DE290910C - - Google Patents
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D473/00—Heterocyclic compounds containing purine ring systems
- C07D473/02—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6
- C07D473/04—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms
- C07D473/06—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3
- C07D473/10—Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3 with methyl radicals in positions 3 and 7, e.g. theobromine
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.-.JVl 290910 -KLASSE Mp. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. August 1914 ab.
Im Patent 290205 ist darauf hingewiesen, daß die in der Patentschrift 252641, Kl. 12 p,
beschriebene Acidylierung des Theobromins in der daselbst angegebenen Weise nur bei den
verhältnismäßig beständigen, einfach gebauten Säurechloriden, wie Acetyl-, Benzoylchlorid
usw., ohne weiteres anwendbar ist, daß hingegen bei den empfindlicheren Acidylsalicylsäurechloriden
schon bestimmte Bedingungen eingehalten werden müssen, um ein Acidylderivat zu erhalten. Analog hätte man vermuten
sollen, daß Derivate der Chlor kohlensäure, die man auch als Chloride substituierter
Ameisensäuren auffassen kann, wie Phosgen, Alkyloxy- und Aminoameisensäurechloride, mit
Theobromin- wie überhaupt mit Xanthinsalzen gar nicht oder nur schwierig zur Umsetzung
zu bringen sein würden, da sie bekanntlich äußerst leicht, meist unter Abspaltung von
Kohlensäure zerfallen. Um so überraschender ist daher die Beobachtung, daß diese Umsetzung
durchaus keine Schwierigkeiten bietet, sondern leicht und glatt nach folgender Gleichung
vor sich geht:
MeX + RCOCl = R-CO-X + MeCl
(worin X den Rest des Xanthins bzw. seiner Mono- oder Dialkylhomologen, R das Radikal
einer beliebigen aktiven, Wasserstoff enthaltenden Verbindung, wie eines Alkohols, Phenols
oder Amins bedeutet).
Es zeigte sich ferner, daß man die Kohlensäurederivate der Xanthinreihe auch gewinnen
kann, indem man die bisher nicht bekannten Xanthinchlorocarbonate (z. B. das im unten
folgenden Beispiel 1 beschriebene Theobrominkohlensäurechlorid) in an sich bekannter Weise
mit aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindungen nach der Gleichung:
X.CO-Cl + RH = R.CO-X + H Cl
zur Umsetzung bringt. So kann man aus 2 Mol. Theobrominkohlensäurechlorid und 1 Mol.
Piperazin den Bistheobrominkohlensäureester des Piperazins (vgl. Beispiel 4) erhalten, mittels
Thymolnatrium den Thiokohlensäureester
des Theobromins. Zu dieser zweiten Art der Umsetzung sind die an sich bekannten Kondensationsmittel verwendbar, z. B. anorganische
oder organische, säurebindende Mittel.
Die auf die beschriebenen Weisen erhaltenen Verbindungen sind durch Alkalien meist leicht
verseifbar, gegen Säuren jedoch genügend beständig. Da sie ferner gestatten, die diuretische
Wirkung der Xanthine mit der Wirkung anderer Mittel, z. B. der harnsäurelösenden
des Piperazins, der antiseptischen der Phenole, der antineuralgischen der Salicylsäure,
zu verbinden, so dürften sie eine wertvolle Bereicherung des Arzneischatzes dar-
stellen.
Beispiele,
i. Theobrominkohlensäurechlorid.
i. Theobrominkohlensäurechlorid.
80 Teile Theobrominnatrium werden mehrere Stunden mit 200 Teilen einer 25 prozentigen
Lösung von Phosgen in Benzol bei einer Temperatur von 50 ° geschüttelt. Aus dem
Filtrat fällt Petroläther das Theobrominkohlensäurechlorid
in farblosen Nadeln vom Schmelzp. 137 °.
2. O-Carboäthoxyphenyltheobrominkohlensäureester.
20 Teile Theobrominnatrium werden kurze Zeit mit einer Lösung von 23 Teilen Salicylsäureäthylesterchlorocarbonat
(vgl. die Patentschrift 224108, Kl. 12 q, S. i, Zeile 40 und 41
und Annalen 382 [1911], S. 258) in Toluol zum
Sieden erhitzt. Die Verbindung kristallisiert aus dem abgekühlten Filtrat und wird durch
Umlösen aus Amylalkohol in farblosen Nadeln vom Schmelzp. 213 ° erhalten. Die Eisenchloridreaktion
gibt sie erst nach dem Erwärmen mit Alkalien.
