DE293893C - - Google Patents

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DE293893C
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pendulum
electromagnet
cinematograph
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J9/00Moving targets, i.e. moving when fired at
    • F41J9/14Cinematographic targets, e.g. moving-picture targets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 293893 -' KLASSE 72 e. GRUPPE
PAUL GREINER in BERLIN-LICHTERFELDE.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1914 ab.
Bei den Zielscheiben mit kinematographischen Bildern wird der !Cinematograph durch den Schuß selbst durch Schließen oder öffnen eines elektrischen Stromes zum Stillstand gebracht, um das von hinten beleuchtete Schußloch beobachten zu können. Das Wiederingangsetzen des Kinematographen nach einer bestimmten kurzen, zur Beobachtung der Schußwirkung durch den Schützen genügenden
ίο Zeit — etwa χ/2 bis I1Z2 Sekunden — geschieht bereits selbsttätig unter Benutzung eines durch ein Solenoid mit Bremszylinder gebildeten Zeitschalters.
Die Erfindung löst dieselbe Aufgabe in einfächer, sicher wirkender Weise, indem als Zeitschalter zum selbsttätigen Wiederingangsetzen des Kinematographen ein Pendel dient, das während des Ganges des Kinematographen durch einen Elektromagneten festgehalten wird, dessen Stromkreis durch jeden Schuß geöffnet wird, so daß das Pendel, frei werdend und ausschwingend, das Stillsetzen des Kinematographen und beim Rückschwingen das Wiederingangsetzen bewirkt, während inzwischen sein Halteelektromagnet wieder unter Strom gesetzt wird, um das zurückgeschwungene Pendel so nach einmaligem Hin- und Herschwingen wieder festzuhalten.
Die Zeitdauer der Gangunterbrechung wird somit durch das einmalige Hin- und Herschwingen des Pendels bewirkt, dessen Schwingungsdauer durch einfache Verschiebung des Pendelgewichtes leicht und genau regelbar ist.
Bemerkt sei, daß das Pendel als Zeitschalter an sich nicht neu ist. Neu ist aber die unmittelbare Wirkung des Pendels und die Benutzung einer einzigen Hin-und Herschwingung, während bisher das Pendel bei Zeitschaltern nur zum Antriebe einer Schaltscheibe Verwendung fand, die, durch einen Sperrelektromagneten freigegeben, der Wirkung des hin und her schwingenden Pendels auf ein mit ihr verbundenes Steigrad ausgesetzt wurde. Diese Einrichtung eignet sich für den vorliegenden Zweck deshalb nicht, weil der für die Wirkung des Sperrelektromagneten für die Schaltscheibe erforderliche Stromstoß ein dauernder sein muß, damit das Pendel bei seiner erstmaligen Hin- und Herschwingung die Schaltscheibe aus dem Bereich des Sperrmittels drehen kann. Ein solcher dauernder Stromschluß läßt sich aber durch die Augenblickswirkung des Schusses nicht ohne weiteres erzielen.
Auf der Zeichnung sind zwei Aüsführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
In den gezeichneten Ausführungsformen ist zur Schließung des elektrischen Stromes durch den Schuß die Kontaktwirkung des auf den Kugelfang aufschlagenden Geschosses gewählt. Die Leitung 2 führt hierbei zu den festen und die Leitung 3 zu den beweglichen Kontakten des nicht gezeichneten Kugelfanges. Von der Batterie 1 werden zwei Stromkreise gespeist, von denen der eine (1, 2, 3, 4, 5, 6,1) am Kugel-
fang zwischen 2 und 3 offen ist und geschlossen wird, sobald ein Schuß auf den Kugelfang auftrifft, während der zweite Stromkreis (1, 2, 7, 8, 9, 10,11, 12, 13, 14, 15,16, 6, ι [Fig. 1] oder i, 2, 7, 8, 9, 26, 27, 25, 28, 29, 6, ι [Fig. 2]) ge- j wohnlich geschlossen ist.
15 ist .eine von einer Pendelstange 17 getragene Blattfeder, welche in Fig. 1' den. Stromschluß zwischen dem Anker 14 desElektromagneten 5 und dem festen Kontakte 16 herstellt. Zweckmäßig trägt sowohl der Anker 14 · als auch der Kontaktstab 16 je ein Kontakträdchen 23, um den Kontakt besser zu sichern. Das Pendel 17 wird mittels des Ankers 18 durch den Elektromagneten 9 festgehalten, während der in dem gleichen Stromkreis befindliche Elektromagnet 11 mittels des Ankers 19 den um den Drehpunkt 20 schwingenden Sperrhaken 21 festhält. Der Anker 22 endlich ist dazu bestimmt, in dem Augenblicke, wenn er von dem Elektromagneten 5 angezogen wird, das Triebwerk des Kinematographen bzw. des Filmbandes in bekannter und deshalb nicht näher beschriebener Weise stillzusetzen.
