DE856138C - Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen

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DE856138C
DE856138C DED519D DED0000519D DE856138C DE 856138 C DE856138 C DE 856138C DE D519 D DED519 D DE D519D DE D0000519 D DED0000519 D DE D0000519D DE 856138 C DE856138 C DE 856138C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/64Natural or regenerated cellulose using mordant dyes or metallisable dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen Bekanntlich wurden früher die Chromfarbstoffe stets durch ein längeres Dämpfen auf der Faser fixiert. Zur vollständigen Bildung des Farblackes war ein Dämpfen von mindestens 45 Minuten erforderlich. Die Notwendigkeit dieser langen Dämpfdauer wurde nach dem Bekanntwerden rasch fixierbarer Farbstoffe, wie Küpenfarbstoffe, der Estersalze von Leukoküpenfarbstoffen, der Naphtholfarbstoffe, von den Verbrauchern immer mehr als ein Nachteil empfunden, so daß das Anwendungsgebiet der Chromfarbstoffe infolgedessen starke Einschränkungen erlitt.
  • Es gelang jedoch, diesen Nachteil teilweise zu beheben und die Lackbildung dadurch ganz wesentlich zu beschleunigen, daß den Druckfarben Carbonsäureamide, wie Harnstoff, Formamid oder Acetamid zugefügt wurden (s. Melliand, Textilberichte 1938: »Über einige Fortschritte in der Anwendung der Chromfarbstoffe« von G. v. Niederhäusern).
  • Es ist ferner auch bekannt, Chromfarbstoffe mittels Natriumchromat in Gegenwart eines reduzierend wirkenden Produktes durch Dämpfen von 8 Minuten auf Cellulosefasern zu fixieren (s. Anwendungsvorschriften Durand & Huguenin A.G., II.Teil, 2.Auf1., S.39ff.).
  • Diese verschiedenen Verfahren stellten gegenüber der früheren Arbeitsweise mit langer Dämpfdauer einen wesentlichen technischen Fortschritt dar und erleichterten die praktische Anwendung der Chromfarbstoffe in ganz beträchtlichem Maße. Durch Dämpfen von 5 bis 8 Minuten in einem Dämpfer konnte man nun eine eroße Anzahl Chromfarbstoffe auf Cellulosefasern gut fixieren. Es war jedoch nicht möglich, beim Arbeiten gemäß den genannten Verfahren mit kurzer Dämpfdauer dieselbe gute Farbausbeute zu erzielen wie bei Anwendung der früheren Verfahren mit langer Dämpfdauer. Der Verlust an Farbstoff wurde aber, wo er auch immer stattfand, angesichts der großen Beschleunigung des Arbeitsganges, die man mit den neuen Verfahren erreichte, und der damit verbundenen Ersparnisse mit in Kauf genommen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Chromfarbstofflackbildung, d. h. die Fixierung der Farbstoffe auf den Gebilden, im Druck dadurch wesentlich beschleunigt, daß man die Gebilde mit Druckpasten bedruckt, welche neben dem Farbstoff, der Verdickung und nötigenfalls weiteren üblichen Zutaten, wie Ameisensäure, Essigsäure usw., ein Carbonsäureamid, als Beize ein Alkalichromat oder -bichromat, ferner ein lösliches Salz einer Säure, die sich von einer Sauerstoffverbindung des Schwefels ableitet und die reduzierende Eigenschaften aufweist, eine Verbindung, die bei erhöhter Temperatur eine starke Säure abspalten kann, sowie gegebenenfalls eine aromatische Verbindung, an der die reversible Reaktion Chinon @---> 'Hydrochinon ausführbar ist, und die sowohl als Chinon als auch als Hydrochinon vorliegen kann, und co : co'-Dioxydiäthylsulfid enthalten, und daß man zur Chromlackbildung die bedruckten Gebilde, ohne zu dämpfen, einfach trocknet und gegebenenfalls verhängt.
  • Wird beispielsweise ein Gewebe aus Cellulosefasern mit einer derartigen Druckpaste bedruckt, getrocknet und 48 Stunden lang bei Raumtemperatur verhängt oder liegengelassen, gespült, dann, wie für Chromfarben üblich, geseift, nochmals gespült und getrocknet, so erhält man, ohne daß zur Chromlackbildung ein Dämpfen notwendig ist, gut fixierte Chromfarbstoffdrucke. Es war bisher nicht möglich, praktisch brauchbare Chromfarbstoffdrucke ohne Dämpfen zu erzielen. Der Wegfall des Dämpfens bedeutet einen wesenlichen Fortschritt und für sehr viele Betriebe eine wesentliche Vereinfachung und Erleichterung der Arbeit. Außerdem erlaubt das neue Verfahren, auch Chromfarbstoffe in allen den Fällen zu verwenden, wo ein Dämpfen überhaupt nicht möglich ist, so z. B. zum Bedrucken von Papier, Tapetenpapier; Papiergewebe und ähnlichen Gebilden. In diesem Falle wird das bedruckte Papier auf einer Trockentrommel getrocknet und hier-3uf liegengelassen, wobei die Farben sich normal fixieren. Solche Drucke sind wasch- und reibecht.