3. Thymolkohlensäureester des Theo-
bromins.
In analoger Weise, wie in Beispiel 2 beschrieben, wird diese Verbindung durch dreistündiges
Kochen von 42 Teilen Thymolkohlensäurechlorid (vgl. Ann. 382 [1911], S. 255;
Bull, de la soc. chim. 3 se"r. 21 [1899], S. 728)
mit 65 Teilen Theobrominblei in Toluollösung erhalten. Sie bildet leicht lösliche farblose
Prismenbüschel aus Alkohol vom F. 173°.
Dieselbe Verbindung kann man erhalten, wenn man das durch Eintragen von Natrium
(1 Teil) in eine Benzollösung von 7 Teilen Thymol erhaltene kolloidale Thymolnatrium
mit 12 Teilen Theobrominkohlensäurechlorid (Beispiel 1) erwärmt.
4. Bistheobrominkoh!ensäureester
des Piperazins.
des Piperazins.
Eine Lösung von 96 Teilen Piperazin in Chloroform wird unter Kühlung mit einer Lösung
von 240 Teilen Theobrominchlorokarbonat . versetzt. Nach einigem Stehen wird abgesaugt
und der getrocknete Rückstand durch Verreiben mit stark verdünnter Saure gereinigt.
Das Produkt kristallisiert aus Nitrobenzol und Eisessig und schmilzt noch nicht
bei 350 °.
5. 3-Methylxanthintheobromin-
carbonat.
Die Verbindung wird durch Einwirkung von 3-Methylxanthinkalium auf Theobrominkohlensäurechlorid
in Form eines farblosen, sehr schwer löslichen kristallinen Pulvers vom Zersetzungspunkt
310° erhalten. Es löst sich in Ätzalkalien zunächst unverändert, doch tritt
in der Lösung sehr rasch Verseifung ein.
6. Kohlensäureäthylester des Theo-
bromins. 6^
25 Teile Theobrominkalium werden in Toluolsuspension drei Stunden mit 10 Teilen
Chlorameisensäureäthylester gekocht. Das Produkt kristallisiert aus dem erkalteten Filtrat.
Es bildet farblose Nadeln aus Wasser vom Schmelzp. 138 °.
7. Dithepbromincarbonat.
Der Ester ist analog Beispiel 5 aus Theobrominchlorocarbonat und Theobrominnatrium
zu erhalten. Er kristallisiert aus Eisessig in mikroskopischen Nadelbüscheln; Schmelzp. 293°
unter Dunkelfärbung und Aufschäumen. Die Verbindung löst sich in verdünntem Alkali
allmählich unter Verseifung auf.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Verfahren zur Darstellung von Acidylderivaten der Xanthinreihe der allgemeinen Formeln: '■' ■X-CO-R, X-CO-R-CO-X
und X-CO-X(worin X den Rest des Xanthins bzw. seiner Mono- oder Dialkylhomologen, R das Radikal einer beliebigen, aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindung, wie eines Alkohols, Phenols oder Amins bedeutet), dadurch gekennzeichnet, daß man entweder Derivate der Chlorkohlensäure auf Metallsalze von Xanthinen einwirken läßt, oder Xanthinchlorokarbonate nach den üblichen Methoden mit aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindungen, wie Alkoholen, Phenolen, Aminen oder Xanthinbasen, zur Umsetzung bringt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE290910C true DE290910C (de) |
Family
ID=545828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT290910D Active DE290910C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE290910C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951365C (de) * | 1954-01-27 | 1956-10-25 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von Derivaten von 1, 3-disubstituierten und 1, 3, 8-trisubstituierten Xanthinen |
| WO2006136822A1 (en) * | 2005-06-21 | 2006-12-28 | University Court Of The University Of Dundee | Inhibitor compounds |
-
0
- DE DENDAT290910D patent/DE290910C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951365C (de) * | 1954-01-27 | 1956-10-25 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von Derivaten von 1, 3-disubstituierten und 1, 3, 8-trisubstituierten Xanthinen |
| WO2006136822A1 (en) * | 2005-06-21 | 2006-12-28 | University Court Of The University Of Dundee | Inhibitor compounds |
| US8207175B2 (en) | 2005-06-21 | 2012-06-26 | University Court Of The University Of Dundee | Inhibitor compounds |
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