DE293100C - - Google Patents

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DE293100C
DE293100C DENDAT293100D DE293100DA DE293100C DE 293100 C DE293100 C DE 293100C DE NDAT293100 D DENDAT293100 D DE NDAT293100D DE 293100D A DE293100D A DE 293100DA DE 293100 C DE293100 C DE 293100C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Aminoanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren sind nach den bekannten Verfahren vielfach nur schwierig in reiner Form zu gewinnen. Behandelt man Halogenanthrachinonsulfo-oder -carbonsäuren mit Ammoniak, so bilden sich Nebenprodukte in großer Menge, so daß nicht nur die Ausbeute zu wünschen übrig läßt, sondern es auch sehr schwierig, in vielen Fällen sogar unmöglich ist, eine Reinigung mit
ίο Erfolg durchzuführen. Für die Verbindungen z. B., die als Wollfarbstoffe dienen sollen, bei denen die Reinheit des Farbtones neben dem Egalisierungsvermögen und der Lichtechtheit von wesentlicher Bedeutung ist, kommt es auf eine möglichste chemische Reinheit an, weil die Klarheit des Farbtones in hohem Grade davon abhängig ist.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht es, Aminoanthrachinonsulfo- und-carbonsäuren, die als Farbstoffe oder als Zwischenprodukte für Farbstoffe dienen sollen, in vorzüglicher Ausbeute und in großer Reinheit herzustellen. Es besteht darin, Halogenanthrachinonsulfo- oder -carbonsäuren mit Arylsulfamiden zu kondensieren und in den zunächst gebildeten Arylsulfaminoanthrachinonsulfo- oder -carbonsäuren den Arylsulforest abzuspalten.
Die Kondensation von Halogenanthrachinonsulfo- oder -carbonsäuren mit Arylsulfamiden erfolgt äußerst glatt mit vorzüglicher Ausbeute in wäßriger alkalischer Lösung > bei mäßigem Erwärmen. Dies ist aus folgenden Gründen überraschend.
Nach der Patentschrift 224982; Kl. 12 q, erfolgt die Einwirkung von Arylsulfamiden auf Halogenanthrachinone in Gegenwart von Katalysatoren und salzsäurebindenden Mitteln in einem wasserfreien Lösungsmittel erst bei sehr hoher Temperatur. Auf Halogenanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren läßt sich dieses Verfahren nicht anwenden. In wäßeriger Lösung sind die Alkalisalze der Arylsulfamide stark dissoziiert, so daß man eine Kondensation der Halogenanthrachinonderivate mit den Arylsulfamiden, die ja sauren Charakter haben, nicht erwarten durfte. Zudem hatte man bei der bekannten Empfindlichkeit von Halogenanthrachinonderivaten gegen Alkali die Bildung von Oxyanthrachinonderivaten zu gewärtigen. Es lag um so ferner, an eine Kondensation mit den sauren Arylsulfamiden in wäßriger Lösung zu denken, weil selbst die Kondensation der in Frage kommenden Anthrachinonderivate mit den basischen Arylaminen bisher nie in Gegenwart von Wasser, sondern nur in der Schmelze ausgeführt worden ist.
Die Arylsulf aminoanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren sind schwer löslich und werden daher leicht völlig rein erhalten. Wird die Arylsulfogruppe in bekannter Weise, z. B. vermittels Schwefelsäure, abgespalten, so gewinnt man die entsprechenden Aminoverbindungen mit vorzüglicher Ausbeute und in völliger Reinheit.
Beispiel i.
22,5 Teile 2-Chloranthrachinon-3-carbonsäure (erhalten aus z-Aminoanthrachinon-s-carbon-

Claims (1)