  • Selbstverständlich können auch Chromfarbstoff-Irucke, die nach den oben gemachten Angaben her-;estellt wurden, gegebenenfalls durch ein Dämpfen fixiert werden. In diesem Falle genügt aber ein sehr zurzes Dämpfen von 2 Minuten, eine Zeit, die bisher ;um Fixieren nicht ausreichte. Wenn gedämpft wird, tann man die genannten aromatischen Polyoxy- bzw. oxoverbindungen sowie auch in den meisten Fällen las o): co'-Dioxydiäthylsulfid in den Druckpasten wegassen. Auch diese Ausführungsform des Verfahrens )edeutet einen wichtigen technischen Fortschritt ;egenüber den bisher bekannten Verfahren, da man iabei eine Farbausbeute erreicht, die bisher auch bei freifacher Dämpfdauer zu erhalten nicht möglich var. Zur Ausführung des Verfahrens wird man als Beize Natrium- oder Ammoniumchromat verwenden. Auch mit Bichromaten erhält man recht gute Resultate; die Haltbarkeit der fertigen Druckfarben ist jedoch gering. Als lösliche Salze von Säuren, die sich von Sauerstoffverbindungen des Schwefels ableiten und die reduzierende Eigenschaften aufweisen, kommen in Betracht: Salze der hydroschwefligen Säure, Sulfite, Hyposulfite u. a., wobei je nach dem angewandten Farbstoff vorteilhaft das eine oder das andere Salz gewählt wird.
  • Als säureabspaltende Verbindungen kommen z. B. in Betracht: Salze einer flüchtigen anorganischen oder organischen Base mit einer starken anorganischen oder organischen Säure, wobei letztere die Farbstoff-Chromlackbildung nicht stören darf. Es seien beispielsweise erwähnt: Rhodanammonium, Ammonchlorid, Ammonsulfat, Ammonnitrat usw.
  • Als aromatische Polyoxyverbindungen, die durch Oxydation in Chinone übergehen, kommen beispielsweise in Betracht: Hydrochinon, Brenzcatechin, Resorcin, Pyrogallol, Phloroglucin, Oxyhydrochinon; als aromatische Polyoxoverbindungen, die durch Reduktion in ein Hydrochinon übergehen, kommen in Frage a-Naphthochinon, Anthrachinon, Chinizarin usw. sowie die Sulfonsäuren der Körper dieser beiden Gruppen. Alle die erwähnten Zusätze können der Druckfarbe zugesetzt werden, oder letztere kann in zwei getrennten Ansätzen zubereitet werden, wobei der eine den Farbstoff, den Beschleuniger, co: co'-Dioxydiäthylsulfid, die Verdickung und das säureabspaltende Produkt, ferner das Salz einer Säure, die sich von einer Sauerstoffverbindung des Schwefels ableitet und die reduzierende Eigenschaften aufweist, während der andere die Chrombeize, die Polyoxy- bzw. -oxoverbindung und ebenfalls Verdickung enthält. Beide Ansätze werden vor Gebrauch gemischt.
  • Das Verfahren sei durch folgende Beispiele veranschaulicht Beispiel i
    Chromocitronin R (Schultz,
    Farbstofftabellen, 7. Auflage,
    Nr. 432) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    (o: co'-Dioxydiäthylsulfid ...... 3 -
    heißes Wasser................. 24,9 -
    Tragantverdickung ............ 5o -
    Ammoniumrhodanat (i : i) ..... 3 -
    Natriumchromat (i : 2) . . . . . . . . 6 -
    Natriumthiosulfat (i : i) ....... 6 -
    Ammoniak . . . . . . . . . . . . . . . . . .. i -
    Hydrochinon ................. o,i -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle oder Zellwolle drucken, trocknen und 48 Stunden lang bei Raumtemperatur liegenlassen oder verhängen, dann spülen, bei 6o° seifen, spülen und trocknen. Man erhält auf diese Weise ein sattes, egales Gelb, das ebenso stark ist wie Drucke, welche mit Chromacetat durch istündiges Dämpfen erzielt werden.
