DE294666C - - Google Patents

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DE294666C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/001Special chemical aspects of printing textile materials
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
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    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bedrucken von Geweben mit sogenannten Fließfarben.
Bei dem bisher üblichen Verfahren wird zuerst als Hauptfarbe Anilinoxydationsschwarz aufgedruckt, welcher Druckfarbe ein Aluminiumsalz zugesetzt wird. Dieses dient als Beize für den später als Fließfarbe auszufärbenden Alizarinfarbstoff.
Nach dem Aufdrucken der Hauptfarbe läßt man diese durch Verhängen des Gewebes 24 Stunden lang oxydieren, läßt den Stoff dann zwischen Preßrollen durchgehen, wovon die untere durch Wasser läuft; hierauf trocknet
1S man, wobei die Aluminiumbeize ausfließt. Alsdann wird der Stoff während V2 Stunde bei 600C in einem Bade von Kreide, Natriumphosphat und Wasserglas zur Fixierung der Beize behandelt; darauf wird in kaltem Wasser gründlich ausgespült und ausgefärbt; hierauf wird in einem Alizarinbad ausgefärbt, und zwar Y4 Stunde kalt, 3/4 Stunde bis zur Siedetemperatur und V2 Stunde bei Siedetemperatur. Zum Schluß wird gründlich gespült und geseift.
Hieraus geht hervor", daß das bis jetzt übliche Verfahren gegenüber dem nachstehend beschriebenen umständlich und zeitraubend ist.
Bei dem vorliegenden Verfahren werden zwecks Vermeidung des Fixierens der Beize und des umständlichen Ausfärbens mit Alizarinfarbstoff für die Fließfarben solche unlöslichen Azofarbstoffe angewandt, welche durch Kombination in alkalischer Lösung auf der Faser hergestellt werden können.
Weil Anilinschwarz sich in Gegenwart von Alkalien nicht entwickelt, kann dies als Haupt-' farbe nicht angewandt werden. Bei dem vorliegenden Verfahren werden als Hauptfarben solche Farbstoffe angewandt, welche sich in Gegenwart von Reduktionsmitteln und Alkalien oder alkalisch reagierenden Salzen, in Kombination oder für sich allein, je nach der Natur der Farbstoffe, entwickeln oder fixieren lassen. Zu diesen Farbstoffen gehören z. B. alle Küpenfarbstoffe und Schwefelfarbstoffe, also alle diejenigen Farbstoffe, welche bei direktem Druck mittels Reduktionsmittel und Alkalien und alkalisch reagierender Salze, in Kombination von zweien oder für sich allein, in ihre Leukoverbindung umgesetzt und durch Rückoxydation, auf der Faser fixiert werden.
Beispiel.
Das zu behandelnde Gewebe wird mit der folgenden Paste bedruckt:.
60 g Formaldehydsulfoxylat werden bei hoch- · stens 600C in 40 ecm Wasser gelöst und 550 ecm alkalische Verdickung, 100 ecm Natriumhydroxyd 400Be,
150 g Indigo (synthetisch) 20 Prozent Teigform und
100 g ß-Naphtpl zugesetzt.
Die alkalische Verdickung wird dargestellt wie folgt:
100 g British gum werden mit
900 ecm Natriumhydroxydlösung 40 bis 60 ° Be erwärmt und dann abgekühlt.
Darauf wird das bedruckte Zeug in der üblichen Weise behandelt zur Reduktion des Indigos, z. B. dadurch, daß man es in dem allgemein üblichen Mather- und -Platt-Apparat
dämpft; nun läßt man das ß-Naphtol fließen, d. h: man läßt es über die Konturen der Hauptfarben hinaustreten. Das kann z. B. dadurch geschehen, daß man das bedruckte Zeug in bekannter Weise durch eine Klotzmaschine passiert. Unter anderem kann man das Zeug • auch' zwecks Aüsfließung des Entwicklers, im vorliegenden Falle also des ß-Naphtols, vor dem Bedrucken imprägnieren mit einer dazu geeigneten Flüssigkeit, dünner Stärke- oder Tragantverdickung oder Wasser.
Jetzt wird in bekannter Weise in einer Lösung von diazotiertem p-Nitranilin entwickelt. Man erhält so eine schwarzblaue Hauptfarbe mit roter Ausfließung.
/ Bei Verwendung einer Diazolösung aus diazotiertem m-Nitranilin erhält man eine schwarzblaue Hauptfarbs mit gelbsr Ausfließung.
Das Passieren durch das Diazobad kann mit einer Geschwindigkeit von 20 m in der Minute stattfinden. Zum Schluß wird mit Wasser gespült und, wenn nötig, geseift.
Die Vorstehenden Ausführungen sollen nur als Beispiele dienen und schließen naturgemäß andere mögliche Kombinationen und Anwendungsmöglichkeiten nicht aus.
Der Fortschritt des vorliegenden Verfahrens liegt darin, daß es schneller und einfacher ausgeführt werden kann, als das bis jetzt bekannte Verfahren. Da es in einem Zuge durchgeführt werden kann, ist eine größere Produktion möglich, und es wird zugleich auch Arbeitslohn und Dampf erspart. Ferner können auch Effekte erhalten werden, wie sie bis jetzt nicht dargestellt werden konnten, 'denn sowohl die Haupt- als die Fließfarben unterscheiden sich von denjenigen, welche bei dem bis jetzt üblichen Verfahren angewandt wurden.
Zum Schluß hat das vorliegende Verfahren noch den Vorteil, daß die Haupt- sowohl als die Fließfarben leicht ätzbar sind, so daß sie örtlich geätzt werden können, wodurch bisher noch nicht erreichte Effekte erhalten werden. Bei Anilinschwarz und Alizarinfarbstoffen ist das Ätzen nur teilweise möglich.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zum Bedrucken von Geweben mit Fließfarben, dadurch gekennzeichnet, daß man auf den erforderlichenfalls mit Wasser oder schwacher Verdickungsmittellösung' getränkten Stoff Farbstoffe mit Alkalien oder alkalisch reagierenden Stoffen und Reduktionsmitteln aufdruckt, welche sich mittels dieser Stoffe in Leukoverbindüngen überführen lassen, außerdem der Druckfarbe Entwickler zusetzt, welche mit Diazoverbindungen in alkalischer Lösung unlösliche Azofarbstoffe liefern, daß man dann z. B. durch Dämpfen im Mather-Platt die Leukoverbindungen erzeugt, danach durch Durchnehmen durch die Klotzma- ■ schine den Entwickler zum Fließen bringt und schließlich durch ein Diazobad nimmt.
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