstladevorrichtung besteht darin, daß die Gewalt des Rückstoßes von der vor dem Kolbenende gelagerten Feder 3 nahezu vollständig aufgenommen wird, so daß mit dieser Vorrichtung Schießwaffen von bedeutend größerem Kaliber bzw. stärkerer Ladung Ohne Schaden für den Schützen verwendet und durch denselben ohne besondere Stütz- oder Trageinrichtungen . abgefeuert' werden können. Soll. die Waffe, z. B. ein Gewehr oder ein Karabiner, mit der Selbstladehülle zum Bajonettkampf verwendet werden, so wird mittels des Riemens das Gewehr in der Hülle zurückgezogen, bis die Feder 3 zusammengedrückt ist, und der gespannte Riemen. an einem zu diesem Zweck vorgesehenen Knopf 31 festgemacht, so daß die drückende Wirkung der Feder 3 aufgehoben ist und Gewehr und Hülle ein festes Ganzes bilden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbstladevorrichtung für Schnellfeuerwaffen, bei welcher die Entriegelung des Verschlusses beim Vorlauf der Waffe erfolgt, gekennzeichnet durch eine im Querschnitt U-förmige Hülle zum Einlagern des Kolbens, Mittel- und Vorderschaftes, die als Gleitbahn für die durch den Rückstoß und durch Vorholmittel bin und her bewegbare Waffe dient und mit Organen zum Öffnen und. Schließen des Verschlusses sowie mit einem mit der Abzugvorrichtung der Waffe kuppelbaren Abzug ausgerüstet ist.
  2. 2.. Selbstladevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in •der Hülle (1) ein gegen eine Druckfeder (3) sich stützender, gerade geführter Schuh (2) zur Einlagerung des Kolbens der Waffe angeordnet ist und daß an der Außenseite der Hülle ein. mit dem Griffstück der Waffe, mittels Gabel oder geschlitzten Mitnehmers kuppelbarer Schieber (9) geführt und mit einer Feder (10) verbunden ist, die gleichzeitig mit der Druckfeder (3) gespannt wird.
  3. 3. Selbstladevorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Schiebers (9) eine Stange (13) verschiebbar angeordnet ist, die einen lotrecht verstellbaren Sperrschieber (14) be\vegt und den beim Rück-■ stoß mittels des Schiebers (9) herabge-.drückten Sperrschieber vermittels einer. Feder (16) hebt, wodurch letzterer die Gabel (oder den Mitnehmer) beim Λ^ογ-gang feststellt, so daß bei weiterem Vorgleiten der Waffe innerhalb der Hülle (1) der Verschluß geöffnet, wird.
  4. 4. Selbstladevorrichtung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stange (13) ein Arm (17) angeordnet ist, der am Ende des Vorgleitens der Waffe in der Hülle (1.) verschoben ' wird und den Schieber (14) herabbewegt, so daß das Schließen des Verschlusses erfolgen kann.
    S- Selbstladevorrichtung nach Ansruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzug der Waffe mit · einem an der Hülle (1) angebrachten Abzug durch ein Züngel (19) mit Hilfe einer Kupplung (20) und eines Hilfszüngels (21) kuppelbar ist, welch letzteres bei Rückwärtsgleiten der Waffe seitswärts ausweicht. 6. . Selbstladevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß über der Stange (13) eine Stange (22) verschiebbar und mittels Feder (22') mit ersterer verbunden ist, während ein Arm (23) der Stange (22) mit Voreilung gegenüber dem Arm (17) der Stange (13) in die Bahn des Magazins der Waffe ragt und ein an der Stange (22) zusarnmen mit einem federnden Zahn (25) , angelenkter Arm (24) durch ein verdrehbares Exzenter (30) verstellt wird, um den Zahn in Eingriff mit einer Zahnstange (26) zu bringen, die infolgedessen
    . bei jedem Schuß vorwärts geschaltet wird, bis sie nach Abfeuern der letzten Patrone sich unter den Sperrschieber (14) einlegt und dadurch den \^erschluß offen erhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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