    Beispiel 2
    Farbstoff gemäß Beispiel der Pa-
    tentschrift 456 234 . . . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    «) : co'-Dioxydiäthylsulfid ....... 3
    heißes Wasser................. 24,8 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammoniumrhodanat (I: i) ..... 3 -
    Natriumchromat (1: 2) ........ 6 -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Ammoniak ................... i -
    a-Naphthochinon ............. o,2 -
    ioo Teile
    Man druckt auf Baumwolle, trocknet und dämpft während 2 Minuten. Dann wird die Ware gespült, bei 6o° geseift, gespült und getrocknet. Man erhält einen satten, lebhaften Orangedruck, welche ebenso tief und lebhaft ist wie Drucke, die mit Chromacetat und durch Dämpfen von 6o Minuten erzielt werden.
    Beispiel 3
    Farbstoff gemäß Beispiel i der
    Patentschrift 268 791 . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    co : co'-Dioxydiäthylsulfid ....... 5 -
    heißes Wasser................. 22,1 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammoniumsulfat (1: 2) . . . . . . . . 4 -
    Ammoniumchromat (1: 2) ..... 5,5 -
    Natriumthiosulfat (i : i) ....... 6 -
    Ammoniak ................... i -
    Anthrachinon................. 0,4 -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle oder Viskose drucken, trocknen und während 2 Minuten dämpfen, dann spülen, bei 6o° seifen, spülen und trocknen. Man erhält satte, egale, lebhafte, gelbstichigrote Drucke, die eher stärker sind als Drucke, die mit Chromacetat durch ein 6o Minuten langes Dämpfen erzielt werden.
    Beispiel 4
    Farbstoff gemäß Beispiel i der
    Patentschrift 703 457 . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    co: co'-Dioxydiäthylsulfid ....... 5 -
    heißes Wasser................. 26,8 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonchlorid (I: i) . . . . . . . . . . 3 -
    Ammonchromat krist.......... i,8 -
    Ammoniak ................... i -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Anthrachinon................. o,4 -
    ioo Teile
    Man druckt auf Baumwolle, trocknet und läßt während 48 Stunden liegen, spült, seift bei 6o°, spült und trocknet. Man erhält ein sattes, egales Grün.
    Beispiel 5
    Ansatz A
    Farbstoff gemäß Beispiel e der
    Patentschrift 431 264 . : . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    a): cci -Dioxydiäthylsulfid ...... 5 -
    heißes Wasser..........-....... ii -
    Tragantverdickung ............ 25 -
    Ammonsulfat (1: 2) ........... 4 -
    Natriumthiosulfat (i : i) ....... 6 -
    57 Teile
    Ansatz B
    Wasser. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . io,8 Teile
    Tragantverdickung ............ 25 -
    Ammonbichromat ... *****»*'** 6 -
    Ammoniak . . . . . . . . . . . . . . . . . i -
    Anthrachinon................. o,2 -
    43 Teile
    Ansatz A mit Ansatz B vor Gebrauch mischen, auf Baumwolle oder Viskose drucken, trocknen und während 48 Stunden liegenlassen, spülen, bei 6o° seifen und trocknen. Man erhält ein tiefes, egales Rot.
    Beispiel 6
    Chromocitronin 3R (Schultz,
    Farbstofftabellen, 7. Auflage,
    Nr. 432) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 _
    co: co'-Dioxydiäthylsulfid ...... 3 -
    heißes Wasser................. 23,9 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonsulfat (1: 2) ........... 4 -
    Natriumchromat (1: 2) ........ 6 -
    Ammoniumsulfit (i : i) . . . . . . . . 6 -
    Ammoniak . . . . . . . . . . . . . . . . . . . i -
    Hydrochinon ................. o,i -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle drucken, trocknen, während 48 Stunden liegenlassen, spülen, bei 6o° seifen, spülen, trocknen. Man erhält auf diese Weise ein sattes Gelb.
    Beispiel 7
    Chromocitronin R (Schultz,
    Farbstofftabellen, 7. Auflage,
    Nr. 432) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Teile
    Acetamid .................... 3 -
    to : co'-Dioxydiäthylsulfid ...... 5 -
    Wasser....................... 22,9 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammoniumrhodanat (r : i) ..... 3 -
    Natriumchromat (i : 2) . . . . . . . . 6 -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    - Ammoniak ................... i -
    Resorcin ..................... o,i -
    ioo Teile
    Man druckt, trocknet, läßt während 48 Stunden liegen, spült, seift bei 6o°, spült und trocknet. Man erhält einen satten, egalen Gelbdruck. Die hier angegebene Menge Resorcin kann durch o,2 g Pyrogallolsulfonsäure ersetzt werden, ohne daß dadurch die Resultate verändert werden.
