DE560237C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Flavanthrenreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Flavanthrenreihe

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Publication number
DE560237C
DE560237C DE1930560237D DE560237DD DE560237C DE 560237 C DE560237 C DE 560237C DE 1930560237 D DE1930560237 D DE 1930560237D DE 560237D D DE560237D D DE 560237DD DE 560237 C DE560237 C DE 560237C
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DE
Germany
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parts
flavanthrene
series
preparation
solution
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Expired
Application number
DE1930560237D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Nawiasky
Dr Berthold Stein
Dr Anton Vilsmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE560237C publication Critical patent/DE560237C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/20Flavanthrones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Flavanthrenreihe In dem Patent 558 474 ist ein Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten beschrieben, bei dem man solche i-Halogenz-aminoanthrachinone, bei denen die beiden Wasserstoffatome der Aminogruppe durch die Carbonylgruppen von Orthodicarbonsäuren ersetzt sind; mit Metallen behandelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man den Di= carbonsäurerest aus den gemäß dem Verfahren des Patents 558 474 erhältlichen neuen Anthrachinonderivaten leicht abspalten kann, wenn man sie mit Ammoniak, dessen Substitutionsprodukten oder ähnlich milde wirkenden basischen Mitteln in der Wärme behandelt, zweckmäßig so lange, bis der Ausgangsstoff praktisch nicht mehr nachweisbar ist. Die Behandlung mit basischen Mitteln kann' so geleitet werden, daß zunächst in verdünnter Sodalösung lösliche Produkte erhalten werden, aus denen dann durch weitere Behandlung mit basischen Mitteln die Dicarbonsäurereste abgespalten werden können. Die so erhältlichen Produkte sind meist Baumwolle kräftig gelb bis orange färbende Küpenfarbstoffe. der Flavanthrenreihe, die ausgezeichnete Echtheitseigenschaften besitzen. Beispiel i 25 Teile des gemäß dem Beispiel i des Patents 558 474 erhältlichen Produktes werden, fein verteilt, mit 75o Teilen io°/oigem Ammoniak so lange auf i5o bis 18o° erhitzt, bis die Abspaltung des Dicarbonsäurerestes praktisch beendet ist. Das erhaltene orangegelbe Produkt wird abfiltriert und in der üblichen Weise aufgearbeitet. Es färbt aus tiefblauer Küpe Baumwolle in kräftig gelben Tönen.
  • Beispiel 2 -s5 Teile des in Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden in 3oo Teilen einer Mischung aus gleichen Teilen Pyridin und Wasser unter Zusatz von 25 Teilen Hydrazinhydrat unter Durchleiten von Luft so lange auf etwa 95° erhitzt, bis die Abspaltung des Dicarbonsäurerestes praktisch beendet ist. Die Aufarbeitung erfolgt, wie in Beispiel i beschrieben. Die Ausbeute ist ausgezeichnet. Der Farbstoff ist identisch mit dem nach Beispiel i erhaltenen.
  • Beispiel 3 io Teile des in Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden mit 4oo Teilen einer 5°`oigen Dinatriumphosphatlösung so lange auf i5o bis 17o° erhitzt, bis die Abspaltung des Dicarbonsäurerestes praktisch beendet ist. Die Aufarbeitung erfolgt, wie in Beispiel i beschrieben. Der Farbstoff stimmt mit dem in U(##ägrei- 1 bescIriebenen in allen E igenscha ZD - ft#n- #le- rein. -- - - - - - Beispiel 4 io Teile der nach Beispiele des Patents 558474 erhaltenen Verbindung werden mit 40o "feilen einer 5°%oigen Sodalösung mehrere Stunden auf 16o0 erhitzt. Dabei erfolgt Umwandlung der grünlichgelben Teilchen in feine braunrote Nädelchen. Diese werden in der üblichen Weise isoliert und färben aus reiner blauer Küpe Baumwolle orange.
  • Beispiels io Teile der in Beispie13 des Patents 558 474 beschriebenen Verbindung werden in ioo- Teilen o-Dichlorbenzol unter gleichzeitigem Einleiten von Luft so lange mit io Teilen Hydrazinhydrat bei 150° verrührt, bis die Reaktion beendet ist. Zur Isolierung des Endproduktes kann man beispielsweise mit einer alkalischen Hydrosulfitlösung ausrühren, worin sich das Produkt mit tiefblauer Farbe löst. Durch Einleiten von Luft erhält man dann eine orange gefärbte Paste, aus deren blauer Küpe Baumwolle in orangegelben Tönen angefärbt wird, Beispiel 6 io Teile des im Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden mit 5o Teilen einer 50/0i-en Natriumcarbonatlösung auf i 5o bis 170' erhitzt, bis die Abspaltung des Dicarbonsäurerestes praktisch beendet ist.. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel i. Der Farbstoff stimmt mit dem in Beispiel i beschriebenen in allen Eigenschaften überein. Beispiel ? Ersetzt man in Beispie16 die 50%ige Natriumcarhonatlösung durch i°/oige Natronlauge, so erhält man das gleiche Reaktionsprodukt.