  1. säure über die Diazoverbindung, identisch mit, der ß-Chloranthrachinoncarbonsäure, Ber. 41 [1908], S. 3638) werden mit 20 Teilen 4-Toluolsulfamid, 10 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat und 1 Teil kristallisiertem Kupfersulfat in 500 Teilen Wasser 16 Stunden gekocht. Die braunrote Lösung wird angesäuert, wobei die z-p-Toluolsulfaminoanthrachinon-ß-carbonsäure kristallinisch ausfällt. Aus Eisessig umkristallisiert bildet sie gelbe Nadeln, die sich in Alkalien mit orangeroter Farbe lösen. Durch gelindes Erhitzen mit konzentrierter Schwefelsäure wird 2-Aminoanthrachinon-3-carbonsäure erhalten.
    Beispiel 2.
    66 Teile 1 · 4 - dichloranthrachinon - 6 - sulfosaures Natrium (Patentschrift 216071, Kl. 12 °) werden mit 83 Teilen 4-Toluolsulfamid, 26 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat und 1 Teil Kupfersulfat in 660 Teilen Wasser 24 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten wird der Kristallbrei abgesaugt und mit etwas verdünnter Sodalösung gewaschen. Man erhält so das reine Natriumsalz der 1 · 4-Di-ptoluolsulfaminoanthrachinon-6-sulfosäure, ein violettes Pulver, das sich in warmem Wasser mit braunroter und in verdünnten Alkalien mit violetter Farbe löst. Durch Erwärmen mit Schwefelsäure wird reine 1 · 4-Diaminoanthrachinon-6-sulfosäure erhalten, welche im Gegensatz zu dem Erzeugnis nach dem Verfahren der Patentschrift 206645 ungeheizte Wolle in klaren blauvioletten Tönen färbt.
    Beispiel 3.
    40 Teile i-Amino-4-bromanthrachinon~2-sulfosäure werden mit 30 Teilen 4-Toluolsulfamid, 14 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat und ι Teil Kupfersulfat in 600 Teilen Wasser ι Stunde unter Rückfluß gekocht. Beim Erkalten erstarrt die Masse zu einem Brei von violetten bronzeglänzenden Kristallen, die aus reinem i-amino-4-toluolsulfaminoanthrachinon-2-sulfosaurem Natrium bestehen. Die wäßrige Lösung des Natriumsalzes wie der freien Säure ist blaurot und wird durch Natronlauge blauviolett. Wolle wird aus saurem Bade violettrot angefärbt. Durch Erwärmen mit Schwefel säure wird die Toluolsulfogruppe abgespalten und ι · 4-Diaminoanthrachinon-2-sulfosäure gebildet.
    Beispiel 4.
    20 Teile i-Amino-4-chloranthrachinon-2-carbonsäure werden mit 20 Teilen 4-Toluolsulfamid, 10 Teilen Soda und 1 Teil kristallisiertem Kupfersulfat in 200 Teilen Wasser 20 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten wird das ausgeschiedene völlig reine 1-amino-4 - toluolsulfaminoanthrachinon - 2 - carbonsaure Natrium, violette bronzeglänzende Blättchen, abgesaugt. Die freie Säure erhält man in der Form violetter filziger Nädelchen durch Ansäuern der alkalischen Lösung mit Essigsäure; sie ist in Wasser fast unlöslich. Durch Erhitzen mit Schwefelsäure wird reine 1 · 4-D1-aminoanthrachinon-2-carbonsäure erhalten, die als blauer Wollfarbstoff bekannt ist.
    Beispiel 5.
    30 Teile Dibromanthrarufindisulfosäure werden mit 30 Teilen 4-Toluolsulfamid, 10 Teilen Soda und 1 Teil Kupfersulfat in 500 Teilen Wasser kurze Zeit auf dem Wasserbade erwärmt. Die blaue Lösung wird angesäuert, und nach dem Erkalten wird die auskristallisierte Di - ρ - toluolsulf aminöanthrarufindisulf 0-säure abgesaugt. Sie bildet ein rotviolettes Pulver, das sich in Wasser leicht mit roter Farbe löst und Wolle rotviolett färbt. Auf Zusatz von Alkalien schlägt die Farbe der Lösung in Reinblau um. Durch schwaches Erwärmen mit konzentrierter Schwefelsäure wird in sehr reinem Zustande die bekannte, Wolle blau färbende Diaminoanthrarufindisulfosäure erhalten.
    Paten τ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Aminoanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren, darin bestehend, daß man Halogenanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren mit Arylsulfamiden kondensiert und in den zunächst gebildeten Arylsulfaminoanthrachinonsulfo- oder -carbonsäuren den Arylsulforest ab^ spaltet.
DENDAT293100D 1914-06-02 Active DE293100C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2503855A (en) * 1950-04-11 Acid dyestuffs of the anthraquinone

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2503855A (en) * 1950-04-11 Acid dyestuffs of the anthraquinone

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FR517051A (fr) 1921-04-29

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