    Beispiel 8
    Blau igoo doppelt (Schultz,
    Farbstofftabellen, 7. Auflage,
    Nr: 1007) ... : . . . . . . . . . . . . . . 3 Teile
    Ameisensäure, 85 °/oig . . . . . . . . . 2 -
    Harnstoff .................... 3 -
    co: «)'-Dioxydiäthylsulfid ...... 3 -
    heißes Wasser................. 27,5 -
    Tragantverdickung (lösen und ab-
    kühlen, kalt zugeben) ....... So -
    Hydrosulfitpulver ............ 4 -
    Ammoniumnitrat krist......... 4 -
    Natriumchromat (1: 2) ........ 1,5 -
    Ameisensäure, 85 % . . . . . . . . . . 2 -
    ioo Teile
    Man druckt, trocknet und läßt während 48 Stunden liegen, spült, seift bei 6o°, spült und trocknet. Man erhält ein lebhaftes, sattes, rotstichiges Blau, das ebenso stark ist wie das Blau, welches man mit derselben Farbstoffmenge und mit Chromacetat durch ein 6o Minuten langes Dämpfen erhält.
    Beispiel 9
    Farbstoff gemäß Beispiel e der
    Patentschrift 274 o81 . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    heißes Wasser................. 28 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammoniumrhodanat (I: 1) ..... 3 -
    Natriumchromat (1:2) ........ 6 -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Ammoniak ................... i -
    ioo Teile
    Auf Viskose, Zellwolle oder Baumwolle drucken, trocknen, 2 Minuten lang im Matherplatt dämpfen, waschen, bei 6o° seifen und fertigmachen. Man erhält auf diese Weise ein lebhaftes, sattes Rosa, das mindestens so stark ist wie das Rosa, das mit derselben Farbstoffmenge und mit Chromacetat durch 1stündiges Dämpfen erzielt wird.
    Beispiel io
    Chromorhodin BB (Schultz,
    Farbstofftabellen, 7. Auflage,
    Nr. 878) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    heißes Wasser................. 27,5 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonsulfat (1: 2) . .. .... .... 4 -
    Ammoniumchromat (1: 2) ..... 5,5 -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Ammoniak ................... i -
    ioo Teile
    Man druckt auf Baumwolle, Viskose oder Zellwolle, dämpft 2 Minuten lang, spült, seift bei 6o°, spült und trocknet. Man erhält sehr satte, lebhafte Rosadrucke, die mindestens so stark sind wie Drucke, welche mit der gleichen Farbstoffmenge und mit Chromacetat durch ein Dämpfen von 6o Minuten erzielt wurden.
    Beispiel ii
    Farbstoff gemäß Beispiel i der
    Patentschrift 456 234 . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    co: co'-Dioxydiäthylsulfid ...... 5 -
    heißes Wasser................. 22,6 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonsulfat (1: 2) . . . . . . . . . . . 4 -
    Natriumchromat (1: 2) ........ 6 -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Anthrachinonpulver .......... 0,4 -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle drucken, trocknen und während 48 Stunden llegenlassen, dann spülen, bei 5o° seifen, spülen und fertigmachen. Man erhält einen lebhaften, satten Orangedruck, der ebenso stark ist wie ein Druck, der mit Chromacetat durch Dämpfen von i Stunde erzielt wurde.
    Beispiel 12
    Farbstoff gemäß Beispiel i der
    Patentschrift 703 457 . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    co : co'-Dioxydiäthylsulfid ...... 5 -
    heißes Wasser ... .. . . .. . ... . .. 21,6 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonsulfat (1: 2) . . .. . .. . .. . 4 -
    Natriumchromat (1: 2) ........ 6 -
    Ammoniak ................... i -
    Natriumthiosulfat (i : i) ....... 6 -
    Anthrachinon ................ 0,4 -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle drucken, trocknen und während 48 Stunden liegenlassen, spülen, bei 5o° seifen, spülen und fertigmachen. Man erhält ein sattes, lebhaftes Grün, das ebenso stark ist wie ein Grün, welches mit derselben Farbstoffmenge und Chromacetat durch ein Dämpfen von 6o Minuten erzielt wird.