Die Arbeitsweise des in Fig. 1 dargestellten Apparates ist nun folgende:
Sobald durch die Wirkung des Schusses auf den Kugelfang der offene Stromkreis zwischen 2 und 3 geschlossen wird, zieht der Elektromagnet 5 vermöge seiner Wickelung beide Anker 14 und 22 für einen kurzen Augenblick an. Durch die hierdurch bewirkte Entfernung des Ankers 14 von der Kontaktfeder 15 wird der zweite, bis dahin geschlossene Stromkreis augenblicklich unterbrochen, wodurch die stromlos gewordenen Elektromagnete 9 und 11 ihre beiden Anker 18 und 19 augenblicklich freigeben. Hierdurch kann das Pendel 17 ausschwingen, während sich gleichzeitig der Sperrhaken 21 hinter den den Anker 22 tragenden Stab legt und dadurch verhindert, daß der Anker 22 sich von dem Elektromagneten 5 entfernt und dadurch der stillgesetzte Bewegungsmechanismus des Kinematographen bzw. des Filmbandes wieder in Gang kommt. Dies geschieht so lange, bis der Elektromagnet 11 wieder stromführend wird und den Sperrhaken 21 aushebt. Das ist erst der Fall, wenn das zurückschwingende Pendel 17 mittels des Federkontaktes 15 den Stromkreis wieder geschlossen hat, was dann erfolgt, sobald die Spitze des Federkontaktes das Kontakträdchen des Ankers 14 berührt, der seinerseits sofort wieder vom Elektromagneten 5 losgelassen worden und in seine Anfangsstellung zurückgekehrt ist. Inzwischen ist der Anker 18 in das magnetische Feld des Elektromagneten 9 gelangt, der ihn infolgedessen anzieht und dadurch den Reibungsverlust des Pendels jedesmal wieder ersetzt bzw. ergänzt.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 der Zeichnung wird der Sperrhaken 21 nicht durch einen besonderen stromführenden Elektromagneten, sondern durch das Pendel 17 selbst hochgehalten, um nach Freigabe durch sein Eigengewicht hinter den Anker 22 des Elektromagneten 5 zu fallen und diesen festzuhalten. Bei seiner Rückkehr hebt das Pendel 17 alsdann den Sperrhaken 21 wieder aus, wodurch der Anker 22 des Elektromagneten 5 freigegeben wird und der Kinematograph wieder in; Gang gesetzt wird. Der Sperrhaken 21 ist zu diesem Zwecke mit einem über seinen Drehpunkt hinaus verlängerten Arm 24 versehen, mit dem das untere Ende bzw. das dort angebrachte Gleitstück 15 in Eingriff kommt.
Die Stromunterbrechung des zweiten Stromkreises erfolgt bei dieser Ausführungsform dadurch, daß der Anker 14 mit einem z. B. messerartigen Kontaktstück 25 versehen ist, das gewöhnlich zwischen den beiden Kontakten 27, 28 liegt und beim Anziehen des Ankers 14 durch den Elektromagneten 5 zwischen den Kontakten 27, 28 herausgezogen und bei der Rückkehr des Ankers wieder eingeschoben wird. Der Kontakt 27 ist durch eine Leitung 26 mit dem Elektromagneten 9 und der Kontakt 28 durch eine Leitung 29 mit der Batterie 1 verbunden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum selbsttätigen Wieder-
    ingangsetzen des nach jedem Schuß- außer Tätigkeit gesetzten Kinematographen für kinematographische Zielscheiben mittels Zeitschalters, dadurch gekennzeichnet; daß als Zeitschalter zum selbsttätigen ,Wiederingangsetzen des Kinematographen, ein Pendel (17) dient, das während des Ganges des Kinematographen durch einen Elektromagneten (5) festgehalten wird, dessen Stromkreis (2, 3) durch jeden Schuß geöffnet wird, so daß das Pendel, frei werdend und ausschwingend, das Stillsetzen des Kinematographen und beim Rückschwingen das Wiederingangsetzen bewirkt, während inzwischen sein Halteelektromagnet (9) wieder unter Strom gesetzt wird, um das zurückgeschwungene Pendel so nach, einmaligem Hin- und Herschwingen wieder festzuhalten.
    Hierzu 1 Blatt. Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7466421B2 (en) 2002-07-15 2008-12-16 Campus Technologies Ag Diffractive interferometric optical device for measuring spectral properties of light

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