  • Beispiel 8 io Teile des im Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden in fein verteilter Form im eine Mischung aus ioo Teilen Alkohol, ioo Teilen Wasser und 1o Teilen Ätznatron bei Zimmertemperatur eingetragen. Die Suspension wird unter Rühren auf 5o bis 6o0 erhitzt, wobei nach kurzer Zeit das Gemisch orangegelbe Farbe annimmt und fast vollständige Lösung eintritt. Man filtriert darauf von geringen Mengen Unlöslichem ab und läßt das Filtrat in Salzsäure einlaufen. Dabei scheidet sich ein intensiv gelb gefärbter Niederschlag ab, der abgesaugt und mit Wasser gewaschen wird. Die so erhaltene Verbindung ist zum Unterschied von dem Ausgangsmaterial in kalter verdünnter Sodalösung löslich, .die schwachgelbe Farbe dieser Lösung schlägt auf Zusatz von Ätznatron nach Orangerot um. Erhitzt man die orangerote Lösung z. B. in 40%iger Natronlauge auf 95 bis ioo°, so bildet sich der gemäß Beispiel i erhaltene Farbstoff.
  • Beispiel 9 ao Teile der nach Beispiel 5 des Patents 558474 gewonnenen Verbindung werden durch Lösen in kalter konzentrierter Schwefelsäure und Einrühren in Wasser in fein verteilte Form gebracht und dann so lange mit 25o Teilen einer 7,5°/oigen Natronlauge bei 95 bis ioo° verrührt, bis das Ausgangsmaterial vollständig in feine gelbe Nädelchen übergegangen ist. Das nach Beispiel i aufgearbeitete Reaktionsprodukt ist in seinen Eigenschaften völlig identisch mit dem in Beispiel i erhaltenen Farbstoff.
  • Beispiel io 5 Teile der nach Beispiel i des Patents 558474 erhältlichen Verbindung werden in fein verteilter Form mit ioo Teilen Pyridin verrührt, die erhaltene Suspension wird darauf bei 2o0 mit 3 Teilen Hydrazinhydrat versetzt. Nach kurzer Zeit erfolgt unter geringer Temperatursteigerung Lösung mit goldbrauner Farbe, wobei gleichzeitig farblose Kristalle derPhthalsäureverbindung des Hydrazin.s ausfallen. Wenn das Ausgangsmaterial praktisch nicht mehr nachweisbar ist, saugt man von dem Hydrazinsalz ab und versetzt das Filtrat mit ioo Teilen Wasser. Dabei scheidet sich in schönen sechskantigen Blättchen ein leuchtendrotes Zwischenprodukt ab. Dieses geht, gegebenenfalls beim Erhitzen in einem Lösungsmittel unter Druck oder unter Zusatz von geringen Mengen Anilinchlorhydrat, -in Flavanthren über.- Das Zwischenprodukt läßt sich auch durch Lösen in Schwefelsäure, Erhitzen mit Essigsäureanhydri-d oder durch Erhitzen über den Schmelzpunkt in Plavanthren verwandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Flavanthrenreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach dem Verfahren des Patents 558 474 erhältlichen Anthrachinonderivate mit Ammoniak oder dessen Substitutionsprodukten oder ähnlich milde wirkenden basischen Mitteln in der Wärme behandelt.
DE1930560237D 1930-12-12 1930-12-12 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Flavanthrenreihe Expired DE560237C (de)

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DE560237T 1930-12-12

Publications (1)

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DE560237C true DE560237C (de) 1932-10-01

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ID=6565869

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DE1930560237D Expired DE560237C (de) 1930-12-12 1930-12-12 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Flavanthrenreihe

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DE (1) DE560237C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1241015B (de) * 1961-02-20 1967-05-24 Durand & Huguenin Ag Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Leukoschwefelsaeureestersalzen der Anthrachinonreihe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1241015B (de) * 1961-02-20 1967-05-24 Durand & Huguenin Ag Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Leukoschwefelsaeureestersalzen der Anthrachinonreihe

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