    Beispiel i3
    Chromviolett CB doppelt
    (Schultz, Farbstofftabellen,
    7. Auflage, Nr. 846) . . . . . . . . . . 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    co: co -Dioxydiäthylsulfid ...... 5 -
    heißes Wasser ................ 22,1 -
    Tragantverdickung ............ So -
    Ammonsulfat (1: 2) ........... 4 -
    Ammoniumchromat (1 :2) ..... 5,5 -
    Ammoniak ................... i -
    Natriumthiosulfat (i: i) ....... 6 -
    Anthrachinon ............ . ... 0,4 -
    ioo Teile
    Auf Baumwolle drucken, trocknen, während 48 Stunden liegenlassen oder während 2 Minuten dämpfen, spülen, bei 5o° seifen, spülen und fertigmachen. Man crliält ein sattes, lebhaftes Violett, das lebhafter und mindestens ebenso stark ist wie das Violett, das man mit derselben Farbstoffmenge und mit Chromacetat durch ein Dämpfen von 6o Minuten erzielt.
    Beispiel 14
    Farbstoff gemäß Beispiel I der
    Patentschrift 221 62o ....... 3 Teile
    Harnstoff .................... 3 -
    o): co'-Dioxydiäthvlsulfid ....... 5 -
    Wasser ...................... 25,8 -
    Tragantverdickung ............ 5o -
    Ammonsulfat (I : 2) ........... 4 -
    Ammonchromat krist.......... 1,8 -
    Natriumthiosulfat (I : I) ....... 6 -
    Ammoniak ................... 1 -
    Anthrachinon ................ 0,4 -
    Ioo Teile
    Drucken, trocknen, 48 Stunden lang liegenlassen, spülen, bei 5o° seifen, spülen und trocknen. Man erhält auf diese Weise ein sattes, egales Orange, das in jeder Hinsicht dem Orange gleichkommt, das mit Chromacetat durch ein 6o Minuten langes Dämpfen erzielt wird.
    Beispiele 15 16 17 18
    Farbstoff gemäß Beispiel 2
    der Patentschrift 274 o81 o,8 -- - - Teile
    Farbstoff gemäß Beispiel I
    der Patentschrift 703 457 - o,8 - - -
    Farbstoff gemäß Beispiel 1
    der Patentschrift 456 234 -- o,8 -- -
    Chromocitronin R
    (Schultz, Farbstoff-
    tabellen, 7. Aufl., Nr.432) - - - o,8 -
    Harnstoff ............. . 3 3 3 3 -
    to : co'-Dioxydiäthylsulfid . . 3 3 3 3 -
    Wasser ......... . ....... Io Io II Io -
    Tragantverdickung ....... 70 70 70 70 -
    Ammoniumsulfatlösung . . . 4 4 4 4 -
    Ammoniumchromat krist. 1,8 1,8 I,8 0 -
    Beispiele 15 16 17 18
    Natriumthiosulfat (I : I) .. 6 6 6 6 Teile
    Anthrachinonpulver ...... 0,4 0,4 0,4 0,4 -
    Ammoniak .............. I I - I -
    Ioo Zoo Zoo ioo Teile
    Mit diesen Druckpasten wird auf Tapetenpapier gedruckt. Hierauf wird auf der Trockentrommel getrocknet und 48 Stunden lang verhängt. Man erhält auf diese Weise satte, lebhafte, gut fixierte Drucke, die nach Beispiel 15 rosa, nach Beispiel 16 grün; nach Beispiel 17 braunorange und nach Beispiel 18 gelb sind. Sämtliche Drucke sind reibecht und können ohne Nachteil abgewaschen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gebilde mit Druckpasten bedruckt, welche neben dem Farbstoff, der Verdickung und nötigenfalls weiteren üblichen Zutaten, wie Ameisensäure, Essigsäure usw., ein Carbonsäureamid, als Beize ein Alkalichromat oder -bichromat, ferner ein lösliches Salz einer Säure, die sich von einer Sauerstoffverbindung des Schwefels ableitet und die reduzierende Eigenschaften aufweist, eine Verbindung, die bei erhöhter Temperatur eine starke Säure abspalten kann, sowie gegebenenfalls eine aromatische Verbindung, an der die reversible Reaktion: Chinon E..-@ Hydrochinon ausführbar ist, und die sowohl als Chinon als auch als Hydrochinon vorliegen kann, und co: ao'-Dioxydiäthylsulfid enthalten, und daß man zur Chromlackbildung die bedruckten Gebilde, ohne zu dämpfen, einfach trocknet und gegebenenfalls verhängt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die bedruckten Stoffe zur Bildung des Chromlackes gegebenenfalls während 2 'Minuten dämpft.
DED519D 1944-02-17 1944-03-21 Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen Expired DE856138C (de)

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