DE756489C - Verfahren zur Herstellung von C-Cycloheptenylbarbitursaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von C-Cycloheptenylbarbitursaeuren

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DE756489C
DE756489C DEG103140D DEG0103140D DE756489C DE 756489 C DE756489 C DE 756489C DE G103140 D DEG103140 D DE G103140D DE G0103140 D DEG0103140 D DE G0103140D DE 756489 C DE756489 C DE 756489C
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DE
Germany
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acids
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alkyl
cyclohepten
urea
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Expired
Application number
DEG103140D
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Taub
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
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Publication date
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Description

Erteilt auf Grund der VO. vom 12.5.1943 — RGBLIIS. 150
AUSGEGEBEN AM 9. APRIL 1953
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12p GRUPPE 7oi
G 103140 IVc j12 ρ
Nachträglich gedruckt durch das Deutsche Patentamt in München
(§ 20 des Ersten Gesetzes zur Änderung und Überleitung von Vorscäiriften auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vom 8. Juli 194Θ')
Dr. Wilhelm Taub, Rehovot (Palästina) ist als Erfinder genannt worden
J. R. Geigy A. G., Basel (Schweiz)
Verfahren zur Herstellung von C-Cycloheptenylbarbitursäuren
Patentiert im Deutschen Reich vom 8. März 19411 an
Patenterteilung toekanntgemacht am 12. Oktober 1944
Die Priorität der Anmeldung in Palästina vom 9. März 1940 dst in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, therapeutisch wirksamer Verbindungen, nämlich der 5,5-Cycloheptenyl-(i)-alky!-barbitursäuren der Formel
OC N-Y
Z-C- X
OC-
C = O
-NH
worin X eine gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe, Y eine gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe oder Wasserstoff und
Z einen unsubstituierten oder substituierten Cyclohepten-(i)-ylrest bedeutet.
Die Herstellung dieser neuen Barbitursäureverbindurigen ist derjenigen der bereits bekannten Verbindungen dieser Reihe analog und besteht in der Kondensation eines Säure1· derivates, ζ. B. eines Esters, Amids, Nitrils oder Chlorids, der Cycloheptene i)-ylcyanessig- oder Cyclohepten-(i)'yl-malonsäure einerseits mit Harnstoff, Harnstoffderivaten oder verwandten Verbindungen, wie Guanidin, Dicyandiamid, Isoharnstoffäthern oder gesättigten oder ungesättigten Alkylderivaten
dieser Verbindungen, andererseits und gegebenenfalls in der anschließenden Umwandlung hierbei erhaltener Zwischenprodukte in die Barbitursäuren. Die gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe X kann bereits in den Cyanessig- oder Malonsäureverbindungen, der AlkylrestY bereits in dem Harnstoffderivat vorliegen; sie können aber auch nachträglich in die Kondensationsprodukte eingeführt
ίο werden.
Die freien Cycloheptenylbarbitursäuren können mit anorganischen oder organischen Basen in ihre Salze übergeführt werden. Gegenüber Cyclohexenyl- und Cyclopentenylbarbitursäuren zeichnen sich die Verfahrensprodukte dadurch aus, daß sie im Geschmack weniger bitter sind, geringere Toxizität und sehr gute Lichtbeständigkeit besitzen und im Organismus rascher abgebaut werden.
Die folgenden Beispiele, auf welche die Erfindung nicht beschränkt ist, veranschaulichen die Herstellungsweise der Cycloheptenylbarbitursäuren :
Beispiel 1
Man gibt 20,7 g Cyclohepten-(i)-yl-methylcyanessigsäuremethylester zu einer Lösung von 4,6 g Natrium in 100 ecm absolutem Äthylalkohol, fügt 12 g Harnstoff hinzu und erwärmt diese Lösung etwa 8 Stunden lang auf etwa So0. Hierauf destilliert man den Alkohol im Vakuum ab, löst den Rückstand in kaltem Wasser, neutralisiert mit verdünnter Salzsäure und saugt den Niederschlag ab. Nach dem Umlösen aus verdünntem Alkohol erhält man die 5, 5-Cyclohepten-(i)-yl-methylbarbitursäure in Form farbloser Nadeln von schwach bitterem Geschmack, die bei 2150 schmelzen.
Ein Salz dieser Verbindung mit einer organischen Base kann auf folgende Weise hergestellt werden: 24,8 g der vorerwähnten Barbitursäure werden in der isfachen Menge Methylalkohol gelöst. Hierzu wird eine Lösung von 11,7g Diäthylaminoäthanol in der 5fachen Menge Methylalkohol kalt zugegeben. Die Mischung wird im Vakuum bei 400 zur Trockne eingedampft. Das so erhaltene Salz wird zu therapeutischen Zwecken vorteilhaft in einer wäßrigen, vor Kohlendioxydzutritt geschützten Lösung verwendet.
Beispiel 2
Bei Verwendung der äquivalenten Menge Cyclohepten - (1)- yl - äthylcyanessigsäureäthy 1-ester erhält man die 5, 5-Cyclöhepten-(i)-yläthylbarbitursäure in farblosen Kristallen vom F. 174°'. Durch Auflösen von 2,5 g dieser Barbitursäure in einer Lösung von 0,23 g Natrium in 20 ecm Alkohol und Abdestillieren des Alkohols gewinnt man das Natriumsalz als farbloses wasserlösliches Pulver.
Beispiel 3 6$
Man erwärmt 23,3 g Cyclohepten-(i)-ylallylcyanessigsäuremethylester mit einer Lösung von 4,6 g Natrium in 100 ecm Methanol unter Zugabe von 12,2 g feingepulvertem Guanidinnitrat 6 Stunden lang auf 700, verjagt das Methanol auf dem Wasserbade und kocht den Rückstand 6 Stunden lang mit der achtfachen Menge 25°/oiger Schwefelsäure. Nach dem Erkalten saugt man den Niederschlag ab und löst ihn aus Essigester um. Die 5, 5 - Cyclohepten - (1) - yl - allyl - barbitursäure bildet farblose Nadeln vom F. 1570.
Beispiel 4
Man erhitzt 20,7 g Cyclohepten-(i)-ylmethyl-cyanessigsäuremethylester mit einer Lösung von 4,6 g Natrium in 100 ecm Methanol unter Zugabe von 9 g Dicyandiamid 8 Stunden auf etwa 700. Nach dem Erkalten fügt man tropfenweise 24 g Dimethylsulfat hinzu, wobei man dafür sorgt, daß die Temperatur nicht über 500 steigt.
Hierauf verjagt man das Methanol im Wasserbade und verkocht den Rückstand mit der zehnfachen Menge 25°/oiger Schwefelsäure. Die sich abscheidende 5, 5-Cyclohepten-(i)-yl-methyl-N-methyl-barbitursäure bildet nach dem Umlösen aus 30%igem Alkohol farblose Prismen vom F. 1240. .
In analoger Weise wird die 5,5-Cyclohepten-(i)-yl - äthyl - N-methyl - barbitursäure vom F. 1050 erhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von C, C-Cyclohepten-(i)-yl'alkyl- oder -alkenylbarbitursäuren der Zusammensetzung
    OC
    Z —C —X
    OC
    -NY
    CO
    -NH
    worin X eine gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe, Y eine gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe oder Wasserstoff und Z einen unsubstituierten oder substituierten Cyclohepten-(i)-ylrest bedeutet, und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclohepten:-(i)-yl-alkyl- oder -alkenyl-malonr oder -cyanessigsäuren oder ihre Derivate mit Harnstoff oder monoalkylierten Harnstoffen nach an sich bekannten Methoden in C, C-Cyclohepten-(i)-yl-alkyl- oder -alkenylbarbitursäuren bzw. in die entsprechenden N-alkylierten
    Barbitursäuren und diese gegebenenfalls in ihre Salze überführt.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclohepten-(i)-yl-alkyl- bzw. -alkenylmalon- oder -cyanessigsäuren oder ihre Derivate mit Harnstoff derivaten, z. B. Guanidinen, Dicyandiamid, Isoharnstoffäthern oder ihren Alkylderivaten, kondensiert und die entstehenden Zwischenprodukte in die C, C-Cycloheptenylalkyl- oder -alkenylbarbitursäuren überführt.
  3. 3. Ausführungsform nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclohepten-(i)-yl-malon- oder -cyanessigsäuren bzw. ihre Derivate mit Harnstoff oder.seinen Derivaten kondensiert, in die erhaltenen Zwischenprodukte die fehlenden Substituenten nach üblichen Methoden einführt und die entstehenden Verbindungen erforderlichenfalls in die Endprodukte umwandelt.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht ■gezogen worden:
    Deutsche Patentschriften Nr. 442 655,
    S89947, 595 175;
    Fränkel, »Die Arzneimittelsynthese«,
    6. Aufl., S. 510;
    Journ. Am. Chem. Soc. 57, S. 1961.
    © 5820 3. S3
DEG103140D 1940-03-09 1941-03-08 Verfahren zur Herstellung von C-Cycloheptenylbarbitursaeuren Expired DE756489C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119867B (de) * 1959-06-10 1961-12-21 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von neuen Barbitursaeurederivaten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE589947A (de) *
DE442655C (de) * 1924-03-22 1927-04-04 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Cyclohexenylalkylbarbitursaeuren

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